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FAQ und Fragen zum Thema Analoge Fotografie

Thomasletzte Änderung: Jun 2024134 Kommentare

Auf dieser Seite werden mittels einem FAQ häufige Fragen von Anfängern und Neugierigen aufgelistet und beantwortet. Zusätzlich können mittels dem Kommentarbereich auch eigene Fragen gestellt werden, wenn diese spezifisch nicht zu den einzelnen Artikeln dieser Website passen.

Fragen zur Analogen Fotografie
Inhaltsverzeichnis

Dieser Bereich richtet sich speziell an Anfänger innerhalb der analogen Fotografie und an Interessierte, die sich schnell einen groben Überblick verschaffen möchten. Hierzu habe ich ein FAQ eingerichtet. FAQ = frequently asked questions = häufig gestellte Fragen.

Los geht’s:

Gibt es heute noch Filme zu kaufen und wenn ja wo?

Filmschachteln liegen im Regal eines Drogeriemarktes

Filme im Regal einer Drogeriekette

Es werden heute weiterhin Filme für analoge Kameras hergestellt. Es gibt sogar Neuerscheinungen. Die gesamte Auswahl ist natürlich nicht mehr so groß wie früher. Zudem sind Filme teurer geworden. Jedoch existiert weiterhin ein umfangreiches Angebot.

Ein kleines Angebot an Kleinbildfilmen (S/W und Farbe) kann man in Deutschland (Stand 2024) bei den großen Drogeriemarktketten kaufen – allerdings etwas hochpreisig. Einige Fotoläden in den größeren Städten führen zudem (wieder) Filme. Das größte Angebot bei „normalen“ Preisen bieten entsprechende Internet-Shops für Analoge Fotografie.

Warum analog fotografieren?

ein selbst gemachter Handabzug vom Negativ

eine selber entwickelte Fotografie

Die analoge Fotografie bietet eine andere Erfahrung als die digitale Fotografie: Das Unvorhersehbare, das Chaotische (bzw. nicht Mathematische), das Haptische und das Puristische spielen hierbei für die Nutzer dieser Technik eine Rolle und natürlich auch das Besondere / nicht Konforme.

Eine Besonderheit der analogen Fotografie ist das eigenhändige Anfertigen kleiner Kunstwerke in der Dunkelkammer – ohne Computer, ohne externen Dienstleister.

Wo kann man analoge Kameras kaufen?

Internetshops für analoge Fotografie

Angebot geprüfter Gebrauchtkameras

Es gibt zwar Bestrebungen, klassische analoge Kameras wieder auf den Markt zu bringen. Doch typischerweise kauft man heute eine analoge Kamera auf dem Gebrauchtmarkt: Es gibt mehrere Anbieter, die sich auf Analogkameras spezialisiert haben. Und natürlich gibt es einen großen Privat-Gebrauchtmarkt (Kleinanzeigen, Ebay, Flohmarkt).

Wie viele Bilder passen auf einen 35mm-Film?

Kleinbildfilm mit Filmdose und Schachtel

klassischer Kleinbildfilm

Bei einem 35mm-Film handelt es sich um den klassischen Kleinbildfilm in der typischen Filmpatrone. Es gibt hierbei drei typische Konfektionierungen:

  • Film mit 12 Bildern
  • Film mit 24 Bildern
  • Film mit 36 Bildern

Heute werden fast immer Filme mit einer Länge für 36 Aufnahmen verkauft, manchmal nur für 24 Bilder. Man kann den den Film übrigens häufig so in die Kamera einlegen, dass etwas mehr als die vorgegebene Menge an Fotografien damit realisierbar sind – indem man die Vorlauf-Lasche möglichst kurz lässt.

Welche Auflösung haben analoge Fotos?

Beispiel eines digitalisierten und umgeformten Negativs

Auf dieser Unterseite gibt es zwei 100%-Ansichten zum Download, um die mögliche Auflösung einschätzen zu können.

Dies lässt sich nur vage beantworten, da die Auflösung analoger Fotos sehr vom Filmtyp, vom Filmformat, vom Aufnahmeobjektiv, von der Art der Entwicklerchemie abhängt und nicht zuletzt von der Qualität der Digitalisierung. Eine grobe Einschätzung:

  • Kleinbild: ca. 12 Megapixel
  • Mittelformat 6×6: ca. 40 Megapixel
  • Großformat 4×5 Inch: ca. 100 Megapixel

Ich besitze plötzlich eine analoge Kamera – und nun?

Wer wie die Jungfrau zum Kinde zu einer analogen Kamera gekommen ist, besitzt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Model, welches mit einer Kleinbildpatrone geladen werden muss:

analoge Kamera von der Rückseite bei geöffneter Rückwand

eine Kleinbildfilmpatrone nebst Filmdose und Schachtel

Die meisten analogen Kameras nutzen die typische Kleinbildfilm-Patrone.

Bei geöffneter Rückwand sieht man in der Mitte die Verschluss-Lamellen (sie lassen Licht für einen bestimmten Moment auf den Film) sowie zwei Kammern: In die eine wird die Filmpatrone eingelegt (hier links). In der anderen Kammer (hier rechts) befindet sich eine Spule. In sie wird der Anfang des Filmes eingeklemmt und später aufgerollt. Siehe auch → Film in analoge Kamera einlegen

Und woher bekommt man solch einen Film? Wer in einer Stadt wohnt, wird meist bereits in einem Markt der großen Drogerieketten fündig. Häufig gibt es hier eine sehr kleine und preislich etwas überhöhte Auswahl an min. einem S/W-Film / einem Farbfilm. Ansonsten gibt es natürlich viele Internet-Shops für die analoge Fotografie (s. o.).

Wenn die Kamera funktioniert, kann man nun genau so fotografieren wie mit einer digitalen Kamera. Auf ein Display muss man natürlich verzichten, oft auch auf einen Autofokus. Die meisten Kleinbildkameras besitzen jedoch einen internen Belichtungsmesser bzw. eine Belichtungsautomatik. Siehe auch → Schnellanleitung analoge Kamera

Das letzte Bild des Films ist belichtet – und was jetzt?

analoge Kamera Detailaufnahme kleine Kurbel

kleine Kurbel zum zurück Spulen des Filmes

Bei Kameras, in denen der klassische Kleinbildfilm geladen wird (35mm-Filmpatrone), muss dieser nach dem letzten Bild zurück in die Patrone gespult werden. Dies geschieht noch innerhalb der (lichtdichten) Kamera entweder mittels eine kleine Kurbel oder automatisch durch einen integrierten Motor.

Bei Mittelformatkameras, bei denen der breitere Rollfilm geladen wird, ist ein Zurückspulen nicht vorgesehen, da der Film sich nach dem letzten Bild bereits auf einer „End-Spule“ aufgewickelt zum Herausnehmen befindet, nachdem man noch einige Leeraufnahmen tätigte.

Der Film kann nun aus der Kamera entnommen werden. Er kann jetzt entweder:

Entstehen auf einem Film beim Fotografieren schon Bilder?

Negativlupe auf Leuchttisch mit Negativfilm

Die tatsächlichen Bildinformationen eines solchen Negativfilms kommen erst nach der chemischen Entwicklung zum Vorschein. Vom Negativfilm werden dann Papierbilder erzeugt oder er wird digitalisiert bzw. konvertiert.

Nein. Beim Belichten (Fotografieren) eines Filmes erzeugt man unsichtbare ›Informationen‹ auf diesem. Würde man den Film nun aus der Kamera heraus ziehen, wäre er einfach nur grau oder bräunlich – kein Bild zu sehen.

Erst wenn der Film später mit der Entwickler-Chemie in Berührung gerät, entstehen die Bilder (Negative bzw. bei Diafilm Positive).

Vor dieser Entwicklung darf der Film jedoch nicht weiterem Licht ausgesetzt werden (muss in der Patrone bleiben), da jedes weitere Licht die zuvor aufgezeichneten unsichtbaren Informationen (das s. g. »latente Bild«) überschreiben würde wie bei einer Musikkassette, über die ein starker Magnet gehalten wird.

Nach welchen Kriterien wähle ich die richtige Kamera für meine Bedürfnisse aus?

mehrere analoge Kameras

Analoge Kameras unterschiedlicher Formate

Für die Verwendung von Film gibt es sehr viele unterschiedliche Kamera-Typen – viel mehr noch als es bei Digitalkameras der Fall ist. Dies wären einige Kriterien, die für die Wahl eines bestimmten Kameratyps eine Rolle spielen könnten:

  • Möchte ich schnell und spontan sein beim Fotografieren oder möchte ich mit Bedacht und in Ruhe arbeiten?

    Systemkamera oder Point & Shoot?

  • Sollen die Fotografien sehr hoch vergrößert werden oder reichen auch kleinere Abzüge?

    Kleinbild, Mittelformat oder Großformat?

  • Lege ich Wert auf konservative Ansichten bezüglich der Bildqualität oder strebe ich mit meinen analogen Bildern vielleicht sogar einen bewusst gegensätzlichen Stil an?

    Leica oder Lomo?

  • Soll eine Kamera vielseitig für unterschiedliche Motive bzw. Aufnahmebedingungen anwendbar sein?

    Ausbaufähige Systemkamera oder kompakte Sucherkamera?

  • Muss die Kamera auch unter rauen Bedingungen stets zuverlässig sein?

    Voll elektronisch oder rein mechanisch?

  • Sollen die Objektive kompatibel zu meiner Digitalkamera sein?

    Beispielsweise Nikon-Objektive sind häufig ohne Adapter kompatibel.

  • Wie viel Geld habe ich überhaupt zur Verfügung?

    Ab ca. 10 Euro ist man bereits dabei.

Siehe auch → Welche Analogkamera für Anfänger?

Was ist eine Mittelformatkamera?

Produktfotografie Mittelformatkamera vom Typ Rolleiflex SL66

eine analoge Mittelformatkamera

Mittelformatkameras sind meist größer als Kleinbildkameras und nutzen einen breiteren Film (Filmtyp 120). Ihr Vorteil liegt in einer höheren Auflösung und in einer günstigeren Farb- bzw. Tonwertverteilung (aufgrund der größeren Filmfläche).

Die Nachteile: Sie sind meist teurer als Kleinbildkameras und es passen viel weniger Bilder auf einen Film. Zudem sind sie häufig klobig und schwer, wodurch Mittelformatkameras weniger für die spontane Fotografie geeignet sind.

siehe auch → fotografieren im Mittelformat

Welche Ausrüstung benötige ich für die analoge Fotografie?

Stativ, Belichtungsmesser, analoge Kamera, zwei Filme

eine kompakte analoge Ausrüstung

Manch einer besitzt nur eine einzige Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit vielleicht zwei Objektiven, dazu für die S/W-Fotografie vielleicht noch einen Orange-Filter, um Kontraste zu verstärken und ein Stativ für Langzeitaufnahmen. Für die analoge Fotografie ist zunächst keine besonders große Ausstattung notwendig.

Einige analoge Kameras besitzen jedoch keine integrierte Elektronik bzw. sind völlig mechanisch aufgebaut. Hier benötigt man ggf. einen externen Belichtungsmesser, um die Umgebungshelligkeit messen zu können.

Welche verschiedenen Filmformate gibt es und welches ist für mich relevant?

Hand hält je anderen Filmtyp

unterschiedliche Filmtypen und Filmformate

Es gibt:

  • Kleinstformat (Typ 110 Pocketfilm)
  • Kleinbild
  • Mittelformat
  • Großformat

Es gab zudem noch einige andere, exotische Filmformate. Die heute am relevantesten Filmformate sind das ›Kleinbild‹ sowie das ›Mittelformat‹. Anfänger sollten eine Kamera für das Kleinbild wählen. Die entsprechenden Kameras sind in einer sehr großen Auswahl verfügbar und Kleinbildfilme kann man selbst bei Drogerieketten heute noch vor Ort kaufen. Je größer das Filmformat ist, desto höher kann die hiermit erreichbare Bildqualität sein. Die meisten der berühmtesten Fotografien wurden jedoch mit einer Kleinbildkamera gemacht.

Wie funktioniert die Belichtungsmessung bei analogen Kameras?

Sucherbild automatisch eingestellte Belichtungszeiten

Illustration des Sucherbildes einer typischen analogen Kamera mit Zeiger des internen Belichtungsmessers

Bei vielen analogen Kameras funktioniert die Belichtungsmessung genau so, wie man es von digitalen Kameras gewohnt ist. Bei einigen muss man jedoch im Sucher einen z. B. Zeiger durch gleichzeitiges Bedienen des Belichtungszeiten-Einstellrad zur Deckung mit einer Marke bringen. Dann ist die richtige Belichtungszeit eingestellt.

Manche analoge Kameras haben außen am Gehäuse eine kleine Zelle zum Messen des Lichtes. Diese darf beim Fotografieren nicht abgedeckt werden.

Manche analoge Kameras (meist Mittelformatkameras) hingegen besitzen gar keinen integrierten Belichtungsmesser. Dann benötigt man einen externen Handbelichtungsmesser (es gibt auch Smartphone-Apps) und muss die so ermittelten Werte manuelle auf die Kamera übertragen. Das Ermitteln der ungefähr richtigen Belichtung gelingt übrigens auch mittels simplen Tabellen bzw. Regeln.

Wie entwickle ich Filme selbst?

Entwickeln eines S/W-Films

Einspulen des Filmes in Spirale der Entwicklerdose (nur in Finsternis!)

Kurzanleitung: Der Film wird in absoluter Dunkelheit in eine spezielle Filmentwicklungs-Dose eingespult. Danach geht es im Hellen weiter: Es werden nun nacheinander mehrere chemische Lösungen sowie Wasser ein- bzw. wieder ausgegossen. Am Ende wird noch einmal gewässert. Danach kann die Dose geöffnet werden und man hat einen fertig entwickelten S/W-Film in der Hand.

Siehe auch:

Wie entwickle ich Fotos selbst?

Kurzanleitung: Das gewünschte Negativ wird in einen Vergrößerer eingelegt und es wird in der Dunkelkammer eine Vergrößerung von dem Negativ auf ein lichtempfindliches, spezielles Foto-Papier projiziert.

Schema für das selbst entwickeln von Fotos

Danach folgt das gleiche Prinzip wie bei der Filmentwicklung: Das nun belichtete Fotopapier wird mehreren Chemie-Bädern ausgesetzt und bereits im ersten entsteht – wie von Zauberhand – zaghaft eine Fotografie.

Siehe auch: → Schritt-für-Schritt-Anleitung S/W-Foto selber vergrößern

Welche Rolle spielt die Wahl des Films für die Bildqualität?

Detailausschnitt mit Filmkorn

Detailausschnitt eines grobkörnigen S/W-Filmes. Dies muss kein Makel sein, sondern kann bewusst genutzt werden.

Fotografische Filme kann man unterscheiden in:

  • der Größe des fotografischen Korns („Grobkörnigkeit“)
  • ihrer Fähigkeit Überbelichtungen zu verarbeiten („Kontrastumfang“)
  • ihrer Lichtempfindlichkeit

Eher gering lichtempfindliche Filme (ISO 100 und darunter) besitzen i. d. R. ein feines Korn und es können somit Details höher aufgelöst dargestellt werden. Dafür besitzen sie meist einen geringeren Kontrastumfang als Filme mit einem höheren ISO-Wert (Sie reagieren bisweilen zickig).

Die Darstellung von Farben bei „normalen“ Farbnegativfilmen hängt entscheidend von der späteren Verarbeitung (digitaler Prozess) ab. Hier gibt es – bis auf wenige Ausnahmen – keine nennenswerten Unterschiede.

Diafilme sind zumeist hochauflösender als Negativfilme. Farbdiafilme bieten einer höhere Farbsättigung und beeindruckende Kontraste. Dafür müssen sie exakt belichtet werden (geringer Kontrastumfang) und sind sehr teuer.

Digitalisieren: Wie bekomme ich digitale Dateien vom Film?

ein sehr günstiger Filmscanner

ein sehr einfacher aber günstiger Digitalisierer

Dies geht entweder mittels einem speziellen Filmscanner, von denen es mehrere in unterschiedlichen Preisklassen auf dem Markt gibt. Oder man digitalisiert durch Abfotografieren. Hierzu wird der Film von unten durchleuchtet und von oben mittels Digitalkamera (oder Smartphone) abfotografiert.

Wie bewahre ich entwickelte Negative und Abzüge am besten auf?

Filme befinden sich in speziellen Filmhüllen

Filme in Archivierungs-Hüllen

Für Filme gibt es spezielle Ordnerhüllen, in welche diese zur Archivierung eingeschoben werden können. Für Papierabzüge wäre das sicherste, diese in säurefreiem Karton zu lagern.

Wie wähle ich den besten Film für bestimmte Lichtverhältnisse aus?

Mann steht im Schnee vor Bäumen und Häusern

In der dunklen Jahreszeit habe ich sicherheitshalber einen ISO-400-Film in der Kamera. Er ist jedoch grobkörniger als ein weniger empfindlicher.

Jeder Film besitzt eine festgelegte Lichtempfindlichkeit. Im deutschsprachigen Raum wird diese traditionell mit dem »ASA-Wert« angegeben – Mittlerweile ist hier auch der »ISO-Wert« gebräuchlich. Beide Angaben meinen entsprechend das gleiche.

  • Ein Film mit ISO 50 ist geringempfindlich.
  • Ein Film mit ISO 100 ist mittelempfindlich.
  • Ein Film mit ISO 400 ist hochempfindlich.

Es gibt auch Filme mit einer Empfindlichkeit von weniger als ISO 50 und mehr als ISO 400. Je dunkler das Umgebungslicht ist, desto höher müsste entsprechend die Filmempfindlichkeit sein, wenn man weiter ohne Verwackeln bzw. ohne Stativ fotografieren möchte.

Und warum nimmt man dann nicht immer einen hoch empfindlichen Film? Weil dieser gröber auflöst und weil hiermit bei viel Licht nicht mehr bei offener Blende (für geringe Schärfentiefe) fotografiert werden kann.

Bei sehr kontrastreichen Lichtverhältnissen sollte man zudem keinen sehr gering empfindlichen Film nehmen und auch keinen Diafilm, da der Belichtungsspielraum dieser Filme eher gering ist.

Wie unterscheiden sich verschiedene Filmtypen (Farbe, Schwarzweiß, Dia)?

Diafilm im Mittelformat liegt auf einem Leuchtpult

Farb-Diafilme auf dem Leuchtpult

Es gibt Negativfilme und Diafilme. Diafilme zeigen die Bilder bereits „fertig“ – also als transparentes Positiv. Die Fotos von Negativfilmen müssen entsprechend noch umgewandelt- bzw. konvertiert werden. Diafilme sind besonders kontrastreich und etwas hochauflösender als Negativfilme. Farbdiafilme bieten zudem sehr satte Farben und sie lassen sich einfacher digitalisieren. Allerdings besitzen Negativfilme einen höheren Belichtungsspielraum und sind deutlich günstiger als Diafilme. S/W-Negativfilme kann man zudem relativ einfach in der eigenen Dunkelkammer vergrößern.

Wie kann ich die Belichtung und den Fokus manuell einstellen?

Einstellrad für Belichtungszeiten

Belichtungszeiten-Einstellrad

Die meisten analogen Kameras besitzen direkt am Kameragehäuse einen (Dreh-) Knopf zum manuellen Einstellen der Belichtungszeit. Die Blende wird meist manuell direkt am Objektiv eingestellt. Der Fokus wird auch direkt am Objektiv eingestellt. Es gibt aber auch Auto-Fokus Kameras und einfache »Fixfokus-Kameras« ohne die Möglichkeit einer manuellen Steuerung.

Welche Möglichkeiten gibt es, analoge Fotos kreativ bearbeiten zu können?

ein Foto im Sepia-Toner

S/W-Fotografie nachträglich in einem Sepia-Toner getont. In schwarzem Tee kann man übrigens auch tonen.

Die meisten Möglichkeiten hierzu hat man, wenn man S/W-Bilder selber in der Dunkelkammer vergrößert: Hier kann man Abwedeln, Nachbelichten, Bleichen, Quälen, Tonen, Ausschnitte erstellen, Mehrfachbelichtungen vornehmen, Strukturen und Ränder einbelichten, Colorieren usw. Beliebt ist auch der Emulsionslift von Sofortbild-Aufnahmen.

Manch einer nutzt bewusst abgelaufene Filme oder wäscht diese gar vor dem Belichten in der Waschmaschine. Zudem gibt es einige „Kreativ-Filter“ zum Aufsetzen auf das Objektiv der Kamera.

aufgeschlagenes Buch über analoge Kreativtechniken

In der Buchvorstellung dieser Website wird auch ein Buch über analoge Kreativtechniken vorgestellt.

Wie kann ich mit Doppelbelichtungen experimentieren?

eine Pouva Start Kamera

Einfach-Kameras wie z. B. die ›Pouva Start‹ besitzen keinen Schutz vor (versehentlicher) Doppelbelichtung.

Am leichtesten lassen sich Doppelbelichtungen oder Mehrfachbelichtungen mit sehr simplen analogen Kameras anfertigen, welche aufgrund ihrer Einfachheit keine Doppelbelichtungssperre besitzen. Rollfilmkameras wie die Holga oder Opas alte Boxkamera sind entsprechende Modelle. Hier kann man einfach beliebig oft Auslösen und die Fotos werden alle auf dem selben Bild übereinander aufgenommen. Bei anderen (teureren) Kameras gibt es entweder einen zusätzlichen Knopf speziell für Mehrfachbelichtungen. Oder aber man nutzt den Trick mit dem Rückspul-Knopf bzw. zweckentfremdet diesen.

eine Mehrfachbelichtung mit der analogen Kamera

eine analoge Mehrfachbelichtung aus 20 Einzelaufnahmen vom selben Motiv

Bei vielen Mehrfachbelichtungen sollte man die Belichtungszeit pro Foto vorsichtshalber etwas verkürzen – je nach Anzahl der Bilder, da ja Licht summiert wird. Bei einer normalen Doppelbelichtung braucht man hierauf noch nicht zu achten. Doppelbelichtungen gelingen übrigens gut, wenn man zunächst ein Motiv mit eher dunklem Bildanteil fotografiert und danach eines mit einem hellen Bildanteil. Bei letzterem achtet man darauf, dass sich das helle Element ungefähr an der Stelle im Sucher befindet, wo sich vorher das dunkle befand. Das geht natürlich auch anders herum.

Wie kann ich herausfinden, ob meine analoge Kamera noch funktioniert oder repariert werden muss?

der Verschluss einer Kamera

Der sogenannte Verschluss – die Lamellen auf der Rückseite der Kamera: Er muss sich hurtig öffnen und wieder schließen. Hierdurch wird der Film mit einer bestimmten Lichtmenge belichtet.

Viele analoge Kameras kann man ohne Film bereits grob testen:

  • Man spannt sie und stellt manuell eine bestimmte Belichtungszeit ein. Nun öffnet man die Rückwand der Kamera und löst sie aus. Für einen kurzen Augenblick muss sich eine Art Vorhang (der s. g. ›Verschluss‹) öffnen und gleich wieder komplett schließen. Dies sollte er bei allen Belichtungszeiten tun und diese Zeiten sollten nach Gehör auch einigermaßen plausibel ablaufen.
  • Man stellt eine bestimmte Blende am Objektiv ein. Bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera muss sich diese Blende währen des Auslösens auf den vorher eingestellten Wert sofort schließen. Danach sollte sie bei den meisten Kameras wieder offen sein.
  • Man stellt das Objektiv auf Unendlich. Ein ca. 30 Meter entferntes Haus muss klar und scharf im Sucher abgebildet sein.

weitere Tipps: → Analoge Kamera im Trockendock testen

Warum sieht man häufig Rotlicht im Zusammenhang mit der analogen Fotografie?

eine Dunkelkammer bei Rotlicht

Blick in eine Dunkelkammer

Wenn in einem Krimi analoge Fotografie thematisiert wird oder wenn historische Fotoprozesse filmisch dargestellt werden, werden oft Szenen in der Dunkelkammer bei Rotlicht gezeigt. Der Hintergrund ist folgender: S/W-Fotopapier ist für rotes Licht blind. Daher kann man es bei Rotlicht verarbeiten und muss dies nicht in absoluter Dunkelheit tun. Fotografischer Film hingegen ist (meistens) jedoch auch für rotes Licht empfindlich.

An welchen Orten kann ich analoge Fotografie praktizieren- bzw. lernen?

Workshop-Teilnehmer Film Entwickeln

(Foto: Thomas Hankel, Galerie »Analog Art Photography«)

Es sind in den letzten Jahren einige Institutionen entstanden, welche sich konkret mit der analogen Fotografie beschäftigen. Zu nennen sind hier Galerien, Mietlabore, Magazine, Festivals, Sonderausstellungen, Dienstleister, … Auf dieser Seite habe ich einige davon aufgelistet: Projekte und Initiativen Analoge Fotografie.

(Sehr gerne nehme ich diesbezüglich übrigens Hinweise entgegen, um meine Liste vergrößern zu können.)

Mache ich bessere Bilder, wenn ich analog statt digital fotografiere?

ein Fotograf steht auf einer Wiese und fotografiert mit Stativ

Der Autor von analoge-fotografie.net …legt sich in’s Zeug.

Leider nein. Jedoch kann der Lerneffekt bei der analogen Fotografie ergiebiger sein, da hierbei häufig auf Automatiken oder gar ganz auf Elektronik verzichtet werden muss.

Noch Fragen?

Ich (Thomas) bekomme des Öfteren E-Mails von Lesern dieser Internetseite. An dieser Stelle möchte ich auch Inhalte öffentlich beantworten, damit auch andere Leser davon profitieren können. Es soll hier also eine Ergänzung zum oberen FAQ entstehen. Schreiben Sie mir / schreibt mir doch einfach mittels der unten stehenden Kommentarfunktion und ich möchte hier versuchen, jegliche Fragen rund um die analoge Fotografie zu beantworten, wenn entsprechende Punkte nicht bereits in den regulären Beiträgen behandelt worden sind bzw. wenn nichts über die Suchfunktion gefunden wurde.

direkt zum Formular springen

Natürlich werde ich nicht alles beantworten können – ganz besonders, wenn es um spezifische analoge Kameras / Geräte geht, die ich selbst nicht besitze. Jedoch könnt ihr es hier durchaus einmal versuchen. Manchmal könnte die Antwort etwas auf sich warten lassen, wenn ich viel zu tun habe bzw. selten am Computer bin.

veröffentlicht: 6.09.16 | letzte Änderung: 2.06.24

der Autor dieser Seite

Hallo! Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit der analogen Lichtbildkunst und stehe entweder in der Dunkelkammer oder digitalisiere meine Filme am Computer. Analoge-Fotografie.net ist ein ›Ein-Mann-Betrieb‹. Daher kann es manchmal etwas dauern, bis ich Kommentare beantworte.

Damit man sich hier gut orientieren kann, besitzt meine Website übrigens ein recht durchdachtes → Inhaltsverzeichnis.

Für viele dieser Beiträge hatte ich so manchen Film belichtet. Wenn es hier tatsächlich etwas Wertvolles zum Mitnehmen gab, würde ich mich über eine kleine Filmspende via Paypal freuen:

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134 Kommentare

FAQ und Fragen zum Thema Analoge Fotografie

  1. Martin sagt:

    Hallo Herr Raatz,
    zweite Nachricht (E-Mail ist schon unterwegs zum Baryt-Wascher)
    jetzt zu
    „Sebastian
    23. Januar 2023 um 10:26 Uhr

    Hallo Thomas, ich habe eine Frage zur Duka-Beleuchtung:“

    Ich selbst bin komplett auf fotoimpex LED Birnen umgesteigen. Die machen das Labor richtig hell und es gibt KEINEN Schleier.
    Kann ich daher empfehlen.

    Leide gibt’s das ADOX MCC -Papier Baryt nicht mehr, das war toll. Das von BERGGER ist zur Zeit leider auch ausverkauft, ich bin deshalb auf ILFORD umgestiegen. Weil: Das finde ich schön neutralweiß.
    Das FOMABROM hat für mich einen unangenehmen Grünstich. Erinnert mich irgendwie an schlechtes ORWO Papier, das ich mir seinerzeit, ich lebte damasls noch in Berlin im Osten besorgte.

    Aber die Notiz zu den LED-Lampen wollte ich noch loswerden.

    Herzliche Grüße aus Norddeutschland

    von

    Martin

    • Thomas sagt:

      Hallo Martin, danke für den Tipp mit den Adox-Dunkelkammer-LED-Lampen. Ich habe schon gehört, dass die gut funktionieren. Wenn meine Birnen nicht mehr funktionieren, werde ich mir wohl auch einige von diesen besorgen.

      Ich finde den Grünschleier vom Fomabrom gar nicht so intensiv, dass es mich stören würde. Beim Trocknen geht er auch ein Stückchen zurück. Es kommt auch darauf an, in welcher Art von Licht man sich das Papier betrachtet. Mittels Selentoner lasse ich ihn ganz verschwinden.

  2. Martin sagt:

    Hallo Herr Raatz,
    diese Nachricht schreibe ich (in der „Sie-Form“, schließlich kennen wir uns nicht und einfach „Duzen“… Na ja, ich will ja nicht mit der Tür ins Haus fallen), da ich heute endlich den Baryt-Wascher fertig gebastelt habe.
    Allerdings ist der duetlich höher im Preis als der erwähnte von Herrn Dr. Beyer. Seinerzeit vor 21 Jahren 65 Euronen. Dafür für Bilder 24 x 30.
    Ich selber ziehe auf bis zu 40 x 50 ab, also deutlich größer und der Spaß waren dann um die 300 Euronen.
    Das Teuerste war die große Plastikwanne, gabs bei Amazon für 86 Euronen Hier die Daten dazu: BRB Kunststoffwanne/Wanne 180 Liter, LxBxH 850x600x495 mm, PE-HD Kunststoff, weiß, lebensmittelecht
    Das Wasser fällt von oben in die Wanne über eine Art „Gardena-System“, nachgebaut in China (Kaufland: 20M Bewässerungssystem Garten, DIY Micro Bewässerung Kit, Automatische Tröpfchenbewässerung für Topfpflanzen Balkon Flower Bed Terrasse Pflanzen, 34 Euronen… Lieferung dauerte EEEEWIG).
    Dann noch die Alu-Leisten, noch mal knapp 200 Euronen mit Schrauben (gab’s auch nur bei Amazon, ich habe 5er Schrauben genommen und die gab’s nur als 6er Pack. Ich habe aber an die 150 Schrauben verballert).
    Und der Abfluss. Hier kam Gardena zum Zuge. Ein Schlauch wurd eunten im Kreis gelegt mit jeder Menge Löchern, die Enden gingen in ein Dreieck aus Gardena-Anschlüssen. Von dem geht ein Schlauch nach oben und in einer Ecke der Wanne hatte ich eine Öffnung reingesägt, da schaut das Ende raus. Nun steigt drinnen das Wasser (die Wanne fasst 180 Liter) bis über das Getselle, dann drückt das Archimedische Gesetz das Wasser von unten im Ablaufschlauch nach oben und fließt über die Ecke ab. In der Hoffnug, ausgespültes Fixiersalz sakt ab und wird dann weggeschwemmt durch den Abfluss.
    Ich habe bislang eine Art ILFORD-Wässerung in der Duschwanne gemacht ohne Wässerungshilfe, aber jetzt kann ich 9 Bilder gleichzeitig wässern!!!
    Und wo ich doch mal ’ne Ausstellung machen will, da muss ich Bilder abziehen.
    Tja.
    Das Wasser ist kalt, denn ich verwende Grundwasser, das ich selbst bzw. mein Pumpe im Haus hoch pumpe. Ist aber um die 12° C kalt. Ich plane, ausprobiert habe ich es noch nicht, Bilder über 2 Stunden zu wässern. Erst pladdern lassen, dann Standwässerung…
    Denn:
    Ich habe mal bei der Wässerung in der Duschwanne ein Soda-Bad eingeschaltet gehabt und die Bildoberflächen wurden schmierig und schlierigund hatten Fingerspuren und das sah WIDERLICH aus. Sogar im Rahmen. Also wässer ich lieber länger ohne Hilfe. Das Wasser kostet ja gerade mal das bisschen Strom, denn das läuft echt langsam („sutje“ sagen wir hier im Norden) in die Wanne. Das Abwasser läuft dann in die Jauchegrube (Hab ’nen Rest-Bauernhof).

    Was halten Sie davon? Und gibt’s Erfahrungen mit kaltem Wässerungswasser?

    Wollen Sie Bilder der Konstruktion haben?

    Herzliche Grüße aus dem gerade mal verregneten Norddeutschland

    von
    Martin

    PS
    Dieselbe Nachricht geht auch an Ihre E-Mail-Adresse, da aber mit Kontaktangaben zu mir, okay?

    • Thomas sagt:

      Hallo Martin, wir können gerne Duzen. Das Bauprojekt klingt sehr interessant. Das würde ich gerne mal als Bild sehen (per Mail dann).

      Ich selber bin bisher immer in den Genuss von Leitungswasser in Raumtemperatur gekommen. Daher habe ich keine Erfahrungen mit kaltem Wasser zur Wässerung.

      Zum Soda-Bad: Vielleicht war Konzentration / Dauer zu hoch? Ich gehe hierbei so vor:
      3 Min.; 10g Sodapulver in 1 Liter / ein Esslöffel oder kleiner Berg in Hand

      Danach wird das Papier wieder in die normale Wässerung gegeben.

      Ich selber vergrößere nicht mehr für Ausstellungen. Bei mir sind es kleine, feine Abzüge in geringer Zahl. Daher reicht mir hier einfach das „Katzenklo“, bei dem ich mehrmals das Wasser wechsele. Aber besonders bei größeren Formaten würde das nicht mehr gehen. Da ist solch ein Barytwascher natürlich toll (wenn man Platz zum Hinstellen hat).

  3. Raja sagt:

    Hallo 🙂
    Auch auf die Gefahr hin, dass ich blind bin und zu diesem Thema nichts finde, trotzdem gefragt: wie kann ich an der Filmschrift und der Zahlen ablesen, was ich bei der s/w Entwicklung falsch gemacht habe? Die Schrift bei mir wird immer ganz hell, verschwindet manchmal beinahe, obwohl ich mich an alle Zeiten etc halte. Ich finde hierzu nichts. Dabei ist es doch ein guter Anhaltspunkt, ob ich meinen Film richtig entwickle. Oder nicht? 🙂

    • Thomas sagt:

      Hallo, die Frage ist nicht verkehrt. Denn es gibt auch Filme, bei denen die Randbeschriftung sehr blass ist. Es gibt sogar welche, bei denen gar keine Randbeschriftung vorhanden ist.

      Man kann dies dann leider nicht als Indikator nehmen, ob richtig entwickelt- oder einfach nur falsch belichtet wurde.

      Wenn es sich um einen Film handelt, von dem man weiß, dass die Randbeschriftung ab Werk genügend stark einbelichtet wurde (z. B. Ilford, Kodak) und diese nach dem Entwickeln blasser erscheint als bei anderen Entwicklungen, wäre dann aber schon davon auszugehen, dass etwas mit der Entwicklung nicht stimmte (z. B. Entwickler erschöpft, zu kurz entwickelt, zu kalt, zu wenig bewegt).

  4. Thomas Kuehr sagt:

    Hallo Thomas,
    ich habe eine CANON TLB aus den 70er-jahren geerbt.
    Um zu probieren, ob die noch funktioniert benötige ich einen Farbfilm.
    Welcher Film passt da rein? kann man den passenden Film bei Dir bestellen? Was kostet der?
    Danke für die Rückantwort!
    beste Grüße…

    • Thomas sagt:

      Hallo Thomas, in die Kamera passt der klassische 35mm-Kleinbildfilm. Patronen kann man teils sogar noch in Drogeriemärkten kaufen. Insbesondere Farbfilm ist (dort) recht teuer. Der günstigste, gute Farbfilm ist derzeit der Kodak Gold (ca. 8 Euro). Manchmal bekommt man ihn im stationären Handel, ansonsten in einem der Internet-Shops. Ich selber betreibe keinen Handel.

      Grüße zurück!

  5. Ramin sagt:

    Vielen lieben Dank fürs Feedback und den wichtigen Hinweisen und Tipps fürs Fenster abkleben.

    Dort fällt kein direktes SonnenLicht ein, von daher wirklich ein Versuch wert..

    Du hast mich hier nochmal motiviert. Danke! Ich werde mit den Folien experimentieren und gebe dir auf alle Fälle dann eine Rückmeldung. 🙂
    Bis dahin

  6. Ramin sagt:

    Hallo 🙂
    Erstmal danke für diese tolle Seite. Ich werde ab nächster Woche endlich überglückliche Besitzerin eines Raumes sein, das ich als Dunkelkammer herrichten werde.
    Es hat ein Fenster und hierzu meine Frage: kann ich denn nicht das Fenster auch mit roter Folie abkleben für Vergrösserungen?? Es muss doch nicht schwarz bzw. lichtdicht sein!? Rote Lampen sind ja auch erlaubt 😉

    • Thomas sagt:

      Hallo und danke für das Lob! Eigentlich kann man das schon machen. Ziemlich gute Idee, muss ich dabei sagen. Darauf bin ich noch nicht gekommen. Das müsste man jedoch genau testen. Denn Rot ist ja nicht gleich immer „gutes“ Rot. Es kann also gut sein, dass eine rote Folie einen bestimmten, kritischen Lichtanteil dennoch passieren lässt. Das Sonnenlicht hat zudem über den Tag auch immer eine etwas andere Lichtfarbe. Das kommt noch hinzu.

      Und bei zu viel / zu hellem Licht, verschleiert auch Rotlicht das Fotopapier, falls die Sonne dann direkt hindurch scheint. Dem könnte man mit einer Jalousie o. ä. entgegen wirken.

      Aber ich vermute, dies könnte tatsächlich gehen. Man kann einen Folientyp ja auch in kleinem Format mit einem Foto-Papierstückchen testen (in einer Kunststoffdose z. B.) und danach erst in groß in einem Raum.

      Falls Du das angehen solltest mit dem Fenster, melde dich später hier mal bitte kurz wieder. Das Ergebnis würde mich interessieren.

  7. Marcel sagt:

    Lieber Thomas

    Deine Seite hier ist wirklich der absolute Hammer. Vielen Dank für die wertvollen Beiträge.
    Hier zu meiner Frage: Ich habe auch den Kaiser V Vergrösserer. Bei der Buch bildbühne habe ich ja 2 Scheiben. Wie soll da der Maskenrahmen noch dazwischen passen. Ich habe bis jetzt immer ohne den Maskenrahmen vergössert und das ist auch gegengen. Vielleicht verstehe ich da etwas Grundsätzliches nicht?

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Gruss; Marcel

    Thomas (Admin)
    Hallo Marcel, danke für das Lob, freut mich! Wenn bei Deiner Buchbildbühne die beiden Scheiben vorhanden sind, kannst du das Negativ direkt damit vergrößern. Wenn du auch Masken hast, nicht wundern: Um diese zu nutzen, muss man vorher die Scheiben entfernen und anstelle derer die Plastikmasken einsetzen.

    Grüße zurück!

  8. Marcus sagt:

    Moin Thomas!

    Zunächst vielen Dank für deine Arbeit!

    Ich steige grad in das Mittelformat ein. Ich würde gern Kontaktabzüge auf günstigem variablen PE-Papier erstellen. Einen Vergrößerer besitze ich nicht.
    Ich male mir aus, die Belichtung mittels Blitzgerät, Gesichtsbräuner (für Cyanotypie 😉) oder Badezimmerdeckenleuchte zu machen.

    Vor allem die Frage nach Belichtungszeit bzw. häufigkeit treibt mich um.
    Was meinst du?

    Ob die Posititive im Anschluss auch genug Qualität/ Auflösung haben um sie zu scannen und zu vergrößern?

    Grüße
    Marcus

    Thomas (Admin)
    Hallo Marcus, danke für das Lob! Für die Kontakte auf Fotopapier würde ich zunächst zum Blitzgerät greifen, wenn dieses schon vorhanden ist, und dieses dazu gegen die Zimmerdecke richten. Der Blitz müsste manuell gut regelbar sein oder man müsste mit Grau-Folien experimentieren. Vielleicht reicht aber sogar dessen Leistung nicht aus, das kann ich jetzt gar nicht einschätzen. Dann nimmt man einfach die Badezimmer-Leuchte. Der Blitz hat eben den Vorteil, dass man hier mittels kleinen Farbfolien den Kontrast des Vario-Kontrast-Papieres steuern kann.

    Bei normaler Zimmerbeleuchtung beträgt die Belichtungszeit vielleicht ca. zwei Sekunden. Es kommt ja auf die Stärke des Leuchtmittels an. Beim Blitz fällt mir noch ein, dass Fotopapier bei äußerst kurzen Belichtungen auch vom Schwarzschild-Effekt betroffen ist. Hier müsste man aber experimentieren. Ich hatte via Blitz noch nie Kontakte angefertigt.

    Die Kontakte vom Mittelformat sind ja eigentlich noch recht winzig. Die Auflösung des Negativs ist hoch, die des Papiers jedoch nicht: Durch das Umkopieren verliert man auf dieser kleinen Größe viele winzige Details. Man kann nach dem Scannen des Papiers also bei weitem nicht so hoch vergrößern wie nach dem Scannen des Negativs (mit einem richtigen Negativ-Scanner).

  9. Matthias Sommer sagt:

    Hallo Thomas,
    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich konnte gerade noch so den ebay- Kauf abwenden. Hab dann erneut bei einem Komplettgerät zugeschlagen. Ich brauche halt speziell einen 6×9…
    Dank Deiner schnellen Einschätzung, hab ich nun hoffentlich keinen weiteren Fehler gemacht 🙂

    Viele Grüße aus Berlin
    Matthias

  10. Matthias Sommer sagt:

    Hallo Thomas,
    Ich habe einen Magnifax 3 bekommen. Der ist leider nicht komplett.Es fehlt die obere Kondensor- wechsellinse für 6×9….
    Kann man auch ohne die vergrössern? Sag bitte nicht nein….
    Viele Grüße Matthias

    Thomas (Admin)
    Hallo Matthias, ich denke, ein einziges Teil des (vermutlich) ursprünglichen Doppelkondensor wird sicherlich nicht ausreichen. Aber du kannst es recht einfach ausprobieren: Das punktuelle Licht der Opalbirne muss gleichmäßig über eine bestimmte Fläche verteilt werden, damit das Negativ an jeder Stelle gleichmäßig durchleuchtet wird. Vielleicht genügt es wenigstens für Kleinbildnegative? Den Test hatte ich nicht gemacht, als ich noch ein Gerät mit Kondensor hatte.
    Ansonsten würde ich mich nach dem Meopta-Farbkopf mit passender Diffusorbox umschauen. Ich bevorzuge solche Farbköpfe, da man damit prima den Kontrast bei Multikontrastpapier regeln kann.

    Grüße zurück!

  11. Harald sagt:

    Hallo Thomas,
    ich möchte mit einer gut erhaltenen Kodak Medalist II Kamera (6×9) wieder in die analoge Fotografie einsteigen, mit SW-Negativfilm arbeiten und die Negative mit meiner Digitalkamera (Makroobjektiv / 60 MB Sensor) abfotografieren/digitalisieren.
    Kannst Du einen kostenlosen RAW-Konverter empfehlen, mit dem ich diese SW Negativdateien dann in SW Positive umwandeln kann?
    Viele Grüße aus dem Emsland
    Harald

    Thomas (Admin)
    Hallo, da ich bisher immer nur den RAW-Konverter von Adobe genutzt hatte, habe ich mit anderen keine Erfahrung. Jedoch benötigt man für diesen Fall lediglich die Einstellungen „Belichtung“ und „Gradationskurve“ (ggf. Sättigung) und diese sollten doch Standard in jedem Konverter sein.

    Viele Grüße zurück!

  12. Timo sagt:

    Hi Thomas,

    Ich habe eine Frage zu einem älteren Canon-Kameramodell, der Canon A-1. Ich bin Brillenträger und würde meine Kamera gerne ohne Brille nutzen. Dafür gibt es ja Augenkorrektionslinsen, die man auf das Sucherokular stecken kann. Die Frage ist, welche ich brauche.

    Zunächst: In der Gebrauchsanleitung steht „Das Sucherokular in der A-1 ist für normalsichtige Benutzer auf -1 dpt abgestimmt.“ Was ist damit gemeint? Wenn ich als Normalsichtiger durch das Okular sehe, müsste ich doch scharf sehen können. Wenn die Optik aber schon -1 dpt hat, müsste ja alles unscharf sein?

    Zweite Frage: Wie wähle ich nun die richtige Stärke für die Augenkorrektionslinse? Ich habe -1,25 dpt. Muss ich jetzt die -1 dpt des Okulars mitdazurechnen oder abziehen? Auf den Verpackungen der Augenkorrektionslinsen stehen ja auch Dioptrien-Zahlen. Welche Stärke müsste ich da holen?

    Vielen Dank!
    Timo

    Thomas (Admin)
    Hallo Timo, ich selber bin kein Brillenträger. Diese Art von Problematik ist mir daher bisher noch ganz fremd geblieben und ich habe nie daran gedacht. Bei meiner A1, die ich vor Jahren besaß, war mir nichts Negatives aufgefallen. Daher kann ich hierzu leider auch keine Hinweise geben. Da dies jedoch auch digitale Kameras mit Sucher betrifft, denke ich, dass du anderweitig sicherlich entsprechende Tipps von Brillenträgern erhalten kannst.

    Viele Grüße!

  13. Sebastian sagt:

    Hallo Thomas, ich habe eine Frage zur Duka-Beleuchtung:
    Ich habe mir Fomaspeed variant als Papier besorgt und gestern einen Schleiertest gemacht. Da ich eine alte Dukalampe mit Orange-licht habe, auf das ich eine rote Folie geklebt habe, dachte ich: „das müsste passen.“ Das Licht war wirklich sehr düster. Lange Rede kurzer Sinn: Nach Beleuchtung von ca. 5 min sah ich nach dem Wässern erstmal keinen Schleier, über Nacht wurde das Papier aber unübersehbar grau. Also: ich besorge mir jetzt eine Adox Led-Birne. Entwickelt wurde normal. Was könnte ich darüber hinaus verkehrt gemacht haben?
    Liebe Grüße, Sebastian

    Thomas (Admin)
    Hallo Sebastian, wenn Fotopapier fixiert wird, sollte es danach nicht Grau werden, egal bei welchem Licht. Teste mal den Fixierer mit einem Stückchen unentwickelten S/W-Negativfilm: Dieser müsste schnell transparent werden, wenn er im Fixierer bewegt wird.

    Derzeit habe ich leider auch keinen anderen Tipp für neue Rotlichtbirnen als die, die es bei Fotoimpex gibt. Ich nutze eine Dekobirne von „Paulmann“, die tatsächlich für die DuKa funktioniert. Aber diesen Typ gibt es nicht mehr im Handel.

    Viele Grüße zurück!

  14. Anja sagt:

    Hallo in die Fotografieszene,

    ich möchte einem Freund ein Buch auf Englische schenken, wo es um den Aufbau einer Dunkelkammer und um die Entwicklung von analogen Filmen geht. Hat da jemand einen Tip. Ich tu mich so schwer damit. Lieben Dank im Voraus,Anja

    Thomas (Admin)
    Hallo Anja, englischsprachige Bücher kenne ich hierzu leider nicht.
  15. Mona sagt:

    Lieber Thomas,

    ich versuche die Entstehungsgeschichte einer historischen Foto-Serie zu rekonstruieren und suche daher die entsprechende Kamera. Die Fotografien sind von 1944, ich suche also wahrscheinlich eine Kamera aus den Jahren 1930 bis 1944, die einen Rollfilm mit dem Format 6×9 verschießt. Gibt es abgesehen von den Box-Kameras noch andere Kameras, mit diesem Format und Rollfilm? Oder hättest du eine Idee, wo ich so etwas nachschauen könnte? Das Buch zu Rhetro-Kameras, das du im Blog besprichst, habe ich bereits bestellt.

    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Mona

    Thomas (Admin)
    Hallo Mona, zu der Zeit (und auch noch bis in die 1960er Jahre) wurden auch viele „Klappkameras“ bzw. „Faltkameras“ genutzt, häufig auch die größeren für das Format 6×9 – Hier wird eine solche näher vorgestellt.
    Typische Vertreter dieser Bauart sind z. B. die Zeiss Ikon Iconta / Zeiss Ikon Nettar, Voigtländer Bessa. Die frühen Modelle dieser Geräte sind häufig am Klappsucher oben zu erkennen. Die späteren (1950er Jahre) hatten vorne eines oder gar mehrere Durchschau-Fenster. Im Detail kenne ich mich aber mit den unterschiedlichen historischen technischen Feinheiten nicht aus.
    Solche Klappkameras waren natürlich deutlich teurer als einfache Boxkameras (über die ich ja auch schon etwas geschrieben hatte) und somit auch seltener. Die Bildqualität dieser Faltkameras ist deutlich besser als die bei Boxkameras, was man spätestens bei höheren Vergrößerungen sehen kann: Bei Boxkameras sind dann häufig die Ecken unscharf.

    Vielleicht konnte ich etwas weiterhelfen und viele Grüße zurück.

  16. Sarah sagt:

    Guten Tag
    Ich beginne gerade damit meinen ersten Redscale Film zu belichten. Besser gesagt ich muss ihn noch zusammenbasteln… Meine Frage ist, ob man einen 36er film in einen 24er „reintun“ kann?
    Besten Dank für Ihre Rückmeldung.
    Lg

    Thomas (Admin)
    Hallo, das geht: Die Patronen sind ja alle gleich groß bzw. sind alle zunächst für einen 36-Bild-Film gemacht. Einige Hersteller spulten ursprünglich nur etwas kürzere Filme ein (Es gab sogar 12er-Filme).

    Viele Grüße zurück!

  17. Lennart sagt:

    Hallo,
    Anfängerfrage aber muss man um Farbfilm Negative zu scannen sie ersteinmal entwickeln, oder kann man sie einfach sofort scannen und durch eine Software jagen?

    Thomas (Admin)
    Hallo, direkt aus der Kamera (also nach dem Belichten) ist ein Film noch nicht verwendbar. Er würde keine Bilder zeigen, würde man den Film aus der Patrone heraus ziehen. Also ja, er muss erst chemisch entwickelt werden (Farbnegative entstehen), bis man ihn digitalisieren kann.
  18. Philippe sagt:

    Hallo Habe einen alten und ich meine sehr alten Photo Vergrösserungs Gerät
    Modell_ Eastman Auto-Focus Enlarger Model B
    Absolute Rarität; Baujahr 1930
    Div. Dokumentationen vorhanden
    Alles Original, Lampenfassung E27; Funktionsfähig.
    Objektiv:Kodak Enlarging Ektanon f:4,5
    Projektions Platte neu
    Umfangreiche Documentation vorhanden.
    Masse : 1m 80cm hoch.
    möchte ihn verkaufen

  19. Anonymous sagt:

    Hallo,
    folgende Frage. Ich bin auf der Suche nach einem Nikon Modell aus den 1970er Jahren welches auf der Kamerarückseite ein eingebautes Messer zur Filmtrennung hatte. Wer kennt das Modell/Typenbezeichnung. Ich benötige ein solches Model für eine Fotoausstellung analoger Fotoapparate.

    Infos bitte an meine homepage „frankenland-harmonikas@gmx.de“.

    Danke für die Mühe,
    Grüße
    GKL

    Thomas (Admin)
    Hallo, von Nikon kenne ich das System nicht. Aber ich hatte einmal eine Exakta VX 1000, bei welcher es besagte „Abschneidevorrichtung“ gibt. Entweder war dies gedacht wegen Filmmangel (in der damaligen DDR) oder aber (und das vermute ich) es ging darum, dass Pressefotografen gleich die wenigen belichteten Bilder abschneiden- und entwickeln konnten, ohne dass gleich ein ganzer Film geopfert werden muss, wenn es schnell gehen sollte.

    Viele Grüße zurück!

  20. Jonas sagt:

    Vorab danke für Ihren Blog, er hilft mir sehr bei meinem neuen Hobby.
    Ich die alte Zenit EM Kamera meines Opas bekommen. Anfangs funktionierte sie einwandfrei, doch auf einmal zeichnen sich auf allen meiner Bilder weiße Streifen ab. Das zieht sich durch die gesamte Filmrolle. Wenn ich auf die Positive schaue schaut aus, als würde jedes geschossene Bild auf der noch auf der Hälfte des anderes geschossen zu sein. Leider kann ich keine Fotos hochladen, dann wäre es einfacher zu erklären. Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen, lg Jonas

    Thomas (Admin)
    Hallo Jonas, ohne Bilder kann ich da nichts zu sagen. Du kannst mir aber eine Mail mit Bildern schicken (steht im Impressum).
  21. Philipp Eder sagt:

    hallo thomas! vorab DANKE für alle nützlichen tipps und anleitungen hier auf deiner seite! 🙂
    ich habe mir vor kurzem eine pentacon six zugelegt und bin verzweifelt auf der suche nach einerseits dem adapter für den kiev-prismensucher und andererseits den gurtclips. baierfoto gibt es nicht mehr, denn der hätte das hergestellt 🙁
    hast du eine idee, wo ich so etwas noch bekommen könnte?
    vielen lieben dank und herzliche grüße!

    Thomas (Admin)
    Hallo Philipp, danke für das Lob! Ich hatte damals für meine Pentacon Six solche Gurtclips. Aber ich glaube, diese waren für Mamiya (RB67) aber passten (keine Gewähr). Suche da mal nach Mamiya + Gurt Clips Ösen oder dergleichen. Da findet sich im Netz etwas.
    Vor einiger Zeit hatte mich auch jemand sogar angerufen wegen dem Adapter Kiev-Sucher auf Pentacon Six. Leider habe ich diesen nicht mehr und wüsste auch nicht, wo man einen solchen heute noch unkompliziert auftreiben könnte. Dem Anrufer ging es um die genaue Höhe, um ihn selber bauen zu können. Aber ich konnte nicht mehr nachmessen.
    Viele Grüße zurück!
  22. Jörg sagt:

    Hallo Thomas,
    vielen Dank für die vielen Informationen, die man auf deiner Seite findet.
    Ich habe eine fast komplette Ausrüstung für die Dunkelkammer (Vergrößerer, Materialien)  über Ebay -Kleinanzeigen geschenkt bekommen. Darunter ein Rowi Filmlader. Wahrscheinlich kennst du es. Man legt im Dunkeln 30 Meter Film in den Lader und füllt nach und nach seine Filmpatrone nach Belieben auf. Ich habe mal im Internet gesucht. Sie werden sogar noch verkauft. Das ist vielleicht spannend, wenn man viel analog unterwegs ist.
    Hast du Erfahrungen mit Meterware?
    Herzlichen Gruß
    Jörg

    Thomas (Admin)
    Hallo Jörg, tatsächlich habe ich selbst noch nie selber konfektioniert. Ich vermute, das lohnt sich tatsächlich nur für Leute, die richtig viel fotografieren (ich fotografiere wenig). Aber das kann man sich ja leicht selbst ausrechnen, ob es günstiger ist.
    Der Vorteil: Man kann sich selbst „kleine Portionen“ anfertigen, wenn man nach z. B. 12 Bildern gleich entwickeln möchte. Vermutlich war das System früher hauptsächlich für Berufsfotografen bzw. Journalisten gedacht.

    Viele Grüße zurück!

  23. Thomad sagt:

    Hallo Thomas,
    Deine Seite ist richtig toll, danke für deine Mühe. Ich bin neu in analoger Fotografie und deswegen solche Beiträge, wie deine, sind sehr wichtig für mich. Jetzt zu meiner Frage: Ich habe mir eine schöne Canon F1 Kamera gefunden, die laut Verkäufer sporadisch unscharfe Fotos macht. Und er sagt, dass es nicht am Objektiv liegt, er hat nämlich schon mehrere ausprobiert. Kann so was sein? Weil, wenn ich es richtig verstehe, außer Einstellscheibe ist in einer analoger Kamera nichts mehr für das Fuousieren verantwortlich, oder?
    Danke im voraus,
    Thomas

    Thomas (Admin)
    Hallo Thomas, hier denke ich auch als erstes an die Mattscheibe (die man bei der Canon F1, soweit ich weiß, wechseln kann). Oder aber der Spiegel ist nicht korrekt justiert. Oder aber die Andruckplatte für den Film liegt nicht korrekt auf. Oder das Objektivbajonett ist lose. Mehr fällt mir hierzu auch nicht ein.
  24. Dietmar sagt:

    Danke erstmal für deine Informationen zum Thema Diadups. Ich habe versuchsweise ein Tablet als Lichtplatte für die ups mit Smartphone verwendet. Die Qualität ist sehr gut. Aber die Darstellung auf einem Monitor zeigt ein feines Raster, erzeugt durch die Ledelemente. Hilft da eine Diffusorscheibe? Und wie wird zB bei einer Lichtplatte von Kaiser die Ledrasterung verhindert?
    Dietmar

    Thomas (Admin)
    Hallo, bei einer „richtigen“ Leuchtplatte ist oben auf ein Milchglas installiert, welches keinerlei Struktur aufweist. So etwas kann man auf ein Tablet bzw. auf einen RGB-Bildschirm legen. Hier würde vermutlich auch eine transparente Glasscheibe reichen, welche in ca. einem Zentimeter Abstand auf Klötzchen oder Ähnlichem montiert wird: Durch den Abstand liegen das Raster im Unschärfebereich bzw. ist nicht mehr sichtbar (meine Theorie). Der Film / Filmhalter wird dann auf die Glasscheibe gelegt.
  25. Matthias S. sagt:

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für dein Zwischenfazit. Sie scheint nicht ganz ohne Zicken auszukommen. Eine echte Diva eben. Aber Charakter ist ja nichts schlechtes.

    Vielen Dank nochmals.

    Matthias S.

  26. Matthias S. sagt:

    Hallo,

    meine (noch nicht beantwortete) Frage hat sich offenbar erledigt. Das 120er Labboxmodul verträgt sich leider nicht mit so manch einem Film. So den von Foma. Das ist schade, da diese recht preiswert sind. Mit Ilford delta 100 und Kodak geht alles wie (nicht mmehr) erwartet! Ich bin darüber sehr froh und kann das Gerät durchaus wärmstens empfehlen.

    Neue Frage:

    mich hat Dein Beitrag zur Arax 60 MLU sehr interessiert. geht sie immernoch so zuverässig? Ist sie nur eine preiswerte Alternative mit Abstrichen in der Qualität?
    Damit meine ich das Gehäuse speziell. Kann man sich immernoch auf den erhofften Bildschritt verlassen (keine Überschneidungen o.ä.)Und wie schlägt sich die Andruckplatte…Ich hoffe telegraphendrähtefrei…

    Über einen kurzen zwischeberich würde ich mich sehr freuen, da ich beabsichtige 2 Startersets zu kaufen.

    Viele Grüße

    Matthias

    Thomas (Admin)
    Hallo Matthias, ich nutze die Kamera seit letztem Sommer. Aber ich habe bisher nur ca. fünf Filme verschossen (bin „Wenigfotografierer“). Beim letzten Film gab es eine einzige leere Aufnahme. Warum, weiß ich nicht. Vielleicht wegen den Minusgraden. Ansonsten läuft alles weiterhin sehr gut bzw. sind alle Bilder so wie man es erwartet (hatte letzte Woche noch ein paar weitere Beispielfotos in den Artikel eingefügt). An den Filmschnitt denke ich gar nicht mehr. Der ist stabil bzw. ausreichend breit. Kratzer gibt es auch nicht. Der Film ist über die gesamte Breite scharf. Die einzigen beiden Nachteile bisher: Wenn man die schwarze Version hat, geht dieser Lack schnell an den Ecken ab und bei Temperaturanstieg von Minusgraden auf 20 °C (Kondenswasser) werden die langen Zeiten zu kurz. Man muss dann warten, bis die Kamera getrocknet ist. Meiner Messung nach sind (bei meinem Modell) die schnellen Zeiten auch etwas zu langsam, die ganz schnellen sogar deutlich. Wer bei Sonnenschein und Offenblende fotografiert, sollte vorher also die schnellen Zeiten checken. Ich würde bei der Bestellung der Kamera mittlerweile sogar extra darauf bestehen, dass alle Zeiten korrekt justiert sind. Ich kann mich hier aber auch irren, weil meine Messmethode (via Smartphone) nicht ideal ist.
  27. Vivien sagt:

    Hallöchen!
    Vielen Dank für diese wunderbare Website. Ich habe hier schon viel hilfreiches gelernt. Ich habe allerdings kein Facebook und wollte mal nachfragen, ob es vielleicht einen RSS Feed gibt, über den ich dann über neue Artikel informiert werde.
    Vielen Dank schonmal!
    Vivien

    Thomas (Admin)
    Hallo Vivien, RSS-Feads nutze ich auch. Dies ist die Adresse für diese Seite: https://analoge-fotografie.net/feed/
  28. Astrid sagt:

    Hallo Thomas,

    ich digitalisiere gerade meine Negative. Auf vielen steht nicht die Marke und der Typ drauf.
    Gibt es eine Übersichtsliste der Strichcodes, die sich am Rand des Negativstreifens befinden, um den Hersteller zu identifizieren?

    Vielen Dank für die Hilfe

    LG

    Thomas (Admin)
    Hallo, das ist ja eine interessante Frage. Über so etwas hatte ich mir bisher nie Gedanken gemacht, da ich bei eigenen Filmen immer wusste, welche dies waren. Daher kann ich leider nicht weiter helfen. Vielleicht gibt es hierzu eine englischsprachige Seite? Wenn Strichcodes aber keine Herstellerangabe einbelichtet sind, dann schaut dies etwas danach aus, dass der Hersteller (Fuji?) den Film vermutlich auch an andere Hersteller (Lomography?) verkauft und diese dann ihren „eigenen“ Film daraus machen bzw. vermarkten. Aber hier weiß kaum jemand genaueres.
  29. Saint-Ex sagt:

    Hallo Thomas,

    zunächst: Eine super tolle Seite hast Du hier geschaffen. Das sucht im ganzen (deutschsprachigen Raum) seines Gleichen. Danke dafür!
    Ich habe schon sehr viele Deiner Seiten durch gestöbert, fotografiere seit 1969 mit Fotokameras und bis 2002 natürlich immer mit Film drin ;-). Seit dem Jahr 1975 war ich total fasziniert von der SLR Olympus OM 2 mit der sog. „autodynamischen Messung“, bei der das Licht zur Belichtungssteuerung als Reflexion von der Filmoberfläche gemessen wurde – bis heute ein einmaliges System. Auch die Zuiko-Optiken sprachen stets für aller beste Qualität. Ich bin Olympus bis heute treu geblieben und habe mir vor einem Jahr meinen Kindheitstraum erfüllt: Eine Om 2 SP.
    Jetzt zu meiner Frage: Wieso taucht die Kameramarke Olympus in alle Deinen Listen und Beschreibungen überhaupt nicht auf? Setzte Olympus doch schon in den 60er, dann aber vor allem in den 70er und 80er Jahren mit seinen Kamera-Bodies und Optiken nicht selten technologische Maßstäbe. Über eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar! Ansonsten: Ich werde hier gerne weiter folgen, denn das ist sehr inspirierend und informativ!
    Mit ganz lieben Grüßen,
    Saint-Ex

    Thomas (Admin)
    Hallo und danke für den Kommentar! Die Antwort ist ganz einfach: Ich hatte noch nie Olympus-Kameras benutzt und in meinem Bekanntenkreis gab / gibt es auch niemanden, der damit gearbeitet hat bzw. weiterhin fotografiert. Ich bin eigentlich auch nicht „verrückt“ nach Kameras oder Marken: Ich nehme / nutze, was ich gerade da habe. Die Auswahl ergab sich häufig zufällig bzw. nach meinem Geldbeutel. So fehlt Pentax ja auch nahezu.
  30. Andreas sagt:

    Hallo Thomas,

    ich habe mal einige Zeit auf deiner Seite verbracht und das war ein wunderbarer Trip in die „Vergangenheit“. Ich bin seit 35 Jahren Fotograf, davon 30 als Freiberufler. Jetzt digital „unterwegs“ und auch als Kamermann tätig.

    Meine Ausbildung habe ich 1984 in (Ost)Berlin gemacht – das ist schon wichtig. Wir haben damals bei der Innung noch Optisches Rechnen und die ganze Fotochemie gelernt. Also wie wird eine Emulsion angefertigt usw. Welches Objektiv brauche ich, um bei einem 9x12cm-Negativ und einer späteren Vergrößerung auf 30x40cm die Kirche in 1 km Entferneung formatfüllend aufzunehmen – unter Berücksichtung eines Unschärfepunktes von … (den Wert / Begriff habe ich vergessen, die Mitschriften aber noch in einem Karton). Das war schon spannend. Ich habe auch noch alle Labor-Geräte usw. Und noch meine ganze analoge Technik. Kleinbild, Mittelformat, Großformat. Die wollte ich eigentlich weggeben – aber keiner will sie.

    Also werde ich wohl das Zeug mal wieder in Betrieb nehmen und mit der Linhof Kardan einige Landschaftsbilder machen.

    Deine Seite hat mich motiviert.

    Mach weiter so. Ich werde deine Seite meinen „alten“ Kollegen empfehlen.

    Bis bald

    Andreas aus Berlin

    Thomas (Admin)
    Hallo Andreas, vielen Dank für den netten und interessanten Kommentar!
  31. Matthias S. sagt:

    Hallo Thomas,
    und vielen Dank für die einleuchtende und umfassende Antwort!!

    Seuchefreie Woche wünscht

    Matthias S.

  32. Matthias S. sagt:

    Ich habe neulich eine Filmkassette für KB- Meterware erstanden. Sie passt in meinen Vergrößerer. Nur leider keine Anleitung über Sinn und Zweck und Handhabung. Mit Ihr soll man kopieren und reproduzieren und Macroaufnahmen machen können.Wie handhabt man das Gerät? Gibt es evtl. allgemeine Hinweise dazu? Über Einige davon würde ich mich sehr freuen (es ist ein Meopta- Gerät mit Verschluss und Festzeit)

    Vielen Dank im Vorab

    Matthias S.

    Thomas (Admin)
    Sehr interessant! Ich hatte so eine Kassette zwar noch nicht in den Händen bzw. nicht an meinem Vergrößerer. Ich vermute, dass diese Filmkassette sozusagen der analoge Vorläufer eines Scanners war, dass man damit Vorlagen (ein Buch) vom Grundbrett abfotografieren konnte:

    1. Die Vorlage wird auf dem Grundbrett positioniert.
    2. Die normale Kassette (Buchbildbühne) wird mit irgend einem vorhandenen Negativ oder Raster-Negativ eingelegt.
    3. Der Vergrößerer wird so eingestellt, dass dessen Projektion a) formatfüllend genau über dem Buch erscheint und b) auch scharf darauf ist. Die Blende des Vergrößerungsobjektives wird danach geschlossen (z. B. f/11).
    4. Diese normale Buchbildbühne wird nun gegen die Filmkassette ausgetauscht und das Licht des Vergrößerers ausgeschaltet. Der Fokus sollte dank der Vorarbeit hier nun sitzen (kann man ja nicht überprüfen).
    5. In absoluter Dunkelheit (in der Dunkelkammer) wird nun der Verschluss geöffnet (Drahtauslöser an der Filmkassette). Die Belichtung erfolgt nun je immer sekundengenau über eine Repro-Beleuchtung, idealerweise über ein manuell regelbares Blitzgerät, besser zwei in 45°-Reproposition. Der Beleuchtungskopf des Vergrößerers ist hierfür also offenbar nicht notwendig bzw. nicht nutzbar.
    6. Am Ende (nachdem man ein ganzes Buch durchgeblättert hatte) wird der Verschluss der Kassette wieder mittels dem Drahtauslöser geschlossen. Nun kann das Raumlicht auch wieder angeschaltet werden.

    Die Schwierigkeit besteht hier also nur darin, die nötige Lichtmenge der Reprobeleuchtung anzupassen. Hierfür hatte man sicherlich eine Testreihe angefertigt und die ermittelte Belichtungszeit bei ansonsten gleicher Einstellung immer wieder verwendet. Zudem muss in der dunklen Dunkelkammer abfotografiert werden.

    Ich kann mich aber auch irren. Einen anderen Sinn kann ich hinter solch einer Kassette am Vergrößerer nicht entdecken. Man könnte anstelle dieser natürlich auch gleich eine Kamera nehmen, die hat wenigstens einen eingebauten Verschluss und einen Belichtungsmesser. Dann hätte man aber nicht den Vorteil des Balgens, der sich weit ausfahren lässt (Makro-Aufnahmen) bzw. müsste ein Balgengerät nutzen.

    Ich denke, für heutige Bedürfnisse ergibt diese Vorrichtung keinen Sinn mehr, da man Repros ja mit digitalen Kameras macht bzw. mit einem Scanner. Aber vielleicht übersehe ich hier auch etwas.

    Viele Grüße zurück!

  33. Anna sagt:

    Hallo Thomas,
    Ich hab noch eine Frage.
    Woher weiß ich welche Objektive auf meine Minolta XG1 passen?
    Wie finde ich am besten heraus ob bspw. ein Objektiv mit A-Mount Gewinde auf die Kamera passt bzw. allgemein welches Gewinde meine Kamera hat?
    Liebe Grüße

    Thomas (Admin)
    Hallo Anna, ich hatte bisher nie mit Analogkameras von Minolta zu tun (zumindest nicht mit denen mit Wechselobjektiven). Offenbar haben die alten klassischen Spiegelreflexkameras das „SR Bajonett“. Aber mehr kann ich hierzu leider auch nicht schreiben.

    Viele Grüße zurück!

  34. Anna sagt:

    Hallo Thomas,
    Vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Jetzt ist mir schon einiges klarer!
    Deine Anleitungen sind wirklich top und auch für mich als Laie super verständlich.
    Liebe Grüße Anna

  35. Anna sagt:

    Hallo Thomas,
    Ich habe eine Minolta XG1 mit Objektiv: MD 50mm 1:1.7 und Praktica L2 2.8 50 mm geerbt. Durch deine Seite hab ich mir vieles schon selbst erschließen können, nur mit den Objektiven hab ich so mein Problem.
    Ich bekomme nicht heraus was mir die verschiedenen Zahlenreihen sagen sollen und wie ich etwas sinnvoll ablesen kann.
    Leider kann ich keine Bilder mitschicken, aber vielleicht kannst du mir trotzdem weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    Anna

    Thomas (Admin)
    Hallo Anna,

    ein altes, manuelles Objektiv hat eigentlich nur zwei Einstellungen:

    • Einen Drehring für die Schärfe
      (Hier wird auch gleich die Entfernung zum Motiv in Metern angezeigt.)
    • einen Drehring, um die Blende einzustellen

    Und dann gibt es noch einen Skala für die Schärfentiefe, die Dich sicherlich irritiert. Denn so etwas gibt es bei den heutigen Objektiven nicht mehr. Hierzu möchte ich auf diesen Punkt in meiner Anleitung verweisen (Schärfentiefe-Skala).

    Es gibt auch eine ausführliche Anleitung hierzu: Einstellungen und Skalen am manuellen Objektiv.

    Im einfachsten Fall wählst du nur eine Blende vor (z. B. Blende 4) und fokussierst nach Auge bzw. nach Sucher. Hierbei ist die Skala nicht relevant. Die Skala mit den Zahlen hat nur etwas für die je erreichbare Schärfentiefe zu tun, was egal ist, wenn man nur einen einzigen bestimmten Punkt zwingend scharf abgebildet haben möchte.

    Viele Grüße zurück!

  36. Klaus sagt:

    Ich habe kürzlich ein Fotolabor von meinem Onkel geerbt. Ein Freund von mir meinte ich müsse nun alles am besten sofort entsorgen, da es heutzutage nicht mehr legal wäre ein Labor daheim zu betreiben, wegen den angeblich so gefährlichen Chemikalien. Meine Entwickler sind für S/W-Fotographie und enthalten Lauge und Hydrochinon, die Fixierer alle Natriumthiosulfat. Ich selber weis nun nicht weiter. Ich wäre um jeden Rat sehr dankbar 😀

    Thomas (Admin)
    Hallo Klaus, in Chemie war ich in der Schule schon schlecht. Kurz: Ich weiß nicht, was drin steckt. Dass „normale“ Fotochemikalien für das S/W-Heimlabor nun illegal wären, wäre mir neu. Fotochemie wird ja weiterhin neu vertrieben und versandt.
    Ich hatte allerdings einmal bei Ebay-Kleinanzeigen an Paket an S/W-Fotochemie eingestellt und die Anzeige wurde gelöscht. Das ist denen offenbar zu heikel. Aber dass es sich hierbei um verbotene Stoffe für den Eigenbedarf handelt, davon habe ich noch nie etwas gehört.
  37. Werner sagt:

    Hallo Thomas,
    vielen Dank erstmal für die vielen Tipps und Anregungen auf deiner Seite!
    Ich möchte mit meiner Hasselblad 500 ein Doppelbelichtungsprojekt machen, möchte aber meinen 120er Film zuerst mit „Bild 1“ komplett schießen und dann den Film „zurückspulen“ und dann erst „Bild 2“ machen. Wie kann ich mit meiner Hassi den Film „zurückspulen“? Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir diesbezüglich einen Tipp geben könntest.
    Grüße aus Wien!
    Werner

    Thomas (Admin)
    Hallo Werner, eine Hasselblad hatte ich leider noch gar nicht in den Händen bzw. kenne niemanden damit. Ich glaube, bei diesen Magazinen kann man den Film nicht zurückspulen. Vielleicht kann man dies umgehen, indem man das Magazin nach der Aufnahme abnimmt, die Kamera spannt und wieder ansetzt. Vielleicht muss man hierzu auch eine Art Stift drücken (angesetztes Magazin simulieren). Ich weiß es leider nicht bei dieser Kamera.
    Viele Grüße zurück!
  38. Olaf sagt:

    Hallo Thomas,
    Meine Frage passt nicht so richtig zu einem Deiner Beiträge, deshalb schreibe ich Dir an dieser Stelle.
    An irgendeiner Stelle auf Deiner Internetseite war ein Bild zu sehen, dass Du in 510-Pyro entwickelt hast.
    Ich habe mich auf 2 Entwickler festgelegt, für Motive mit normalen oder hohen Kontrast auf einen 2-Bad-EntwIckler (modifiz. BTTB, also für N- und N0) und für Motive mit niedrigem Kontrast (N+) habe ich bisher Rodinal 1+25 ( Entwicklungszeit: 65% der Entwicklungszeit für 1+50 bei N0) verwendet. der Kontrast wird gut gesteigert, aber auch bei 6×6 Negativen wird das Korn doch sehr grob. Ich habe deshalb nach Alternativen gesucht und bin bei 510-Pyro gelandet.
    Die Negative sehen super aus aber der Positivprozess ist nervig. Meine Grundbelichtungszeiten sind sehr lang und die Lichter brauchen Nachbelichtung mit G00 bis zum Abwinken (ich verwende einen Kaiser System V, Rodagon 80mm mit Blende 8 und Adox MCC). Für die „gestainten „ Negative habe ich schon auf 5,6 aufgeblendet. Hast Du einen Tipp für mich? Muss ich etwas beachten was ich nicht weiß? Wie lange sind Deine Grundbelichtungszeiten?
    Danke und Grüße aus Erfurt!

    Thomas (Admin)
    Hallo Olaf, danke für deinen Kommentar! Es ist bei mir so, dass ich bisher noch gar keine Negative mit „Stain“ vergrößert habe. Die wenigen, die ich bisher mit Pyro entwickelt hatte, habe ich gescannt (das ging ganz normal). Die Problemlage finde ich dennoch sehr interessant. Offenbar stört der Stain die Filterung für die Papierlage, die für die Lichter zuständig ist (weich). Deine Lichter in den Negativen werden ja sicherlich nicht zu dicht- bzw. blockiert sein. Ich würde jetzt erst einmal ein anderes Papier ausprobieren. Vielleicht liegt es daran. Leider habe ich da, wie gesagt, keine Erfahrungen.

    Viele Grüße zurück!

  39. Monika sagt:

    Hallo, dies ist eine Anfrage aus dem Dunstkreis von „keine Ahnung“:

    Ich habe noch eine Braun (Photo Technik) trend zoom 700 und frage mich, ob es Sinn macht, diese (gut erhaltene) Kamera noch irgendwo zum Kauf anzubieten. Für mich, die ich sehr selten mal ein oder zwei Bilder gemacht habe, war sie ausreichend, aber ich hab wie gesagt keine Ahnung von Kameras. (Vielleicht wäre auch verschenken die einzige Option? Würde ich auch machen.)

    Thomas (Admin)
    Hallo! Diese Art von Kameras wurden in den 1990er in hohen Stückzahlen verkauft. Sie sind sozusagen das analoge Pendant zu den vielen Kompakt-Digitalkameras (die wiederum vom Smartphone abgelöst wurden). Hierfür gibt es sicherlich so gut wie keine Nachfrage mehr. Ich würde versuchen, sie zu verschenken. Ein Verkauf (-Aufwand) lohnt sich hier sicherlich nicht.

    Viele Grüße!

  40. Ralf sagt:

    Hallo Thomas,

    meine Hochachtung für die Mühe, die du dir mit deinen sehr lehrreichen Seiten gemacht hast. . .
    Den Seiten habe ich schon so manchen Tipp entnommen.
    Ich fotografiere fast ausschließlich s/w und entwickele Film und Papierbilder selbst in der Dunkelkammer. Es ist alles nur Hobby und nicht immer findet man Zeit für Kontinuität. . .

    Da ich mich mit meinen Bildern weiterentwickeln will, fehlt mir eine kritische Bewertung von Außenstehenden, die mit den Motiven nicht emotional verbunden sind.
    Was ich mir wünschen würde, wäre ein qualifizierter Austausch unter Gleichgesinnten.
    Das Internet mit seinen Foren ist da nicht wirklich eine Hilfe.

    Ich weiß, das ist nicht wirklich eine Frage und ich glaube auch nicht, dass du eine Lösung parat hättest. Aber vielleicht magst du ja mal schreiben, ob und nach welchen Gesichtspunkten du deine Bilder bewertest.

    Ich finde bei meinen Bildern immer etwas, das man hätte besser machen können. . .

    Viele Grüße
    Ralf

    Thomas (Admin)
    Hallo Ralf, vielen Dank für das Lob!
    Bei mir sieht es so aus, dass ich mich eigentlich nur noch sehr „zurückhaltend“ für Fotografien interessiere und tatsächlich nur noch selten selbst fotografiere. Ob diese Bilder nun „hübsch“ sind oder toll aussehen, spielt eine untergeordnete Rolle. Natürlich gibt es auch schmückende Fotografie (wie viele Bilder auf dieser Internetseite). Tatsächlich interessiert mich, ob den Bildern ein Konzept zu Grunde liegt. Da ist es mir auch recht egal, auf welche Art diese angefertigt worden sind. Ich hatte dazu einmal etwas geschrieben: Bewusst in Serien fotografieren.

    Viele Grüße zurück!

  41. Thomas B. sagt:

    Hallo Thomas,

    vielleicht kann ich hier eine Frage loswerden, zu der ich bisher keine Antwort finde.
    Ich bin dabei die Leica 1A meines Großvaters überholen zu lassen und plane ein Fotoprojekt mit ihr, in dem ich Originalfotos von 1928 an den Originalplätzen nachfotografiere. Hier die Frage:
    Weißt Du, was für Filmmaterial in den späten 20er Jahren bentzt wurde? Die Leica wurde ja für Kinofilm entwickelt, den man wohl auch (aus Kostengründen) gern verwendet hat. (aber wie empfindlich war der?) Und sonst? was für Filmmaterial gab es damals zu kaufen?
    Und welcher „moderne“ Film würde dem wohl am nahesten kommen?
    Vielen Dank im Voraus (auch gern für Weiterleitungstipps)
    Gruß Thomas

    Thomas (Admin)
    Hallo Thomas,

    damals wurde S/W-Film benutzt, der die Eigenschaft „orthochromatisch“ aufwies. D. h. nicht alle Farben wurden gleichmäßig auf Basis ihrer Eigenhelligkeit in Graustufen umgesetzt sondern einige heller und andere Farben dunkler. Genauer: Rot wurde dunkler, Blau heller abgebildet. Daher haben viele Frauenporträts aus der Zeit auch so dunkle Lippen. „Ortho“ heißt zwar so viel wie „richtig“, damals hatte man davon aber noch eine eher lockere Auffassung hierzu.
    Fast alle heutigen Filme setzen alle Farben jedoch „demokratisch“ in Graustufen um („panchromatisch“).
    Zudem waren die Filme früher recht lichtunempfindlich. Ich vermute, 25 ASA vielleicht (15 Din). Aber dies dürfte für den „Look“ keine Rolle spielen.

    Jetzt aber zum Wichtigsten: Ja, es werden noch orthochromatische S/W-Filme hergestellt. Jüngst brachte Ilford seinen Ortho Plus heraus.
    Von Rollei gab es auch einmal orthochromatische Filme. Die aktuelle Marktlage habe ich jedoch nicht im Kopf.
    Ich weiß jetzt aber nicht, inwiefern die heutigen Kleinbildpatronen in die alte Schraubleica passt. Aber man kann ja umkonfektionieren.

    Eine Sache müsste man noch beachten: Der typische „alte Look“ hängt zudem auch von der verwendeten Optik ab. Du willst ja die originale Technik nutzen. Weiterhin spielt der Verarbeitungsprozess eine Rolle. Will sagen: Du benötigst eigentlich klassisches Brom-Fotopapier* aus spätestens den 1960er Jahren und müsstest darauf selbst in der Dunkelkammer ausbelichten. Aber zunächst kannst du es natürlich mittels Digitalisierung probieren.

    *Aus diesem Grund sind manche dieser alten, längst abgelaufenen Papiere bei Ebay recht preisintensiv: Militaria-Händler vergrößern darauf originale Negative. Auf „modernen“ Silbergelatine-Papieren ab den 1970er Jahren sehen die Bilder wieder anders aus.

    Viele Grüße zurück!

  42. Thomas R. sagt:

    Noch ein Nachtrag und eine Entschuldigung:

    Klassische Fotografie finde ich auch eine passende Bezeichnung.

    Ich wollte aber nicht nur kritisieren! Die Informationen, die ich bisher nie gelesen habe sind sehr gut. Vielen Dank für deine vielen Mühen, das alles zusammenzutragen und so gut verständlich zu formulieren und präsentieren.
    Grundsätzlich finde ich es sehr schön, dass die klassische Fotografie nicht ausstirbt. Da leistet du einen guten Beitrag.

    Sprache dient zur Verständigung, wenn alle wissen dass mit „analog“ die klassische Fotografie gemeint ist, ist der Zweck erfüllt, auch wenn es aus technisch-naturwissenschaftlicher Sicht falsch ist.

    Thomas (Admin)
    Hallo Thomas, danke für die Beiträge! Ich spreche hin und wieder auch gerne von „chemischer Fotografie“ oder von „Filmfotografie“. Deine Darstellung des Begriffes wegen klingt für mich schlüssig! Es ist halt ein runder Begriff, der einfach benutzt wird.
  43. Thomas R. sagt:

    Der Begriff „analog“ ist m.E. falsch!
    Als Elektroniker und Hobbyfotograf (seit ca. 1980) finde ich den Begriff falsch gewählt.
    Als die digitale Datenverarbeitung und -übertragung aufkam, wurde zunächst die Audio-, später dann auch Videotechnik digitalisiert. Um die herkömmliche Technik davon zu unterscheiden, bezeichnete man diese dann als analog, was zum Ausdruck bringt, dass dabei ein sowohl in der Zeit als auch in der Amplitude kontinuierliches Signal verwendet wurde.

    In der Fotografie gibt es kein analoges Signal!

    Digitalfotografie ist eine korrekte Bezeichnung, aber die herkömmliche Fotografie ist entweder „mechanisch“ (auf die Kamera bezogen) oder „chemisch“ (Film bzw Fotopapier).

    Das einzige, was an meiner Leicaflex SL analog ist, ist der Belichtungsmesser 😉

  44. Martin sagt:

    Hier wäre noch ein Link zur (engl.) Gebrauchsanweisung:
    https://www.cameramanuals.org/voigtlander_pdf/voigtlander_vitoret_f.pdf

  45. Martin sagt:

    Hallo Franziska,
    bei der Vitoret mußt du den kleinen Knopf auf der Oberseite, rechts neben dem Blitzschuh, gedrückt halten und dann zurückspulen.

    Grüße
    Martin

  46. Franziska sagt:

    Hallo Thomas,

    Ich bin noch ein Fotografie Anfänger und habe mir bereits eine analoge Kamera zugelegt mit der das fotografieren auch ganz gut klappt. Jetzt habe ich mir eine Vitoret F gekauft, allerdings geht das zurückspulen des Filmes nicht mehr. Ist die Kamera jetzt überhaupt noch verwendbar?
    LG
    Franziska

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Franziska, wenn das Zurückspulen nicht funktioniert, müsste sich entweder etwas verklemmt haben oder die Bedienung ist nicht richtig. Die meisten mechanischen Kameras besitzen (meist unten) einen Knopf, der zunächst hinein gedrückt werden muss. Erst dann lässt sich der Film wieder zurück in die Patrone spulen. Ich kenne das Modell nicht, kann daher keine genaue Anleitung geben.
      Ist aber etwas verklemmt, würde ich die Kamera in absoluter Dunkelheit öffnen und den Film irgendwie manuell heraus friemeln (ihn dann zurück in die Patrone drehen).

      Sind die Aufnahmen nicht so wichtig, kannst du dies auch im Hellen machen. Dann ist der Film aber „verdorben“. Doch immerhin hast du dann einen Testfilm, mit dem man das Einspulen und Zurück Spulen üben kann. So einen Testfilm empfehle ich auch immer.

      Grüße

      Thomas

  47. Martin sagt:

    Hallo Thomas,
    vielen Dank! Der Sucher ließ sich tatsächlich leicht reinigen und der Durchblick ist jetzt wieder klar. Die „Flügelchen“, die durch den Schieber für 6×6/4,5×6 bewegt werden, ziehen sich zwar zu (Tröpfchen Ballistol machte es leichter), aber sie können ja eigentlich gar nix groß bewirken, da sie nicht in der Fokusebene des Suchers liegen. Man guckt gewissermassen um sie herum. Damit werde ich leben können. Man kann sich ja den engeren Ausschnitt ganz gut vorstellen, oder man bleibt halt gleich auf 6×6. Ich werde beides ausprobieren.
    Herzlich
    Martin

  48. Martin sagt:

    Hallo Thomas,
    Vielen Dank für deine tolle Seiten! Ich will auf meine alten Tage nochmal zur analogen Technik zurück, für ein entschleunigtes fotografieren. Meine erste Kamera war eine Agfa Isoly Junior, die mir mein Großvater zur Erstkommunion geschenkt hat. Später hatte ich u.a. eine Yashica TL-Electro, Rollei 3003, Nikon FM2. Dann kam die digitale Zeit, die von den Kameras meines Arbeitgebers bestimmt wurde: Leica Digilux 1, Nikon D80 usw. Privat derzeit Sony alpha 5000 oft mit meinen alten Analog-Objektiven.
    Nun habe ich mir eine Weltax angeschafft, die wohl so alt wie ich ist. Sie ist heute angekommen und fast alles ist gut. Es ist ein Rheinmetall- Modell mit dem vergüteten Tessar 3,5/75 und dem Tempor Verschluss mit der 1 im Dreieck, die auch auf dem rückwärtigen Gehäusedeckel eingeprägt ist. Blende, Zeiten, sogar der Selbstauslöser laufen einwandfrei und die Linsen sind glasklar.
    Aber: der Sucher ist unterirdisch! Er ist trüb (das werde ich wohl hinkriegen), aber die Umschaltung von 6×6 zu 4,5×6 funktioniert nicht. Weist du, was da zu tun ist? (habe noch nix aufgeschraubt). Denn ja, die 4,5×6 Filmmaske ist auch dabei.
    Da du ja auch eine Weltax hast, hoffe ich, daß du mir weiterhelfen kannst.

    Grüße
    Martin

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Martin! Ja, die Weltax habe ich auch. Sogar die Filmmaske war auch bei mir dabei. Die ist selten. Gleiches Problem auch bei mir mit dem Sucher: Der ist wirklich zu klein. Auch war er bei mir sehr verschmutzt, was sich aber leicht reinigen lässt, da man ihn ja gut aufschrauben kann. Aber das Umschalten auf 4,5 x 6? Das hatte ich nicht hinbekommen. Das hatte bei mir auch nie richtig funktioniert. Letztendlich hatte ich diese „Flügelchen“ und den Schalter ganz ausgebaut. Da ich ohnehin mit dieser Kamera nur im Quadrat fotografiere, war dies für mich kein Nachteil. Man könnte anstatt des Suchers sicherlich auch einen Zubehörschuh aufschrauben bzw. unterschiedliche Aufstecksucher nutzen. Dazu bräuchte man aber einen feinen Gewindebohrer.

      Zwei andere Hinweise noch zur Kamera: Sicherheitshalber nur zusammen klappen, wenn das Objektiv auf Unendlich steht (ganz hinein gedreht ist) und dann einmal prüfen, ob die Meter-Angaben auf dem Objektiv überhaupt noch mit dessen Brennpunkt überein stimmen. Hierzu braucht man eine Mattscheibe, die man auf die Filmebene legt. Dann prüft man mit einer Lupe und bei geöffnetem Verschluss die Schärfe bei einer z. B. 3 Meter entfernt positionierten Zeitung. Ich hatte mir einen schmalen Aufkleber mit korrigierten Entfernungsangaben vorne am Ring aufgebracht. Jetzt kann ich präzise nach „Zonenfokus“ scharf stellen. Im Netz gibt es hierfür ja Rechner, mit denen man sich dann eine kleine Tabelle mit Schärfe-Bereiche anfertigen kann:
      Schärfentiefe-Tabelle

      Bei meiner 4,5×6-Maske gab es übrigens kaum sichtbaren Rost. Dieser führte zu „Telegrafendrähten“ auf dem Film. Mit ganz dünnem Klebeband (Paketklebeband) konnte ich dem Herr werden.

      Grüße und viel Freude an der Kamera

      Thomas

  49. Matthias sagt:

    Hallo,
    ich spüre gerade meinen Anfängen nach: kann mir irgendwer die damaligen Listenpreise der Spitzenkameras Nikon F2AS und Nikon F 3HP sagen ?Ich habe damals mit einer FE angefangen und hätte mir diese Traumkameras niemals leisten können, würde das aber aus heutiger Sicht gerne einordnen können … 🙂
    Danke, Matthias

    • Thomas (Admin) sagt:

      Moin, ich weiß es nicht. Leider finde ich auch keine alten Fotokataloge online, wo man einmal nachschauen könnte.

      Gruß

      Thomas

  50. Leonie sagt:

    Hallo Thomas!
    Ich habe letztens meine erste analoge Kamera gekauft, die Canon F-1.
    Meine Frage bezieht sich jedoch mehr auf das Objektiv als auf die Kamera.
    Das Objektiv ist ein 50mm Objektiv und ich komme nicht wirklich mit den ganzen drehbaren Rädern inklusive Zahlen klar…
    Wenn man von oben auf das Objektiv schaut stehen bei dem ersten drehbaren Rad die Zahlen 1,4; 2; 2,8; 4; 5,6; 8; 11; 16; 22 und rechts davon steht ein grünes A. Ist das jetzt verantwortlich für die Blende oder die Belichtungszeit..oder oder oder..ich blicke da wirklich noch nicht durch.

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Leonie, diese Zahlen sind die Blenden, die man bei solchen analogen Kameras direkt am Objektiv einstellt (und nicht an der Kamera).

      Also: Blende mittels Ring einstellen und die Kamera ermittelt im Auto-Modus die hierfür korrekte Belichtungszeit (ggf. muss man am Zeiten-Drehrad drehen bis eine Anzeige im Sucher OK sagt, ich kenne das Modell nicht gut).

      Das grüne „A“ ist eine Besonderheit: Stellt man den Ring auf dieses A, dann kann die Blende automatisch von der Kamera eingestellt werden. Das nennt man „Programm-Automatik“, hier wird sowohl Blende wie auch Belichtungszeit von der Kamera gesteuert. Aber: Nicht alle Kameras unterstützen dies. Offenbar geht es zumindest bei der Canon F1 „New“, aber nur, wenn der optionale Motor unten angesetzt wurde.

      Ich selbst nutze diese Funktion mit dem grünen A nicht. Denn da man mit der Wahl der Blende die Schärfentiefe einstellt, möchte ich dies doch selbst bestimmen.

      Dann sind sicherlich noch einmal die Blendenwerte aufgedruckt und zwar einmal der Reihe nach links und noch einmal rechts. Diese Werte sind für das Fokussieren nach „Zonen“ gedacht bzw. eine Skala zum Ablesen der Schärfentiefe.

      Am wichtigsten ist einfach nur der Ring, mit dem man die gewünschte Blende einstellt. Ganz einfach.

  51. Andreas sagt:

    Hi Thomas,

    Erstmal vielen Dank für deine Mühe und die vielen nützlichen Beiträge auf deiner Website!
    Nun zur Frage:

    Jürgen Teller ist berühmt für seine einzigartigen Farbtöne und dem generellen Look der Bilder(die Motivwahl jetzt mal ausgeklammert)
    Markant sind die kontrastarmen Farben und ein goldener Glanz bzw. Schimmer, der immer über den Bildern zu liegen scheint.
    Da er das das Ganze laut eigener Aussage nicht digital, sondern in der Dunkelkammer so bearbeitet, wollte ich wissen, ob du vielleicht eine Idee hast welche Faktoren hierbei entscheidend sind und wie du dir diesen markanten Look erklärst.

    Anbei ein paar Links zu Beispiel Bildern

    https://de.phaidon.com/resource/juergen-teller-irene-im-wald.jpg

    http://iconolo.gy/sites/default/files/styles/h516/public/2344346922_71b5361f50_o.jpg?itok=WZZ_smw0

    liebe Grüße

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Andreas, interessante Frage!

      Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und die von dir verlinkten Bilder in Photoshop geladen bzw. dort eine Farbkorrektur vorgenommen, die von der Technik her der Farbausfilterung im Color-Labor gleich ist (Blau gegen Gelb / Magenta gegen Grün ausfiltern).

      Jedenfalls zeigt es sich hier, dass offenbar absichtlich falsch ausgefiltert wurde und zwar immer mit der Tendenz in Richtung Gelb (bei Verlust von Blautönen).

      Außerdem wurde bei zumindest einem der Bilder offenbar bei tief stehender Sonne fotografiert. Gerade im Winter am späten Nachmittag hat diese hierzulande (wenn sie denn einmal [durch-] scheint) ein sehr gelbes Licht.

      Bei dem Foto mit dem Mädchen im Wasser hat dieses eine bräunlich / gelbe Eigenfarbe und wirkt wie ein gelber Reflektor, der den Bildton in eine entsprechende Richtung lenkt. Zudem ist auch hier Sonnenlicht mit dominierendem Gelbanteil im Spiel.

      Der „Look“ hat meiner Meinung nach hauptsächlich mit dem benutzten Licht vor Ort zu tun (wird oft unterschätzt) und etwas mit einer „falschen“ Ausfilterung. „Zaubertricks“ im Farblabor gibt es hier sicherlich nicht. So zumindest meine Einschätzung.

      Viele Grüße!

  52. Thomas G. sagt:

    Hallo Thomas,

    Deine Seiten über Analogfotografie sind mit das Beste, was ich bisher darüber gelesen habe. Und ich habe schon sehr viel darüber gelesen, d.h. ich weiß natürlich auch Vieles von dem, was ich hier lese. So z.Bsp. auch Deine Ausführungen über die Schärfentiefe, die man sehr gut über die Angaben auf dem Objektiv oder über eine dazugehörige Tabelle festlegen kann. Berücksichtigt habe ich es leider fast nie. Wer die Technik nicht versteht braucht mit der Gestaltung erst gar nicht anzufangen. Unzählige praxisnahe 1A Tips – Danke!

    Gruß von Thomas aus Höchstadt a.d. Aisch

  53. Jubi sagt:

    Moin Thomas!
    Grundsätzlich gefällt mir Deine Seite gut, Danke dafür!

    Nur mit dieser Aussage: „Analoges Mittelformat heißt die Verwendung von Rollfilm“ nimmst Du den Planfilm ganz aus, dabei gibt es für die meisten MF-Kameras Planfilmkassetten und man kann damit bequem fotografieren, selber entwickeln und auch scannen.
    Und für besondere Experimente sind die auch sehr gut geeignet (Belichten von Röntgenfilmen, Fotopapier usw.)
    Probier’s doch mal!
    Viele Grüße

    Jubi

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo! Planfilmrückteile gibt es natürlich auch. Doch diese waren doch sehr selten bzw. nur für wenige Kameratypen erhältlich. Zudem wüsste ich nicht, dass noch 6×6- oder 6×9-Planfilme konfektioniert werden.
      Du hast aber Recht: Die Verwendung von Planfilmen an einer Mittelformatkamera hat wunderbare Vorteile: Man muss nicht einen ganzen Rollfilm „voll fotografieren“, wenn man mal eben z. B. zwei, drei Porträts anfertigen möchte und diese gleich entwickeln will. Auch zum Testen und Experimentieren mit alternativem Material wäre es sinnvoll.

      Grüße zurück!

  54. Anonymous sagt:

    Es gibt keine Analogfotografie!!!

  55. Anonymous sagt:

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort! Ich versuche es mal mit den Tipps, und hoffe darauf, dass die Kamera kein Fehlkauf war…

    Viele Grüße,

    Sarah

  56. Sarah sagt:

    Hallo Thomas,

    ich habe mir heute eine Canon EOS 1000f gekauft. Beim Film einlegen habe ich glaube ich alles richtig und nach Anleitung gemacht, aber als ich die Klappe geschlossen habe, hat es kurz gesurrt und auf dem Display wurde die Fotoanzahl nicht angezeigt. Das Film-Symbol hat dafür geblinkt, laut Anleitung heißt das es ist was falsch gelaufen und man soll den Film nochmal einlegen. Der Film war jedoch komplett aufgerollt, so wie am Ende ein voller Film. Ich benutze Kodak Gold 200.

    Hast Du vielleicht eine Idee, was falsch gelaufen sein könnte? Rumexperimentieren ist in dem Fall ja etwas kostspielig, wenn ich jedes Mal eine Rolle Film zerstöre…

    Vielen Dank im Voraus!

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Sarah,

      es ist bei den analogen Canon EOS-Kameras normal, dass der Film direkt nach dem Einlegen in der Kamera komplett aus der Patrone gezogen wird.
      Nach jeder Aufnahme wird er ein Stück zurück in die Patrone transportiert. Offenbar wollte man dadurch sicher stellen, dass belichtete Aufnahmen stets (sicher) in der Patrone sind. Bei den meisten anderen analogen Kleinbildkameras ist es genau anders herum, der Film wird hier bei jeder Aufnahme Stück für Stück aus der Patrone gezogen und man muss am Ende händisch zurück spulen.

      Das aber nur am Rande, denn bei dir scheint es ja ein elektronisches Problem zu geben (blinkendes Symbol im Display). Ich hatte vor vielen Jahren auch einmal eine analoge Canon EOS (500N). Ich war sogar Erstbesitzer bzw. hatte sie noch nicht lange, da spielte die Elektronik auch verrückt und „verschluckte“ jeden Film. Fotografieren war nicht mehr möglich. Seitdem nutze ich bevorzugt nur manuelle Analogkameras mit Spannhebel und Kurbel.
      Ich weiß also nicht, was bei deiner 1000F das Problem ist.

      Ich würde den bereits zerstörten Film aufheben und ein rotes X mit einem Edding drauf schreiben. Er eignet sich jetzt gut als Testfilm zum Einlegen. Du kannst ihn ja zurück spulen, so dass nur noch der Filmanfang heraus schaut.

      Du könntest einmal versuchen, die Kontakte im Innern der Kamera zu säubern, vielleicht schauen, dass das Objektiv sicher drauf sitzt. Mehr mag mir bei dem Modell auch nicht einfallen. Es ist halt alles elektronisch und man hat keinen Einblick. Den verdorbenen Film kannst du ja stets zum Testen nutzen. Die Kamera weiß ja nicht, dass er bereits belichtet ist. Eventuell könntest du auch einmal versuchen, die DX-Kodierung abzukleben. Vielleicht kommt die Kamera dadurch auch durcheinander.

      Viele Grüße!

  57. Wolfgang F. Boecker sagt:

    Hallo Thomas,

    herzlichen Dank für Deine prompte Antwort. Ich habe etwas herumexperimentiert und wenn ich alle Halter entferne passt auch ein 6×6 Negativ in den Scanner. Nachteil: Es fehlen teile des Bildes. Aber mit „spiegeln“ und etwas guten Willen hat es einigermaßen geklappt.

    Gruß Wolfgang

  58. Wolfgang F. Boecker sagt:

    Ich möchte gerne meine alter 6×6 Negative und 14×18 mm Negative einscannen. Habe einen Scanner von SilverCrest für normale Kleinbildfilme mit entsprechender Software. Gibt es einen Vorsatz/Zubehörteil o.Ä. für diese Aufgabe?

    • Thomas (Admin) sagt:

      Für einen für das Kleinbild ausgelegter Scanner / Digitalisierer werden Negative mit der Breite 6 cm (6×6) höchstwahrscheinlich zu groß sein.
      Kleinere Negative als Kleinbild würde hier gehen. Doch dann müsste man die Halter modifizieren, damit die kleineren Negative / Dias möglichst plan bzw. gerade positioniert werden. Vom Hersteller wird es hierfür sicherlich kein Zubehör geben, da solche kleinen Negative zu „exotisch“ sind.

      Handelt es sich bei den „14 x 18 mm“ Negativen aber um das sogenannte „Halbformat“ (wohl eher „18 x 24 mm“ ?) auf herkömmlichen Kleinbildfilm, dürfte das Digitalisieren kein Problem bereiten. Nur eine automatische Bildrand-Begrenzung könnte hier verwirrt werden (da sie breitere Bilder erwartet).

  59. PHJAKOB sagt:

    Habe komplette Dunkelkammer Einrichtung wie:
    Durst M601 Vergrösserer
    Belichtungstimer HAUPT
    Trockenpresse FOBA
    Film Entwicklerdosen JOBO 1000
    Film Entwicklerdosen JOBO 2000
    Diverse Laborartikel
    3 Entwicklerschalen
    Wässerungsbecken
    Wo finde ich Käufer.
    Gruss Philippe
    Hier meine E-Mail: phjakob@bluewin.ch

    • Thomas (Admin) sagt:

      Solche Spezialitäten lassen sich schwer für einen gebührenden Preis vor Ort verkaufen. Besser ist, man nimmt den Aufwand auf sich und versendet dies per Paket (mehrere) bzw. nutzt Verkaufsplattformen im Internet (Ebay, spezielle Foren oder Facebook-Gruppen). Hier muss man allerdings angemeldet sein. Anders kommt man leider schlecht an die interessierte Zielgruppe heran.

  60. Thomas sagt:

    Hallo Thomas,
    Da ich momenten eine alte akmera meines Großvaters rastaurieren mi dem Ziel mit ihr nach vielen Jahrzehnten wieder Bilder zu machen. Natürlich würde ich gerne bei den Bildern den Look der Originalzeit nachempfinden. Empfiehlt sich dazu ein spezieller Film (B/W eh klar)? Die Kamera ist aus 1926 (!), Einen Look des Filmmaterials zwischen 1930 und 1955 wäre wünschenswert. Alte Aufnahmen sind recht körnig, aber gab es damals schon 400 ASA (27 DIN) Filme? Was war damals denn „das Übliche“ ? Gibt es dazu Infos im Netz, die ich noch nicht gefunden habe?
    Vielen Dank !
    Gruß
    Thomas

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Thomas,

      Um den „Look“ der alten Bilder heute zu erlangen, muss man natürlich mit der gleichen „Kette“ fotografieren: Altes Objektiv → unvergütet, eher einfaches Modell, „klassischer“ Film und „klassisches Fotopapier“ nutzen. Dazu „klassischen“ Entwickler.

      Die Sache mit dem Objektiv bzw. mit der Kamera ist ja kein Problem. Die hast du ja. Was uns heute aber fehlt, sind die originalen Filme von damals. Früher nutzte man S/W-Filme mit einer Empfindlichkeit von ca. 25 ASA. Warum sind auch diese teils recht grobkörnig? Weil selbst diese gering empfindlichen Filme früher eben aus „grobem“ Korn bestanden. Die Technik war damals noch nicht soweit, das eigentliche Filmkorn feiner zu gestalten. Dazu hatten diese Filme eine „Rotschwäche“ (rote Farben wurden auffallend dunkler abgebildet). Sie waren „orthochromatisch“. Diese Fehler wurden in den vielen Jahren nach 1950 korrigiert. Das ist für deinen Zweck ungünstig. Der einzige Film, den ich in den letzten Jahren nutzte, wo ich mir dachte „der sieht aber etwas aus wie die alten Bilder von früher“ war der Fomapan 400. Aber auch dieser Eindruck wechselte von Motiv zu Motiv. Der Hersteller Adox wirbt mit seinen CHS-Filmen für den „alten Look“. Aber auch hier würde ich nicht so viel darauf geben.

      Solche Filme sollten im Anschluss dann selbst mit einem Entwickler entwickelt werden, welcher auch schon früher genutzt wurde. Dies wäre Agfa Rodinal bzw. einer der Nachbauten (z. B. Adox Adonal / Adox Rodinal).

      Und zuletzt: Diese Negative sollten auf dem alten Fotopapier in der eigenen Dunkelkammer belichtet werden. So gehen auf Ebay immer wieder alte Fotopapiere (z. B. Agfa Brovira, Agfa Lupex) für recht viel Geld weg (idealerweise mit der Oberfläche „chamois“). Vermutlich werden sie von Militaria-Sammlern gekauft, die darauf alte Wehrmachtmotive von den Originalnegativen ausbelichten. Diese Papiere werden jedoch häufig einen Grauschleier besitzen. Doch hierfür gibt es ein „Anti-Schleiermittel“ im Fachhandel. Moderne Fotopapiere bilden anders ab, u. a. deswegen, da hier vermutlich gewisse Substanzen aufgrund von Verordnungen nicht mehr zur Produktion genutzt werden dürfen. Das weiß ich allerdings genau nicht.

      Kurzum: Es kann funktionieren, den „alten Look“ zu bekommen, wenn auch mit entsprechendem Aufwand. Was sicherlich nicht gehen wird: Einfach einen „normalen“ S/W-Film (z. B. ein Kodak Tmax) einlegen und diesen in der Drogerie zum Entwickeln bzw. scannen abgeben.
      Entsprechende Hinweise im Internet kenne ich hierzu leider auch nicht.

      Grüße zurück!

  61. Anna sagt:

    Hey Thomas,
    weißt du wie man den Film bei einer hanimex 35 maf zurückspulen kann ?
    Ich kann keinen bestimmten Knopf finden, der dafür vorgesehen wäre und einen Hebel hat die Kamera auch nicht ..
    LG,
    Anna

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hi Anna, jetzt musste ich selbst einmal nachsehen, da ich die Hanimex MAF nicht kannte. Offenbar wird hier der Film per Motor transportiert. Entweder gibt es hier irgendeinen Knopf (aber du schreibst ja schon, dass du keinen finden kannst) oder der Film wird beim letzten Bild automatisch zurück gespult. Oder: Der Film wird bereits beim ersten Einlegen komplett abgespult und gelangt dann später Bild für Bild also Stück für Stück zurück in die Patrone, so dass er nach dem letzten Foto bereits fast wieder zurück gespult ist. Letzteres kenne ich von den analogen Canon EOS Kameras. Wie es bei deiner Hanimex genau ausschaut, weiß ich leider auch nicht.

      Viele Grüße zurück!

  62. Stefan sagt:

    Hallo Thomas,
    ich finde tolle Tipps zur analogen Fotografie auf deiner Seite!
    Allerdings habe ich nun ein Problem, bei welchem ich langsam mit meinem Latein am Ende bin. Ich habe mit meiner Leica ein Jahr lang nur ausgewählte Motive abgelichtet, für die ich teilweiße weit gefahren bin.
    Nun habe ich den Film bei Rossmann abgegeben und gewartet…
    Zwei Wochen später wurde mir erklärt: wenn der Film jetzt noch nicht da ist, wird er halt irgendwo verloren gegangen sein.
    Damit will ich mich nicht zufrieden geben!
    Ich muss gestehen das ich als Anfänger vergessen habe den Zettel an der Tasche abzureissen. Das kann aber nicht der Grund sein warum mein Film plötzlich verschwunden ist.
    Hast du mit sowas Erfahrung?
    Kann ich da noch irgendwie ran kommen?

    Danke und Viele Grüße Stefan

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Stefan,

      da muss ich leider passen. So einen Fall hatte ich noch nie, hatte davon aber mal irgendwas in Foren gelesen (kommt immer wieder mal vor). Suche doch einmal danach mittels Suchmaschine. Eigene Erfahrungen habe ich da nicht.

      Viele Grüße zurück!

  63. Ulrike sagt:

    Hallo Thomas,

    bin begesitert von der umfangreichen Seite. Nun eine Frage:
    Gibt es Unterschiede bei den 2 Lithentwicklern oder muß ich beide verwenden?
    LG,
    Ulrike

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Ulrike,

      ich weiß nicht, welche Entwickler du genau meinst. Wenn es um die beiden Komponenten von „Easylith“ geht, dann muss man beide in einem bestimmten Verhältnis zusammen mischen*. Ich hatte mich hier für das vom Hersteller angegebene Standard-Mischungsverhältnis entschieden bzw. bin damit zufrieden.

      * Man mischt nur eine geringe Menge davon zusammen und dazu noch Wasser. Das ist die Arbeitslösung und sollte kurz vor dem Entwickeln angesetzt werden. Sie ist nicht lange haltbar.

      Es gibt auch noch andere Lith-Entwickler auf dem Markt, die teils auch noch aus mehr Komponenten bestehen.

      Viele Grüße zurück!

  64. Andreas sagt:

    Herzlichen Dank! Deine Seite/Wissen ist super.

    Viele Grüße,
    Andreas

  65. Andreas sagt:

    Hi Thomas,

    der Link für die von mir gesuchten Agfa-Kürzel zum „Großkabinett“ funktioniert wunderbar, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Muß ich mich für die Liste Registrieren, wenn ja Wo?

    viele Grüße,
    Andreas

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Andreas, danke für die Nachricht. Sieh an: Die „Grosskabinett-Seite“ ist tatsächlich nicht mehr einsehbar (wahrscheinlich ein nicht zu Ende geführtes Software-Update). Da hilft aber das gute alte Internetarchiv. Hier ist die ursprüngliche Seite abrufbar.

      Besser als dort kann ich die Kürzel auch nicht erklären. Mich haben sie schon immer geärgert. Warum nicht einfach gleich auf die Verpackung schreiben, welche Art von Papier man hier hat? Zumindest bei Orwo stehen die Angaben klein hinten drauf (oft jedoch, du schreibst es schon, abgerissen).
      Vermutlich sind aber leider die Zeiten vorbei, wo man sich größeres, kartonstarkes oder spezielles OrWo-Baryt kaufen konnte. Die großen Lagerbestände sind nach 20 Jahren sicher aufgebraucht. Es gibt nur noch sehr kleine Formate. Alle dürften mittlerweile einen Grauschleier haben. Ich bewahre noch etwas kartonstarkes Papier auf (teils mit speziellen Oberflächen wie gekörnt oder schamös). Das möchte ich in den nächsten Jahren für den „Lith-Prozess“ verwenden. Dafür ist selbst überlagertes Papier dieser Sorten sehr gut zu gebrauchen. Aber auch das ganz dünne, papierstarke Papier finde ich mittlerweile wieder sehr reizvoll. Vielleicht hast du bei Ebay ja Glück. Ich würde hier dann diese Ebay-Auto-Emails aktivieren mit bestimmten Schlagwörtern (z. B. auch einfach nur „altes Fotopapier“). Bei solchen Spezialitäten muss man dann Geduld haben. Meiner Erfahrung nach verliert solch altes Fotopapier auch über die Zeit an „Härte“. Ich schaue daher besser nach einer eigentlich zu harten Gradation (also „hart“ / Kürzel müsste ich jetzt selbst nachsehen). In der Praxis wird es dann eher eine normale Gradation aufweisen.

      Grüße zurück!

  66. Andreas sagt:

    Hi Thomas,

    toll das es die Seite gibt. Ich schaue immer mal wieder rauf.
    Ich suche die Klassifizierungen für altes ORWO Papier. Dabei begegnet mir BN111 (!) etc. pp. Ich möchte Bilder auf mattem Papier entwickeln.
    Ich hatte Papier welches ich beidseitig (!) entwickeln konnte und war sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die Angebote in Ebay sind unterschiedlich und ich kann den Zahlen nichts entnehmen. Die Verkäufer wissen meist nichts und Banderolen beschädigt. Die Katze im sack möchte ich nicht kaufen.

    Im Internet habe ich recherchiert, es gibt nirgends eine übersichtliche Information über die ORWO Papiere. (Was zum Beispiel die Oberfläche, Papierart zB. Unterschied von Schnellkopierpapier / Fotopapier anbelangt.

    Haben Sie dahingehend alle grundlegenden Informationen?

    Dank im Voraus.
    VG,
    Andreas

  67. Leo sagt:

    Hallo, können Sie mir sagen, was man früher, z.B. in den 50er Jahren für eine boxkamera wie z.b. die optomax synchron a gezahlt hat? Herzlichen Dank und mit besten Grüßen Leo Kist. Meine E-Mail-Adresse: Sanitas.5@t-online.de

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo, dazu habe ich leider keine Einschätzung. In den 1930er Jahren kostete eine Agfa-Box ca. vier Reichsmark (Wikipedia). Wie viel Geld dies heute wohl darstellt? Ich weiß es nicht. Womöglich war es damals so wie heute mit den Computerdruckern: Das Gerät kostet weniger als es wert ist. Die Kosten werden über die Patronen (Filme / Einlegen / Entwickeln) amortisiert.

      Viele Grüße zurück!

  68. Mdverena sagt:

    Hallo Thomas,

    deine Seite ist Gold wert. Als fast Neuling in der analogen Welt, habe ich alles aus deinen Seiten zum selbstentwickeln aus deiner Seite gezogen und eingekauft. Jetzt stehe ich vor einer Frage. Der Pulverentwickler für 1L soll unbenutzt 1Jahr angerührt halten und für 12 Filme reichen. Bedeutet dieses, ich kann den Entwickler bis max. 1 Jahr immer wieder verwenden aber max. Für 12 Filme? Ist eventuell eine eigenartige Frage, aber für mich als Anfänger, nicht 100% verständlich.

    Würde mich über eine kurze Info freuen.

    MfG Verena

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo, ja das ist so richtig: Der Ansatz (Pulver + Wasser = „Stock-Lösung“) kann innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden, wenn kaum Luft hinzu dringen kann. Empfehlenswert sind hier Glasflaschen und Glaskugeln: Die (Kugeln) drücken den Sauerstoff nach außen. Oder man verteilt den Ansatz einfach auf mehrere kleine Glasflaschen. Hauptsache, da ist stets wenig Sauerstoff drin (sondern nur der Entwickler). Bei Plastikflaschen wäre ich bei einem Jahr etwas skeptisch.

      Lagert man diese Stock-Lösung auf diese Weise, kann man auch noch nach 12 Monaten einen Film darin entwickeln. Insgesamt kann man (hier) 12 Filme (ob Rollfilm oder Kleinbild) darin entwickeln. Es gingen sicher noch mehr, das dann auf eigenes Risiko: Ab einer bestimmten Menge ist die Lösung bereits etwas „erschöpft“, dann muss man die Entwicklungszeiten etwas verlängern. Dies müsste aber im Beiblatt beschrieben sein. Tut man dies nicht, werden die Filme nur etwas „dünn“. Das heißt, der Kontrast lässt nach. Dies kann man jedoch auch später in der Bildbearbeitung angleichen. Besser ist es natürlich, man achtet bereits beim Entwickeln darauf, insbesondere, wenn man die Filme auch noch analog selbst vergrößern möchte.

      Das trockene Pulver selbst hält natürlich ewig. Das ist ja der Vorteil gegenüber einem Entwicklerkonzentrat, was man schon fertig flüssig kaufen kann.

      Aus eigener Praxis: Manchmal lösen sich Pulverentwickler nicht richtig auf. Man kann diese „Körnchen“ dann mit einer Art Mörser zerstoßen, damit sie sich endlich mit dem Wasser verdünnen. Zur Not filtert man später kleine Partikel einfach mit einem Kaffeefilter aus. Diese Probleme hatte ich jüngst mit Fomadon Excel. Bei Kodak-Pulvern ging es jedoch immer ohne Probleme (wenn das Wasser warm genug war). Beim Verdünnen noch darauf achten, dass nicht so viel „Wirbel“ gemacht wird bzw. dass hier nicht zu viel Sauerstoff an die Flüssigkeit gelangt.

      Grüße zurück!

  69. Paul sagt:

    Sehr toller Text. Ich wollte nur mal Fragen wie doll der Belichtungsprozess stinkt, also die Chemikalien. Stinkt es doll, weil dann würden es mir meine Eltern nicht erlauben mit dem slebst entwickeln.

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Paul, wenn du mit Belichtungsprozess das Anfertigen von Papierbildern meinst, so entsteht durchaus eine Geruchsentwicklung in kleineren Räumen: Man riecht die Chemie (hauptsächlich den Fixierer), da sie über mehrere Stunden in offenen Schalen steht. Man muss den Raum also immer mal wieder lüften, während man darin arbeitet. Nach etwas Lüften verflüchtigt sich der Geruch jedoch wieder.
      Bei der Verarbeitung von Negativfilm entstehen jedoch keine Nennenswerte Gerüche. Schon gar nicht können sie sich im Raum verteilen, da man ja hier eine geschlossene Entwicklerdose benutzt.

  70. Matthias sagt:

    Gute Anleitung zum Entwickeln, vielleicht könntest du noch darauf hinweisen das die Chemikalien nicht einfach weggekippt werden dürfen. Sammeln im Kanister und beim Recyclinghof abgeben ist meist kostenlos.

  71. James sagt:

    Nach einiger Zeit digitaler Fotografie bin ich wieder zurückgekommen auf analoge Technik.
    Nikon F 801 und F 801s sind meine Kameras. Die Objektive meiner digitalen D 40 und D 70 kann ich weiter nutzen da der Autofokusmotor in beiden Fällen in der Kamera ist.
    Was mir fehlt ist ein elektrischer Fernauslöser. Früher hatte ich einen selbstgebauten (Induktiv-Spule, die den Drahtauslöser betätigte, Batterie und langes Kabel mit Taster zum Auslösen).
    Den Bauplan hatte ich damals in einer Zeitschrift gefunden, weg wie der Fernauslöser.
    Kann mich auch nicht mehr an Details erinnern, hat jemand einen Tip oder Link?
    Grüße
    James

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo, ich bin da leider nicht genug versiert in Elektronik. Für analoge Kameras gibt es jedoch auch pneumatische Auslöser: Ein Blasebalg wie beim analogen Blutdruckmessgerät, ein dünner, langer Schlauch (ca. 7 Meter) und am anderen Ende ein Drahtauslöser. Vielleicht wäre dies eine Alternative?

  72. Andreas sagt:

    Hallo,

    erstmal vielen Dank für die Riesen mühe für diese Seite. Ich habe vielleicht nicht ganz so viel Erfahrung wie manch anderer der hier fragen stellte. Nun dann zur meiner Frage. Ich habe eine Carena CX-500 von meinem Vater geschenkt bekommen. Darin war ein Farbfilm von Kodak Gold 200 36 Exp. poses enthalten. Ich möchte diese gerne auf Papier bringen in Vintage print, natürlich. Ist das überhaupt möglich? Gibt es für die Analoge Kamera überhaupt? SW Filmrollen?

    Beste Grüße Andreas

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo und danke für das Lob!
      Farbfotos lassen sich auf mehrere Arten auf Papier bringen: Die einfachste und günstigste ist natürlich, man gibt den Film in einer Drogerie zum Entwickeln ab. Da die Fotos hier jedoch maschinell farbkorrigiert werden, kann es hierbei zu Ernüchterung kommen. Teuer sind spezielle Anbieter, die nach fotografischem Auge „ausfiltern“. Zumeist erhält man dann aber Drucke bzw. Ausbelichtungen auf recht einfachem Papier (sehr dünn, sieht nach „Plastik“ aus [da es Plastikpapier ist]).
      Idealerweise lässt man seine Negative durch einen Dienstleister hochwertig digitalisieren und übergibt diese an eine (Online-) Drucker. Dort können die Bilder dann auf hochwertiges Papier (z. B. halbmattes Baryt) gedruckt werden. Ich gehe hierzu in eine Druckerei vor Ort, damit ich das Papier sehen kann.

      S/W-Negative vergrößere ich selbst auf kartonstarken, leicht „cremigen“ Baryt-Papier. Das sieht immer noch besser aus als jeder Druck. Aber das muss man erst einmal lernen.

      Natürlich gibt es für analoge Kameras noch S/W-Filme. Im Rossmann gibt es den „APX 400“. Günstiger und in viel größerer Auswahl kann man sie jedoch in den Internet-Shops bestellen.

      Gruß zurück

  73. Michael Christ sagt:

    Hallo. Bin zufällig zu Ihrer Seite gestossen und bin absolut begeistert. Hochspannend fand ich u.a. den Blogbeitrag zum Fotografiestudium. Da ich selbst schon äter bin, gerne aber auch ‚Sicht‘ / Design weiterentwickeln möchte, bitte ich um Rat für entsprechende Literatur/Workshops oder ähnliches. Danke und Viele Grüsse, Michael

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo und danke für das Lob! An Literatur kann ich hier von den typischen Fotografie-Lehrbüchern eher abraten. Interessanter scheinen mir das diejenigen zu sein, in denen die Kamera selbst eher im Hintergrund bleibt und mehr auf Licht (z. B. „Licht und Belichtung in der Fotografie / Reinhard Merz“) oder „Seh-Psychologie“ (z. B. Die Essenz der Fotografie: Sehen lernen und bewusster gestalten / Bruce Barnbaum) eingegangen wird. Wenn es technischer sein soll, bietet Wolfgang Mothes einige sehr interessante Artikel zum Download an.
      Bei Workshops denke ich hier an solche Leute wie Andreas Weidner oder vielleicht an die Workshops der PhotoKlassik Akademie.

      Viele Grüße zurück!

  74. Lisa sagt:

    Hallo,
    Ich finde es super, dass es trotz der ganzen Billiganbieter auf dem Fotomarkt es noch Aktive gibt, die selber entwickeln. Existiert auch eine Gebraucht- bzwTauschbörse, wo man Utensilien fürs Heimlabor kaufen und verkaufen kann?
    Viele Grüsse, Lisa

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo und besten Dank für den Kommentar. Ebay wäre hier natürlich der erste Anlaufpunkt, wenn man gebrauchte (analoge) Fototechnik kaufen bzw. verkaufen möchte (-> Tipps zum Kauf über Ebay).
      Ansonsten fallen mir nur Internetforen ein, wo es entsprechende „Marktplätze“ gibt. Im Forum „Aphog“ gibt es eine solche, gut besuchte Kategorie (die man jedoch nur sieht, wenn man angemeldet ist).

      Viele Grüße zurück!

  75. Frank sagt:

    Hallo Thomas,
    ich fotografiere analog und über lege nun eine Rolleiflex 4×4, auch Baby Rolleiflex gennant
    zu nutzen.
    Es gibt einen Hersteller der 127er Filme herstellt.
    Konnte ich zeitnah recherchieren.
    Aber wer bitte entwickelt die
    Kennst Du jemanden ?
    Gruß

    Frank

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hi Frank, die kleinen 127er Filme werden wohl nicht bei den Anbietern zu entwickeln sein, die so etwas rein maschinell tun (Film einschieben und hinten kommt er entwickelt heraus). Das werden nur die wenigen kleinen Dienstleister tun, bei denen noch händisch, also klassisch mit Dose, entwickelt werden kann. Das hat dann natürlich seinen Preis.
      Ich habe mal eben bei Fotoimpex nachgesehen. Hier wird die Entwicklung von 127er Mini-Rollfilm S/W-Film angeboten. Für Farbfilm jedoch nicht, da sie hier wohl auch nur eine Maschine („Minilab“) nutzen. Und diese Geräte sind sicherlich nur für Kleinbildfilme und 120er-Mittelformatfilme ausgelegt. Doch ich vermute, 127-Film wird wohl eh nur noch als S/W-Emulsion konfektioniert. Ich habe auch eine Liste, wo man Filme entwickeln kann. Da könntest du je einmal näher nachforschen. Wenn du öfter S/W-Filme mit der Baby Rolleiflex entwickeln möchtest, würde ich mir einfach eine Filmdose kaufen, deren Spule man auch auf das 127-Format einstellen kann und dann selbst entwickeln. Ich würde auch passende Filme „hamstern“. Denn das Format war bereits vor vielen Jahren schon exotisch. Ich persönlich glaube nicht, dass das noch lange unterstützt wird.

      Viele Grüße zurück!

  76. Ulrich Haas sagt:

    Hallo Herr Raatz,
    Vielen Dank für die Bereitstellung von ‚Analoge Fotografie‘, sie hat mir oft geholfen beim Wieder-Einstieg.

    Zwei Fragen:
    1. Gibt es ein Gerät mit dem ich relativ einfach S/W 6×6 Negative als Positiv betrachten kann? Mir würde das bei der Auswahl der Bilder als Vorsortierung sehr helfen. Scannen ist nach meiner Erfahrung recht zeitaufwändig.

    2. Bei Fotografie im Nahbereich ist die Entfernungsmessung wichtig. Wenn ich mit einem Metermaß messe, messe ich vom Objekt bis Linse, oder bis Filmebene?

    Vielen Dank im voraus
    Ulrich Haas

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Herr Haas, und vielen Dank für das Lob!

      1. Es gab in den 1980er / 1990er Jahren einen damals sicher relativ teuren Negativbetrachter, welcher unter anderem unter dem Markennamen „Tamron Fotofix“ verkauft wurde (Link zu einer japanischen Internetseite).
        Nun ist dies nichts weiter als eine kleine Videokamera und ein integriertes Leuchttischlein. Das Videosignal wird (invertiert) einfach an einen angeschlossenen Fernseher weiter geleitet. Das war damals schon starke Technik. Die heutigen „95€-Scanner“ (Amazon-Link) arbeiten genau so, nur dass hier eben eine einfache Digitalkamera integriert ist. Es sind aber keine Scanner sondern Digitalkameras mit integriertem Makroobjektiv und Leuchtfläche. Damit dürfte man sich die eingeschobenen Filme auch in Echtzeit, richtig invertiert, ansehen können (leider nicht selbst getestet). Dumm jedoch, dass diese Lösungen alle auf das Kleinbild beschränkt sind!

        Sie wollen jedoch das größere Mittelformat bereits vorher schnell sichten. Hier kann ich eigentlich nur die schnelle Lösung mittels Leuchttisch, Digitalkamera und Makroobjektiv (zur Not normales Objektiv mit Zwishenringen) vorschlagen, also abfotografieren. Wenn die verwendete Digitalkamera keinen „Negativmodus“ besitzt, müssen die Bilder an eine Bildbearbeitung an einen Computer weiter gegeben werden, welche sie schnell (idealerweise mit einer „Batch-Konvertierung“ [also alle zusammen]) umwandelt. Leider möchte mir hier keine elegantere Lösung einfallen. Zur schnellen Sichtung kann man ja auch mehrere Filmstreifen auf dem Leuchttisch zusammen als ein Bild fotografieren und dieses einmal in ein Positiv umwandeln. Als tatsächliche, hoch aufgelöste Digitalfotografie wird dies nicht taugen. Aber immerhin sieht man so bereits, was man bei einem späteren Scan bekommt.

      2. Ich nehme hierzu immer die Mitte des Objektives zum Berechnen der Schärfentiefe. Beim bekannten Internet-Schärfentiefe-Rechner von Erik Krause wird die sogenannte „Hauptebene“ des Objektives als Basis vorgeschlagen. Ich bin kein Ingenieur und kenne den Aufbau der Linsen nicht gut genug. Daher nehme ich hier immer die Mitte. Wenn es um Schärfentiefen in Metern geht, ist diese Überlegung aber eh einerlei. Da machen wenige Zentimeter Abweichung nichts aus.
  77. Lea sagt:

    Hallo Thomas,

    Bin gerade sehr positiv davon überrascht das es dieses Forum und die Möglichkeit gibt?
    Meine Analoge Kammera hat heute bei einer Filmrolle von 36 Bildern beim 27ten bild gestoppt und 0 Bilder angezeigt, den Film jedoch nicht aufgerollt…nach einigem rumprobieren habe ich die Filmrolle vorsichtig selbst aufgerollt, dabei waren jedoch keine negative erkennbar. Enstehen diese erst im Labor oder habe ich nur den Restfilm aufgerollt? Hoffe sehr das die Bilder jetzt nicht verloren gegangen sind.
    Liebe grüße:)

    Lea

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo, wenn du die Rückwand der Kamera im Hellen geöffnet hast und das Filmmaterial (der lange Streifen) Licht erblickt hat, dann wird es leider verdorben sein: Es hat nun eine „krasse“ Überbelichtung erfahren. Gibt man einen solchen Film zur Entwicklung ab, wird er komplett schwarz zurück kommen. Bei Diafilmen werden diese komplett transparent sein (da ist ja alles genau anders herum).

      Dass direkt nach dem Fotografieren noch keine Negative auf dem Film zu sehen sind, ist auch völlig normal: Erst nach einer chemischen Entwicklung kommen diese zum Vorschein. Sie sind vorher noch „latente Bilder“, wie man sagt. Vor vielen Jahren, als ich anfing, mich dafür zu interessieren, dachte ich auch, man sähe bereits Bilder nach dem Fotografieren. So einfach geht’s aber nicht.

      Viele Grüße zurück!

  78. Greta sagt:

    Hallo Thomas,
    vorab: Deine Seite ist wirklich großartig, vielen Dank für dieses Kleinod des Internets. 😉
    Ich setze mich derzeit zum ersten Mal näher mit der Analogfotografie auseinander. Unter anderem deswegen, weil ich für ein Kunstprojekt einige Dias erstellen (weil projizieren) möchte. Da mir das Erstellen von Dias aus digitalen Vorlagen zu teuer ist dachte ich daran, Abzüge analog auf Diafilm abzufotografieren.
    Hast Du vielleicht den einen oder anderen Tipp bezüglich solch einer Reproduktion? Worauf sollte ich achten? Welchen Diafilm nehme ich da am besten?
    Vielen Dank für Deine Mühe.
    LG
    Greta

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Greta und danke sehr für das Lob!
      Ich habe einmal auf der Internetseite von Fotoimpex nachgesehen: An Kleinbild-Diafilm werden nur noch vier unterschiedliche Sorten angeboten. Da würde ich an deiner Stelle einfach den Agfaphoto Precisa nehmen, den es ja auch in den DM-Märkten hierzulande zu kaufen gibt. Alles sind „Tageslichtfilme“. Das heißt, sie sind für „normales“ Licht ausgelegt. Früher gab es noch Kunstlicht-Diafilme, die sozusagen einen eingebauten „Weißabgleich“ besaßen. Aber für Repros reichen eben die Tageslichtfilme, wenn du zur Beleuchtung der Vorlagen kein Glühlampen- bzw. kein Leuchtstoffröhrenlicht nutzt.

      Für das Abfotografieren ist also das vorhandene Licht wichtig. Ich nutze hierzu zwei Blitzgeräte auf Stativen, die einmal links und einmal rechts neben dem an der Wand hängenden Bild leicht schräg positioniert sind. Das ist die klassische Repro-Beleuchtung. Die Kamera steht auf einem Stativ direkt vor dem Bild.

      Wenn du mit Blitzen an der analogen Kamera keine Erfahrung hast, gäbe es noch einen anderen Weg, um ganz gute Repros anfertigen zu können: Man macht dies draußen bei völlig bewölktem Himmel. Idealerweise in den Morgenstunden. Durch dieses diffuse Licht ist alles gleichmäßig ausgeleuchtet und es gibt nur kaum sichtbare Spiegelungen. Das funktioniert auch in einem größeren Raum mit großen Nordfenstern.

      Wenn die Bilder, die abfotografiert werden sollen, auf glänzendem Papier gedruckt worden sind, ist es manchmal sinnvoll, wenn man hinter sich und der Kamera noch ein großes schwarzes Tuch spannt und ggf. die Kamera mit einem schwarzen Karton (mit Loch fürs Objektiv) abdeckt. Sonst spiegelt man sich selbst in den dunklen Motivelementen.

      Du siehst, Repro-Technik ist also eher eine Sache des Lichtes, weniger eine der analogen Fotografie.

      Viele Grüße zurück!

  79. Markus sagt:

    Hallo Thomas,
    vielen Danke für deine tolle Seite. Ich selber besitze eine Minolta Srt 303. Ich würde gerne für mein Kind (10 Jahre) eine Messsucherkamera kaufen (natürlich interessiert mich dieser Typ auch 🙂 Ich denke, dass sie aufgrund ihrer Kompaktheit geeignet wäre. Oder gibt es etwas, was du sonst empfehlen könntest für Kinder, um einen Zugang zu bekommen, was aber auch in 10 Jahren noch Spaß macht. Und welches Modell wäre z.B. sinnvoll?
    Liebe Grüße
    Markus

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Markus, wenn es eine Messsucher sein soll, würde ich eine Revue 400S empfehlen. Die sind gebraucht recht günstig. Aber es sind halt betagte und etwas empfindliche Geräte und manche könnten „verharzt“ sein (Der Verschluss läuft nicht mehr flüssig ab).
      Für Kinder würde ich eher als Einstieg eine der vielen analogen Kompaktkameras empfehlen, die man in den 90ern nutzte, wenn es keine Spiegelreflexkamera sein sollte. Das waren die Autofokuskameras mit eingebautem Motor. Manche hatten auch ein Zoomobjektiv und einen Selbstauslöser. Es gab da viele Kameras dieses Typs, die heute gebraucht sehr günstig sind und auch mal runter fallen können. Ich hatte mal eine „Braun Trend“. Aber da gibt es viele andere Modelle. Die heute beliebtesten dieser „Point & Shoot Kameras“ sind sicher die Yashica T bis T5 Modelle mit scharfer Carl-Zeiss-Optik (Tessar). Sie sind sind jedoch auch gefragter bzw. teurer.

      Beste Grüße zurück!

  80. Jakob sagt:

    Hallo, ich hab mal eine grundsätzliche Frage zur Analogfotografie: Wie ist so eine Filmrolle aufgebaut? Gibt es einzelne Abschnitte, wo die Bilder drauf kommen oder geht’s einfach los an der Stelle, wo man den Film eingelegt hat? Und kann es sein, dass das letzte Bild dann nur noch halb drauf ist, oder so?
    Ich geh jetzt meinen ersten Film entwickeln lassen, den ich mit meiner kürzlich geklickten Minolta XD7 geschossen hab.
    Viele Grüße, Jakob

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Jakob, ein Film hat keine Abschnitte: Er ist über die gesamte Länge lichtempfindlich und die Kamera macht die Abschnitte, je nach Größe des Formates. So gibt es auch einige wenige Kameras, die nur halb so große Bilder auf den Film machen (das sogenannte „Halbformat“). Dafür passen dann auch doppelt so viele Bilder drauf (mind. 72). Wie viele Bilder du auf einen Film bekommst, hängt auch vom Einlegen ab: Am Anfang muss man ja einige „Blindauslösungen“ machen. Riskiert man hier wenige, hat man am Ende mehr Film bzw. mehr Bilder übrig (über 36). Ist man vorsichtig, reichts nicht mehr ganz.

  81. Karin Börding sagt:

    Hallo Thomas,
    ich habe seit kurzem die Mittelformatkamera Fuji GW690II und ich suche dringend eine passende Tasche dafür.
    Hast du einen Tipp?
    Gruß

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Karin, die GW690 habe ich auch! Aber keine Tasche. Eine solche hatte ich bisher auch nie im Internet gesehen. Ich glaube fast, es wurde keine passende angeboten. Ich nehme immer eine Wollmütze, wenn ich die Kamera im Rucksack transportiere.

  82. Peter Frings sagt:

    Hallo Thomas,
    heute geht es mal um Flugreisen mit analogen Filmen.
    Früher war es ja immer ein wenig „Russisches Roulette“, je nachdem wie das Gerät am Flughafen eingestellt war.
    Wie sieht es heute aus? Im Besonderen mit den modernen Filmen wie T Max 400 von Kodak.
    Hast du oder jemand hier spezielle Erfahrungen gemacht?
    Bin für echte Erfahrungen dankbar.
    Vielen Dank und immer gutes Licht,
    Peter

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Peter, da gibt es ja unterschiedliche Meinung bis hin dazu, dass solche „Röntgentüten“ nichts bringen, da dadurch diese Geräte zum Durchleuchten noch stärker arbeiten. Ich kann zu diesem Thema aber aus folgendem Grunde leider gar nichts sagen: Ich habe Flugangst!

  83. Iris sagt:

    Hallo Thomas,
    tolle und sehr informative Seite! Schwelge gerade in Erinnerungen an meine erste eigene Dunkelkammer. Da ich diese Möglichkeit nicht mehr habe, suche ich gerade verzweifelt nach einem Dienstleister / erfahrenen Menschen, der gegen Entgelt qualitativ hochwertige Lith-Abzüge fertigt. Solltest Du zufällig eine Adressliste haben oder entsprechende Dienstleister kennen, würde ich mich über eine Rückmeldung sehr freuen.
    Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß an der analogen Fotografie!
    Iris

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Iris, danke für dein Lob! Ich kenne das Hamburger „Butzlab“ bzw. deren Website: http://butzlab.com/

      Laut Internetseite können auch Lithprints angefertigt werden. Ansonsten gibt es noch weitere kleine Labors für „reguläre“ Handabzüge, wo ggf. auch mit Lithentwickler gearbeitet werden kann. Hier würde ich bei Google so etwas wie „Labor Silbergelatineabzug“ eingeben.

      Grüße
      Thomas

  84. Anja sagt:

    Hallo Thomas, danke für deine tolle Website. Da ich seit kurzem Besitzerin einer Kowa six bin, werde ich mich auf deiner Seite in nächster Zeit wohl öfter umgucken. Hast du vielleicht Tipps dazu, wie ich die Kowa reinigen kann, der Spiegel ist z.B. nicht richtig sauber. Würde mich freuen.

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Anja, zum Reinigen nutze ich immer einen ungenutzten Kosmetikpinsel, mit dem ich die Kameras sozusagen ausfege (Staub). Wenn ich gebrauchte Kameras kaufe, säubere ich oft die Mattscheibe und eben auch den Spiegel. Hier hatte ich mit Seifenwasser gute Erfahrungen gemacht. Oft reichen auch schon Wattestäbchen mit etwas Spucke. Bei dem Spiegel könnte es sein, dass er auf scharfe Reinigungsmittel unschön reagiert. Da habe ich aber keine Erfahrung.

  85. Peter sagt:

    Hallo Thomas, nachdem nun Fuji den FP3000 Trennbildfilm sw nicht mehr herstellt und mein Vorrat zu neige geht habe ich eine Frage an dich: Kennst du eine Alternative für professionelle Sofordbildrückenteile (Mamiya)die passen und noch hergestellt werden?

    Als einer deiner ersten Kommentarschreiber, muss ich sagen, dass ich noch immer begeisterter Leser deiner Themen bin und deine Seite auch für viele „Anfänger“ oder „Wiederbelebte“ sehr hilfrreich ist. Mach weiter so!
    Gruß Peter
    und immer gutes Licht

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Peter, danke für das Lob! Diese Seite ist noch recht neu und ich hoffe, es kommt noch etwas Bewegung hinein.
      Mit den Sofortbildern hast du mich jedoch auf einem Teilgebiet der analogen Fotografie erwischt, mit dem ich nahezu nie etwas zu tun hatte. Da muss ich selbst leider passen.

      Grüße,
      Thomas

  86. Sabine sagt:

    Hi Thomas,

    mein Vater hat diverse Rolleis (110, SL35E, etc) und das entsprechende Zubehör.
    Ein ganzer Schrank voll.
    Er würde die Sachen jetzt gerne los werden und die Rente etwas aufmöbeln.

    Kannst Du mir sagen, wo man so etwas verkaufen kann? EBay ist glaube ich nicht die richtige Plattform.

    Freue mich über jede Antwort.

    Grüße
    Sabine

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Sabine, egal wo du die Kameras verkaufen möchtest: Je mehr du über deren technische Funktionalität weist, desto besser kann der Erlös werden. Ich selbst habe bisher mit Ebay gute Erfahrung gemacht, konnte die Geräte jedoch technisch auch sehr genau beschreiben. Es gibt auch Fotobörsen, wo man einen Stand anmelden kann. Dann gibt es auch „analoge“ Internetforen mit Verkaufssektion (z. B. „Aphog“). Doch dort solltest du dann tatsächlich darlegen, dass es um deinen Vater geht und dass du nicht mal eben das „schnelle Geld“ machen möchtest, sondern dass es schade wäre um die Geräte. Biete eine Abholung / Begutachtung an. Rollei 35 z. B. ist eine begehrte Kamera.
      Über den aktuellen Wert von Gebrauchtpreisen kann man sich dann aber doch über Ebay einen Eindruck verschaffen: Man ruft einfach zu einem Suchbegriff (z. B. eben „Rollei 35“) die „beendeten Angebote“ auf. Hierzu muss man jedoch bei Ebay angemeldet sein. Eine wichtige Funktion hierzu. Für manche Kameras / Zubehör lohnt sich der Aufwand eines Einzelverkaufs kaum, für andere jedoch (manchmal überraschend) mehr.
      Wenn es z. B. eine Rollei-Sammlung ist mit Zubehör, käme vielleicht auch, ganz altmodisch, ein Annonce in der Zeitschrift „PhotoDeal“ (Bahnhofsbuchhandel) in Frage.

  87. Peter Beyger sagt:

    Danke thomas für deine Info LG peter

  88. Peter Beyger sagt:

    S/W Film ohne Filter fotografieren ??? habe eine Kodak Retina 2 014 LG peter

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo. Früher, als die Kodak Retina hergestellt wurde, gab es vielerorts noch sogenannte „orthochromatische“ S/W-Filme. Der Titel „Ortho“ (griechisch für richtig) täuscht aber etwas: Tatsächlich hatten diese Filme eine Rotschwäche bzw. stellten „rötliche“ Farben zu dunkel dar und blaue zu hell. Daher wohl die Frage nach einem Filter.
      Hier wurde früher tatsächlich empfohlen, einen Gelbfilter zu verwenden.

      Heute jedoch sind fast alle S/W-Filme panchromatisch: Sie bilden alle Farben in ihrer Eigenhelligkeit tatsächlich richtig ab und ein Filter muss zunächst nicht verwendet werden. Ich nutze Gelbfilter nur zum dunkler machen des Himmels (-blau).

      Manche wenige Filme (z. B. einige der Manufaktur Adox) werden jedoch bewusst in der alten Orthochromatischen Art hergestellt, um einen gewissen klassischen Look (insbesondere bei der Porträtfotografie) erzeugen zu können. Diese Filme sind jedoch selten.

  89. Celine sagt:

    Guten Tag Thomas, meine Frage ist vielleicht etwas von der analogen Fotografie abgewichen, jedoch für mich eine bedeutsame Frage unzwar suche ich schon sehr lange eine Möglichkeit, meine digitalen Fotos (habe eine Canon600d, 50mm objektiv) Analog aussehen zu lassen, bzw mit Filtern, Lichteffekten,Körnigkeit etc. und ich suche eine Alternative zu Photoshop da dieses Program preislich nicht in mein Budget passt. Hört sich vielleicht etwas absurd an, würde mich jededoch trotzdem sehr über eine Rückmeldung freuen – gerne auch per email 🙂 vielen dank

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Celine, da solltest du dir unbedingt einmal den „Online-Analog-Film-Emulator“ ansehen. Die Seite findest du hier. Du kannst deine Bilddatei dann einfach im Browser bearbeiten. SO, wie diese dann bearbeitet wird, werden jedoch echte analoge Fotografien selten aussehen. Hier kann man ganz schön übertreiben.
      Eine richtige Freeware für analoge Effekte ist mir nicht bekannt. Es gibt hierzu „ToyCamera AnalogColor„. Sie kostet etwas Geld. Vielleicht ist dieses Programm ja etwas für dich.

  90. Sascha sagt:

    Hallo und vielen Dank für die vielen Infos! Ich habe schon länger eine Pentacon Six Kamera 6×6 jedoch keine Ahnung, wie ich die Zeiten und Blende nun richtig verwenden soll. Dann gibt es noch das ISO-Einstellrad. Film ist vorhanden, erstmal Farbfilm, den ich abgeben will. Bin natürlich Anfänger. Wie sollte ich vorgehen? Traue mich irgendwie nicht 🙂

    Sascha

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hi Sascha, wie du den Rollfilm in deine Mittelformatkamera einlegen kannst, kannst du hier ja gut nachlesen. Zum Fotografieren benötigst du jedoch noch einen Handbelichtungsmesser! Ich gehe davon aus, dass du so einen noch nicht hast. Du kannst zunächst auch ein Smartphone zur Belichtungsmessung nutzen. Wenn du auch ein solches nicht hast, dann kannst du dir einen Belichtungs-Rechner aus Karton basteln.

      So ein Belichtungsmesser aus Papier funktioniert zumindest draußen am Tag überraschend gut: Man stellt an diesem den ASA-Wert des eingelegten Filmes ein und danach einen „Lichtverhältnis-Typ“ z. B. „sonniges Wetter mit starken Schatten auf dem Boden“. Danach kann man einfach die richtigen Kombinationen aus Blende und Belichtungszeit ablesen (z. B. 1/125 bei Blende 11).

      Zum „ISO-Rad“ an der Kamera: Dies ist lediglich eine Merkscheibe an der Pentacon Six. Sie dient dazu, damit man weiß, welche Art von Film eingelegt ist. Viele analoge Kameras ohne eingebauten Belichtungsmesser besitzen eine solche Funktion. Sie hat keinerlei technische Funktionalität. Nur bei Kameras mit integriertem Belichtungsmesser justiert man diesen damit auf die jeweilige Lichtempfindlichkeit des gerade eingelegten Films. Die P-Six hat jdoch keinen eingebauten Belichtungsmesser. Es gibt jedoch einen zusätzlichen Sucher (Pentaprisma) mit integrierter Belichtungsmessungs-Funktionalität. Hier taucht das ASA-Wahlrad wieder als tatsächliche Einstellung (mit Funktion) auf. Wer sich damit weiter befassen möchte, für den habe ich einen Artikel geschrieben: Die ISO-Einstellung an einer analogen Kamera.

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