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Smartphone App zum Negative anschauen und scannen

Mittels einer App für das Smartphone kann man Negative sofort via „LiveView“ als Positive betrachten – auch Farbfilme. Außerdem können die Ergebnisse sofort „gescannt“ werden. Ich habe mir dies einmal näher angesehen.

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Das Szenario ist ist vielen sicherlich bekannt: Man bekommt die fertig entwickelten Filmnegative aus dem Labor zurück oder hat diese vielleicht am Vorabend selbst entwickelt. Nun möchte man sie natürlich am liebsten sofort anschauen, in Echt, also als Positiv. Für eine schnelle Übersicht reicht ein normales Smartphone:

mit Smartphone App ein Negativ anschauen

Auch ein scannen ist mit dem Smartphone möglich – wenn auch in schlechter Qualität. Ich nutze die App „Helmut„. Offenbar gibt es sie allerdings nur für Androidgeräte bzw. im Playstore.

Das Prinzip ist einfach: Man platziert den Filmstreifen vor einer leuchtenden Fläche (Leuchtplatte, Fenster, leeres Worddokument auf dem Laptopmonitor, weißer Bildschirm Tablet …). Dann startet man die App bzw. hält sie über die Negative und sofort kann man sich den Film invertiert im Positiv betrachten. Auf diese Art gelingt es sehr schnell, die richtigen Motive für eine spätere Weiterverarbeitung auszuwählen. Idealerweise nutzt man darunter eine einfache Leuchtplatte.

Vorher kann man noch das Bildformat einstellen (Kleinbild, Mittelformat, Planfilm) und den Filmtyp (S/W-Negativ, Color-Negativ oder Dia).

Man kann einzelne Bilder natürlich auch direkt mit dem Handy abfotografieren bzw. digitalisieren:

mit Handy-App abfotografiertes Negativ

Für diese Digitalisierung habe ich nur wenige Sekunden gebraucht. Nach der Aufnahme kann man das Bild auch noch direkt in dieser App „Helmut“ bearbeiten (Schärfe, Kontrast, Helligkeit, …). Scannen wäre hierfür aber das falsche Wort: Es findet ein einfaches Abfotografieren statt. Immerhin kann man mit dem Smartphone so nah an das Negativ heran gehen, dass es formatfüllend digitalisiert werden kann (normale Kameraobjektive können dies nicht).

Und so schaut dies dann aus:

ein abfotografiertes Negativ

Die Qualität reicht natürlich in keinster Weise an einen Negativscanner heran oder an die Technik des Abfotografierens mittels Digitalkamera. Aber für die Darstellung auf kleinen Smartphone-Displays reicht es (z. B. für das Veröffentlichen in sozialen Netzwerken).

Ich selbst nutze die App aber nur als einfaches Vorschaugerät, damit ich gleich und unkompliziert meine zuvor entwickelten Negative invertiert anschauen kann. Später vergrößere ich selbst oder fotografiere mit der Digitalkamera + Makroobjektiv ab.

Was allerdings bei mir nicht so gut funktioniert, ist das Invertieren von C41-Farbnegativfilmen (die mit der orangen Maskierung):

Abfotografieren von Farbfilmen

Der App gelingt es nicht, die Orange-Maske korrekt weg zu rechnen. Dies hätte mich auch gewundert. Denn hierfür muss schon mehr Aufwand betrieben werden (z. B. via Lightroom-Plugin oder mittels RAW-Konverter-Software). Abfotografierte Bilder haben bei mir alle diesen Grünstich. Aber immerhin kann man sie sich wesentlich schlüssiger betrachten als ein reines Farbnegativ – Man sieht eindeutig mehr vom Motiv.

Die Idee, dass man Negativfilme sofort in Echtzeit auf einem Bildschirm anschauen kann, ist übrigens nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren gab es hierfür Geräte, die man an einen Fernseher anschließen konnte. Ein bekanntes hieß „Tamron Fotovix„. Dies ist nichts weiter als eine Kamera mit integriertem Leuchttisch, die invertierte Bilder an einen analogen Monitor (oder Videorecorder) weiter gab.

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von PictoScanner

Mit diesem Mini-Leuchttisch für das Smartphone lassen sich Negative und Dias sicherlich am einfachsten abfotografieren. Die Bilddateien sind dann natürlich nur fürs Internet bzw. für soziale Netzwerke geeignet. Aber nur hierfür ist dieser "Smartphone-Scanner" bzw. die dazugehörige App (Android und IOS) auch gedacht.

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Digitale Aufnahme von analogem Film

Wie man Negative mittels Digitalkamera hochwertig digitalisiert, erfahren Sie in diesem ausführlichen Artikel.

Mit einem Smartphone geht dies heute natürlich besser. Wichtig wäre hierfür die Unterlage (die Leuchtfläche) und dass man das Handy ruhig hält, wenn man die Bilder auch gleich scannen möchte. Ggf. baut man sich einen kleinen Ständer.

Was bei der hier vorgestellten App übrigens leider (bei meinem Smartphone) nicht geht: Das gleichzeitige Aktivieren der integrierten Taschenlampe. Denn dann könnte ich vielleicht sogar die noch beim Trocknen hängenden Negative als Positive beurteilen (ohne Hintergrundbeleuchtung).

Grundsätzlich ist die hier vorgestellte Lösung (fast) nur für ein schnelles Anschauen der Filme geeignet. Soll es um eine vernünftige Digitalisierung gehen, müssen schon andere Geschütze aufgefahren werden.

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Artikeldatum: 23.07.2020 / letzte Änderung: 22. Oktober 2020

der Author dieser SeiteHallo! Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit nunmehr 20 Jahren mit der analogen Fotografie und ich entwickele meine Bilder in der Dunkelkammer oder "mit" dem Computer.

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