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Filme und Fotos entwickeln lassen: eine Übersicht verschiedener Anbieter

Thomasletzte Änderung: Jun 202440 Kommentare

Das Belichten eines Mittelformat-Rollfilms oder eines Kleinbildfilms geht schnell von der Hand. Doch wo soll man diese Filme nun entwickeln lassen? Wer dies nicht selbst zuhause tun kann, für den gibt es in diesem Artikel eine Übersicht über verschiedene Anbieter. Im einfachsten Fall gibt man die Filme bei DM, im Saturn, Mediamarkt oder Rossmann ab. Doch erhält man hier auch die nötige Qualität?

Auf diesem Infoportal über analoge Fotografie gibt es freilich auch Anleitungen zum selbst Entwickeln von „analogen“ Filmen. Doch dies ist nicht jedermanns Sache und somit soll an dieser Stelle auch eine Übersicht folgen, wo man seine Farbfilme und S/W-Filme bzw. die Fotos entwickeln lassen kann.

 

Filme entwickeln lassen

Solche Versandtaschen kennen Sie sicherlich: Drogeriemarktketten wie Rossmann oder DM bieten diese an. Auch bei Saturn oder im Mediamarkt steckt man einfach den belichteten Film in eine solche Tasche, schreibt seinen Namen drauf und wirft sie in eine Box. Einige Tage später (mittlerweile dauert es meist länger) kann man sich über den entwickelten Film freuen, dem zudem noch einige (qualitativ eher schlechte) Abzüge beiliegen.

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DM, Rossmann, Mediamarkt & Co: Entwickeln lassen im Großlabor

Wenn Sie wirklich Geld sparen möchten, geben Sie Kleinbildfilme und Mittelformatfilme einfach bei den großen Filialen in Ihrem Ort ab. Sie sollten jedoch wissen, dass DM Ihre Filme alsbald einem Lieferanten übergeben wird, welcher sie in ein Großlabor bringen wird. Das selbe gilt freilich auch für Rossmann, Saturn, Mediamarkt usw.

Dies ist zunächst aber gar nicht so schlimm. Denn in einem solchen Großlabor gelten gewisse Qualitätsstandards, was z. B. das Regenerieren von Entwicklungschemie anbelangt. Ihre Filme werden dort auch wahrscheinlich nicht auf einen müden Laboranten aus einem Stundenlabor (die gibt es heute kaum noch) treffen, der vielleicht eine schlechte Woche hatte oder in den letzten 14 Tagen keinen „Filmeingang“, sodass dessen Chemie bereits gewisse „Erschöpfungserscheinungen“ aufweist. Nein, im Großlabor läuft alles routiniert, computerisiert und wie am „Fließband“ ab, wo gleich mehrere Angestellte arbeiten.

 

Filmentwicklung bei DM

So schaut die Beute aus, die man in der Drogerie für tatsächlich wenig Geld erhält, wenn man ca. eine Woche vorher einen Farbnegativfilm zum Entwickeln abgegeben hatte – hier am Beispiel von DM.

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Die sicherlich günstigste und einfachste Art, Kleinbild-Dias und -Negative zu digitalisieren: mit dem eigenen Smartphone. Hierzu gibt es einen Aufsatz, der oben das Handy hält. Unten befindet sich ein Leuchtpult zum Durchleuchten. Natürlich erhält man hierdurch nicht die Qualität eines richtigen Filmscanners. Für kleinere Drucke oder das Teilen via sozialem Netzwerk reicht die Bildqualität sicherlich aus.

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Die bekanntesten Großlabore in Deutschland sind: Allcop (Lindenberg im Allgäu), Cewe (insgesamt vier Fotogroßlabore in Deutschland) und Fujifilm Imaging – Eurocolor (Gera). Hier werden Ihre Filme zum Entwickeln hin geschickt, nachdem Sie diese im z. B. DM oder Mediamarkt abgegeben haben. Rossmann schickt offenbar generell zu Fuji. DM lässt entweder bei Cewe oder bei Allcop entwickeln. So genau weiß man dies als Kunde (und Autor) leider nicht.

ein KleinbildfilmMittelformatfilm Typ 120

Sowohl Kleinbildfilme in den typischen Patronen kann man bei z. B. DM oder Rossmann abgeben als auch die größeren (und weniger üblichen) 120er Rollfilme des Mittelformats. Früher konnte man auch noch die winzigen Patronen vom Typ „110“ abgeben (aus den Ritschratsch-Agentenkameras). Vermutlich wird so etwas jedoch bei den großen Laboren nicht mehr entwickelt. Der normale Kleinbildfilm (auf dem Bild links abgebildet) geht aber auf jeden Fall.

Die gute Nachricht: Standardisierte Entwicklung

Ihre Farbfilme und Ihre Diafilme werden in diesen Märkten bzw. eher Großlaboren genau so gut entwickelt wie bei weit teureren Anbietern, die dies in „Handarbeit“ durchführen. Denn für Farbfilme gibt es einen Standard – C41 genannt – und für Farbdiafilme gilt der Standard „E6“.

Das bedeutet, dass Sie sich selbst bei den Discountern ziemlich sicher sein können, dass die Negative oder die Diafilme grundsätzlich korrekt entwickelt werden – und dies zu einem unschlagbaren Preis ab ca. 2,5 € pro reiner Filmentwicklung (ohne Abzüge / CD). Die Negative selbst werden, was Farbe und Ausentwicklung (Dichte) angeht, immer gleich aussehen – Egal ob dies bei einem Fotografen von Hand oder maschinell in einer Fabrik erfolgte.

Farbfilme (und Diafilme) werden immer im selben Prozess einheitlich entwickelt. Die Filme selbst gleichen sich hier also zunächst.

Die Ausarbeitung bzw. das Anfertigen von Positiven (Papierfotos und / oder Scans auf CD) unterscheiden sich jedoch oft deutlich in der Qualität. Qualitativ hochwertige Abzüge bzw. Digitalisierungen darf man von einem Discounter nicht erwarten, da so etwas rein maschinell bzw. automatisch (im Gegensatz zur reinen Filmentwicklung) nicht in hoher Qualität realisierbar ist. Hier müssen spezialiserte Anbierter (siehe unten) ran, die sich für jedes Bild individuell Zeit nehmen – Was sich freilich deutlich im Preis bemerkbar macht.

Die schlechte Nachricht: hier sind keine Liebhaber am Werk

Natürlich werden auch Liebhaber Ihre Filme in einem Großlabor entwickeln. Diese denken dabei am „Fließband“ aber eher an jemand ganz anderen und nicht unbedingt entflammt an Ihren Film. So gibt es im Internet durchaus Klagen über etwa Fingerabdrücke oder gar kleine Kratzer, die bisweilen auftreten können. Fairerweise sei hinzugefügt, dass derlei Dinge auch im kleinen „Manufaktur-Betrieb“ durchaus auftauchen können und nicht nur im Großlabor. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, können Sie Ihre Farbfilme selbst zuhause entwickeln.

Wenn Sie jedoch die entwickelten Filme später ohnehin selbst digitalisieren (scannen), dann sind winzige Kratzer oder gelegentlich auftretende Fingerabdrücke natürlich kein Hindernis für einen qualitativ guten Scann, da hier das Bild ja eh durch eine Bildbearbeitung „geschickt“ wird, wo zunächst eine Retusche erfolgt. Und natürlich können Sie die Negative noch einmal Wässern bzw. reinigen. Dies soll jetzt allerdings nicht den falschen Anschein machen – Generell sind die Filme, die Sie bei z. B. DM, Müller oder Rossmann abgeben, von guter Qualität, was deren Entwicklung anbelangt.

Filmentwicklung bei DMLesen Sie auch: Meine Erfahrung mit der Filmentwicklung bei DM.
Wie lange dauert die Filmentwicklung bei DM? Wie ist die Qualität? Der Autor dieser Seiten hat es getestet.
ein bei Rossmann entwickelter FilmLesen Sie auch: Meine Erfahrung mit der Filmentwicklung bei Rosmann.
Abgegeben hatte der Autor einen Mittelformatfilm bei Rossmann und dieser wurde tatsächlich auch so entwickelt, wie gewünscht. Leider wiesen einige Negative Entwicklungsfehler auf.

Qualitativ schlechte „Prints“ und gering aufgelöste Foto-CDs

Doch erwarten Sie bitte vom Großlabor keine hoch aufgelösten Abzüge! Erwarten Sie für den geringen Preis auch keine unbedingt korrekt (farblich) ausgefilterten „Prints“! Für so etwas müssen Sie einfach mehr Geld ausgeben. Denn das saubere Digitalisieren von analogem Film ist eine Kunst für sich und hierfür gibt es Spezialisten (an die Sie jedoch durchaus Ihre Rossmann- / DM-Negative schicken können).
Der Autor lässt seine Farbfilme durchaus auch einmal über den Drogeriemarkt entwickeln (besser beim Händler vor Ort mit eigener Entwicklermaschine) und scannt sie stets selbst ein. Später übergibt er diese digitalen Daten einem Druckanbieter. Ein sauber ausgearbeitetes Positiv, bzw. ein entsprechender Druck benötigt individuellen Einsatz bzw. einen gewissen Zeitaufwand. Es ist klar, dass eine rein maschinelle Verarbeitung von Abzügen vielleicht nur für „Schnappschüsse“ tauglich ist – oder als „Vorschau“ für eigene Scanns bzw. Drucke.

S/W-Filme jedoch werden daheim im Bad entwickelt, weil es so einfach ist – zumindest nach etwas Übung. Freilich gibt es auch für S/W-Filme Anbieter, die noch wissen, was das ist bzw. dass man einen solchen nicht durch eine „Standard-Chemie“ ziehen sollte.

Vier Sätze zum Analogen bei Papierbildern: Bereits seit den späten 1980er Jahren hört die analoge Fotografie nach dem Entwickeln der eingesandten Filme auf: Im Anschluss wird nur noch gescannt, eine automatische Farb- und Helligkeitskorrektur angewandt und dann digital gedruckt oder wenigstens digital auf Fotopapier von der Rolle belichtet – maschinell im Durchlauf. Zumindest für S/W-Abzüge gibt es noch einige Anbieter, die dies tatsächlich in ihrer „Werkstatt“, in ihrem Atelier händisch tun.
Dennoch wirken digitale Prints vom analogen Film sicherlich „weicher“, weniger „mathematisch“ als Ausbelichtungen von Daten von digitalen Sensoren.
meine Angaben für die Filmentwicklung bei Rossmann

Sicherheitshalber kreuzte ich auf der Filmtasche bei Rossmann noch die Standard-Abzüge an (als Fallback). Auf meine Wünsche unter „Sonstiges“ wurde dennoch eingegangen, was erfreulich war.

Nur Entwickeln

Sie können folgendes auf der Filmentwicklungstüte angeben: „Nur entwickeln„, wenn Sie auf die „Sparbilder“ bzw. auf Fotos geringer Qualität verzichten möchten. Da diese teilweise jedoch ebenfalls sehr günstig sein können, können Sie diese wenigstens zur besseren Übersicht mitbestellen.

Wenn Sie beispielsweise einen 120er Mittelformatfilm (Rollfilm) abgeben, den Sie mit einer 6×6-Kamera (Quadrat) belichtet hatten und ankreuzen „10×15-Format“ dann bekommen Sie wahrscheinlich kleine Fotos im Format 10×10 (was das Motiv anbelangt).

Wichtig ist nur der korrekt entwickelte Film – und dies können auch die Großlabore! Jene entwickeln freilich den klassischen 35 mm Kleinbildfilm wie auch den 120er Rollfilm (Mittelformat). Bei letzterem muss man oft etwas länger warten, wenn man ihn entwickeln lässt, da hier sicherlich „gesammelt“ wird, bevor die Maschine angeworfen wird. Eine Wartezeit von zwei Wochen bei Mittelformatfilmen sind hier keine Seltenheit. Obacht: Zumindest bei Rossmann funktioniert die Auftrags-Kontrolle (Wann ist mein Film wieder in der Filiale?) übers Internet nur bei Kleinbildfilmen – aus eigener Erfahrung. Man muss also immer wieder einmal selbst im Drogeriemarkt vorbei schauen, ob die eigene Filmtasche wieder in der Auslage liegt.

Warum hat sich denn früher niemand über die Großlabore beschwert?
Weil in den letzten Jahren durch die digitale Fotografie ein anderes Qualitätsbewusstsein in puncto Fotografie eingesetzt hat: Moderne Digitalkameras zaubern ein gestochen scharfes Bild auf den Computermonitor. Dies ist in der analogen Fotografie gleichfalls möglich – jedoch mit mehr Aufwand, den ein Großlabor einfach nicht zu dem günstigen Preis bieten kann – aber nur was die automatisierten Scanns und Papierabzüge anbelangt.

Noch ein Hinweis zum „Nur Entwickeln“ bzw. zum Wunsch, lediglich eine reine Filmentwicklung zu bekommen, da man vielleicht selber scannen möchte: Dies funktioniert bei Cewe (DM) offenbar nicht mehr. D. h. wenn man Pech hat, bekommt man Papierabzüge aufgebrummt. Dies kann aber – je nach Fall und Mitarbeiter – auch wieder anders sein. In den Diskussionsforen gibt es da unterschiedliche Erfahrungen. Wahrscheinlich liegt dies daran, welches der deutschen vier Cewe-Großlabore gerade beliefert wird oder ob der Film zu „Allcop“ ins Allgäu geschickt wird.

 

mehrere analoge Filme

Das sind keine Bonbons, das sind Filme! Die meisten Anbieter entwickeln sowohl den beliebten Kleinbildfilm („35 mm Film“) wie auch Rollfilme (Mittelformat) und zwar als S/W-, Farb- oder Farbdiafilm.

Nicht schneiden

Was bei Kleinbildfilmen eigentlich nie Probleme macht, taucht hin und wieder bei Rollfilmen (Mittelformat) auf: Einige Bilder könnten vom Dienstleister in der Mitte durchgeschnitten- bzw. zerstört werden (insbesondere bei Sonderformaten). Kleine Anbieter werden von Hand (bzw. nach Auge) schneiden. Größere Firmen, die Filme entwickeln, werden so viel Eingang haben, dass Sie das Schneiden der Filme in handliche Streifen maschinell erledigen. Und hier gibt es insbesondere bei manchen Mittelformatkameras ein kleines Problem: Jene generieren mitunter zwischen den Fotos unterschiedlich breite Stege1, also Bildabstände.

Dies verwirrt eine Maschine, die im einfachsten Fall vielleicht davon ausgeht, dass exakt nach z. B. jeden sechs Zentimetern ein Steg (Bildabstand) von fünf Millimetern erscheint, wo geschnitten werden kann. Insbesondere jedoch Mittelformatkameras aus dem ehemaligen Ostblock (Kiev, Pentacon Six2) sind dafür berüchtigt, relativ schmale Bildabstände zu generieren. Hier sollte man im Zweifel „Nicht schneiden“ auf die Tüte schreiben. Der Film wird dann aufgerollt aus der Entwicklung kommen, sofern sich das Labor an solche Hinweise hält.

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Der kompakte Plustek OpticFilm 8200i gehört zu den beliebtesten "echten" Negativ- und Diascannern. Zwar ist er im Gegensatz zum Epson Perfection 800 nur für das Kleinbild geeignet. Er ist jedoch nur ca. 1/3 so teuer!

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1) Dies betrifft nicht Mittelformatkameras mit Guckloch auf der Rückseite, wo man exakt auf die nächste Zahl, die auf dem Schutzpapier des Rollfilms aufgedruckt ist, transportiert wie beispielsweise die Holga oder ältere Balgenkameras.
2) Dies liegt offenbar daran, dass die Rollfilme aus östlicher Produktion damals eine andere Stärke des Papierträgers aufwiesen (als die heutigen) und der Transportmechanismus dieser Kameras waren auf diese Stärke eingestellt.

Wartezeiten

Früher wurden Filme und Diafilme über DM und andere Drogeriemarktketten relativ flott entwickelt bzw. zurück in die Filiale gesandt. Heute kann die jedoch teils recht lange dauern – weniger bei Farbnegativfilm im Kleinbild, mehr bei Dia- oder S/W-Film, insbesondere im Mittelformat.

Als Begründung seitens Cewe hiess es daß Film inzwischen so wenig nachgefragt wird daß man die Aufträge deutschlandweit sammeln und rein händisch bearbeiten würde.

Quelle

Einen kleinen Einblick in die Filmentwicklung beim Branchenriesen CEWE in Oldenburg bietet die Nordwest Zeitung. Die allermeisten Fotoaufträge werden in solch einem Großlabor natürlich anstandslos (und sehr günstig) erledigt. Bei so vielen Filmen kann jedoch auch einmal etwas schief gehen, wie dieser wütende Blogger berichtet. Um welches Labor es sich hierbei jedoch handelt, geht aus dem Beitrag nicht hervor. Ein Kommentar unter diesem Beitrag lautet:

Menschen und auch Maschinen machen Fehler. Menschen oder Unternehmen persönlich anzugehen nachdem man selbst den billigsten Weg gewählt hat finde ich mindestens unpassend.

Diese Meinung hierzu ist sicherlich nicht ganz verkehrt.

Wer seine entwickelten Bilder schneller zurück bekommen möchte, sollte bei den spezialisierten (kleineren) Laboren direkt anfragen, die einen etwas übersichtlicheren Kundenkreis haben:

Spezialisierte Fotolabore: nicht ganz so günstig jedoch sicherer und für Extrawünsche offen

Die zuerst besprochenen Großlabore sind heute eigentlich auf etwas ganz anderes spezialisiert als auf das Entwickeln von Farbfilmen – nämlich auf das Drucken von Fotobüchern oder Postern und für das Bedrucken von Tassen und dergleichen. Die Filmentwicklung scheint da eher noch ein Produktionszweig aus vergangenen Tagen zu sein – eine weiterhin existierende (wenn auch geringere) Nachfrage belässt sie dennoch am Leben.

ein Planfilm für das Großformat

Insbesondere bei spezielleren Formaten wie bei Planfilmen wird man beim „Discounter“ schlechte Karten haben, sondern muss sie dem Fachmann geben.

Neben diesen Laboren – die in puncto Filme entwickeln fast gar keine Privatkunden haben sondern eher im Auftrag von z. B. Drogerien oder auch Fotoläden arbeiten – gibt es jedoch auch eine Vielzahl an Alternativen zum Abgeben bei Rossmann oder DM!

Filme im Fotoladen abgeben

Wenn Sie in einer größeren Stadt leben, dann haben Sie vielleicht Glück, wenn der dort ansässige Fotoladen noch selbst entwickelt! Da müssen Sie einfach nachfragen. Ein Indiz ist bereits ein Wimpel mit dem Hinweis „1-Stunden-Entwicklung“ oder so ähnlich. Hier können Sie natürlich oftmals direkt mit dem Menschen reden, der Ihre Filme gleich hinten im Stübchen entwickeln wird! Sie können dann auch direkt vor Ort Sonderwünsche angeben wie z. B. eine sogenannte „Push-Entwicklung“ oder dass auf das Schneiden des Filmes verzichtet werden soll.

Leider schicken viele Fotoläden die Negative jedoch einfach nur weiter. Das sei verziehen, denn es lohnt sich einfach nicht mehr für sie, selbst zu entwickeln. Denn die Farbchemie kann man – einmal angesetzt – nicht lange herum stehen lassen. Wenn Sie hier ihren lokalen Händler unterstützen möchten, dann sein Sie damit zufrieden. Wenn Sie jedoch für das selbe Ergebnis Geld sparen möchten, dann geben Sie die Filme im Drogeriemarkt ab (der sie ja ebenso einschickt).
Wenn Sie jedoch eine bessere Betreuung erwarten, dann müssen Sie Ihre Filme in einem auch auf „analog“ spezialisiertes Labor entwickeln lassen:

Anbieter für die Filmentwicklung

Schaut man sich auf den Internetseiten von z. B. „Rossmann Fotowelt“ um, dann wird man nur mit Mühe einen Hinweis auf das Entwickeln von analogen Filmen entdecken (wenn überhaupt). Das Hauptgeschäft dieser Anbieter liegt natürlich woanders.

Es gibt jedoch auch Firmen, die die Filmentwicklung noch explizit als Service bewerben!

Hinweis dass hier Werbung geschaltet werden kann

Wenn Sie als Anbieter an diesem Werbeplatz interessiert sind, lesen Sie bitte hier weiter.

Hier sollen nun einige dieser Anbieter genannt werden, bei denen man explizit auch Filme entwickeln lassen kann, bzw. die diesen Service auch offenkundig auf deren Internetseiten anbieten.

Hinweis: Diese Listen werden bei jedem Seitenaufruf zufällig angeordnet.

  • ORWO ist eine traditionelle Fotomarke und seit einiger Zeit wieder auf dem Markt tätig. Auf der Internetseite von ORWO wird man eingeladen, seine Filme an das Labor zu schicken. Zwar wird auch angeboten, dass man gleich Scans und Papierabzüge erhalten kann. Doch am wichtigsten ist zunächst die reine Entwicklung der eigenen Filme.
    Für diese kann man nämlich über die Website zunächst eine Versandtasche anfordern. Anschließend kann man seine Filme an das Labor verschicken. Dort werden Sie entwickelt und wieder zurück geschickt. Weiterhin werden auch die üblichen Arbeiten angeboten (Scannen, Drucken usw.). Eine Preisliste für die Arbeiten von analogem Film bietet ORWO hier an.

    NimmFilm digitalisiert Filme in Leipzig

    Wer einmal hinter die Kulissen eines solchen Anbieters schauen möchte, um zu sehen, wie dort der Arbeitsalltag aussieht, kann dies in diesem Blogbeitrag tun.

  • Einer der vielen kleinen Anbieter auf dem Gebiet der analogen Fotografie ist Nimm Film. Nimm Film entwickelt Kleinbild- und Mittelformatfilme und digitalisiert auf hohem Niveau. Die kleine Firma hat ihren Sitz in Leipzig. Je kleiner ein Anbieter ist, desto mehr wird er auf Sonderwünsche eingehen können. So wird auf der Internetseite durchaus auch angeboten, die Filme bei Bedarf nicht zu schneiden oder einen solchen ungeschnittenen Film für einen sehr günstigen Preis am Stück zu digitalisieren. Weiterhin können Angaben zur Bildbearbeitung gegeben werden („knackiger Scan“).

    Wir scannen ohne Automatik (kann man nicht oft genug sagen!). Jede Filmrolle, jeder Filmstreifen, jedes Bild wird bei NIMMFILM einzeln geprüft und unter Berücksichtigung der Filmeigenschaften und dem Sujet gescannt. Keine Automatik kann unsere Erfahrung ersetzen.

  • Safelight Berlin verkauft nicht nur Kameras, Fanartikel und Filme. Es wird auch entwickelt und auf Wunsch digitalisiert.
  • Aperture Film Lab hat zwar eine englischsprachige Internetseite, sitzt jedoch in Berlin. Es wird hier entwickelt, gescannt und gedruckt. Es werden sogar Workshops angeboten!
  • Foto Fehling befindet sich in Berlin. Offenbar wird dort (und dies ist sehr selten) auch S/W-Film zu Dias umkehrentwickelt. Ansonsten entwickelt man bei Foto Fehling S/W-Filme wie Farbfilme. Zudem werden echte S/W-Handabzüge angeboten! Es gibt auch einen Scan-Service.
  • Das Frankenlabor befindet sich in Bayern, genauer in Erlangen und ist ein kleines Labor, welches sich um die Filmentwicklung kümmert wie auch um den Druck von Abzügen.
  • Das Kontrastlabor hat seinen Sitz in Köln. Das Kontrastlab macht alles: Filme entwickeln, digitalisieren, ausbelichten und: Handabzüge! Hier scheinen sehr engagierte Mitarbeiter am Werk zu sein, die sich durch und durch der Fotografie verschrieben haben (auch der analogen).
  • In Köln ansässig: Profi Labor Lambertin. Hier kann man die eigenen Filme entwickeln lassen (Kleinbild und Mitelformat). Außerdem wird auch ein ordentlicher Scan-Service angeboten. Auf der Internetseite von Foto Lambertin wird eine ausführliche Tabelle aller Preise angeboten. Allerdings scheint es so, als biete man hier die S/W-Entwiclung nicht an sondern nur Farbnegativfilme (aber keine Diafilme).
  • In Düsseldorf hat das Traditionsunternehmen Grieger seinen Sitz:

    Wir können Normal-, Push-, Clip- und Crossentwicklung. Von KB bis 8/10“, mit Kontakten , geschnitten…

    Man kann seine Filme auch direkt per Post einsenden. Wenn ein Fachlabor mit Push-, Cross– oder Großformat-Entwicklung wirbt, ja dann ist es tatsächlich ein Fachlabor.

  • In Düsseldorf befindet sich das Centrallabor Oedekoven.
    Entwickelt werden alle klassischen Formate: Kleinbildfilm, APS, 110er, Rollfilm, Planfilme 4×5 inch, 13×18 cm Planfilme und zwar in S/W, Farbe (C41) bzw. Dia (E6). Zudem können die Dias bzw. Negative gleich digitalisiert werden („High-End-Scans“).
  • Ein sehr interessanter Anbieter in Düsseldorf: Schwarzweiß Fotolabor – Atelier für analoges Handwerk. Entwickelt werden S/W- und Farbfilme. Echte Vergrößerungen auf S/W-Barytpapier kann man sich hier auch anfertigen lassen. Weiterhin wird das Digitalisieren angeboten.
  • ON FILM LAB hat seinen Sitz in Frankfurt / Main. Die Website ist sehr übersichtlich gestaltet: Man kann Filme ins Hessische senden, diese werden entwickelt und / oder gescannt. Man kann die Filme in Frankfurt auch im Laden abgeben. Man kann sich deren viele auch gesammelt z. B. nach einem Jahr zurück schicken lassen (damit man nicht jedes Mal einzeln Rückporto zahlen muss).
  • In Nürnberg hat seit vielen Jahren der Fotoladen Dipping seinen Sitz. Hier werden übrigens auch Filme und Fotochemie für das Heimlabor verkauft.
  • Bildschön 13 aus Mainz bietet direkt vor Ort die Entwicklung von Filmen an. Außerdem kann man hier auch gleich Filme kaufen und es wird ein Digitalisierungs-Service angeboten.
  • In der Innenstadt von Berlin befindet sich, gleich in der Nähe zum Alexanderplatz, Jet-Foto. Bei diesem Anbieter kann man zunächst natürlich die normalen Kleinbildfilme entwickeln lassen (auch mit „Push-Pull-Option“). Zudem können Kontaktbögen (Vorschaubilder) gedruckt werden. Weiterhin werden Mittelformatfilme entwickelt und: sogar Großformat (also Planfilm bis 5×7 Inch). Die Preisliste finden Sie auf der Internetseite des Anbieters. Eine Versandoption bietet Jet-Foto jedoch offenbar nicht an. Hier ist man im Vorteil, wenn man in solch einer Großstadt wie Berlin wohnt. Was aber angeboten wird, ist das Digitalisieren der Filme und zudem der Druck auf hochwertigem Papier. Man erhält hier also auf Wunsch das Komplettangebot.
  • In Berlin befindet sich Pixel Grain. Entwickelt wird vom Kleinbildformat bis zum 8×10 Inch-Großformat. Also scheint es sich hier um einen der besonders elaborierten Labore für die analoge Fotografie zu handeln. Tatsächlich: Man kann sich sogar von den Negativen echte Handabzüge (Silbergelatineprints) anfertigen lassen. Vor Ort (Berlin) kann man im laden auch Filme kaufen.
  • In Stuttgart ansässig ist das Prolab. Auch hier werden alle gängigen Formate entwickelt. Es können zudem „High-End-Scans“ angefertigt werden und diese können auf Wunsch auch auf hochwertigem Papier (Ausstellungsbilder) gedruckt werden.
  • Das UrbanFilmLab ist in Kleve ansässig. Hier wird entwickelt und gescannt.
  • Die erste Berliner (bzw. Bad Saarower) Adresse in puncto analoge Fotografie – Fotoimpex – bietet das Entwickeln von Filmen an, jedoch intern nur von S/W-Material! Farbfilme werden weiter gegeben. Im Fotoimpex-Shop haben Sie eine gute Übersicht über das Angebot. Auch hier können großformatige Planfilme entwickelt- und auch hier können auf Wunsch Handvergrößerungen angefertigt werden. Die Preise für das Entwickeln sind natürlich höher als bei den Discountern. Jedoch kann man sich bei Fotoimpex recht sicher sein, dass in diesem Hause Fotografen am Werk sind, die für die analoge Fotografie „brennen“ und nichts mit „Tassendruck“ oder dergleichen von digitalen Daten am Hut haben.
  • Fotogena in Darmstadt bietet die Filmentwicklung an sowie das Ausbelichten auf Papier. Ein Scan-Service gehört ebenfalls zum Service.
  • In Hamburg gibt es das Fotofachlabor Jan Kopp. Auch hier kann man Filme bis hin zum Großformat (Farbe / Dia / SW) entwickeln lassen (Man kann sie auch per Post einschicken). Es wird ebenso ein Scan-Service angeboten (via Flextight-Scanner) bis hin zum Fine-Art-Druck und Rahmen- bzw. Passepartout-Anfertigung. Leider ist beim Schreiben dieser Zeilen die Preisliste offline, sodass hierzu nichts gesagt werden kann.
  • In Hamburg ansässig ist das Spieker Film Lab. Dort entwickelt man Kleinbildfilme und Mittelformatfilme (S/W, Farbnegativ, Dia). Danach wird gescannt. Man kann aber auch nur entwickeln lassen.
  • Einer dieser Anbieter, welcher in letzter Zeit durch gute Reputation bzw. geschicktes Marketing von sich reden ließ, ist Mein Film Lab. Der Inhaber, Herr Bergs, ist in „analogen Kreisen“ kein Unbekannter. Insbesondere durch die ausgiebigen Berichte über den S/W-Filmentwickler „Xtol“ kennen manche sicher seinen Namen.
    MeinFilmLab.de bietet ebenfalls fachgerechte und individuelle Entwicklungen von Farbfilmen und von S/W-Material an – jedoch nur vom Kleinbild und vom Rollfilm (Mittelformat). Weiterhin kann man diese Filme auch gleich in hoher Auflösung digitalisieren lassen. Das Geschäft hat insbesondere deswegen einen guten Ruf, weil hier nach Auge digitalisiert- also ausgefiltert wird und die eigenen Fotografien daher eine hohe technische Qualität erreichen. „Discounter“ können digitale Fotos nur mittels Computer-Automatiken anfertigen, was selten einen gehobeneren Anspruch genügen sollte. MeinFilmLab bietet außerdem Digitaldruck an und sogar echte Silbergelatine-Handabzüge.

    Hinweis: Ab Spätsommer 2023 werden bei Mein Film Lab keine Dia-Farbfilme mehr entwickelt (sogenannter „E6-Prozess“), weil der Bezug der hierzu nötigen Fotochemie in Frage stehe.

  • Fotolabor. Echt. Leidenschaftlich. Analog.

    Mit diesem Slogan begrüßt Sie Foto Görner in Dresden. Das Labor gehört zu den wenigen, das tatsächlich noch echte Handabzüge für die Kunden anfertigt. Weiterhin werden alle S/W- und Farbfilme im Hause entwickelt. Im Geschäft selbst kann man auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Filmen und Fotochemie kaufen.
    Filme können hier auch mittels Postversand berücksichtigt- bzw. zurück geschickt werden.

  • Jobo Artisan ist offenbar ein Zweig des Traditionsunternehmens Jobo (Hersteller z. B. der berühmten Filmentwicklungsdosen oder Entwickler-Maschinen). Der neue Laborservice umfasst die Filmentwicklung, das Scannen und „Fine Printing“. Hier kann man sicher gehen, dass man es mit Experten der analogen Fotografie zu tun hat. Die Preisliste finden Sie auf der Website des Anbieters. Für das schnelle Entwickeln von Knipsbildern ist dieser Anbieter ob der Preise nicht so geeignet, wohl aber für gehobene Ansprüche.
  • Foto Meyer hat seinen Sitz mitten in Berlin. Das Ladengeschäft gibt zwar manche Aufträge auch weiter (Cewe-Fotobücher, Dia- und S/W-Entwicklung). Der wichtige „C41-Prozess“, d. h. die Farbfilmentwicklung, findet jedoch weiterhin im Haus selbst statt. Hier gelangen Sie zum Internetauftritt des Berliner Fachhändlers.
  • Foto Weckbrodt hat seinen Sitz in Hannover. Natürlich kann man auch dort persönlich vorbei schauen und eine Stunde später seinen fertig entwickelten Film wieder mitnehmen. Das Fotofachgeschäft bietet jedoch auch einen Versand an. Die Preise sind marktüblich für Handarbeiten und können auf der Internetseite eingesehen werden.
  • Ein weiteres Fotofachgeschäft ist das Fotofachlabor Wacker im Baden-Württembergischen Ispringen.

    Filme werden bei uns nicht an irgendein Großlabor weitergeschickt, sondern im eigenen Fotolabor individuell bearbeitet. Jedes Negativ und Bild wird einzeln überprüft, um Ihnen das beste Resultat zu garantieren – und das zu günstigen Preisen.

    Das Fachlabor Wacker möchte sich freilich deutlich von den Discountern unterscheiden und die Argumente sprechen für sich. Auch hier kann man echte Handabzüge auf Fotopapier erhalten. Die reine Filmentwicklung erfolgt von allen gängigen Formaten.

  • Im sächsischen Riesa hat Foto Schröter seinen Sitz:

    Auch im digitalen Zeitalter sind wir in der Lage Filme zu entwickeln, die mit herkömmlichen analogen Kleinbildkameras oder APS-Kameras fotografiert wurden.

    Auch hier wird noch direkt vor Ort die Filmentwicklungsmaschine angeworfen. Allerdings können hier keine S/W-Filme entwickelt werden, dafür aber Filme im APS-Format sowie im heute aus der Mode gekommenen 110er-Format.

  • In Leipzig befindet sich das Studio 80:

    Wir begleiten Sie von der Entwicklung bis zur Ausbelichtung ihrer analogen Negative und stellen sicher, dass auch Ihre digitalen Bilder im richtigen Licht da stehen.

  • In München gibt es seit 1986 das blow-up Fotolabor:

    Für Schwarzweißfilme haben wir mehrere Entwicklungen als „Normalentwicklung“ im Programm, die verschiedenen Filmtypen (auf Nennempfindlichkeit belichtet) gerecht werden. Darüber hinaus bieten wir Sonder- und Spezialentwicklungen für besondere Belichtungs- oder Aufnahmesituationen an.
    Auch beim Farbnegativprozess C-41 und dem Prozess E-6 für Farbdiafilme bieten wir neben der Normalentwicklung Push- und Pull- Entwicklungen (Entwicklung mit Empfindlichkeitsänderung) an.

    Auch hier kann sich den eigenen Filmen sehr viel Zeit gewidmet werden bzw. können die Bilder ganz individuell entwickelt werden. Zudem kann auch gleich im selben Hause gescannt und gedruckt werden.

    Noch einmal der Hinweis, welcher sich auf alle Anbieter in dieser Auflistung bezieht: Hier übergibt man seine analogen Filme keinem Discounter. Will sagen: Hier wird fotografisches Handwerk angewandt und eine individuelle Beurteilung – und dies hat natürlich seinen Preis.

  • In München kann man Filme bei Die Dunkelkammer zur Entwicklung einreichen. Es werden weiterhin analoge Vergrößerungen angeboten.
  • Filme entwickeln, scannen und hierbei jedes Foto einzeln per Auge begutachten – dies bietet ebenso das Fotokabinett Dresden an. Das Fotokabinett entwickelt Kleinbild- und Mittelformatfilme in Farbe, S/W und als (Farb-) Dia. Es gibt auch ein Ladengeschäft in der Dresdner Neustadt, in welchem man Filme kaufen kann.
  • Polycolor in Essen entwickelt Filme bis hin zum Großformat (auch Farbe) 8×10 Inch, also auch die richtig großen Filmformate. Dies ist heute sehr selten. Außerdem kann man bei Polycolor auch gleich die Digitalisierungen hinzu bestellen (offenbar aber nur für Rollfilme / Kleinbildfilme).
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Natürlich sollte man bei solch spezialisierten Anbietern keine Entwicklung für 95 Cent erwarten! Insbesondere Planfilme (Großformat) bedürfen für die Entwicklung ein gehöriges Maß an Handarbeit.

In Österreich Filme entwickeln lassen

In Österreich gibt es freilich auch kleinere Fachlabore, die Ihre Filme professionell entwickeln. Zu nennen wäre da z. B. Fayer in Wien oder Foto Leutner, ebenfalls in Wien ansässig. Weiterhin in Wien hat Cyberlab seinen Sitz. Bei manchen Anbietern kann dann allerdings das Entwickeln von z. B. einem S/W-Film schon einmal über 16 Euro kosten. Das ist ein teures Vergnügen und eigentlich zu viel. Hier sollte man die Preise bei den verschiedenen Laboren vergleichen.

Ein freundlicher Leser hat in den Kommentaren noch auf Foto Soyka aufmerksam gemacht.

In unserem SW-Labor wird handwerkliche Tradition groß geschrieben. Hier werden in traditioneller Methode SW-Vergrößerungen bis zum Format 50x70cm hergestellt. Negative bis zum Format 13x18cm können verarbeitet werden.

Auch Foto Soyka sitzt in Wien und das Familienunternehmen blickt auf eine jahrzehntelange Tradition zurück. Es werden sowohl Farbfilme wie auch S/W-Materialien verarbeitet.

Da das Entwickeln von S/W-Filmen schlecht maschinell mit hohem Durchsatz realisierbar ist (zu viele unterschiedliche Filmtypen am Markt), muss dies oft händisch erledigt werden – daher die höheren Preise. Wer oft S/W-Filme belichtet, sollte sich überlegen, ob er diese nicht einfach selbst daheim im Bad entwickelt. Es ist ungefähr so einfach wie Kochen und für die reine Filmentwicklung bedarf es auch keinen dunklen Raum oder gar ein Fotolabor.

In der Schweiz Filme entwickeln lassen

Bekannt ist das développe derrière in Bern in der Schweiz. Es handelt sich hierbei um ein kleines Filmlab, wo man seine Filme hinschicken- oder vorbei bringen kann. Neben der eigentlichen Entwicklung wird auch angeboten, dass die Filme digitalisiert werden.

Obacht: Offenbar können bei développe derrière nur „C-41-Filme“ eingereicht werden. Dies sind die klassischen Farbnegativfilme. S/W-Filme oder Diafilme entwickelt man hier scheinbar nicht. Es gibt aber auch einige wenige C-41-Filme, welche S/W-Bilder generieren und welche man einreichen kann. Und: Momentan entwickele man nur Kleinbildfilme (also kein Mittelformat).

Ebenfalls in der Schweiz, im kleinen Örtchen Safenwil, hat Let’s shoot Analog seinen Sitz. In Basel gibt es einen Einwurf-Briefkasten für Filme. Auch dies ist ein kleines Unternehmen, welches für Schweizer Freunde der analogen Fotografie Filme entwickelt (Farbe und S/W) und diese auf Wunsch auch scannt. Auch hier beschränkt man sich auf diese beiden Angebote. Abzüge bzw. Papierbilder werden nicht angeboten. Aber hierfür gibt es ja diverse (Online-) Druckereien.
„Let’s shoot Analog“ entwickelt C-41 (Farbnegativfilme), Diafilme, S/W-Filme und diese entweder als Kleinbild (35 mm / 135er) oder auch als Mittelformatfilm (120er).


Von diesen kleineren Fachlaboren, die Filme und Abzüge nach hohen Qualitätskriterien entwickeln, gibt es ganz bestimmt noch weitere. Wenn Sie noch weitere kennen, dann scheuen Sie sich nicht, dies im unteren Kommentarbereich dieser Seite kund zu tun!

S/W-Filme entwickeln lassen

Ausrüstung zum Filme entwickeln

Mehr benötigen Sie für das selber Entwickeln eines S/W-Filmes nicht. Die Ausgaben der Ausrüstung werden sich rasch amortisiert haben.

Folgendes sollten Sie zum Thema S/W-Filme wissen: Es gibt viele unterschiedliche Filmentwickler, die den „Look“ des Bildes mehr oder weniger ändern können (Bei Farbfilmen ist dies nicht der Fall). Weiterhin hat jeder Film eine bestimmte Entwicklungszeit. Sowohl die Art des Filmentwicklers als auch die Entwicklungszeit können Sie bei einer Abgabe des Films im Müller, Mediamarkt und dergleichen freilich nicht bestimmen.

Stattdessen werden S/W-Filme in Großlabors wie Cewe oder Allcop wahrscheinlich alle zusammen in einem eher ausgleichend arbeitenden „Standardentwickler“ entwickelt. So genau ist dies aber nicht bekannt. Dies hat dann aber zur Folge, dass manche Filme zu „hart“ (zu kontrastreich) sind, andere wiederum zu „weich“. Viele Schwarzweiß-Filme werden jedoch auch ganz normal von der Entwicklung zurück kommen.

Im Gegensatz zur Farbentwicklung (oder Diaentwicklung) ist der S/W-Prozess nämlich nicht genormt – was diesen wiederum sehr interessant macht, wenn man Schwarzweißfilme einfach selbst zuhause entwickelt. Denn nur bei letzterer Möglichkeit kann man aktiv selbst in den Prozess (bzw. den „Look“) bereits bei der Negativentwicklung eingreifen. Beispiel: Ilford FP4 in Rodinal.

Auf S/W spezialisierte Labore

Es gibt einige Fotografen, die bieten insbesondere für S/W-Filme einen entsprechenden Service an. Zu einer individuellen Entwicklung wird hier ein sehr seltener Service angeboten: Der Handabzug, also das Anfertigen eines Originals vom fotografischen Negativ – der Silbergelatine-Print – auf hochwertigem, echten lichtempfindlichen Fotopapier. Insbesondere letzteres hat natürlich seinen Preis. Solche Anbieter sind z. B.

Hinweis zum Wässern

Wer Farbnegative, Dias oder auch S/W-Filme extern entwickeln lässt und sicher gehen möchte, dass diese auch noch nach vielen, vielen Jahren archivfest in den Ordnern unversehrt die Zeit überstehen, sollte sicherheitshalber selber Wässern. Das bedeutet, man sollte die fertig entwickelten Filmstreifen noch einmal in ein Wasserbad (ca. 25 °C) geben und dort ca. 20 Minuten lang unter Bewegung baden. Denn fast niemand weiß, wie ernst es auch ein angesehenes Labor mit der Schlusswässerung meint: Dass nicht doch noch Chemiereste am Film haften, da würde ich auch hier nicht sicher gehen. Insbesondere bei der Farbnegativentwicklung nach dem Prozess C41 wird auf eine Schlusswässerung verzichtet und nur ein „Stabibad“ verwendet. Wie man Filme richtig wässert (und trocknet), erkläre ich im Leitfaden S/W-Entwicklung. Die Schlusswässerung von fotografischem Material (Filme wie auch Papiere) ist sehr wichtig für die Archivfestigkeit. Nur ordentlich gewässertes Fotomaterial hält Jahrzehnte unbeschadet.

eine Produktabbildung eine Produktabbildung eine Produktabbildung eine Produktabbildung eine Produktabbildung eine Produktabbildung eine Produktabbildung eine Produktabbildung eine Produktabbildung
Kodak Portra 160 135-36 5er Pack Ilford Delta 400 135-36 Fomapan 100 Classic 135-36 Kodak Gold 200 135-36 Kodak T-MAX 100 TMX 135-36 AgfaPHOTO APX 100 135-36 Fujicolor 200 135-36 10 Rollen Shanghai Schwarz & Weiß 135 35mm 36Exp Iso 100 Film Auto DX Ilford HP5 Plus 135-36
  • feinkörnig
  • natürliche Farbwiedergabe
  • lässt sich gut überbelichten (Pastell-Look)
  • lichtstark (ISO 400; pushbar auf 1600)
  • dafür feines Korn / hohe Auflösung
  • "altmodischer" Look
  • recht feines Korn
  • günstiger Preis
  • schön bunt
  • günstiger als andere Farbfilme
  • hoher Belichtungsspielraum
  • sehr feines Korn
  • sehr scharf abbildend
  • hohe Detailauflösung
  • klassisches, recht feines Korn
  • hoher Belichtungsspielraum
  • günstig
  • regulärer Farbfilm ohne Schnickschnack
  • klassischer "unmoderner" Filmlook
  • einer der günstigsten
  • klassischer Reportagefilm
  • hoch empfindlich
  • nicht günstig
  • teuer
  • kein "klassischer Look"
  • weniger hoch auflösend als Ilford
  • im Kleinbild vielleicht etwas grobe Auflösung
  • teuer
  • im Mittelformat zu "steril"
  • nicht hochauflösend
  • -
  • geringere Auflösung als andere
  • nicht feinkörnig
€ 76,89 € 7,90 € 5,29 € 8,99 € 13,59 € 5,69 € 9,49 € 62,99 € 8,99
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Fazit

Dieser Beitrag auf Analoge-Fotografie.net ist nun länger geworden als anfangs gedacht. Ja, aber es zeigt auch: Allein in Deutschland gibt es immer noch eine Vielzahl an Möglichkeiten, Filme entwickeln zu lassen! Auch in Österreich und in der Schweiz gibt es entsprechende Angebote.
Wenn Sie einen wirklich wichtigen Film belichtet haben (z. B. auf einer Hochzeit), dann sollten Sie einen solchen besser in ein „echtes“ Fachlabor geben, wo tatsächlich noch Fotografen mit Erfahrung in puncto analoger Fotografie arbeiten. Die Filmentwicklung kostet dort klar mehr – insbesondere wenn dies kleinere Fotohändler nebenbei noch anbieten und relativ wenig Umsatz damit machen. Dann berechnen diese teils nämlich einen ganzen Stundensatz an Arbeit. Andererseits kann man Farbfilme in den „normalen“ Formaten 35 mm und 120er Rollfilm auch bei Rossmann oder DM abgeben bzw. sie ins Großlabor senden- und dort für sehr wenig Geld in normalerweise guter Qualität entwickeln lassen. Diese werden dort standardisiert verarbeitet – jedoch (vermutlich) ohne Liebe.
Digitalisierungen und Drucke vom Negativ oder gar echte Abzüge auf Fotopapier (kein Digitaldruck) sollten Sie in gebührender Qualität jedoch besser beim Fachmann anfertigen lassen.

Zu dieser Seite gehört noch der untergeordnete Beitrag ➥ Eine Übersicht an Scandienstleister zum Digitalisieren von Dias, Negativen und Fotos

veröffentlicht: 13.09.16 | letzte Änderung: 10.06.24

der Autor dieser Seite

Hallo! Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit der analogen Lichtbildkunst und stehe entweder in der Dunkelkammer oder digitalisiere meine Filme am Computer. Analoge-Fotografie.net ist ein ›Ein-Mann-Betrieb‹. Daher kann es manchmal etwas dauern, bis ich Kommentare beantworte.

Damit man sich hier gut orientieren kann, besitzt meine Website übrigens ein recht durchdachtes → Inhaltsverzeichnis.

Für viele dieser Beiträge hatte ich so manchen Film belichtet. Wenn es hier tatsächlich etwas Wertvolles zum Mitnehmen gab, würde ich mich über eine kleine Filmspende via Paypal freuen:

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40 Kommentare

Filme und Fotos entwickeln lassen: eine Übersicht verschiedener Anbieter

  1. Jo sagt:

    In Würzburg gibt (Stand 2018) es noch ein 1-hour-photo Labor https://www.foto-fun-digital.de/filiale-wuerzburg.htm – wohne da aber nicht mehr. Müsste vlt mal anrufen, ob die das noch machen. Aber hat mich damals echt gefreut, dass so eine etwas kleinere Stadt noch sowas hat. Donnerstag gab es 50% Rabatt, hab dann selber geschnitten und gescannt.

  2. R. T. Schwarz sagt:

    Vielen Dank für die ausgezeichnete Webseite!

    Zu Foto Görner in Dresden möchte ich noch anmerken, dass auch alte Farbfilme von ORWO entwickelt werden, die von anderen Laboren abgelehnt werden.

    Gruß,
    RTS

  3. Lothar Krieg sagt:

    Ich wollte gestern bei Foto Gena in Darmstadt meine 3 Kleinbilddiafilme zur Entwicklung abgeben. Zitat des Verkäufers: „Das sind ja Diafilme, die müssen wir einschicken, das dauert. Sie wissen schon, dass die Entwickllung pro Film 25 € kostet???“ Auf meine Entgegnung, dass dies sicher ein Scherz sei, erwiderte der Verkäufer, nein, das sei sein bitterer Ernst. Als dann auch noch ein alter bereits bezahlter Entwicklungsgutschein nicht eingelöst wurde, verließ ich den Laden grußlos und sagte, „jetzt haben Sie einen Stammkunden weniger.“
    Heute habe ich meine Filme bei Rossmann abgegeben und harre der Dinge, die da kommen. Auf alle Fälle ist die Entwicklung dort mit ca. einem Achtel des Gena-Preises deutlich preiswerter.

    Thomas (Admin)
    Die preise sind natürlich gestiegen. Aber 25 Euro pro Film ist ca. doppelt zu teuer wie bei anderen Fachanbietern. Am günstigsten ist es natürlich im Großlabor (über den Drogeriemarkt). Bisher hatte ich da, was das reine Entwickeln von Farbfilmen anbelangt, recht gute Erfahrungen gemacht.
  4. Pivo Reins sagt:

    Super Recherche, danke! Neben vier Digital Kameras fotografiere ich, in den USA und DE arbeitend, auch wieder analog, mit meiner herrlichen Minox ML35. Da passt dein Artikel wunderbar.

  5. Julia sagt:

    Hallo,
    erstmal super Übersicht.
    Hat jemand schon Erfahrungen mit der Entwicklung bei Lomographycom gemacht?

  6. Max sagt:

    Ein wirklich toller Artikel! Der hat mir viele Dinge erklärt.

    Eine Frage habe ich jedoch.
    Ist jemanden bekannt wo man eine. C18 Dia-Film von AGFA aus den 60ern entwickeln lassen kann?
    Für jede Hilfe bin ich dankbar.

  7. Daniel R. sagt:

    Ist das noch aktuell 2020 dass man bei DM Rossman etc analoge Kleinbildfilme entwickeln kann?
    Gruß

    Thomas (Admin)
    Hallo, ja da hat sich nichts geändert. Zumindest hatte ich im März noch einen Film bei Rossmann entwickeln lassen (sogar einen Rollfilm Typ 120).
    Viele Grüße zurück!
  8. Christian sagt:

    Super Artikel, den Kommentaren entnehme ich dass er so grob Herbst 2016 geschrieben ist. Hast du mal ueberlegt kurz eine Ueberarbeitung zu machen ob es das noch so alles gibt ?
    Gruss
    Christian

    Thomas (Admin)
    Hallo Christian, danke für den Kommentar! In der Tat ist meine Liste schon etwas älter. Hier müsste ich einmal alles prüfen. Derzeit sind viele Betriebe ja still gelegt oder arbeiten eingeschränkt. Hier werde ich einmal nach Corona eine Aktualisierung vornehmen.
  9. max sagt:

    hallo zusammen.

    hat schon jemand Erfahrung mit Pixelnet bzw dem ORWO Labor gemacht?
    Was haben die für Lieferzeiten und wie achtsam sind sie mit den Negativen?
    Ist ja am Ende ein Großlabor was u.a. auch von Rossmann und co beliefert wird, oder nicht?

    Falls hier jemand schon mal direkt über Pixelnet entwickeln lassen hat, wäre ich über ein kurzes Feedback dankbar.

    viele grüße
    max

  10. Hubert Klauser sagt:

    ich möchte gerne 100 st. dias auf Fotos suche kontackt u.preis po stück meine adr. hubiklauser@gmai.com

    Thomas (Admin)
    Hier empfehle ich, sich in meiner Übersicht über Digitalisierungs-Anbieter umzuschauen.
  11. Hannes B. sagt:

    Danke für den Artikel, sehr wertvoll. Was Jannis vor fast genau 1 Jahr geschrieben hat, ist mir bei einem der auch von ihm erwähnten Drogeriemärkte jetzt genauso passiert: Kleinbildfilm zur Entwicklung abgegeben, taucht in der Online-Auftragsverfolgung nicht auf, zunehmend gehässige (meinerseits) Kontakte mit dem Service (ich zitiere mich: „heute (Montag) eingegangen? Von letztem Dienstag Spätnachmittag? War Ihre Brieftaube zu fett geworden, um meinen Film zu schleppen?“), und tatsächlich, nach 1 Woche hat der Film, angeblich, seinen Weg in’s Labor gefunden.

    Es ist schon befremdend, wenn ein Drogeriemarkt so geführt wird, daß man sich als Kunde bei der (versuchten) Abholung durch Berge von Aufträgen von vor 2 oder 7 Monaten durchwühlen soll. Das ist nicht meine Arbeit – die sollen die in eine extra Schublade für ältere, nicht abgeholte Order aussortieren. Und wo bleibt in derlei Läden der Datenschutz? Man darf nicht mal mehr Fotos der Kids bei Schuljahresbeginn machen, und hier fliegen Bilder vermutlich aller möglichen Familiensituationen gleich mit der Adresse herum, und keiner kümmert sich darum, wer sich mit den Taschen wie lange (zwangsweise, in meinem Fall…) aufhält?

    Ich habe eine Menge Analogkameras und hier in dem kleinen Dorf wundert sich schon keiner mehr, wenn ich mit Stativ und einer 80 Jahre alten „Ensign“ Boxkamera herumziehe. Werde mir jetzt aus den in dem Artikel erwähnten Entwicklungslabors das Passende auswählen. Ich habe nie von irgendwem erwartet, dass er mir für 95 Cents einen Film entwickelt, und zahle gerne das, was die Arbeit wert ist, wenn ich ihn dann bitte auch wiederkriege – und zwar stressfrei!

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Hannes, ich denke, das Prinzip „Patrone einwerfen und Tüte abholen“ ist ein überholtes und wird nur noch eher stiefmütterlich gepflegt. Vermutlich werden die Tüten mit den Bildern irgendwann ganz verschwinden, auch aus Datenschutzgründen, die du schon andeutest. Digitale Daten kann man ja gleich von zuhause aus einreichen / hochladen (und die Bilder per Post direkt nach Hause erhalten) und für den analogen Sektor wird es kleinere Anbieter geben, die sich darauf spezialisiert haben. Aber hier habe ich leider keine Zahlen. Eigentlich wundere ich mich darüber, dass man bei Drogeriemarkt-Ketten überhaupt noch analoge Filme abgeben kann. Vielleicht sind es doch noch so viele, dass hier der Rotstift noch nicht ansetzte?

      Hinzu kommt ja noch, dass die eigentlichen Empfänger der Filme Großlabore sind (Cewe z. B.) und die Drogerie im Ort lediglich ein Vermittler ist. Das macht die Übersicht (Wo ist mein Film?) natürlich nicht leichter.

      Ich wohne derzeit in der Großstadt. Hier gibt es zwei, drei kleinere Fotografen mit eigenem Labor und ich kann die Filme vor Ort entwickeln lassen (natürlich nicht für 95 Cent aber wie du erwarte ich das nicht). Gäbe es für mich diese Möglichkeit nicht, würde ich mir wichtige Aufnahmen auch direkt zu einem spezialisierten Anbieter senden, bei dem man auch direkt nachfragen kann.

  12. Hanns Timm sagt:

    Vielen Dank für den interessanten und hilfreichen Artikel. Habt Ihr oder ein Leser vielleicht Informationen über Firmen in Lemberg/ Lviv oder allgemein in der Ukraine? Ich wäre für Hinweise sehr dankbar! Weil auf dem Postweg ist sehr schwierig. Grüße aus Lemberg, ehemals Galizien.

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo! Ich selbst weiß hierzu leider nichts genaues. In der Ukraine sitzt Arax Foto, die die alten Kiev-Mittelformatkameras umrüsten, also auf dem Gebiet „Analog“ zu Hause zu sein scheinen. Vielleicht ist hier eine freundliche Mail eine gute Idee.

      Viele Grüße zurück!

  13. David sagt:

    Als beeindruckter Leser dieser Seiten möchte ich für die Österreich-Rubrik noch „Foto Soyka“ auf der Praterstraße in Wien empfehlen. Zwar entwickle ich meine Filme seit geraumer Zeit selber, war aber selber immer sehr zufrieden und kenne sogar einige Profis, die ihre Filme vertrauensvoll zu Soyka bringen- der Laden wird seit 80 Jahren von der selben Familie sehr leidenschaftlich geführt.

  14. Max sagt:

    Habe neulich noch einen 110er bei Rossmann abgegeben ohne vorher genau zu gucken ob sie den Überhaupt „anbieten“. Kam nach knapp 2 Wochen entwickelt zurück für 3,50 mit Abzügen 👌

    • Thomas (Admin) sagt:

      Das klingt gut! Hier kommt es vermutlich sehr darauf an, in welches Labor die Filiale die Filme schickt.

  15. Charline sagt:

    Hallo 🙂 ich habe eine Frage und zwar was muss ich angeben wenn ich die Filme von einer Diana Mini entwickeln und drucken lassen möchte die im Format 24×24 geschossen wurden? Ich habe es bei Rossman abgegeben und nur negative zurück bekommen mit der Aussage dass diese Bilder nicht zu drucken seien. Auf den negativen sind die Motive aber gut zu erkennen. Habe die Negative dann nochmal abgegeben, aber wieder ohne Erfolg. Es wäre super wenn mir da jemand helfen könnte da ich so gerne die Bilder in der Hand halten würde.
    Liebe Grüße,
    Charline

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Charline, die Diana Mini ist eine sogenannte „Halbformatkamera“. Sie benutzt den klassischen 35 mm Film, die Bilder sind aber alle schmaler (eben quadratisch). Vermutlich möchte das Labor, wo deine Rossmann-Filiale entwickeln lässt, das „normale“ Kleinbildformat (rechteckig), da die Scanner dort mit dem (ansonsten unüblichen) Quadrat überfordert sind. Das wundert mich aber.

      An deiner Stelle würde ich nun andere Drogerien durchprobieren bzw. einige Filmstreifen abgeben und „Nachbestellung“ (oder ähnlich) ankreuzen. Denn der Film selbst ist ja bereits entwickelt.

      Die Bilder müssen nun nur noch ausgelesen werden (gescannt) und gedruckt werden.

      Es sollte doch wirklich kein Problem sein, dass die Negative quadratische Bilder zeigen. Wenn hier auch andere Drogerien (Müller, DM, Budni usw.) bzw. deren Vertragslabore Probleme damit haben, müsste man den Weg über professionelle Anbieter hierfür gehen. Bei denen ist aber eben mehr Handarbeit an der Tagesordnung und daher sind sie teurer. Einer dieser Anbieter, der alles von der Entwicklung bis zum Druck anbietet ist Meinfilmlab:

      Wir erstellen von Ihren Negativen direkte Abzüge auf silberreichem Fuji RA4 Fotopapier. […] Markieren Sie bitte zu vergrößernde Negative deutlich.

      Die Preise sind hier aber deutlich höher als bei Rossmann, so dass man die jeweiligen Bilder auf dem Film auswählen sollte. Dafür dürfte es bei so einem Anbieter keinerlei Probleme mit exotischen Formaten geben. Die Leute dort wissen, was eine „Diana Mini“ bzw. das Halbformat ist und können sich darauf einstellen.

      Zunächst würde ich aber noch einer anderen Drogerie (bzw. deren Vertragslabor) eine Chance geben, wenn man Geld sparen möchte. Möchte man richtig gute Abzüge von ausgewählten Motiven wäre aber der auf analog spezialisierte Anbieter besser (bzw. dessen Resultate). Vielleicht wohnst du aber auch in einer Stadt und dort gibt es noch einen kleinen Fotoservice, der selbst scannt und auch druckt. Denen kann man dann die Negative geben und alle oder nur markierte Motive drucken lassen.

      Viele Grüße zurück!

  16. Jürgen sagt:

    Das HSL Labor in Düsseldorf fehlt noch. Hier werden, nicht mehr an jedem Tag, Filme entwickelt.
    Zum scannen schick ich aber alles zu Meinfilmlab. Die Auflösung ist deutlich höher als die meines Flachbettscanners und ich kann mit den Leuten im Lab meinen Wunsch besprechen (Farblook, Kontrast). Damit bin ich sehr zufrieden. Danke für die Seite hier!

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Jürgen, danke für den Hinweis zu HSL in Düsseldorf. Ich habe meine Liste mit Entwicklungs-Laboren sogleich aktualisiert. Meinfilmlab habe ich ja schon drin. Sie sind sicherlich mit ihrer guten Vermarktung heute einer der bekanntesten Filmentwickler und Digitalisierer.

  17. Elli sagt:

    Hey, danke für den tollen Bericht!Kleiner Hinweis auch noch aus Berlin. Hier gibt es noch JET-Foto am Alex. Mit Hängerentwicklung für S/W, C41 und E6, sowie die günstigere Durchlaufentwicklung für C41. ?

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Elli, besten Dank für den Tipp zum Berliner Fotolabor! Ich habe die Liste entsprechend erweitert.

  18. Jannis sagt:

    Danke für diese Reportage und für die Kommentare.

    Von der DM-Hotline wurde mir vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass man nicht wisse, an welches Labor die Filme abgegeben werden. Die Entwicklung (C-41) mit Basis-Abzügen (es geht nicht ohne) koste € 2,75.

    Von der Rossmann-Hotline habe ich wiederum erfahren, dass die Entwicklung (C-41) ohne Abzüge möglich sei und € 2,55 koste. Die Filme Berliner Kunden gingen an ORWO. Sie kooperierten mit den ORWO- und FUJI-Laboren.

    Der von mir am 27.08. zur Entwicklung in der Filiale abgegebene Film ist bisher (05.09.) nicht auffindbar. Das System gibt an „Auftrag nicht existent“. Die Hotline verwies mich ans Labor und empfahl mir, nach ein paar Tagen anzurufen, weil ein neues System installiert werde.

    Dabei ist Rossmann mein Gesprächspartner, nicht ORWO.

    Den nächsten Film habe ich im City-Lab in der Wilhelmstr. 123 abgegeben. Er war in drei Stunden fertig, ich wurde zuvorkommend bedient, und das kostete € 3,00.

    Es gibt keinen Grund, die desinteressierte und unzuverlässige Rossmann-Fotowelt zu bemühen, wenn man in der Berliner Innenstadt lebt.

    • Thomas (Admin) sagt:

      Hallo Jannis, danke für das Teilen deiner Erfahrungen bzw. für die Tipps! Bei mir ist es ähnlich: Ist ein Minilab in der Nähe, lasse ich freilich dort entwickeln, auch wenn es etwas mehr kostet. Dafür verlassen die Filme dort auch nicht das Haus. Doch gerade in ländlicheren Regionen kann man dann leider nur zu den Drogerien greifen, wenn man seine Filme nicht selbst zur Entwicklung verschicken möchte.

  19. Nobby knipst sagt:

    Ganz wichtig: Foto Schröter in Riesa fehlt noch in der Sammlung, https://www.bestfotoservice24.de/filmentwicklung.html die Webseite mit Infos. Hier arbeitet auch noch der Laborant am Film, des öfteren habe ich schon mit ihm/ ihr telefoniert. Wer in der Gegend wohnt, für mich Nordeutschen leider unerreichbar, kann dort sogar heute noch den „One hour Photo“ Service nutzen. Film abgeben, eine Tasse Kaffee trinken ums Eck und die Bilder wieder abholen: ein Traum aus guten alten Tagen, den man früher garnicht zu schätzen wusste 😉 Foto Schröter entwickelt übrigens auch noch APS Filme – ebenso wie fotoporto.de und pixelnet. DM bzw sein Labor hat mir vor ein paar Monaten leider desbezüglich die Freundschaft aufgekündigt und weigert sich, weiterhin die Produkte meiner Contax Tix oder Fujifilm Tiara zu entwickeln und auszubelichten…

  20. thomas sagt:

    ….wollt noch zu wien was ergänzen:
    gehe seit Jahren zu Fotospeed in der Lerchenfelderstrasse und bin sehr zufrieden. (35mm c41, s/w (wird eingeschickt))
    https://fotospeed.at

    lg,

    t

  21. Roland sagt:

    Ich habe bei DM einen AGFA BW-Film 35 mm Keinbild entwickeln lasse. Die Negative sind grünlich und somit die Bilder Rot. Was könnte da schief gelaufen sein?
    Anmerkung: der Film war auch seit ca. 5 Jahren teilbelichtet in der Kamera. Könnte das am Alter liegen?

    • Thomas (Admin) sagt:

      Einen S/W-Film kann man durchaus mehrere Jahre unentwickelt aber belichtet lagern. Das Einzige, was hier passieren kann, ist, dass sich ein leichter Grauschleier bildet. Aber dass die entwickelten Negative grün sind, deutet eher auf eine falsche Entwicklung (wohl im Farbentwickler) hin.

  22. Greta sagt:

    Vielen Dank für diesen wirklich ausführlichen Artikel, der mir als „digital native“ und totalem Analog-Noob gerade echt weitergeholfen hat. 😉
    Merci!!

  23. Rainer sagt:

    Wer in Berlin lebt, hat außer den erwähnten, noch andere Möglichkeiten: in Charlottenburg, kann man in zwei traditionsreichen Fotoläden seine Filme abgeben und sogar Baryt-Abzüge bekommen: Foto Video Hess in der Kaiser Friedrich-Str. 87 und Foto Schilling in der Kantstr. 87
    Kreuzberger (und natürlich nicht nur die) können zum City-Lab in der Wilhelmstr. 123 gehen (gibt es schon ganz lange, waren mal Stresemannstr.), dort bekommt man auch SW-Entwicklung, PE und Baryt-Abzüge.

  24. Martin sagt:

    Danke für Deinen ausführlichen Bericht! Sehr toll gemacht und hllfreich!
    Ich fotografiere schon seit 30 Jahren als ambitionierter Amateur und habe vor über 10 Jahren die Analogfotografie hinter mir gelassen.
    Dachte ich zumindest 🙂
    Seit einigen Wochen laufe ich nun mit einer Leica R8 durch die Gegend und freue mich über tolle Schwarzweißbilder.

    MeinFilmLab habe ich auch ausprobiert und war, ehrlich gesagt, nicht so begeistert.
    Die Entwicklung des Films war sehr gut. Allerdings kriege ich das inzwischen genauso gut selbst hin. Ist ja auch nicht schwer.
    Dann habe ich den Film auch noch scannen lassen, und zwar in der höchsten Auflösung. Der Spaß wird dann allerdings SEHR teuer.
    Die Scans hatten eine enorm gute Auflösung. Ich hab ein Testchart fotografiert und den Scan von MeinFilmLab gegen Scans mit meinem alten Minolta Dimage Scan Elite II und einen Nikon Coolscan V LS-50 verglichen: Bei waren merklich niedriger in der Auflösung, wobei der Nikon immerhin nicht soooo weit weg war.
    Aber: Die Scans von MeinFilmLab waren extrem kontrastreich. Lichter völlig ausgefressen, Schatten komplett abgesoffen. In dieser Hinsicht waren die Scans meiner beiden Diascanner um Welten besser. Letztlich sieht man das letzte Bischen an Auflösung nur bei riesigen Ausdrucken, wenn man genau hinschaut, den völlig übertriebenen Kontrast aber sofort mit einem flüchtigen Blick.
    Nu ja, vielleicht war’s nur ein Ausrutscher. Ich habe jedenfalls beschlossen, selbst zu entwickeln und selbst zu scannen. Kommt besser 🙂

    Liebe Grüße
    Martin

  25. Wolfgang Esser sagt:

    Hallo Thomas,
    Deine Infos hier und in Silberbildinfo sind Spitzenklasse!
    Eine Anmerkung zu MeinFilmLab, Jörg hat jetzt eine weitere Maschine für „echte“ Farbabzüge in Betrieb genommen. Formate bis 20 x 30 cm werden jetzt im Nassverfahren hergestellt in vielen unter schiedlichen Oberflächen.

    Gruß
    Wolfgang

  26. Andrea sagt:

    Hallo Thomas,
    Dein Beitrag hat mir weitergeholfen. Ich hatte einen Schreibtischfund (kleine Olympus Kamera) plus Kleinbildfilme. Ich hatte beschlossen, alle „abzuknipsen“, um die Funktionstüchtigkeit der Kamera zu testen. Dann kam die Frage auf, wohin damit… Du hast meine Fragen beantwortet. Vielen Dank!!!

  27. Marc sagt:

    Hallo für alle aus Köln: Hier ist das „Konrastblab“ zu empfehlen. Natürlich kein Discounter sondern analoge Fotos vom Profi. Die Filmentwicklung kostet 6 Euro. Es werden auch echte S/W-Handabzüge angeboten (kostet natürlich) und Scans sowie Drucke.

  28. p.m. sagt:

    Eine kleine Korrektur / Ergänzung: Es gibt noch das Großlabor ORWO bei Wolfen und zumindest Rossmann in Magdeburg lässt dort entwickeln.

  29. Max Heimann sagt:

    Klasse Beitrag, vielen Dank für das aktuelle Zusammenfassen! Für Freiburger kann ganz klar das Fotofachlabor Trenkle empfolen werden. Hier sind genaue Film-Entwicklung und große professionelle Drucke möglich.

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Das Buch Analog Fotografieren und Entwickeln - die Eigene Dunkelkammer ist eines der wenigen modernen Fachbücher, die sich noch der analogen Bildverarbeitung widmen (derzeit in der 4. aktuellen Auflage). Demzufolge werden hier auch die heute erhältlichen Filme, Papiere und aktuelle Chemie besprochen. Wer sich nicht durch die vielen einzelnen und verstreuten Artikel im Internet durchwühlen möchte, findet hier das gesamte Standard-Wissen für einen gut gemachten Handabzug vor, und zwar aus zeitgenössischer Sicht. Auch dieses Buch kann man auf Amazon virtuell durchblättern.

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