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Welche Analogkamera für Anfänger und Einsteiger?

Thomasletzte Änderung: Apr. 20255 Kommentare

Es gibt viele unterschiedliche Bauformen an Analogkameras. Doch welche davon sind für Anfänger überhaupt sinnvoll? Welche Typen sind für Einsteiger in die analoge Fotografie überhaupt relevant? Ich empfehle hier zwei Bauarten.

8 unterschiedliche Analogkameras

Es gibt viele unterschiedliche Analogkameras. Nicht jede jedoch ist für Anfänger geeignet.

Wenn man zunächst einmal in die Analogfotografie hinein schnuppern möchte, ist man vielleicht mit dem Angebot an den vielen unterschiedlichen Kameras überfordert. Sie sind alle analog, aber welche davon eignet sich für einen Anfänger? Viele der Apparate sehen sich sehr ähnlich, andere wiederum sind völlig anders aufgebaut.

Mittels diesem Artikel möchte ich einige Tipps und Empfehlungen geben. Zunächst wollen wir uns ganz kurz noch dem für Anfänger geeigneten Filmtyp zuwenden, denn davon gibt es ja, um es etwas komplizierter zu machen, auch noch unterschiedliche:

Anfänger sollten eine Kamera für 35mm-Kleinbildfilm wählen

Innerhalb der Analogfotografie sind zunächst zwei Typen von Film relevant:

Gegenüberstellung von 35mm Kleinbildfilm und 120er Mittelformatfilm

Da ist zum einen der allseits bekannte 35mm-Kleinbildfilm mit seiner ikonischen Perforation (Löcher am Rand) in der typischen Filmpatrone und zum anderen der Film ›Typ 120‹ (auch einfach nur Rollfilm genannt) – der große Bruder, welcher für Mittelformatkameras verfügbar ist.

Es gibt als Drittes auch noch Planfilme (für sogenannte „Großformatkameras“). Doch diese Kameras sind für Einsteiger in die Analogfotografie völlig ungeeignet. Auch die meisten Mittelformatkameras sind zunächst nicht empfehlenswert x. Daher ist es der klassische Kleinbildfilm bzw. die Kleinbildkamera, welche für Anfänger relevant ist. Die meisten der berühmten analogen Fotografien wurden wohl mit einer Kleinbildkamera gemacht.

x Mittelformatkameras sind meist teuer, fehleranfällig, besitzen selten eine Belichtungselektronik und es passen deutlich wenig Bilder auf einen Rollfilm.


Nachdem die Frage nach dem geeigneten Filmformat geklärt ist, muss noch etwas mehr ins Detail gegangen werden. Denn wie es oben bereits angesprochen wurde: Es gibt unwahrscheinlich viele von diesen Kleinbildkameras.

Ich empfehle für Anfänger entweder eine analoge

  • eine analoge Point and Shoot Kamera

    Point & Shoot Kamera und / oder eine
  • analoge SLR Kamera von Pentax

    klassische Spiegelreflexkamera

Und diese beiden 35mm-Kameratypen sollen nun genauer vorgestellt werden. Ich gebe zwar im Verlauf des Artikels auch einige Tipps, was konkrete Modelle anbelangt. Jedoch ähneln sich viele dieser Kameras in ihrer Funktionalität sehr: Der Gebrauchtmarkt bietet heute immer noch sehr viele funktionierende Modelle vieler Hersteller zu günstigen Preisen an.

Los geht’s zunächst mit den Hosentaschenrutschern:

Die Point-und-Shoot-Kamera

eine analoge Point and Shoot Kamera

Pentax PC 35 AF

Ursprünglich waren diese Point-and-Shoot-Kameras zu ihrer Zeit (späte 1980er bis 2000er Jahre) das, was heute das Smartphone ist: Aus der Tasche holen, anvisieren, abdrücken. Diese Analogkameras wurden an Nutzer verkauft, für die die Fotografie so simpel wie nur möglich sein soll. Man muss hierbei nichts über Fototechnik wissen – außer einen Film einlegen können.

Foto einer analogen Point & Shoot Kamera

Ein Beispielfoto, welches mit solch einer Point & Shoot Kamera gemacht worden ist: Hier kam ich gerade die Treppe zu diesem Monument herauf und erblickte den strengen Aufseher in seinem weißen Hemd. Sofort zückte ich die Point-und-Shoot, schob den Objektiv-Schutzdeckel beiseite, visierte an und drückte ab.

Ssssrrrt wird der Film durch den integrierten Motor zum nächsten Bild gespult. Schneller hätte ich es mit dem Smartphone nicht hinbekommen. Genau für solche spontane Momente sind diese Kameras ideal. Alles funktioniert hier automatisch. Manuelle Eingriffe sind hier kaum / nicht möglich. Ein gutes Gefühl für Bildkomposition ersetzt dies natürlich nicht.

eine Point & Shoot Camera von Ricoh

Ricoh FF 70

Seinerzeit hießen diese Kameratypen gar nicht Point & Shoot. Sie wurden einfach unter »Kompaktkamera« vertrieben und bald jede Familie in den Neunzigern hatte so eine im Urlaub und auf dem Rummel dabei.

eine Produktabbildung Analog fotografieren: Der praktische Einstieg

Dieses Buch nimmt den Anfänger an die Hand und zeigt ihm, wie man mit einer analogen Kamera fotografiert, was bereits beim richtigen Einlegen von Film beginnt. Außerdem gibt es einen detaillierten Leitfaden zum Kauf gebrauchter analoger Kameras.

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zwei Mädchen mit Point und Shoot Kompaktkameras
In den 90ern nutzte man analoge Kompaktkameras so, wie man heute Smartphones zum Fotografieren nutzt.

In manch künstlerischem Fotomagazin sind heute ironischerweise auch aktuelle Fotos abgedruckt, die bewusst mit solchen Kameras entstanden sind: Irgendwann kamen nämlich Fotokünstler wie Terry Richardson auf die Idee, solche Kameras zu nutzen und leider stiegen danach auch die Preise für einige spezielle Modelle dieser Kameragattung (Yashica T2, T3, T4; Contax T2; Olympus Mju 2, …).

Es gibt aber weiterhin eine Menge dieser ›Hosentaschenrutscher‹, welche nicht so hoch gehandelt werden, also recht günstig sind (so um die 20 bis 80 Euro auf dem privaten Gebrauchtmarkt). Eine »Braun Trend AF« beispielsweise ist für unter 10 Euro via Ebay-Auktion zu haben. Die Batterien hierfür dürften ebenfalls noch neu erhältlich sein und genau so viel kosten.

Diese Analogkameras sehen sich alle sehr ähnlich und ihre Grundfunktionen sind alle gleich:

  • motorisierter Transport
  • Autofokus
  • Auto-Belichtung
  • meist integrierter Blitz
  • kaum Einstellmöglichkeiten

Charakteristisch für die günstigeren unter diesen analogen Kompaktkameras sind eine eher weiche Abbildungscharakteristik und teilweise leichte Vignettierungen an den Bildrändern. Es sind darin nämlich selten besonders hochwertige Objektive verbaut, was zumeist an den sehr kompakten Maßen lag und am erschwinglichen Preis.

Die Kamera Yashica T5 steckt in einer Hosentasche.
Einige sehr gesuchte Modelle wie diese ›Yashica T5‹ sind heute leider abstrus hoch im Preis. Ihre Ausstattung ist jedoch auch besser als die der breiten Masse (insbesondere das Objektiv).

Sie besitzen zudem fast immer ein leichtes Weitwinkelobjektiv, manche ein Zoomobjektiv. Bei einige dieser Kameras kann das Datum einbelichtet werden. Zusammen mit dem typischen Rote-Augen-Effekt bei der Zündung des integrierten Blitzes kreiert man mit diesen Analogkameras den Look der 1990er Jahre, wenn man einen Farbnegativfilm nutzt und diesen später einfach im Drogeriemarkt zur Entwicklung abgibt.

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Olympus XA2 Point & Shoot Dichtungen neu! Olympus D.Zuiko 1:3,5 f=35mm Konica Pop 35mm Analogkamera Schwarz Point & Shoot Objektiv 36mm 1:4 PANASONIC Super Mini Point & Shoot Kamera C-625AF Pentax Zoom 280p Point & Shoot Analogkamera 35mm Film mit Remote Control Olympus AF-1 AF1 35mm 1:2.8 Zuiko lens Point&Shoot Analogkamera Nikon L35AF2 Filmkamera, Point & Shoot, sehr gut Point and Shoot-Kamera-Konvolut, analog, gut erhalten Agfa | Optima Sensor 1035 | Electronic Point & Shoot Kamera |Gereinigt & Geprüft Olympus AF-1 Super AF-Sucherkamera mit 2,8/35mm TOP-ZUSTAND | POINT and SHOOT Olympus AF-1 AF1 35mm 1:2.8 Zuiko lens Point&Shoot Analogkamera
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Hingewiesen sei darauf, dass solche analogen Kompaktkameras häufig recht laut sein können. Dies liegt am integrierten Motor bei kleinem Gehäuse. Insbesondere wenn nach dem letzten Bild der Film automatisch zurück in die Patrone gespult wird, möchte man damit nicht im Theater sitzen. Das wäre sehr peinlich.

Zusammengefasst: Dieser Analog-Kameratyp ist für all diejenigen geeignet, welche sich eben nicht mit technischen Fragen beschäftigen möchten: Film einlegen, Klappe schließen und schon kann es losgehen – Point und Shoot eben.

Diese Kameras sind prädestiniert für das Knipsen. Es gibt jedoch auch Fotokünstler (wie beispielsweise auch Tobias Zielony), welche bewusst diese sehr minimalistische, auf das Auslösen reduzierte Art der analogen Fotografie schätzen und damit vermutlich etwas konservative Vorstellungen von technischer Bildqualität konterkarieren möchten.

Zwei Typen stehen im Dunkeln unterhalb, während sie von einer Point & Shoot Kamera angeblitzt werden.
Typisches Foto mittels analoger Point & Shoot Kamera und dem integrierten Blitz.

Da von diesen Kompaktkameras unwahrscheinlich viele unterschiedliche Typen produziert worden sind und ich damit normalerweise nicht fotografiere, können an dieser Stelle keine konkreten Modelle genannt werden. Sie ähneln sich ja sehr. Die teureren, begehrten wurden etwas weiter oben bereits genannt. Ich hatte zudem einen Artikel über die Olympus Mju 2 geschrieben (leider auch ziemlich teuer geworden) mit einigen Beispielfotos.

eine Produktabbildung Kodak M35 Wiederverwendbare Filmkamera, 35 mm, ikonisch, Retro, Lomo Kodak M35, Gelb

Das ist eine ganz simple analoge Point & Shoot Kamera mit Fixfokus Objektiv und kaum Einstellmöglichkeiten. Im Grunde ist sie von der Qualität her wie eine Einwegkamera – Immerhin kann man hier jedoch Film und Batterie wechseln.

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Wer jedoch eine tiefgreifendere Kontrolle über das spätere Bild haben möchte und eine höhere Abbildungsqualität, für den ist der nun folgende Kameratyp viel besser geeignet:

Die klassische Spiegelreflexkamera

klassische analoge Spiegelreflexkamera von Pentax

Von diesen Analogkameras gibt es unwahrscheinlich viele. Alle sehen sie aus der Ferne gleich aus – wie beispielsweise die hier abgebildete Pentax Spotmatic F. Diese einäugigen Spiegelreflexkameras sind sozusagen der Standard. Damit kann man nichts falsch- aber sehr viel machen. Die Bedienung ist jedoch nicht ganz so simpel wie bei den vorher vorgestellten Point-und-Shoot-Kameras.

eine Analogkamera der Marke Praktica

Besonders günstig sind Kameras der Marke »Praktica« (obwohl sie Made in (East-) Germany sind). Beispielsweise die hier gezeigte „MTL 50“ ist eine gute analoge Spiegelreflexkamera, welche man mit Standard-Objektiv für wenig Geld (ca. 50 Euro +/-) auf dem Gebrauchtmarkt erwerben kann.

Spiegelreflex‹ bedeutet: Das Bild wird direkt durch das (jeweilige) Objektiv gesehen, da es durch einen Spiegel im Innern der Kamera zum Okular umgeleitet wird = Kontrolle über das Bild. Beim Auslösen klappt der Spiegel nach oben und das Bild wird nun auf den Film projiziert.

Der eingebaute Spiegel hat also nur etwas mit der Bildkomposition zu tun, nicht mit der Qualität der eigentlichen Aufnahme. Allerdings sind die Objektive bei diesen Kameras häufig optisch hochwertiger als bei Kompaktkameras.

Im Gegensatz zu den vollelektronischen Point-&-Shoot-Kameras kann man (oder muss sogar) bei mechanischen Spiegelreflexkameras die Belichtung und die Blende manuell regeln. Man muss hier auch die Schärfe manuell einstellen. Das Fotografieren gestaltet sich bei diesen Kameratypen deutlich langsamer und man muss dabei etwas nachdenken. Aber dafür ist die Abbildungsqualität am Ende eine andere.

Portraitfoto mit dem Nikkor 1.4

Solche analogen Porträtfotografien mit viel Hintergrundunschärfe gelingen am besten mit der typischen Spiegelreflexkamera, bei der man ja vorne am Objektiv die Blende einstellen kann (hoher Wert = hohe Schärfentiefe; geringer Wert = geringe Schärfentiefe). Zudem ist das Suchersystem deutlich besser als bei den winzigen Gucklöchern der „Kompaktknipsen“ – Man sieht das Motiv auf der Mattscheibe im Sucher bereits genau so, wie es später auf dem Bild erscheinen wird.

Hinweis: Solche Porträtfotografien erfahren ggf. später in der Dunkelkammer oder am Computer den Prozess des „Eindämmens“: Die Bildränder werden künstlich abgedunkelt, damit das eigentliche Motiv visuell besser zur Geltung kommt. Die Kamera selber macht so etwas natürlich nicht.

Sucherbild (Illustration) einer manuellen Analogkamera
Illustration eines typischen Sucherbildes einer manuellen Spiegelreflex-Analogkamera: An der Seite befinden sich ein Zeiger oder Leuchtdioden für die Belichtungsmessung. In der Mitte befindet sich eine visuelle Hilfe zum manuellen Scharfstellen.

Mit solchen Analogkameras fotografiert man allerdings schlecht aus dem Stegreif heraus. Man muss mit ihnen genauer arrangieren, sie vielleicht sogar auf ein Stativ montieren, die gemessene Belichtung am entsprechenden Regler ggf. etwas korrigieren, die manuelle Fokussierung vielleicht noch einmal überprüfen.

Dann gelingen mit diesen Spiegelreflexkameras solche klassischen Porträts oder durchdachte Landschafts- und Architekturaufnahmen. Sie ist natürlich auch für die schnelle Reportage- und Milieufotografie geeignet. Dann sollte man mit dieser Technik jedoch schon vertrauter sein, sie blind beherrschen.

S/W-Fotografie mit analoger Spiegelreflexkamera gemacht (Fabrikruine)
Interieur einer Fabrikruine: Solche sorgsam komponierten Aufnahmen gelingen bestens mit einer auf einem Stativ positionierten, klassischen Spiegelreflexkamera.

Folgendes zeichnet die typische analoge Spiegelreflexkamera aus:

  • robust und mechanisch
  • manuelle Einstellmöglichkeiten (auch kein Autofokus)
  • Möglichkeit für Wechselobjektive (Weitwinkel, Tele, Zoom, …)
  • verhältnismäßig helles, tatsächliches Sucherbild
  • Filmtransport / Spannen via Daumen
  • nicht selten unkaputtbar

eine analoge Kamera mit Autofokus

Nanu – eine Digitalkamera? Nein: Die späteren analogen Spiegelreflexkameras (spätere 90er Jahre) sahen häufig bereits so aus, wie heutige digitale. Sie besitzen einen Autopiloten (Automatikmodus) und eine automatische Fokussierung. Außerdem wird der Film durch einen integrierten Motor transportiert und im Sucher befindet sich eine digitale Anzeige.

Diese Kameras sind daher ebenfalls für Anfänger geeignet. Allerdings geht mit ihnen sicherlich das „analoge Gefühl“ beim Fotografieren verloren. Die meisten dieser Kameras sind auf dem Gebrauchtmarkt deutlich günstiger erhältlich als ihre manuellen Vorfahren aus Metall – früher war es anders herum. Sie sind heute halt recht unbeliebt.

Mann sitzt auf Dachboden; analoge Kamera als Montage abgebildet
In diesem Artikel zeige ich jedoch, dass man mit so einer Kunststoff-Automatik-Analogkamera natürlich auch zu sehr guten Fotografien kommt.

Wer gerne im Automodus zu analogen Bildern gelangen möchte und dabei auf die Vorzüge einer Spiegelreflexkamera setzen möchte (man kann sie natürlich auch manuell bedienen), für den sind diese 90er-Jahre-Kameras vielleicht sogar die bessere Wahl. Sie funktionieren im Grunde genau so wie digitale Spiegelreflexkameras – nur mit Film

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Die nötigen Batterien dürfte es heute weiterhin geben. Allerdings sind viele dieser Kameras sehr schnell Elektroschrott bzw. schlecht zu reparieren. Dafür sind sie auf dem Gebrauchtmarkt meist sehr günstig.

Empfehlenswerte Kameratypen

Auch von den alten, manuellen (also ohne Motor / ohne Autofokus) Spiegelreflex-Analogkameras (SLR) gibt es unwahrscheinlich viele Modelle von diversen Herstellern. Jedoch lassen sich hier einige empfehlenswerte bzw. häufig produzierte Typen aufzählen.

Das Budget soll hierbei die Grenze von ca. 120 Euro nicht übersteigen (bei Kauf von Privat). Außerdem muss es die je nötigen Batterien heute noch zu kaufen geben. Hier kommt eine Liste mit einigen Vorschlägen zu Analogkameras für Einsteiger:

  • Praktica MTL 50
    Eine Abbildung dieser Kamera gibt es etwas weiter oben in diesem Artikel zu sehen. Prakticas werden günstiger gehandelt als die bekannten Japaner. Sie sind halt nicht so filigran und raffiniert, besitzen aber ein unverwechselbare Design. Insbesondere die MTL 50 jedoch ist eine für Anfänger interessante Spiegelreflexkamera. Sie besitzt das weit verbreitete M42-Objektivgewinde. Zur Belichtungsmessung muss noch die Blende mittels einem Schalter geschlossen werden, was bei Kameras mit M42-Objektiven leider häufig der Fall-, aber häufig nur Gewöhnungssache ist. Dies ist bei anderen Kameras mit »Offenblendmessung« eleganter gelöst.
  • Pentax Spotmatic F
    Auch die Spotmatic F von Pentax gibt es oben als Abbildung zu bewundern. Im Gegensatz zur leichten Praktica ist sie schon eher ein Panzer: schwer, Vollmetall, die Kamera, mit der man den sprichwörtlichen Nagel in die Wand schlagen kann. Auch diese Pentax nutzt (noch) das M42-Gewinde für die Wechselobjektive (und kein Bajonett). Mit hierfür ausgelegten Objektiven ist bei ihr jedoch die eben erwähnte „Offenblendmessung“ möglich. Kameras in so einer schweren Qualität werden heute nicht mehr produziert.
  • Revueflex AC 2
    Dies ist eigentlich eine „umgelabelte“ japanische Kamera von Chinon. Unter »Revueflex« wurde sie damals in der BRD im Quelle-Katalog verkauft und ist heute daher sehr oft gebraucht verfügbar (zu sehr attraktiven Preisen). Sie ist keine Besonderheit, keine Schönheit. Jedoch ist sie zuverlässig und dank Auto-Modus muss die Belichtungszeit nicht nachgeregelt werden (wird ad hoc automatisch eingestellt). Ein rein manueller Betrieb ist auch möglich. Die Revueflex verwendet das Pentax-K-Bajonett für die Objektive.
  • Canon AE-1
    Eine der bekanntesten Analogkameras von Canon und auch generell ist die »AE-1«. Sie liegt gerade so noch im gesetzten Budget, wenn man etwas Glück hat, meist etwas teurer. Diese Kamera ist sehr gut dokumentiert, weil sie eben oft benutzt wird. Diese Canon besitzt eine Blendenautomatik: Die Kamera kann die Blende automatisch einstellen. Man kann hier natürlich auch völlig manuell eingreifen. Etwas weiter unten gibt es eine Abbildung der AE-1.

    eine Produktabbildung

    Dieses Buch sieht aus wie aus den 1970er Jahren. Dies trügt: Es ist eine Neuveröffentlichung. Hier geht es nicht darum, wie man gelungene Fotografien anfertigt. Hier geht es um Technik: Es ist sozusagen eine Universalbedienungsanleitung für die vielen älteren manuellen analogen Kameras. Es ist ein "Handbuch" zur Bedienung der mechanischen Kamera.

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  • Ricoh KR-5
    Die Ricoh KR-5 ist vielleicht nicht so hübsch anzusehen wie so eine Canon. Dafür ist dies ein äußerst robustes Kamera, bei der im Gegensatz zu der Praktica zur Belichtungsmessung nicht extra noch ein Schalter herunter gedrückt werden muss. Sie ist ebenfalls recht günstig auf dem Gebrauchtmarkt zu finden und auch sie besitzt das Pentax-K-Objektivbajonett, für das viele günstige Objektive erhältlich sind.
  • Nikon EM & Pentax ME
    Diese beiden „schnuckeligen“ analogen Spiegelreflexkameras fallen etwas aus dem Rahmen: Sie bieten nämlich keinen manuellen Modus – aber dafür einen sehr anfängerfreundlichen Auto-Belichtungsmodus. Man muss vorher nur die gewünschte Blende vorwählen und die Kamera stellt die Belichtungszeit automatisch ein. Ein vielleicht verwirrendes Bedienelement weniger. Langzeitbelichtungen (B-Modus) sind bei beiden jedoch möglich. Durch die eingeschränkte Funktionalität sind sie auf dem Gebrauchtmarkt recht günstig. Im Zweifel würde ich eher zur Pentax greifen, da die alten Nikon-Objektive teurer gehandelt werden (da auch digital nutzbar) und sie offenbar etwas besser sein soll als die Nikon.
  • Nikon FG oder FG-20
    Die meisten analogen Nikon-Spiegelreflexkameras sind leider recht teuer. Die FG dürfte mit Objektiv gerade noch so im Budget liegen. Warum ist sie außerdem für Einsteiger in die Analogfotografie sinnvoll? Weil es auch hier kaum vom Wesentlichen ablenkende Bedienelemente gibt: Blende am Objektiv vorwählen und im A-Modus wird automatisch die passende Belichtungszeit eingestellt. Man kann aber auch im P-Modus fotografieren: Dann muss man auch nicht einmal die Blende einstellen (geht nicht mit allen Objektiven). Im Gegensatz zur eben erwähnten Nikon EM kann man auch gänzlich manuell eingreifen. Die „FG-20“ ist eine in ihrer Funktionalität reduzierte FG: Es fehlt der eben erwähnte P-Modus (Programmautomatik).
  • Yashica FX-1
    Im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen aus der Familie Yashica verwendet die FX-1 kein M42-Schraubgewinde mehr sondern ein eigenes Bajonett. Hierdurch erübrigt sich auch das Herunterdrücken eines Hebels zur Belichtungsmessung. Sie hat sogar einen Auto-Modus, wodurch ein Abgleich der je eingestellten Blende mit dem Zeiger im Sucher nicht mehr unbedingt nötig ist. Manuell kann man die Belichtungszeiten trotzdem wählen. Diese Yashicas sind auf dem Gebrauchtmarkt, grob eingeschätzt, viel günstiger als Nikon oder Canon.
  • Minolta X-700
    Günstiger als Nikon wird auch Minolta gehandelt. Dabei ist die X-700 eine recht hochwertige Analogkamera (sehr ähnlich ist auch die X-500). Sie wurde damals nicht für Einsteiger gebaut, ist preislich (derzeit) allerdings recht attraktiv. Wie bei allen hier vorgestellten Kameras ist auch die Minolta vom Bedienkonzept sehr übersichtlich gestaltet und man findet sich hier schnell zurecht. Die Besonderheiten, die sie zu einer Kamera u. a. auch für Fortgeschrittene macht, kommen einem Anfänger sicherlich nicht in die Quere. Wenn man bei der analogen Fotografie bleiben wird, spart man sich hiermit den evtl. späteren Kauf einer noch besser ausgestatteten Kleinbildkamera. Da bei dieser Minolta bereits einiges an Kunststoff verbaut wurde, ist sie wiederum nichts für Liebhaber der schönen silbernen Metallkameras wie beispielsweise die oben gezeigte Pentax Spotmatic.

    Kamera Minolta X-700 vor weißem Hintergrund
    Die Minolta X-700 ist eine relativ kleine und durchdachte SLR-Kamera mit hellem Sucher. Sie basiert allerdings von der Fertigung her schon stärker auf Kunststoff.

Diese Liste ist natürlich nur als grobe Empfehlung zu sehen. Es gibt viele, ganz ähnliche Kameras, die – da sie nicht in solchen Aufzählungen erscheinen – gebraucht sicherlich noch günstiger gehandelt werden, wenn auch seltener.

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Canon EOS 750 analoge Spiegelreflexkamera Kamera Camera Gehäuse Nikon EL 2 Body Gehäuse SLR Kamera analoge Spiegelreflexkamera schwarz Analoge Spiegelreflex-Kamera, Revue Flex SC2, 2 Objektive, Tasche Analoge Spiegelreflexkamera „Minolta Dynax SPxi“ Chinon CP-7m, Spiegelreflexkamera analog Minolta XD5 Analoge Spiegelreflexkamera + Anleitung Asahi Pentax SP 500 analoge Spiegelreflexkamera silber Top Zustand Minolta SRT 100x Spiegelreflexkamera 35mm analog, Tokina 80-200mm Schiebe-ZOOM Ricoh XR-P – Analoge Spiegelreflexkamera Gehäuse mit Pentax K-Bajonett 35mm Film Olympus OM-1 analoge Spiegelreflexkamera MD Gehäuse
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Nikon und Canon sind beispielsweise recht teuer gehandelte Marken – vermutlich weil sie heute immer noch aktuell sind. Günstiger bei häufig ähnlichem Leistungsumfang sind hier Analogkameras der Marken wie beispielsweise Yashica, Olympus, Minolta, Fujica, Konica, … Es gibt noch weitere Hersteller, welche hochwertige und auch anfängerfreundliche Analogkameras hergestellt hatten. Underdogs wie Kowa, Topcon, Sigma oder Miranda sind hierzulande kaum bekannt und dürften generell recht günstig sein. (Obacht aber wegen dem Batterieproblem, s. u.)

analoge Kamera Typ Pentax P30

Diese ›Pentax P30‹ ist nur ein weiteres Beispiel für eine der vielen analogen Spiegelreflexkameras, welche dank simplem Bedienkonzept und ihrem günstigen Kurs auf dem Gebrauchtmarkt durchaus auch für Einsteiger geeignet sind.

Analogkamera vom Typ Canon AE1 Program

Die ›Canon AE1 Program‹ gehört zu den bekanntesten Analogkameras. Sie ist meist allerdings etwas höherpreisig – dafür wiederum gut dokumentiert und sie funktioniert seit vielen Jahrzehnten zuverlässig.

Kamera Olympus OM-1 (analog) vor weißem Hintergrund

Eine der m. M. n. schönsten Analogkameras ist die »Olympus OM-1« aus den späten 1970er Jahren. Mit etwas Glück findet man sie in gutem Zustand zu einem guten Preis mit 50mm-Objektiv (unter 160 Euro).

Warum sie nicht in der Liste auftaucht? Weil sie die berüchtigten ›Quecksilber-Batterien‹ benötigt (s. u.). Allerdings ist die Olympus OM-1 eine rein mechanische Kamera: Sie funktioniert auch ohne Batterien – Der Strom wird nur für den internen Belichtungsmesser benötigt. Mit z. B. meinem Online-Belichtungszeiten-Rechner kann man die richtige Belichtungszeit ermitteln. Ihre nicht weniger schöne Nachfolgerin – die »OM-2« – kann m. W. bereits mit heute noch erhältlichen Batterien betrieben werden.

Bei Lichte und streng betrachtet ist so ein Model keine ›Einsteiger-Kamera‹ mehr – Doch man stellt auch hier nur die Belichtungszeit und Blende ein. Aufgrund der heute relativ geringen Gebrauchtmarkt-Preise soll sie nicht unerwähnt bleiben.

Hund sitzt im Vordergrund, im Hintergrund steht ein Mann unscharf auf einer Wiese

Für das Spiel mit Schärfe und Unschärfe ist die Spiegelreflexkamera prädestiniert: Man sieht dies sofort im Sucher.

Mit der Blendeneinstellung am Objektiv steuert man die Intensität der Schärfentiefe.

Das richtige Objektiv

Die meisten Kleinbild-Spiegelreflexkameras wurden damals sicherlich zusammen mit einer Festbrennweite von 50 mm mit einer Lichtstärke von ca. 1.8 bis 2.8 verkauft. Häufig hängen diese Objektive auch noch an den Kameras auf dem Gebrauchtmarkt dran. Damit kann man nicht viel falsch machen und sie sind relativ günstig und eigentlich alle gut.

S/W-Foto eines Insektenhotels

Kontrastreich und bis in die Ecken scharf – das ist für die normalen 50mm-Festbrennweiten kein Problem. Bei einfachen Zoom-Objektiven wird es hierbei etwas kritischer.

Diese Brennweite sind insbesondere für Ganzkörper- bzw. Halbporträts geeignet – Nicht jedoch für Kopfporträts, da man hierbei noch näher an eine Person heran gehen müsste und es dann zu Verzerrungen kommen würde.

(Hierfür bräuchte man dann ein leichtes Teleobjektiv.)

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Dieses Buch beschreibt die Funktionalität typischer analoger Kameras. Der Autor gibt Hinweise zur Wartung und Aufbereitung dieser alten Geräte sowie Tipps zum Gebrauchtkauf. Das Buch eignet sich auch für alle, die kleine Dinge selber reparieren möchten bzw. eine entsprechende Kamerapflege anstreben.

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Meine bevorzugte Brennweite jedoch ist das ganz leichte Weitwinkel von 35 mm. Denn 50 mm empfinde ich vom Bildwinkel bereits als zu eng. (Stadt-) Landschaften sind das ideale Sujet für die 35mm-Objektive. Ich benötige fast nie eine andere Brennweite. Für klassische Porträts sind sie allerdings weniger geeignet.

ein 35mm Objektiv
Meine Lieblingsbrennweite an der Kleinbildkamera ist das 35mm-Objektiv. Ich hatte hierzu sogar einmal einen ganzen Beitrag mit Beispielbildern geschrieben.

Dummerweise sind alle Brennweiten jenseits der 50 mm häufig recht teuer – insbesondere bei Nikon oder Canon.

Kleiner Hinweis

Ein kleiner Hinweis soll an dieser Stelle noch stehen, was all diese mechanischen Spiegelreflexkameras anbelangt: Rein technisch sind sie alle nichts weiter als ein lichtdichtes Gehäuse, an dem sich vorne ein Objektiv- und hinten ein (eingelegter) Film befindet.

Will meinen: Mit allen kann man theoretisch hervorragende Fotografien anfertigen. Die Abbildungsqualität bestimmt in erster Linie das verwendete Objektiv und auch der jeweilige Film. So blätterte ich jüngst in einer Buchhandlung in einem Bildband von Harald Kirschner – Soweit ich weiß, fotografierte der Fotograf in den 80ern viele Serien mit einer schlichten Praktica-Kamera. Mit einer deutlich teureren Nikon F3 beispielsweise wären diese Bilder kaum besser geworden.

Mann seitwärts vor einem Baum im Winter und Gegenlicht als S/W-Foto mit einer Spiegelreflexkamera gemacht

Ein klassisches Porträtfoto mit der Spiegelreflex: Bei einigen dieser Modelle gibt es eine Korrektureinstellung für Gegenlicht: Feinheiten wie diese machen dann die Unterschiede zwischen den Modellen aus, sind für Anfänger jedoch nicht unbedingt relevant.

analoge SLR-Kamera von oben gesehen mit den Bedienelementen

Empfehlenswert ist auch der Artikel: Unterschiede teure / günstige Analogkameras

Falls man sich nicht sicher ist, welche Funktionen und Eigenschaften man überhaupt benötigt.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Bevor man sich eine Analogkamera gebraucht kauft, sollte man noch einige (wenige) Dinge beachten:

Batterien noch erhältlich?

Die nötigen Batterien (›Zellen‹) sollten heute noch im Handel erhältlich sein.

Hintergrund: Viele alte Analogkameras wollen mit ›Quecksilberbatterien‹ versorgt werden (nähere Informationen dazu hier). Der Verkauf dieser ist in der EU jedoch untersagt. Die meisten dieser betroffenen Kameras funktionieren jedoch auch ohne Batterien (da diese nur für den internen Belichtungsmesser zuständig sind).

Die hier aufgelisteten Kameras sind alle mit heute erhältlichen Batterien kompatibel (diese Aussage sicherheitshalber ohne Gewähr).

Drei Weincell Ersatzbatterien mit einer Spannung von 1,35 Volt in der Originalverpackung liegen auf weißem Hintergrund.

spezifische, quecksilberfreie Ersatz-Zellen

Es gibt jedoch Ersatzbatterien für genau diese Problematik: Unter der Marke »WeinCell« werden Knopfzellen in der richtigen Größe (z. B. „PX625“) und der richtigen Spannung (1,35 Volt) angeboten. Auf der Verpackung sind sogar gleich einige der hierfür relevanten Analogkameras gelistet.

Spröde Lichtdichtungen

Häufig sind bei jahrzehntealten Kameras die Lichtdichtungen nicht mehr intakt und auch nicht mehr der Spiegeldämpfer. Hierbei handelt es sich um simplen Schaumstoff bzw. Moosgummi, was man auch selber ersetzen kann:

ein alter Spiegeldämpfer bei einer Spiegelreflexkamera

Diesen alten, bröselnden Schaumstoff über dem Spiegel (um diesen abzupolstern) kann man recht leicht entfernen und mittels einem dünnen Streifen Doppelklebeband durch einen neuen ersetzen, den man sich aus weichem Schaumstoff selber zuschneidet. Das selbe gilt für das Ersetzen der Lichtdichtungen an der hinteren Klappe.

Bedienungsanleitung erhältlich?

Falls auffindbar sollte man sich die Bedienungsanleitung durchlesen.

Seit vielen Jahren ist Butkus.org (englisch) die Anlaufstelle im Internet, wenn man spezielle Anleitungen für alte Fototechnik sucht. Häufig findet man dort tatsächlich die Gebrauchsanleitung für das gerade erworbene Kameramodell (wenn auch nur in Englisch) zum kostenlosen Download.

Weiterführende Tipps

Wenn es darum geht, eine alte, gebrauchte analoge Kamera auch als Laie auf Funktionalität zu testen, ist auch dieser Beitrag empfehlenswert: Kamera testen auf dem Trockendock.

Wer genügend Geld ausgeben kann und möchte, sollte sich auch einmal die Angebote der Händler für Gebrauchtkameras ansehen. Denn diese garantieren ja eine Funktionalität der alten Schätzchen und bieten ein Rückgaberecht. Dies erspart ggf. Ärger – Gerade wenn man sich selber noch nicht so gut auskennt.

Falls man eine alte Kamera von Privat via Ebay oder Kleinanzeigen erwerben möchte, ist auch der Beitrag → Augen auf beim Gebrauchtkauf interessant.

eine Produktabbildung Retro-Kameras: Modelle - Technik - Design

Dieses Buch bietet eine Übersicht über die 100 wichtigsten analogen Kameras. Sie finden in diesem Wälzer viele hochwertige Produktfotografien nebst Beschreibungen zu Besonderheiten und hervorgehobene Details. Wer noch nicht weiß, welche analoge Kamera er bei Ebay kaufen soll, findet hier sicherlich das passende Modell.

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Zusammengefasst

Der simpelste Einstieg in die analoge Fotografie gelingt sicherlich über eine der vielen (günstigen) Point-and-Shoot-Kameras. Diese belichten ziemlich treffsicher und alles läuft im Automatik-Modus ab. Es gibt auch noch manuelle Sucher- und Messsucherkameras. Doch diese sind entweder fehleranfällig, vernünftige selten (bzw. teuer) oder sie besitzen das angesprochene Batterieproblem.

Wer konkrete Bildvorstellungen hat, wird mit einer manuell bedienbaren, technisch robusten Spiegelreflex-Analogkamera besser beraten sein. Für Einsteiger gibt es hierfür viele günstige und hochwertige Modelle mit großer Objektivauswahl auf dem Gebrauchtmarkt.

Weiterführende Tipps

Die Kollegin von 64asa.de hält auch so eine Liste an Kameras bereit. Und der Kollege von kleinbildphotographie.de hat hierzu ebenfalls einige Empfehlungen parat. Teilweise überschneiden wir uns, aber es gibt hier noch weiteres zu entdecken.

Gibt es weitere Tipps zu bestimmten analogen Kameramodellen speziell für Einsteiger?

veröffentlicht: 8.09.16 | letzte Änderung: 23.04.25

der Autor dieser Seite

Hallo – Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit der analogen Lichtbildkunst und ich stehe entweder in der Dunkelkammer oder digitalisiere meine Filme am Computer. Analoge-Fotografie.net ist ein ›Ein-Mann-Betrieb‹. Daher kann es manchmal etwas dauern, bis ich Kommentare beantworte.

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5 Kommentare

Welche Analogkamera für Anfänger und Einsteiger?

F
Frau Müller 23.3.2025

Hallo Thomas,

ich denke, für 50 Euro wirst Du keine SLR eines namhaften Herstellers bekommen. Sei es eine Pentax, Minolta, noch eine Nikon, Canon oder gar Olympus. Allein die jeweils lichtschwächsten Normalobjektive kosten aktuell zwischen 40 und 60 Euro. Die Zeiten in denen man eine Minolta X700 mit einem 1,4/50 mm für 40 Euro kaufen konnte sind schon lange vorbei.

Wenn man Wert auf einen eingebauten Belichtungsmesser legt, dann sollte man Kameras mit CdS-Elementen meiden. Diese altern und zeigen heute wahrscheinlich falsche Werte an.

Eine überholte Nikon (FM/FE o.ä.) oder Olympus (auf 1,5 V umgebaute OM 1) plus Normalobjektiv kostet gut und gerne 200 Euro; eher mehr. Eine Nikon EM würde ich allenfalls als Briefbeschwerer einsetzen. Für eine Pentax nach 1970 oder Minolta bezahlt man sicherlich etwas weniger. Aber immer noch deutlich mehr als 50 Euro. Von Canon (Fd) würde ich die Finger lassen. Entweder zu teuer (F1) oder extrem teure Batterien und meist Blendenautomatik. Weiter neigen einige Objektive von Canon zu extrem schwierig zu reparierenden Lagern.

Du siehst, mein Vorschlag mit der TLR ist preislich vergleichbar wenn Du nicht eine uralte, exotische Kamera mit einem Sucher so dunkel wie eine Bärenhöhe (quasi alle Ossimodelle) verwenden möchtest, bei denen zusätzlich die meisten Belichtungsmesser allenfalls Schätzwerte liefern.

Deinen Einwand mit dem externen Belichtungsmesser kann ich entkräften. Wer ausschließlich klassischen Schwarzweißfilm oder Farbnegativfilm verwenden möchte kann gut und gerne auf sein Smartphone als Belichtungsmesser zurückgreifen. Hier gibt es entsprechende Apps; teils sogar kostenlos. Meist sind die Verschlusszeiten der alten Schätzchen so ungenau dass es auf leichte Abweichungen der App auch nicht mehr ankommt.

Die Entwicklung von Planfilmen ist nicht schwierig. Zur Not reichen drei alte Suppenteller vom Flohmarkt und ein dunkler Raum.

F
Frau Müller 23.3.2025

Hallo Thomas,

Du schreibst: „Die meisten der berühmten analogen Fotografien wurden wohl mit einer Kleinbildkamera gemacht.

……..

Nachdem die Frage nach dem geeigneten Filmformat geklärt ist, muss noch etwas mehr ins Detail gegangen werden.“

Na ja, wenn Du Dich hier nicht ein wenig zu stark aus dem Fenster lehnst?!

Das meistgedruckte/reproduzierte Foto der Welt (Machin-Stamp) wurde 1966 mit einer Kleinbildkamera aufgenommen? Das Foto der aufgehenden Erde hinter dem Mond wurde mit einer Kleinbildkamera aufgenommen? Die Bilder der Mondlandung(en) wurden mit einer Kleinbildkamera aufgenommen? Le Violon d’Ingres (1924), das wahrscheinlich teuerste je gehandelte Foto der Welt, wurde mit einer Kleinbildkamera aufgenommen?

Was spricht gegen eine (einfache) TLR im Mittelformat für den Anfang? in meinen Augen gar nichts. Die großen Negative verzeihen Fehler besser als die briefmarkengroßen Bildchen auf 35mm-Film. Auch lassen sich größere Negative besser vergrößern/scannen. Man sieht weniger Staub, Flecken, Kratzer. Das Korn kommt weniger störend und sie lassen sich leichter abfotografieren.

Sogar die Scharfeinstellung mit Faltlichtschachtsucher und Lupe ist genauer und einfacher als mit der Kleinbildkamera.

Auch gegen das (meist) fest eingebaute Normalobjektiv spricht wenig. Die Fotos werden meist schärfer und feinkörniger als ihre Mitbewerber aus der Kleinbildkamera. Zur Not lässt sich sogar bei Portraits der passende Ausschnitt herausschneiden.

Sogar Großformat würde ich für Anfänger nicht von Anfang an ausschließen. Wer fotografieren möchte (und nicht mit Technik spielen), könnte gerade darin seine Erfüllung finden. Auch, oder gerade als Anfänger. Auf der großen Mattscheibe lässt sich wunderbar ein Motiv gestalten. Mit keinem anderen Kamerasystem gelingt das einfacher und genauer. Die teuren Filme erziehen zum Nachdenken. Keine Einstellung wird von einer Automatik übernommen.

Zusammengefasst möchte ich sagen, Deine Aussage ist mir zu pauschal. Natürlich spricht nichts gegen die Kleinbildkamera. Aber es gibt gute Gründe sich anders zu entscheiden.

Viele Grüße von der Müllerin

T
Thomas 23.3.2025

Hallo Frau Müller, hier geht es mir ums gleich Loslegen. Eine TLR wäre gut. Aber für 50 Euro ist da nichts Gescheites zu holen, was nicht hakelig oder anfällig ist. Dann benötigt man noch einen externen Belichtungsmesser und hat eine dunkle Mattscheibe. Das ist m. E. nicht anfängerfreundlich. Und wer, der noch nie analog fotografiert hat, entwickelt plötzlich Planfilme selber? Das Großformat scheidet hier für mich gleich aus.

Mit den „berühmtesten Fotos“ meine ich die vielen bekannten journalistischen Bilder ab den 1960er Jahren in der westlichen Kulturwelt. Mit der Aussage möchte ich darauf hinweisen, dass man für aussagekräftige Fotografien nicht gleich einen großen „Hubraum“ benötigt. Du weißt ja selbst sehr gut, wie so etwas gerne in technikaffinen Kreisen kolportiert wird.

T
Thomas G 21.3.2025

Hallo Thomas,

eine alte gebrauchte P30T mit 2,0/50mm Objektiv hatte ich einige Jahre auf dem Gepäckträger von meinem Fahrrad. Trotz der Erschütterungen über Feldwege blieb die Kamera intakt und auch das Mattscheibenbild sehr sauber. Durch eine MX habe ich diese dann nur deswegen ersetzt, da der Sucher nicht der hellste und das Gehäuse aus Kunststoff war. Noch heller als bei der MX ist der Sucher einer Olympus OM1N, deren Design auch meiner Meinung nach wirklich herausragt.

T
Thomas 22.3.2025

Hallo Thomas, danke für den Kommentar. Hätte nicht gedacht, dass die Kamera die Vibrationen so gut wegsteckt. Ich habe meine auch häufig beim Radfahren dabei und habe hier immer etwas Bedenken bzw. polstere gut.

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