Informationsseite über die analoge Fotografie mit vielen Hinweisen und Tipps

Eine Übersicht an Scandienstleister zum Digitalisieren von Dias, Negativen und Fotos

Wenn Sie eine gewisse Anzahl an Dias oder Negativfilmen besitzen und diese entweder Drucken (lassen) wollen oder die analogen Bilder über das Internet bzw. auf einem Bildschirm präsentieren möchten, müssen diese Fotos zunächst digitalisiert werden. In diesem Beitrag gibt es eine Übersicht an verschiedene Anbieter.

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In dem diesem Artikel übergeordnetem Beitrag geht es um die vielen Dienstleister, die Ihre Filme entwickeln können. Dort können Sie freilich auch tatsächliche Papierbilder oder Daten auf CD Ihrer Dias oder Negative erhalten. Allein: Zumindest von den Discountern (gemeint sind Märkte wie Rossmann oder DM) werden Sie in der Regel nur eine recht magere Qualität in puncto Digitalisierung erwarten können. Dies ist bei den geringen Preisen bzw. bei einer rein maschinellen resp. automatisierten Umwandlung auch nicht anders möglich.

Digitalisierung von fotografischem Film
Um analoge Fotos auf dem Bildschirm betrachten- bzw. sie an eine Druckerei übergeben zu können, müssen die analogen Filme zuvor mit Sorgfalt in hoher Qualität digitalisiert- bzw. umgewandelt werden – vom S/W-Film, Farbnegativfilm oder Dia.

In diese Bresche springen spezielle Scandienstleister. Denn das Umwandeln eines physischen Datenträgers (Ihr Film) in digitale Daten ist keinesfalls trivial, wenn man auf eine farbnatürliche Ausfilterung, auf eine hohe Auflösung bzw. Schärfe und auf die Wiedergabe des gesamten Tonwertumfanges des Filmmaterials Wert legt. Oftmals wird das qualitativ hohe Potential der analogen Fotografie – bedingt durch eine unvorteilhafte Digitalisierung – leider nur ungenügend repräsentiert.

Stativ und Digitalkamera über Negativ

Dias und Negative lassen sich auch mit der Digitalkamera und einem Makro-Objektiv digitalisieren. Allerdings ist hierbei einiges zu beachten.

Auf dieser Internetseite, die Sie gerade lesen, erfahren Sie freilich auch, wie Sie selbst mit bereits einem Scanner der 600€-Klasse hochwertige digitale Daten Ihrer Filme erhalten, welche oftmals besser sein können als die Ergebnisse von manchen Dienstleistern. Hierzu bedarf es jedoch zunächst viele Stunden Einarbeitung und Selbststudium, wie Sie anhand der Anleitungen sehen können. Für alle, die dies nicht selbst machen möchten bzw. können oder einfach nicht die Zeit dazu haben, bieten mehrere auf das Scannen von Negativen und Film spezialisierte Anbieter ihre Dienste an.

Entsprechende Firmen schießen derzeit fast wie Pilze aus dem Boden. Hier gibt es jedoch Unterschiede: Als Fotokünstler möchte man nur eine Handvoll an Negativen digitalisiert wissen – dafür jedoch in der maximal realisierbaren Qualität. Jemand, der die Bilder aus alten Diakästen komplett gescannt haben möchte, legt (bei dieser Masse) jedoch mehr Wert auf den Preis und weniger auf das Maximum an möglicher Auflösung. Entsprechend unterschiedlich sind die Anbieter aufgestellt.

Bilder Vergößern in der Dunkelkammer

Zumindest S/W-Negative können Sie daheim natürlich auch selbst vergrößern. Zum Digitalisieren dieser Papierbilder reicht ein einfacher „Büroscanner“. Es gibt auf dieser Seite sogar einen Vergleich: Scan vom Negativ gegen Scan vom Handabzug.

Hier können Sie Ihre alten und neuen analogen Filme und Dias digitalisieren lassen

Allein im deutschsprachigen Raum gibt es viele Anbieter, zu denen Sie Ihre Dias und analogen Filme schicken können:

Tipp: Lassen Sie Ihre analogen Farbfilme* beim Discounter vor Ort entwickeln und bestellen Sie die günstigsten Abzüge mit. Diese dienen lediglich als „Vorschau“. Wählen Sie Ihre Lieblingsmotive aus (Sie wollen sicherlich nicht alle Bilder digitalisiert haben) und schicken Sie diese Negative / Dias an spezialisierte Scananbieter.
Vergewissern Sie sich, dass der Anbieter auch weiß, welche Motive Sie ausgewählt haben, wenn Sie ganze Filmstreifen einschicken. Man kann einen Punkt mit einem wasserfesten Filzstift je unter das gewünschte Bild (am Bildrand / auf dem Diarahmen) anbringen. Eine Variante mit Klebepunkten zur Markierung ist jedoch weniger zu empfehlen, denn jenes muss beim Scannen von Dienstleister stets (aufwändig) abgelöst werden. Daher ist ein Notieren (und klares Kommunizieren) der entsprechenden Randnummern der Negative sicherlich die eleganteste Lösung. Denn Filzstifte könnten das Filmmaterial irgendwann chemisch beschädigen.

Zur Vorschau der Motive kann man (bei Farbfilmen) die Entwicklung zunächst selbst über den Drogeriemarkt anfertigen- bzw. sich die günstigsten kleinen Papierbilder drucken lassen. Danach sollte noch einmal vom Experten digitalisiert- und ggf. vom Fachmann gedruckt werden.

*S/W-Filme sollten Sie jedoch besser in einem Fachlabor entwickeln lassen, da hier (im Gegensatz zum Farbfilm) jeder Filmtyp eine etwas angepasste Entwicklung benötigt. Oder Sie entwickeln S/W-Filme einfach selbst daheim im Bad. Der Vorgang / die Ausrüstung ist lediglich ähnlich anspruchsvoll wie beim Kochen etwas anspruchsvollerer Gerichte.

Die obige Liste soll in Zukunft aktualisiert werden. Gerne können Sie im Kommentarbereich weitere Hinweise bzw. Vorschläge zu Firmen geben, an die man analoges Filmmaterial zum Scannen einschicken kann.

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Der kompakte Plustek OpticFilm 8200i gehört zu den beliebtesten Negativ- und Diascannern im preisgünstigen Bereich. Zwar ist er im Gegensatz zum Epson Perfection 800 nur für das Kleinbild geeignet. Er ist jedoch nur ca. 1/2 so teuer! Auf Amazon kann man sich dazu ein Bild von den positiven Kundenbewertungen machen.

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Wissenswertes in puncto Qualität und Technik

Einige Dienstleister für das Scannen Ihrer Filme nutzen einen sogenannten „Flextight-Scanner“. Vielleicht haben Sie den Namen dieses Gerätes schon einmal gehört:

Ich habe mich aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen gegen einen Trommelscanner entschieden.  Ich verwende einen Hasselblad Imacon Flextight X1 einen „virtuellen Trommelscanner“. Er ist aus Sicht des Bildergebnisses die zweitbeste Möglichkeit einer Digitalisierung.
Aus Sicht der Schonung des Dias oder Negativs ist er erste Wahl.

Quelle: drumscan.de

ein Filmscanner von Imacon-Hasselblad

Ein Flextight-Scanner. Zu sehen sind auch die besagten charakteristischen Magnet-Masken.

Jener Flextight wurde ursprünglich offenbar von der Firma „Imacon“ und dann von Hasselblad gebaut. Was die Abbildungsqualität anbelangt befindet er sich an zweiter Stelle – hinter den klassischen Trommelscannern. Der Nachteil jener Trommelscanner: Ihre Negative müssen hier mittels einer Flüssigkeit und Klebeband auf eine Trommel montiert werden (die sich beim Digitalisieren dreht). Das kostet freilich Zeit bzw. Geld. Anders beim Flextight: Hier werden magnetische, dünne Halter genutzt, in die Filmstreifen, Planfilme oder eben Dias eingespannt werden. Jene Halter werden dann zum Scannen (ganz langsam) eingezogen und im Innern des Gerätes über die Scanzeile gewölbt. Durch diesen Trick wird also eine Trommel „virtualisiert“ mit dem selben Vorteil des Trommelscanners: Der jeweils gescannte Bereich des Filmmaterials befindet sich exakt und plan im Brennpunkt. Es lohnt sich oft nicht, sich selbst einen (gebrauchten) Scanner dieses Typs zuzulegen. Sie sind sehr teuer und ob es hierfür noch einen Service gibt? Wirbt ein Anbieter jedoch mit der Verwendung eines solchen, so tut er dies als Qualitätsmerkmal. Die Firma Mediafix (Werbung) beispielsweise bietet zusätzlich zu regulären Scans auch Digitalisierungen für höchste Ansprüche mit dem Hasselblad Flextight-Scanner an. Mit dem Gutscheincode „ANALOG“ erhalten Sie hier als Leser dieser Seite einen Rabatt von 12%.

ein Fuji Frontier Scanner

Viele Scanlabs arbeiten auch mit dem Fujifilm-Frontier-Scanner. Auch dies ist ein sehr hochwertiges Gerät. Der Vorteil: Hier arbeitet keine Scan-Zeile, die mit einem Motor nach und nach über die Dias / Negative geführt wird. Stattdessen besitzen diese Scanner eine „Vollformat-Scanzeile“, die den Film – Frame für Frame – relativ schnell digitalisieren kann. Die Abbildungsqualität ist auch hier sehr hoch. Nachteil: Es können damit nur Kleinbild- und Mittelformatfilme (bis zum Format 6×9) gescannt werden.

Farbkorrekturen: Auge vs. automatische Software-Korrektur

Es ist in diesem Zusammenhang auch darauf zu achten, dass manche Anbieter, die sich auf das Scannen spezialisiert haben, auch nur rein automatisch digitalisieren. Die Filmstreifen werden dann einfach nur durch eine Maschine gejagt. Wenn die Digitalisierung eines Mittelformat-Negativs als Tiff-Datei in der Auflösung von 3200 DPI lediglich 1,50 € kostet, dann kann man bei diesem Preis einfach nicht erwarten, dass sich ein fachmännisches Auge das Motiv betrachtet hat und dieses nach menschlichem Ermessen ausgefiltert wurde. Die Farben und der Kontrast werden hier einfach von einer Software automatisch eingestellt und nicht nach dem, wie ein Mensch Farben, Helligkeit und Kontrast als „schön“ bzw. für das Motiv angemessen hält.
Ein Tipp, wenn Sie sich mit digitaler Bildbearbeitung auskennen: Lassen Sie sich einfach einen „RAW-Scan“ anfertigen (z. B. mittels Flextight im Dateiformat „3F“). Dies muss (sofern sich der Anbieter darauf einlässt) weniger kosten als ein ausgefiltertes Bild, da das Personal hier ja viel weniger Arbeit zu erledigen hat. Das Einstellen von Farbe, Helligkeit, Kontrast erledigen Sie dann einfach selbst daheim. Denn das Programm „Flexcolor“, welches mit besagten 3f-Dateien umgehen kann, gibt es kostenlos bei Hasselblad zum Download für jedermann (nach vorheriger Registrierung per E-Mail).

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Abfotografieren von analogen Filmen und Dias

abfotografieren von Dias und Negativen

Filme kann man auch selbst mit der Digitalkamera abfotografieren. Die Qualität kann hierbei erstaunlich hoch sein.

Einige Firmen bzw. „Ein-Mann-Anbieter“ gehen noch einen anderen Weg zur Digitalisierung von (alten) analogen Filmen bzw. Dias: Sie nutzen eine spezielle Vorrichtung, in welcher das analoge Material (plan) eingespannt werden kann. Von hinten wird dieses mit weichem Licht durchleuchtet und dann mit einem hochwertigen Makroobjektiv und einer Digitalkamera abfotografiert (normale Objektive oder Zwischenringe sind hier für einen hohen Anspruch kaum zu gebrauchen). Dieser Vorgang geht wesentlich schneller als das Scannen mittels einem hochwertigen Scanner und kostet daher in der Regel auch viel weniger Geld. Gute Filmscanner besitzen die Möglichkeit, je einen zweiten Scann mittels einer Infrarotoptik anzufertigen. Auf diese Weise können Staub und Fingerabdrücke hervorragend vom eigentlichen Bild (dem ersten Scan) unterschieden- bzw. heraus gefiltert werden. Ob so etwas mittlerweile auch einige Digitalkameras beherrschen ist dem Autor nicht bekannt.

Oder doch selbst scannen?

Wer jedoch regelmäßig analog fotografiert und die Filme zum Scannen einschickt, wird relativ schnell die Anschaffungskosten eines eigenen Filmscanners amortisiert wissen. Welche Qualität mit einem guten Consumer-Scanner wie dem Epson V800 realisierbar ist, können Sie in diesem Beitrag direkt in zwei 100%-Ansichten nachvollziehen. Doch wie gesagt: Um dahin zu gelangen, muss man sich gründlich einarbeiten bzw. gewisse Kenntnisse in der digitalen Bildbearbeitung beherrschen und Zeit ist schließlich auch Geld. Auf dieser Internetseite erfahren Sie freilich, was Sie zum selber Scannen wissen müssen.

EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber
EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber
von Epson

Mit dem neuen Epson V800 kann man Negative und Dias scannen, welche eine ähnlich hohe Auflösung besitzen wie ein "Profi-Scanner", bereits mit der Standard-Software. Man muss sich hierfür jedoch auch in gewisse Scann-Techniken belesen (Suchfunktion dieser Seite). Es können bis zu 24 Negative auf einmal digitalisiert werden (unbeaufsichtigt). Das Filmformat reicht von Minox bis zum Großformat-Planfilm.

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Eine weitere Möglichkeit ist übrigens das Abfotografieren via Digitalkamera und Leuchtplatte. Sofern Sie am Computer das populäre Bildbearbeitungsprogramm „Lightroom“ nutzen, gibt es hierfür ein sehr beliebtes Plugin: Negative Lab Pro. Mit diesem ist es ein Kinderspiel, tatsächlich farbrichtige Bilder vom Farbnegativ zu erlangen.

Wenn Sie hochwertige digitale Daten von Ihren analogen Vorlagen haben möchten, sollten Sie jedoch besser nicht in einen der vielen kleinen Kästchen mit LCD-Monitor investieren, wie es sie für teils unter 100 Euro im Handel (z. B. bei Lidl oder Amazon) gibt. Freilich bekommt man auch mit solch einer Technik recht schnell ein digitales Foto vom Film. Da ein solches Gerät jedoch lediglich eine simple Digitalkamera mit einfachem Objektiv und integrierter Lichtquelle ist, sind hochauflösende Ergebnisse nicht möglich. Für Bilder aus dem Familienalbum reicht es natürlich. Vor allem gelingt das Einlesen hiermit schnell und unkompliziert.
Manch einer hat sich auch schon einen der besseren Scanner (z. b. den diesen oder gleich den oben schon erwähnten Epson V800) gekauft, nur um damit an einem langen Wochenende das gesamte alte Archiv zu digitalisieren. Im Anschluss wurde das Gerät wieder verkauft. Hier kann man sich dann ausrechnen, ob dies vielleicht sogar günstiger ist, als einen Dienstleister zu beauftragen – vorausgesetzt natürlich, man hat die hierfür nötige Zeit und die Muße, sich mit der Technik zu befassen.

Einige Freunde der analogen Fotografie gehen noch einen Schritt weiter und entwickeln ihre Negativfilme (S/W oder gar Farbe) zuvor noch gleich selbst. Auf diese Art muss das Filmmaterial gar nicht mehr aus den Händen gegeben werden.

eine nachbelichtete Fotografie vom Ilford FP4

Ein selbst entwickelter S/W-Film (Ilford FP4) im Entwickler Rodinal.

Was Dienstleister nicht machen können (oder nur mit gehörigem Preisaufschlag), ist das Interpretieren von Negativen: Bei dieser Fotografie wurde alles um das Rondell herum weich nachbelichtet (abgedunkelt). Das Auge des Betrachters wird „gelenkt“. Nur dadurch erhält das Motiv die gewünschte Wirkung. Dienstleister hingegen digitalisieren linear. Es lohnt sich also, wenn man sich mit der digitalen Bildbearbeitung auseinander setzt (→ Nachbelichten mit Photoshop) oder natürlich mit dem eigenen S/W-Labor (→ Nachbelichten in der Dunkelkammer). Ansonsten erhält man schlichte 1:1-Kopien der Negative, bei denen häufig Potential verschenkt wird.

Die digitalen Daten drucken lassen

Wenn Sie nun hochwertige digitale Daten (Tiff- bzw. JPG-Dateien) Ihrer Dias / Filme besitzen, können Sie diese an eine Online-Druckerei übergeben. Hier können dann qualitativ hochwertige Fotobücher bzw. Papierbilder gedruckt werden. Ebenfalls möglich ist bei einigen Druck-Anbietern das Ausbelichten der Daten auf echtes Fotopapier. Über den kleinen Umweg der Digitalisierung erhalten Sie dann tatsächlich wieder ein echtes „analoges“ Foto vom Negativ.

Fazit: Sicherlich ist es sinnvoll, ganze Archive an spezialisierte Anbieter zu übergeben. Nur wer die nötige Zeit hat, kann sich aber auch selbst zum Thema belesen und sich einen entsprechenden Scanner kaufen (oder es mit der Abfotografier-Methode versuchen). Wer heute regelmäßig analog fotografiert, spart recht schnell Geld, wenn die Digitalisierungen selbst angefertigt werden bzw. wenn sich der Kaufpreis der Ausrüstung hierbei amortisiert.

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Artikeldatum: 13.09.2016 / letzte Änderung: 31. Oktober 2020

der Author dieser SeiteHallo! Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit nunmehr 20 Jahren mit der analogen Fotografie und ich entwickele meine Bilder in der Dunkelkammer oder "mit" dem Computer.

Diese Website hat inzwischen den Umfang eines ganzen Lehrbuchs erreicht: Schauen Sie / schaue Du auch einmal in das Inhaltsverzeichnis hinein.

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Thomas (Admin) | am 24. September 2019

Hallo Michael, die Schritte vom Dia / Negativ zum Papierbild sind ja immer drei:

  1. Entwicklung
    Das kann jeder gleich gut da standardisierte Prozesse. Allerdings würde ich hier bei wichtigen Filmen nicht den Discounter wählen.
  2. Digitalisierung
    Das ist technisch schon komplizierter und hier würde ich einen Dienstleister wählen, der sich jedes Bild auch ansieht bzw. manuell ausfiltert. Manche tun dies rein automatisiert, wovon hier abzuraten ist.
  3. Druck
    (Früher gab es den Weg direkt Dias auf spezielles Papier zu belichten [Cibachrome / Ilfochrome]. Vermutlich macht das keiner mehr und es wird gedruckt.)
    Jetzt kommt eine Druckerei ins Spiel. Hierfür sollte die zuvor von der analogen Vorlage angefertigte digitale Datei von der Dateiart und vom eingebetteten Farbprofil genau zum Drucksystem passen (Stichworte: Farbprofil, Bittiefe, Auflösung).

Idealerweise wählt man hier einen Anbieter, der tatsächlich alles im eigenen Hause macht. Zum Beispiel macht dies das Centrallabor Oedekoven oder das Fotolabor Jan Kopp. Eigentlich käme hier auch MeinFilmLab in Erwägung. Aber offenbar wird dort derzeit kein Diamaterial mehr entwickelt (allerdings weiterhin digitalisiert und gedruckt).

Vermutlich werden die Preise bei den genannten Anbietern relativ „hoch“ sein. Hoch möchte ich hier aber in Anführungszeichen setzen, denn man muss für fotografische Handarbeit natürlich deutsche Löhne zahlen.

Wie mache ich es? Ich hatte mit einigen Freunden in der Vergangenheit einige gemeinsame Ausstellungen organisiert. Und da bei mir Schmalhans Küchenmeister ist und wir unser Material natürlich auch alle selbst zahlen mussten, musste ich ebenso kalkulieren.

Ich ließ zunächst meine Filme entwickeln aber ohne Abzüge / Digitalisierungen dazu, also die reine Entwicklung. Dies tat ich in einem kleinen Fotoladen vor Ort. Leider gibt es so etwas nur noch in Großstädten. Alle anderen schicken ein. Aber dies wird sicherlich noch eine sicherere Lösung sein, als die Filme einfach in der Drogerie einzuwerfen.

Mein Vorteil jetzt: Ich digitalisiere selbst bzw. hatte mich ausführlich mit den (für mich gerade so noch leistbaren) Epson V700 -V850 Scannern beschäftigt.
(Ansonsten hätte ich mir einen Anbieter aus meiner Liste ausgesucht.)

Jetzt hatte ich meine digitalen Daten und dann suchte ich mir eine Druckerei vor Ort (leider ebenso hauptsächlich in Großstädten). Denn dort konnte ich zuvor einige Probedrucke anfertigen bzw. die unterschiedlichen Papiere begutachten und genau nachfragen, welches Dateiformat gewünscht ist.
Ansonsten gibt es natürlich noch sehr, sehr viele Online-Druckereien.

Wie würde ich bei der Auswahl einer Online-Druckerei vorgehen, wenn ich eine möglichst hohe Qualität haben möchte? Ich würde schauen, ob auf der Internetseite konkrete Daten zum gewünschten Dateiformat stehen (insbesondere zum eingebetteten Farbprofil). Die zuvor angefertigten Daten sollten genau diesen Vorgaben entsprechen, damit eine realistische Farbwiedergabe / Helligkeit druckbar ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schaue einmal, ob ein „Alles-in-Allem-Anbieter“ tatsächlich so viel teurer ist, als würde man jeden der drei Schritte auf drei verschiedene Dienstleister aufteilen. Versandkosten muss man dann ja auch noch hinzu rechnen.

Wie du siehst, steckt hinter den ganzen Prozessen recht viel Arbeit und das kostet halt, wenn man gute Ausstellungsprints haben möchte. Ich selbst konnte da recht viel sparen, da ich eben das Digitalisieren selbst mache. Aber auch hierfür muss man sich erst einmal hinein fuchsen und ein vernünftiger Scanner kostet eben. Als Alternative käme ein Abfotografieren via Digitalkamera direkt vom Diaprojektor in Frage. Doch auch dies bedarf zunächst viel Einarbeitung (auch in ein gutes Bildbearbeitungsprogramm).

Hoffe, etwas weiter geholfen zu haben.

Gruß

Thomas

Michael | am 23. September 2019

Hallo Thomas! Vielen Dank für diese ausführliche und sehr informative Seite. Ich habe bisher ausschließlich mit Farbdiafilm fotografiert, die Filme vom Fotogeschäft entwickeln und ausgewählte Bilder vom Dienstleister ausarbeiten lassen. Seit Einführung der Digitalfotografie wurden die Ergebnisse immer schlechter – Farbverschiebungen, Unschärfen u.a. Die Ergebnisse waren sehr unbefriedigend. Bis Ende 2018 habe ich von Foto Schröter Riesa sehr gute Abzüge von Dias erhalten. Ab diesem Jahr hat sich die Qualität auch verschlechtert. Gibt es Anbieter die Bilder vom Dia in guter Qualität und zu verträglichen Preisen herstellen?
Preise, weil ich Ausstellungen durchführe für die ich auf eigene Kosten bestreite.
Danke!
Michael

Thomas (Admin) | am 23. März 2018

Hallo Leopold, das habe ich gleich erledigt.

Leopold Hiersche | am 19. März 2018

Hallo Thomas, ich habe auf meiner Webseite einige Vergleichstests veröffentlicht, die die „magere Qualität“ die du von Discountern ansprichst verdeutlichen. Zu erwähnen wäre noch, wir scannen nicht, sondern fotografieren ab (mit vollformat Sony). Mikrokratzer und sogar Fingerabdrücke werden mit unserer Belichtungstechnik erst gar nicht abgebildet. Einzigartig ist auch, dass man bei uns vor Ort zusehen kann, wie ein Test von den eigenen Dias oder Negativen gemacht wird. Es würde mich freuen, auch bei dir gelistet zu werden.

Thomas (Admin) | am 9. Februar 2018

Hallo Hans, den Link zu eurem Angebot habe ich gerne hoch in den Artikel verschoben.

Hans Alt | am 9. Februar 2018

Hallo Thomas, ich belese mich schon seit einiger Zeit auf Deiner Internetseite. Die analoge Fotografie interesiert mich sehr, deshalb möchte ich Dir für den Inhalt Deiner Website ein großes Lob aussprechen.
Wir(fotofab.de)digitalisieren Dias und Negative auf fotografischer Basis, heben uns also von den vielen Scanfirmen ab. (Fachpresse: ct`computertechnik 12/15 und Fotomagazin 4/13)
Jetzt sind wir mit unserer neuen Website „FotoVital.de“ an den Start gegangen.
Ich würde mich freuen, wenn Du uns mit auf die Liste der Digitalisierungsanbieter setzen würdest.
Vielen Dank und beste Grüße Hans Alt

der_fotograf | am 29. Januar 2018

Zitat:
»Der Nachteil jener Trommelscanner: Ihre Negative müssen hier mittels einer Flüssigkeit und Klebeband auf eine Trommel montiert werden (die sich beim Digitalisieren dreht).«

Nun ja, so kann man es sehen, wenn man die ‚moderne Betrachtungsweise‘ bevorzugt. Fakt ist: Ein Dia oder Negativ, das in einer Scan-Flüssigkeit montiert und digitalisiert wird, weist weder Kratzer noch Staub auf, und die Kontraste (Mikrokonstraste) werden verbessert.

Somit entfallen in der Nachbearbeitung diverse Retusche-Arbeiten. Bei einem Dmax=4.2 weisen ausserdem die dunklen und hellen Partien erheblich mehr Detailzeichnung auf als beim Imacon. Dass diese Digitalisierung nicht für 3 Euro zu haben ist, ist klar. Wer MF gross drucken will, kommt an einer vernünftigen Digitalisierung nicht vorbei und wird dafür in die Tasche greifen müssen.

Ich biete in meiner Werkstatt hochwertige Digitalisierungen an, bin es aber ehrlich gesagt leid, ewig lange Diskussionen über Preise führen zu müssen:
‚Boah, solche Fotos möchte ich auch drucken können‘.
‚OK, die Digitalisierung kostet pro Viertelstunde Euro XY. Mache ich Ihnen gern.‘
‚Das ist ja Wucher, im Internet kriege ich den Scan schon für 1,95€.‘ (Allein die Wortwahl sagt alles!)

Die Themen Wert und Wertschätzung haben im Mainstream der Fotografie keine Bedeutung mehr.

Thomas (Admin) | am 7. Dezember 2017

Hallo Herr Siess,

das habe ich doch gleich erledigt.

Viele Grüße!

Raffael Siess MEDIADIG | am 6. Dezember 2017

Hallo Herr Raatz,

vielen Dank für den interessanten Beitrag und Ihre informative Webseite.

Ich würde mich sehr freuen wenn Sie unsere Webseite ebenfalls mit in den Katalog der Scananbieter übernehmen würden.

Beste Grüße,
Raffael Siess


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