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Filme, Dias und Negative richtig scannen mit einem Epson-Scanner

In diesem Artikel wird demonstriert, wie man mit einem „Consumer Scanner“ das bestmögliche Ergebnis aus einer Digitalisierung von Negativen erreichen kann. Als Beispiel wird der Epson Scanner „Perfection V750 Pro“ benutzt (Vorgänger des V850) und zwar mit dem beigelegten Programm „Epson Scan“. Diese Anleitung kann jedoch auch auf andere Modelle übertragen werden. Weiterhin ist noch eine anschließende Bildbearbeitungssoftware für das „Finish“ nötig, welche am Beispiel der kostenlosen Bildbearbeitung „Gimp“ dargestellt wird.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
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Maximale Auflösung im Mittelformat

Klartext: Wenn Sie wissen möchten, wie hoch die tatsächlich realisierbare Auflösung eines Mittelformat-Scans mit der in diesem Beitrag vorgestellten Technik bzw. mit dem Epson V750 ist, können Sie eine solche Digitalisierung hier herunter laden (Rechtsklick / speichern unter bzw. im neuen Tab öffnen). Wie Sie sehen werden, wurde hier direkt auf das Filmkorn gescannt. Nichts wirkt künstlich überschärft. Die Datei lässt sich in großem Format drucken.

Zunächst: „Richtig scannen“ ist relativ. Viele Wege führen nach Rom, auch bei der Digitalisierung von analogen Filmen. In diesem Artikel soll eine Variante demonstriert werden und diese besteht aus drei Schritten:

  1. Anfertigen eines Rohscanns bzw. erzeugen einer „RAW-Datei“ mit der mitgelieferten Scan-Software (hier Epson Scan).
  2. Bearbeiten dieser RAW-Datei: Tonwertkorrektur, Farbkorrektur, Schärfen mit einer externen Bildbearbeitungs-Software – dem kostenlosen „Gimp“.
  3. Zuvor noch: „Tunen“ der Hardware – Sich um eine exakte Planlage sorgen und dafür, dass sich der Film genau im Fokuspunkt der Scanner-Optik befindet.

Wenn Sie eine Anleitung suchen, in der es darum gehen soll, einen Stapelscan vorzunehmen, um in einem Rutsch gleich viele Negative einigermaßen richtig als fertige Digitalisierung auf die Festplatte zu bekommen – dann sind Sie hier eindeutig falsch. Mit so einer Methode ist kein hochwertiges Scannen bzw. Digitalisieren möglich: Jedes Foto muss individuell behandelt werden, ganz so, wie man sich auch im Fotolabor auf jedes Bild speziell konzentrieren muss. Das Anfertigen einer großen Anzahl von „fertigen“ Fotografien in kurzer Zeit ist eine Domäne der Digitalfotografie.

ein Scanner für Negative

Dies ist der „Epson Perfection V750 Pro“. Dieses Gerät ist ungefähr in der „oberen Mittelklasse“ anzusehen, wenn man einen Vergleich zwischen den verschiedenen Scannern wagen möchte, die auch analoge Filme scannen können. Die nächste Klasse würde neu bereits ca. 1500 € kosten, was für viele Fotofreunde sicherlich einfach zu viel des Guten ist.

Ein neuer Epson V800 kostet jedoch um die 500 Euro (ohne spezieller Software). Dies ist immer noch sehr viel Geld. Doch man kommt einfach nicht umhin, dieses zu investieren, wenn man später seine analogen Fotografien auf z. B. einem Meter Breite drucken lassen-, bzw. wenn man die hohe Auflösung eines Negativs nicht durch das Scannen schmälern möchte. Teure Spezialsoftware wie SilverFast ist für sehr gute Ergebnisse übrigens nicht notwendig, wenn man zunächst mit der mitgelieferten Software „Epson Scan“ (siehe der nächste Punkt) möglichst einen „Rohscan“ vornimmt und das Ergebnis dann einer (ebenfalls kostenlosen) Bildbearbeitung wie z. B. Gimp übergibt.

Epson B11B223401 Perfection V800 Photo Scanner Flachbett-Scanner (6.400 dpi x 9) schwarz/silber
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von Epson

Mit dem neuen Epson V800 kann man Negative und Dias scannen, welche fast so eine hohe Auflösung besitzen wie ein "Profi-Scanner", bereits mit der Standard-Software. Man muss sich hierfür jedoch auch in gewisse Scann-Techniken belesen (Suchfunktion dieser Seite). Auf Amazon gibt es die Epson-Perfection-Serie zum günstigen Preis.

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Epson liefert mit seinen Geräten das Programm „Epson Scan“ mit aus. Diese Scan-Software kann auch im „Anfänger-Modus“ betrieben werden. Um das Maximum an Bildqualität jedoch heraus holen zu können, sollte man unbedingt im Modus „Professionell“ scannen.

Es ist nicht notwendig für qualitativ hochwertige Digitalisierungen (teils teure) Spezialsoftware wie „Silverfast“ oder „VueScan“ zu erwerben! Man kann auch mit kostenlosen Programmen („Freeware“) sehr gute (die gleichen) Bildergebnisse mit dem Scanner erlangen. Hierzu müssen die intelligenten Automatiken der teuren Scanprogramme einfach mit dem eigenen Köpfchen bzw. durch manuelle Einstellungen ersetzt werden. Das können Sie auch. Sie müssen sich hierzu jedoch Zeit nehmen (können) – genau so wie auch das Anfertigen eines Abzuges im Fotolabor seine Zeit benötigt. Für das schnelle Durchziehen ganzer Filme ist diese Anleitung nicht geeignet.

Vergleich mit einem Profi-Scanner

Den Autor hatte es natürlich sehr interessiert, inwiefern schlechter eine Digitalisierung mit solch einem noch bezahlbaren Scanner gegenüber einem echten Filmscanner ist. Hierzu ließ er sich bei einem professionellen Scan-Anbieter ein Negativ digitalisieren und scannte daheim das selbe S/W-Negativ noch einmal:

Scanner-Vergleich

Hinweis: Das Bild wurde mit einer 50er-Jahre-Klappkamera aus der Hand, also ohne Stativ, auf einem (grobkörnigen) 400-ASA-Film (Kodak TriX) angefertigt. Kamera- und filmtechnisch wäre hier natürlich noch mehr drin, wenn man ein Freund solcher 100%-Ansichten ist.

Hier sieht man zwei Detailausschnitte eines Negativs im „kleinen Mittelformat“ 4,5×6. Der obere Ausschnitt stammt vom Fuji Frontier SP-3000. Diese Scanner werden sehr gerne von professionellen ScanLabs genutzt, da sie sehr hochauflösend arbeiten und dabei äußerst schnell sind!
Daheim, privat hat man natürlich viel mehr Zeit (sofern man nur einige wenige Filme digitalisieren möchte): Für den zweiten Detailausschnitt werkelte der Epson V750 Pro ca. acht Minuten, also für das gesamte Bild in der höchsten Auflösung:

ein Foto im Mittelformat 4.5x6

Ein Frontier benötigt hierzu nur wenige Sekunden.

Scannen mit einem Fujifilm-Scanner

Wenn man die Zeit zum Kalibrieren und Einstellen hat, muss es nicht unbedingt solch ein professioneller Scanner wie der Fuji Frontier sein. Die Flachbett-Scanner der höheren Epson-V-Reihe bieten fast die gleiche Qualität. Allerdings muss man hierfür auch selbst Hand anlegen.

Wie man bei dem obigen Scanner-Vergleich sieht, kommt der Epson Flachbettscanner – zumindest im Mittelformat – jedoch fast an die Auflösungsqualität des Fujifilm Frontiers heran. Ganz unten in diesem Artikel gibt es noch einen Vergleich mit dem Imacon Flextight zu sehen. Auch hier wird deutlich, dass solch ein bezahlbarer Flachbettscanner durchaus auch für die Digitalisierung von analogem Film für große Drucke geeignet ist. Allerdings gilt es hierbei einige wesentliche Punkte zu beachten. Insbesondere seien dies das penible Einhalten einer exakten Planlage und das Finden des exakten Fokuspunktes des Epson-Scanners. Doch dazu etwas weiter unten mehr. Zunächst soll sich der Scan-Software zugewandt werden:

Grundeinstellungen von Epson Scan ändern

Wenn Sie das Programm starten, wählen Sie zunächst den Modus „Professionell“ aus (sofern nicht vorher schon getan). Als nächstes geht es sofort in die Einstellungen (Konfiguration) der Software:

Einstellungen von Epson Scan

Sie können Anhand der Screenshots in dieser Anleitung die (vom Autor so gesehenen) richtigen Einstellungen ablesen. Am wichtigsten ist das Deaktivieren der Farbkorrektur. Im Reiter „Farbe“ sollte also die Option „Keine Farbkorrektur“ aktiviert sein. Außerdem sollte im Reiter „Vorschau“ kein Häkchen bei „Automatische Fotoausrichtung“ gesetzt sein.

Diese Optionen sind interne Bildbearbeitung. Es soll jedoch in dieser Anleitung zunächst ein „Rohscann“ erfolgen und hier müssen alle Automatiken auf Null gesetzt sein.

Als nächstes geht es ins eigentliche Programmfenster:

Das Programmfenster von Epson Scan

das Programm Epson Scan mit den Einstellungen

Sie können dieses Bild per Mausklick auch noch etwas vergrößern.

Wie Sie auf der Abbildung sehen, erfolgte bereits ein Vorschau-Scan: Es wurde nur ein einziger Filmhalter bestückt und zwar mit einem Negativstreifen, der drei 6×6-Mittelformat-Negative beinhaltet. Um das gewünschte Bild wurde manuell ein Rahmen gezogen.

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Doch es soll sich zunächst unbedingt den richtigen Einstellungen im linken Bereich zugewandt werden! Hier sind die für diese Anleitung wichtigsten Parameter mit grünen Pfeilen markiert und die entsprechenden Einstellungen bereits richtig gesetzt:

Wie Sie auf dem Screenshot in dieser Anleitung auch sehen können: Das Feld Korrekturen ist ausgegraut. Dies erfolgt, nachdem in der „Konfiguration“ von Epson Scan die „Farbkorrektur“ auf „Keine Farbkorrektur“ gesetzt wurde. Dies ist nur gut so, denn:

Jegliche Farbkorrekturen, jegliche „Helligkeitskorrekturen“ und auch Schärfe-Filter sind eine (automatische) Bildbearbeitung im Anschluss an den eigentlichen Scan! D. h. Sie können diese Schritte getrost deaktiviert lassen und sie nach dem Scannen in einer „richtigen“ Bildbearbeitungs-Software vornehmen, was später ebenfalls erklärt wird.

Auf diese Weise scannen Sie zunächst eine „RAW-Datei“. Sie ist der Rohdiamant, den es später noch zu „schleifen“ gilt und der alle optisch möglich aufzunehmenden Bildinformationen enthält.

Hinweis: Das Deaktivieren der Auto-Funktionen von „Epson Scan“ verhindert auch das Einschalten der automatischen Kratzer- und Staubentfernung („ICE“) mittels einem zusätzlichen „Infrarot-Scan“. Es hat sich jedoch heraus gestellt, dass letzterer oft kleinere Bildfehler verursacht, welche bei einer 100%-Ansicht sichtbar werden. Daher verzichtet der Autor darauf bzw. retuschiert im Anschluss per Hand (und Auge), falls nötig.

Der Rohscann

ein Rohscann bzw. RAW-Datei

Hinweis: Speichern Sie die gescannte Datei als Tiff ab. Dies ist ein Format, welches keine Bildverluste verursacht.

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Dies oben ist das Ergebnis, welches man erlangt, wenn man jegliche (automatische) Korrekturen bzw. die Bildbearbeitung bei Epson Scan deaktiviert. Es ist klar: Das Foto hat einen nicht zu übersehenden Farbstich. Es ist auch noch nicht optimal geschärft, denn eigentlich noch gar nicht. Auch der Kontrast ist zu gering. Jedoch wurde alles digitalisiert, was die optische Einheit des Epson V750 Pro „sehen“ kann. Keine Tonwerte wurden im Anschluss beschnitten, nichts wurde geschärft, nichts wurde künstlich aufgehellt. Der Vorteil: Die maximal erreichbare Schattenzeichnung sowie die Lichterzeichnung ist vorhanden (nichts säuft ab oder frisst aus). Wir haben noch alle Bildinformationen in der Hand. Epson Scan hat seinen Dienst als reines Scan-Programm erfolgreich getan und nun geht es zur Interpretation des Negativs.

Diese Datei, der Rohdiamant, muss nun also an eine Bildbearbeitung übergeben werden:

Die Bildbearbeitung eigenhändig vornehmen

Nun erfolgt für einige Leser ein Wermutstropfen: Sie benötigen Kenntnisse in der digitalen Bildbearbeitung.

Genau jene möchten Ihnen die gesamten Bildbearbeitungsautomatiken der Scan-Programme abnehmen. Doch für einen qualitativ hochwertig ausgearbeiteten Scan kommen Sie einfach nicht um gewisse Basics in puncto Bildbearbeitung umhin, genau so wenig Sie auf wichtiges Wissen verzichten können, wenn Sie Negative im Labor vergrößern. Sie können einmal Glück haben, für reproduzierbare hochwertige Ergebnisse gibt es jedoch keine Abkürzung.

Eine kostenlose und gute Bildbearbeitung ist Gimp. Viele Tutorials bzw. Anleitungen im Internet sind jedoch auf Adobes Photoshop zugeschnitten. Das Investieren in eine (evtl. ältere) Photoshop-Version ist eine sehr gute Investition, wenn Sie häufig Bilder am Computer bearbeiten wollen. Tipp: Adobe hatte einmal die alte Photoshop-Version CS2 kostenlos verteilt.

Photoshop Anleitung

Auch zu Photoshop für die Veredelung nach dem Scannen gibt es hier eine Anleitung.

Folgendes müssen Sie beherrschen:

Doch Halt:

das Foto bearbeiten

Bildbearbeitung mit Gimp

Wenn Ihre Rohdatei vorliegt, dann finden Sie an dieser Stelle von Analoge-Fotografie.net den zweiten Teil dieser Anleitung vor. In diesem Abschnitt geht es nun darum, die nötige Farbkorrektur vorzunehmen und den Kontrast der Fotografie anzugleichen. Dies wird Ihnen Schritt für Schritt anhand des Beispielbildes und der kostenlosen Bildbearbeitung „Gimp“ erklärt.

Jene Schritte müssen vorgenommen werden, damit der anfangs angefertigte Rohscann so ausschaut:

Das finale Bild bei hoher Auflösung

ein Scan mit dem epson v750 pro Scanner

Sie sehen in dieser Anleitung bei diesem Scan mit dem Epson Perfection V750 Pro auch gleich die maximal erreichbare Auflösung. Dieses Foto vom 6×6 Negativ kann man so getrost auf einen Meter Breite drucken lassen und man kann dann nah an den Druck heran gehen. Die theoretische Auflösung anhand der Bildgröße beträgt 50 Megapixel.

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Was in dieser Anleitung jedoch primär gezeigt werden soll ist, dass das farbstichige und „matschige“ Anfangsbild durch gekonnte Bildbearbeitung in eine farbrichtige, scharfe und kontrastreiche Fotografie umgewandelt werden kann, wenn man die Bildbearbeitung beherrscht. Das obige Ergebnis ist durch die Automatiken von Epson Scan so kaum realisierbar – und schon gar nicht reproduzierbar.

Eine sehr gute Methode, wie Sie Farbfilme nach dem „Rohscan“ korrekt ausfiltern können, zeigt der Autor auf dieser Seite. Benutzt wird jedoch das Programm „Adobe Photoshop“. Wenn Sie Photoshop nicht besitzen, können Sie die Bildbearbeitung auch mit dem kostenlosen Gimp vornehmen.

Die Auflösung beim Scannen

Es hat sich – zumindest bei den Scannern der Epson-Perfection-Reihe bzw. beim V750 Pro – heraus gestellt, dass man tatsächlich zunächst bei 6400 DPI scannen sollte. Im Anschluss sollte diese Rohdatei in einer Bildbearbeitung zu 50% reduziert werden, als hätte man nur bei 3200 DPI gescannt. Vergleicht man diese Bilddatei mit dem Scann bei 3200 DPI wird man einen ganz kleinen Schärfe- bzw. Auflösungsvorteil zugunsten des verkleinerten 6400-DPI-Scan feststellen. Wer also das Maximum aus seinem Epson Flachbettscanner heraus holen möchte, sollte überdurchschnittlich hoch scannen und diese Datei im Anschluss wieder herunter rechnen.

Weitere Tipps für qualitativ hochwertiges Scannen von Filmen

Es sollen noch einige Hinweise und Tipps folgen, womit Sie Ihre Ergebnisse beim Scannen verbessern können.

Staub, Kratzer und Fingerabdrücke vermeiden

Fingerabdrücke, Staub und Kratzer vermeiden

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Staub ist immer wieder ein Problem bei der analogen Fotografie. Mit solch einem umfassenden Reinigungsset inkl. Pinsel und Blasebalg für Filme, Kameras, Objektive und Vergrößerer entfernen Sie schonend Staub und Verunreinigungen.

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Diese Utensilien sind für die Arbeit im Labor (wenn man Negative selbst vergrößert) sehr wichtig. Genau so nützlich sind sie aber auch beim Scannen! Benutzen Sie Handschuhe beim Umgang mit Ihren Filmen, Negativen, Dias um Kratzer und Fingerabdrücke zu vermeiden.
Mit einem solchen Pinsel mit sehr feinen Haaren sollten Sie vor jedem Scann den Scanner, das Glas und die Masken bzw. Scanhalter säubern. Mit einem solchen Blasebalg entfernen Sie den Staub auf den eingelegten Filmen. Staub erkennen Sie übrigens leicht bei schräger Sicht auf den Film, wenn Sie die Masken in ein hartes Gegenlicht halten (Schreibtischlampe).

Solch einen Pinsel und die Handschuhe kann man übrigens in der Drogerie kaufen. Den Blasebalg gibt es z. B. bei Amazon. Kaufen Sie hier aber nur die großen Versionen, um genügend Druck haben zu können.

Zwei Hinweise:
Die meisten Pinsel hinterlassen feine Kratzer auf dem Film! Daher sollte man damit nur die Masken und den Scanner säubern.
Baumwollhandschuhe fusseln! Daher sollte man sie nur benutzen, wenn man störrische Negative hat, die sich schlecht einlegen lassen. Hier muss man dann direkt „drauf“ fassen (aber bitte nur mit Handschuhen). Ansonsten berühren Sie Ihre Filme nur an den Rändern (dann bestenfalls ohne [fusselnde] Handschuhe).
Gegen das Fusseln von Handschuhen aus Baumwolle (Kosmetikhandschuhe) hilft mehrmaliges Waschen derselben in der Maschine. Besser sind sogenannte Montagehandschuhe. Diese kosten im Internethandel (Amazon) wenig Geld und bestehen aus Nylon. Es können / sollten die günstigen, dünnen genommen werden, da beim Einlegen der Negative kaum eine mechanische Beanspruchung statt findet. Der Vorteil von Nylonhandschuhen: Sie verlieren keine Fussel und sie sind bis in die Fingerspitzen gefühlsecht.
In diesem Zusammenhang: Denken Sie auch an die Kleidung, die Sie tragen. Omas Wollpullover ist hier eher die ungünstigere Mode am Arbeitsplatz.

Foto von einem Nylonhandschuh

Nylonhandschuhe sind sehr dünn und fusseln nicht. Verwechseln Sie diese Handschuhe aber nicht mit den (dickeren) Fabrikaten, wie sie z. B. zur Gartenarbeit genutzt werden. Das wichtigste Werkzeug ist jedoch tatsächlich ein (möglichst großer) Blasebalg.

Die Scanhalter genau im Fokus platzieren

Ein Scanner hat einen ganz bestimmten Fokuspunkt über dem Grundglas. Und genau in diesem Punkt muss sich der Film befinden! Beim Epson V750 befindet sich dieser Punkt ca. bei 4 mm über dem Glas.
Bevor man mit dem Scannen in hoher Qualität beginnt, sollte man also überprüfen, ob sich die Scanvorlage bzw. ob sich der Film genau im Fokus befindet.

Fokus beim Scannen

Der Autor musste bei seinen Scan-Masken kleine Abstandshalter anbringen, da sich die Filme zunächst tatsächlich zu tief- bzw. nicht im richtigen Fokus befanden.

Die exakte Höhe müssen Sie durch Tests heraus finden.

Antinewton-Glas verwenden

Es gibt eine Möglichkeit, mit der man die Planlage der Negative wesentlich verbessern kann:

ein Antinewton Glas beim Scanner

Statt die normalen Plastikrahmen (rechts im Bild) legt man einfach ein speziell zugeschnittenes Glas auf (links), welches eine leicht raue Oberfläche besitzt (eine sogenanntes Anti-Newton-Glas). Diese raue Oberfläche verhindert das Bilden von Newtonschen Ringen, die entstehen, wenn man ein normales Glas nutzen würde. Das Beispielfoto in dieser Anleitung wurde mit solch einem Einlegeglas gescannt.

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Gerade beim breiteren Mittelformatfilmen ist es oft der Fall, dass diese durchhängen! Die Filme befinden sich dann außerhalb des zuvor ausgemessenen Fokuspunktes! Man erlangt dadurch ein Verlust an Auflösung.
Insbesondere wegen diesen beiden Punkten (nicht exakter Fokuspunkt und „durchhängende“ Negative) kommen manche Fotografen vielleicht zu dem Entschluss, dass die Epson Perfection Scanner per se keine guten Filmscanner sind. Das stimmt so aber keinesfalls.

Bei der Verwendung von Antinewton-Glas ist darauf zu achten, dass die Filme leicht nach oben gewölbt in die Masken einzulegen sind. Ist keine Wölbung vorhanden, kann man diese leicht erzeugen. Nun wird das Glas aufgelegt und somit ist eine viel bessere Planlage realisiert als würde man den Rahmen nutzen.

Durch die Wölbung nach oben wird der Film dann flach gedrückt bzw. in Spannung gehalten. Wölbt er sich jedoch nach unten oder gar nicht (er wird dann durchhängen), kann man sich das obere Glas sparen.

Scan ohne Scharfzeichnung

geschärfter Scan vom Film

… und hier eine künstlich geschärfte Version dieses Ausschnitts. Diesen Schritt muss / kann man für richtig große Ausbelichtungen vornehmen.

So sieht übrigens ein Scan mit dem Epson-Scanner aus, der völlig ohne Scharfzeichnung digitalisert wurde. Wenn solche 100%-Details bei Ihnen unschärfer sind (Filmkorn ist nicht zu erkennen), dann stimmt die Höhe nicht. Natürlich kann man nun – je nach Gusto – noch nachträglich schärfen. Dies ist aber tatsächlich bei einer korrekten Höhe (bzw. korrekter Fokussierung) überhaupt nicht notwendig! So (weich) sehen analoge Bilder bei einer großen Vergrößerung nun einmal aus – insbesondere wenn sie (wie hier) mit einem ca. 60 Jahre alten Großformat-Objektiv (geringes Auflösungsverhalten) fotografiert wurden. Sie sind, selbst im Format 6×9, nie so hochauflösend wie bei modernen Digitalkameras mit fein auflösenden Objektiven oder wie bei 6×6-Mittelformataufnahmen mit moderneren Objektiven.

eine Digitalisierung ohne Scharfzeichnung

Und hier das verkleinerte Bild und zwar ungeschärft. Hier fällt die Weichheit der Details natürlich nicht auf.

Leider wurde der Vertrieb dieser Gläser für Epson und Canon Scanner offenbar in Deutschland eingestellt. Vielleicht kann man sich hier als Alternative Anti-Reflektionsglas für Bilderrahmen vom Glaser zuschneiden lassen. Die neuen Epson Perfection V800 und V850 Pro besitzen bereits Masken mit Glas! Genau genommen handelt es sich hierbei offenbar um Plastik, das Prinzip ist aber das Selbe. Diese neuen Halter passen übrigens auch auf die älteren V700 / V750 Scanner (und umgekehrt).

Hat man ein Negativ oder Dia so digitalisiert, dass es völlig plan und genau im tatsächlichen Fokus platziert wurde, ist ein nachträgliches Nachschärfen nur für sehr große Ausdrucke nötig. Auf dem nebenstehenden Bild sehen Sie eine verkleinerte Version des obigen Motivs, bei welcher keinerlei künstliche Nachschärfung vorgenommen werden musste.

Epson V800 Scanhalter

Die Scanhalter der neuen Epson V800 / V850 Scanner besitzen zum einen Einstellungen für eine individuelle Höhe (die „Schiebeschalter“) und zum anderen ein fest verbautes Anti-Newton-Glas. Dieses Spezialglas drückt die eingelegten Filme plan – ohne die berüchtigten „Newtonringe“ zu verursachen. Die Filme müssen in den Scan-Haltern etwas nach oben zum Glas gewölbt sein (wenn nicht, muss man sie umdrehen bzw. etwas „nachwölben“).

Sandwich aus zwei Glasträgern

Es gibt eine verblüffend einfache Möglichkeit, bei jedem Flachbettscanner

  1. den exakten Fokuspunkt über dem Grundglas zu treffen und
  2. eine Planlage des Negativs (insbesondere bei größeren Formaten) zu garantieren.

Und dies ist einfach mit zwei Gläsern möglich:

Glasträger für Negativscans

Scanner-Vergleich

Für das Duell Fuji Frontier gegen Epson V750 (siehe oben) wurde genau dieses „Glassandwich“ benutzt.

Bei dem Glas handelt es sich um sehr reines Glas speziell für Negative: Es stammt nämlich aus der Bildbühne eines analogen Vergrößerers aus dem Fotolabor. Die selben guten Ergebnisse erlangt man jedoch auch mit Klarglas aus Bilderrahmen. Auch bei dieser Methode muss der Film ja absolut plan liegen. Damit es nicht zu newtonschen Ringen kommen kann, muss das obere Glas ein sogenanntes „Antinewtonglas“ sein. Tests haben ergeben, dass die zusätzliche untere Glasfläche keine Qualitätsminderung im Vergleich mit frei hängenden Negativen / Dias bringt. Die Füßchen (im Bild gelb) müssen freilich eine ganz bestimmte Höhe haben. Diese muss zunächst mit mehreren hochauflösenden Testscans von einem Detail ermittelt werden. Ganz normales Malerkrepp-Klebeband eignet sich sehr gut zum Anfertigen dieser Abstandshalter.
Der Autor scannt mittlerweile für hochwertige Einzelbilder nur noch mit dieser Methode: Das Einlegen der Negative bzw. Dias geht völlig unkompliziert vonstatten und dass der Film genau im Brennpunkt (Fokus) der Optik des Scanners liegt ist hiermit garantiert – ebenso eine absolute Planlage. Natürlich sollte man beim Umgang mit den Gläsern dünne, nicht fusselnde Nylonhandschuhe tragen und zuvor mit einem Blasebalg evtl. vorhandenen Staub nach Sicht wegpusten. Für das schnelle Digitalisieren ganzer Filme eignet sich diese Methode freilich nicht. Außerdem hat sich leider heraus gestellt, dass einige Farbfilme bereits auf der Schichtseite so glatt sind, dass es auch hier zu den befürchteten Newtonschen Ringen kommt. Bei diesen glatten Filmen (der Kodak Portra als 120er Rollfilm ist so einer) kann das „Sandwich“ nicht verwendet werden.

Schicht auf Schicht: Negative / Filme richtig herum einlegen

Für einen geringen Anspruch ist dieser Punkt egal. Wenn Sie jedoch das Maximum an Auflösung aus Ihrem Scan heraus holen möchten, dann legen Sie die Negative so ein, dass deren Schichtseite nach unten zeigt – hin zur Scanner-Optik! Denn ansonsten müsste diese ja noch durch den Filmträger hindurch schauen, was eindeutig zu einem Auflösungsverlust führt, wenn auch nur zu einem marginalen Unterschied. Man spricht hierbei auch von „Schicht auf Schicht“. Dieser Spruch kommt noch aus dem analogen Fotolabor, wo die Negative bzw. Filme so vergrößert werden, dass diese idealerweise mit der Schichtseite hin zur Schicht des Fotopapiers schauen sollten.

Wölbung nach oben erzwingen

Wölben von fotografischem Film

Wenn Sie ein passendes Anti-Newton-Glas für eine sehr gute Planlage direkt im Halter nutzen bzw. hierzu eine leichte Wölbung der Filmstreifen (nach oben) benötigen, die Filme jedoch genau in die andere, falsche Seite gewölbt sind (nach unten), empfiehlt es sich, die Filme für einige Minuten „einzuspannen“, um die Wölbung hin zur Trägerseite zu erzeugen. Man kann für Rollfilme hierzu einfach die Kleinbildhalter nutzen, wie auf dem Foto ersichtlich. Man kann sich auch eine Vorrichtung aus zwei Stegen bauen. Tipp: Hierzu einfach einen Kabelkanal (der Deckel reicht) aus dem Baumarkt nutzen. Bei der Verwendung eines „Sandwich“ aus zwei Gläsern (siehe vorheriger Punkt) spielt die Wölbung natürlich keine Rolle mehr. Nutzt man nur ein (AN-) Glas oberhalb, muss sich der Film zunächst leicht nach oben wölben, damit er danach platt gedrückt wird bzw. unter Spannung steht, also nicht durchhängen kann.

Nutzt man den Filmhalter mit oben aufgelegtem AN-Glas, dann ist es wichtig, dass sich der Film nach oben wölbt. Nur so kann er – nach Auflegen des Glases – unter Spannung absolut flach positioniert werden. Er darf keinesfalls durchhängen.

Wie erkenne ich die richtige Seite der Negative? Wenn Sie von oben auf den Film schauen und die Randmarkierungen / die Schrift nicht spiegelverkehrt ist, dann zeigt die Schichtseite nach unten bzw. dann ist der Film richtig eingelegt. Die Epson-Anleitung sagt genau das Gegenteil. Um qualitativ hochwertige Digitalisierungen zu erhalten, sollte man nicht danach gehen. Die Epson-Angabe ist nur daher aufgebracht, damit das Motiv seitenrichtig gescannt wird. Aber man kann es später natürlich leicht wieder in der anschließenden Bildbearbeitung spiegeln.

Nassscannen

Eine weitere – wenn auch viel aufwendigere – Möglichkeit, eine absolut gleichmäßige Planlage der Negative beim Scannen zu realisieren ist das Nassscannen.
Nassscannen von Negativen

Hierbei wird das Negativ / Dia mit einer speziellen Flüssigkeit auf eine Glasfläche aufgebracht und mit speziellem Klebeband montiert.

Digitale Bildbearbeitung: Programme und Grundfunktionen. Gute Fotos besser machen. Experimentieren mit Effekten

Wer analoge Fotos im Internet veröffentlichen möchte, kommt um die Basics der digitalen Bildbe- und Verarbeitung nicht umhin. In diesem Buch werden Ihnen anhand von kostenlosen wie auch kostenpflichtigen Bildbearbeitungsprogrammen diese Schritte anfängergerecht erklärt.

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Flüssigkeit zum Scannen

So ein kleines Set an Klebeband und Flüssigkeit kann man sich bei KAMI bestellen. Der Aufwand beim Nasscannen ist aber sehr hoch. Zudem müssen die Negative einzeln geschnitten werden. Es gibt auch keinen Qualitätsgewinn im Vergleich mit der Methode bei Verwendung eines Antinewton-Glases. Der Vorteil des Nass-Scannens ist eben eine hervorragende Planlage, welche jedoch auch durch ein Sandwich aus Klarglas-Film-Antinewtonglas realisierbar ist (sofern der Film auf der Schichtseite nicht zu glatt ist). Wie Aufwändig solch ein Nass-Scan ist, sieht man in diesem Video sehr gut:

Dieses Video ansehen auf YouTube.
(Videodaten stammen von Youtube.com)

Vibrationen vermeiden

Wenn Ihr Scanner arbeitet, dann sollten Sie diesem natürlich keinen Vibrationen aussetzen. Es droht sonst ein leichtes Verwackeln bzw. eine entsprechend geringere Auflösung. Sie sollten während des Vorgangs auch keine andere Aktivität am Computer vornehmen, um dem Scan-Programm nicht gewisse „Rechner-Ressourcen“ zu nehmen. Dies gilt natürlich insbesondere für ältere bzw. langsamere Computer.

Kabelanschlüsse

Ein Kuriosum berichten manche Fotofreunde: Manchmal gibt es beim Scannen Streifen oder Störungen im Bild. Drehen sie den Netzstecker (in der Steckdose) einmal um, sind diese verschwunden. Achten Sie auch darauf, dass Sie ein USB-Kabel möglichst nicht über einen „Hub“ (Verteiler) anschließen sondern möglichst an eine Buchse, die direkt am „Motherboard“ des Computers sitzt. Bei Problemen beim Scannen hilft vielleicht ein Wechsel der USB-Buchse.

Kalibrierungsbereich frei halten

Bereich für die Kalibrierung beim Epson-Scanner

Dieser Bereich darf nicht bedeckt / schmutzig sein.

Viele Flachbettscanner, die auch für das Digitalisieren von Filmen und Dias geeignet sind bzw. eine Lichteinheit im Deckel besitzen, haben auf dem Grundglas (meist ganz oben) einen „Kalibrierungsbereich“: Hier überprüft der Scanner bei jedem Durchgang die Stärke der Leuchte und regelt darauf hin die Scan-Geschwindigkeit. Man kann diese übrigens mit einer Folie beeinflussen. Doch eigentlich darf dieser Bereich nicht bedeckt sein! Häufig ist dieser auch entsprechend gekennzeichnet. Insbesondere diese Stelle sollte auch frei von Verschmutzungen sein.

Haben Sie / hast Du noch weitere Tipps für qualitativ hochwertiges Scannen parat?

Fazit

Bereits mit einem relativ einfachen Durchlichtscanner wie dem Epson Perfection V750 Pro bzw. des neueren V800 ist es durchaus möglich, hoch aufgelöste Scanns vorzunehmen. In dieser Anleitung wurde ein 6×6-Negativ gescannt. Scannt man mit dem Epson-Scanner vom Kleinbild, so lässt sich dieses immerhin noch auf eine Größe von nicht ganz 30×40 cm vergrößern, bei einem (hohen) Qualitätsanspruch von 300 DPI.

Maximale Auflösung des Epson Scanners

Demonstration der maximalen Auflösung beim Scannen eines 6×6-Negativs mit dem Epson Perfection Scanner bei 6400 DPI, anschließend runter gerechnet auf 3200 DPI. Es wird gleichzeitig gezeigt, dass der Unterschied zu einem Scan mit einem (wesentlich teureren) Imacon / Hasselblad Flextight marginal ist, wenn man alle Tipps beherzigt, die hier in diesem Artikel beschrieben sind. Wie man sieht, ist es falsch, dass die Epson-Perfection-Flachbettscanner nicht zum Scannen von Filmen geeignet sind. Das Gegenteil ist der Fall.

Wichtig jedoch ist ein technisches Verständnis! Sie müssen den exakten Fokuspunkt / die richtige Schärfeebene des Scanners finden und Sie müssen Kenntnisse in der digitalen Bildbearbeitung besitzen. Sie können durchaus auch mit den Bildbearbeitungsautomatiken Ihrer Scan-Software arbeiten oder auch innerhalb dieser manuell in puncto Farbkorrektur und Kontrast eingreifen. Mit Glück werden Sie sogar zu ansprechenden Bildern gelangen. Der professionelle Weg ist jedoch das Digitalisieren einer RAW-Datei und die nachträgliche Bildbearbeitung in Gimp oder z. B. Adobe Photoshop.

Digitalisieren von Dias und Negativen

Ein Fachbuch, in dem es nur um das Scannen bzw. Digitalisieren von Negativen geht. Der Autor vermittelt Techniken, durch die man zu aussagekräftigen, scharfen und hoch aufgelösten Bildern vom analogen Negativ gelangt.

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Viele Fotofreunde klagen über mangelnde kontinuierliche Qualität, was das Scannen von analogem Filmmaterial anbelangt. Dabei übersehen viele, dass es auch hier einfach nicht möglich ist, einfach nur aufs Knöpfchen zu drücken. Man muss an dieser Stelle gewisse Kenntnisse in der digitalen Bildbearbeitung mitbringen, um gute Ergebnisse beim Scannen zu erlangen – genau so, wie man auf der anderen Seite Kenntnisse beim Vergrößern im Labor besitzen muss. Nicht umsonst gibt es für beide Seiten spezialisierte Anbieter, die so etwas gegen ein Salär erledigen.

Und natürlich: Ihre Negative sollten selbst eine hohe Qualität aufweisen, wenn Sie eine solche von einer Digitalisierung erwarten. Will sagen: Sie sollten die nötige Schärfe und Auflösung aufweisen, richtig entwickelt sein und bei der Belichtung bereits die nötige Menge an Licht erfahren haben.

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Artikeldatum: 20.09.2016 / letzte Änderung: 7. September 2019

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authorGuten Tag. Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit nunmehr bald 20 Jahren mit der analogen Fotografie und entwickele meine Bilder im eigenen Labor oder "mit" dem Computer. Gerne empfange ich übrigens Kommentare – und beantworte diese auch.

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Thomas (Admin) | am 30. Oktober 2019

Hallo Rainer, vielen Dank, sehr nett von Ihnen!
Noch ein Tipp, wenn es um einen gebrauchten Scanner geht bzw. den Versand: Bitten Sie dem Verkäufer, dass er unbedingt beide „Transportsicherungen“ (am Deckel und am Gehäuse) einlegen soll und beide Komponenten separat polstert.
Noch ein Tipp für den Gebrauchtkauf: Es gibt noch einen Vorgänger: „Epson 4990“. Dieser dürfte für Ihre Zwecke völlig ausreichend sein bzw. müsste eigentlich auch große Glasplatten digitalisieren können, kostet gebraucht aber weniger als die 700er-800er-Reihe.

Rainer | am 30. Oktober 2019

Danke für die schnelle Antwort!! Absolut spitze.
Mache mich gerade schlau zu dem epson 750 pro und denke das dieser mein Gerät wird. Einfach im Moment das beste Preis/Leistungs Verhältnis für meine Bedürfnisse. Zu dem habe ich noch vergessen zu sagen, gehöre zu einem Heimatverein der die nächsten Monate Dias und und Fotos aus den letzten 60-70 Jahren digitalisieren (Nachlass eines Ortschronisten). Sie haben eine Anzeige „digitalisieren von Dias und Negativen“ auf ihrer Seite. Ich hoffe das kann mir Fünfen weiteren Verlauf behilflich sein. Ganz fachfremd bin ich nicht da ich beruflich aus dem Bewegtbild Bereich komme.
Gruß Rainer
Das ganz ist mir wirklich ein Freibier für sie wert 😉

Thomas (Admin) | am 30. Oktober 2019

Hallo, so wie es ausschaut, nutzt der Canoscan für Durchlicht-Scans nur den mittleren Bereich. Dieser ist offenbar für alle Formate jenseits des Rollfilms zu klein.

Beim Epson ist der Bereich viel größer. Hier muss man aber erklären, dass es zwei Modi gibt:

  1. Durchlichtscans ganzer Bereich
    (Fast die gesamte Fläche der Glasfläche kann für Negative / Dias genutzt werden)
  2. Durclichtscan mit Filmhalter
    (Nur ein Teil kann genutzt werden, wobei dieser Bereich zwei 9×12 Glasplatten nebeneinander positioniert abdeckt.)

Warum dann noch mit Filmhaltern scannen, wenn man die Platten gleich auf das Grundglas legen kann und sogar einen größeren Bereich zur Verfügung hat? Weil hier eine in der Auflösung leicht reduziertere Optik zum Einsatz kommt. Allerdings spielt dies bei solch großen Formaten (9×12) kaum eine Rolle mehr, da hier die Auflösung der Originale bereits sehr hoch ist / sein kann.

Würde ich Glasplatten digitalisieren, so würde ich hier zwei übereinander (nebeneinander) positioniert direkt auf das Grundglas legen (Im Scannprogramm beachten, dass der Modus „ganzer Bereich“ ausgewählt ist). Außerdem beachten, dass die Platte nicht ganz oben auf dem Kalibrierungssensor liegt bzw. diesen nicht verdeckt. Noch etwas zu Glasplatten: Die Schichtseite muss hier immer nach unten hin zur Optik zeigen.

Viele Grüße!

Rainer | am 30. Oktober 2019

Hallo, vielen Dank für diesen sehr informativen Artikel!
Nun stehe ich trotzdem vor einer Kauf Entscheidung, ob ich einen Epson V800 oder Canon Canoscan 9000F Mark 2 kaufen soll. Mein Anwendungsgebiet wird mit diesem hauptsächlich Einscannen von alten Glasplatten sein.
Und das Dumme dabei ist, ich habe verschiedene Größen (von 4,5×5,5 bis 9×12) an Platten. Der Canon kann anscheinend nicht die Max Größe auf einmal Einscannen, wienistvdas beim Epson? Können sie/ihr mir helfen.

Thomas (Admin) | am 13. September 2019

Moin Zoltan,

ich glaube nicht, dass eine schräg positionierte Vorlage Nachteile in der Qualität der Digitalisierung mit sich bringt. Der Scanner weiß ja nicht, ob der Film nun quer liegt oder ob das Motiv schräg fotografiert wurde. Einen genauen Vergleich habe ich jetzt aber nicht gemacht.

Natürlich muss eine diagonal eingelegte Vorlage per Bildbearbeitung wieder gerade gerichtet werden. Silverfast, das ich verwende, kann das bereits (Man dreht einfach den Rahmen händisch). Hier könnte es ggf. zu Problemen kommen, glaube ich aber nicht. Ansonsten beherrscht so etwas natürlich jedes Bildbearbeitungsprogramm.

Ich habe es eben einmal bei meinem Epson-Scanner getestet: Bei beiden Modi („Ganzer Bereich“ [=Film liegt auf Scheibe] & „Vorlagenhalter“ [=Film ist im Halter] wird der Kalibrierungsensor genutzt. Allerdings beim Modus „Filmhalter“ nur zu einem geringen Teil, nämlich den ganz oben. Hier muss man mit seinen Filmstreifen ausprobieren, wie weit man gehen kann.

Ein Abschalten ist meines Wissens nach nicht vorgesehen.

Zoltan | am 13. September 2019

Hallo Thomas,

danke für deine Antwort. Wie ist denn die Scanqualität wenn du den Digixxxx schräg positionierst?
Gibt es keine Möglichkeit den Kalibrierbereich auszuschalten? Mit einer anderen Software o.ä.?

Thomas (Admin) | am 12. September 2019

Hallo Zoltan,

ich hatte jüngst das gleiche Problem wie du: Ich Teste gerade den „Digitaliza“ von Lomography und dieser ist in der Kleinbildversion ganze 230 mm lang (der Filmausschnitt). Die einzige Möglichkeit hier war ein diagonales Scannen, also quer. Nur so bekam ich es gerade so hin, alles zu digitalisieren:
diagonal scannen
Ein kleiner Teil vom Kalibrierbereich war bedeckt. Aber so funktionierte es. Scann man aber direkt auf dem Glas, wird beim Epson die andere (etwas weniger auflösende) Optik verwendet. Deren Vorteil: Der Scanbereich ist deutlich größer (bis zu den Rändern) und man braucht den Digitalizer nicht schräg auflegen.

Aber bei 1300 mm, also 1,3 Meter? Das reicht hier natürlich vorne und hinten nicht. Da würde ich mir eine Vorrichtung bauen, bei der der Film stückweise durchgezogen- bzw. in Abschnitten gescannt wird. Das ganze dann mit einer Bildbearbeitung wieder zusammen setzen.

Viele Grüße zurück!

Zoltan | am 12. September 2019

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine sehr ausführliche Übersicht. Ich habe gerade den v600 ausgeliehen und ich möchte/muss über den freizuhaltenden Kalibrierbereich scannen, weil ich den Film als ganzes Bild brauche-> 35 x 1300mm. Hast du eine Idee, wie es gehen könnte. Mit dem v700 quer? Ist dann die Qualität gleich?

Danke und LG

Zoltan

Thomas (Admin) | am 7. September 2019

Hallo Hajo, vielen Dank für die Blumen!

Schwachstelle des Epsons (wie bei allen Flachbettscannern) sind die Filmhalter bzw. die exakte Positionierung der Durchsichtvorlagen (Planparallelität, Fokus). Ich vermute bei filmscanner.info wurden die Tests im „Normalbetrieb“ ohne persönliche Kalibrierung gemacht. Ich habe das mit meiner „Glas-Methode“ gut in den Griff bekommen und die Ergebnisse mit einem Flextight wie mit einem Frontier verglichen und da waren die Unterschiede so marginal, dass ich davon ausgehe, dass mir ein Wechsel zu so einem hübschen Gerät wie es der Braun FS 120 vermutlich keine nennbaren Vorteile bringen wird.

Der Braun ist halt sehr schön kompakt. Den würde ich mir schon viel lieber hinstellen und das Digitalisieren geht hier sicherlich schneller von der Hand. Früher hatte ich häufig noch im Großformat fotografiert, das kann so ein kompakter Scanner wie der Braun oder ähnliche wie von Reflecta, Polaroid, Nikon natürlich nicht. Aber da ich heute nur noch mit Rollfilm arbeite, wäre mir das egal.

Viele Grüße

Thomas

Hajo | am 6. September 2019

Hallo Thomas,

herzlichen Dank erstmal für diese phantastische und sympathische Wissensfundgrube rund um mein kürzlich (nach 16 Jahren) wiederentdecktes neues Steckenpferd! Auf jeden Fall werde ich Dir dafür mal einen Kaffee ausgeben. 🙂

Zum Thema Scannen hätte ich eine Frage: Gibt es außer dem Preis noch einen anderen Grund, warum Du nicht mit einem dedizierten Filmscanner wie dem Braun FS-120 arbeitest? Der wird z.B. hier ( https://www.filmscanner.info/BraunFS120.html ) sehr gelobt und um einiges über dem Epson angesiedelt. Außer dem Preis finde ich hier nur Vorteile. (Für normales Auflichtscannen habe ich ja noch einen alten Epson.)

Danke und alles Gute!

Hajo

Thomas (Admin) | am 14. August 2019

Hallo Thomast, da sprichst du einen interessanten Punkt an (Auflösung von Objektiven). Hier hatte ich bisher noch keine Vergleiche gemacht. Aber ich denke auch, dass hier einfache Objektive bei eher geöffneter Blende schon per se eine geringe Auflösung generieren. Aber welche? Hier gibt es eine Übersicht. Theoretisch braucht man nur so hoch zu scannen, dass die Maße des Ergebnisses Breite x Höhe in Pixeln bei ca. diesen Werten (z. B. 22 Megapixel bei KB-Dias) liegen.
Aber bei der Tabelle wird sicherlich von einem sehr guten und abgeblendeten Objektiv ausgegangen.

Ich würde es so machen, dass ich die Auflösung von der Scanzeit, der Wunschgröße (z. B. A4-Druck) und dem Festplattenspeicherplatz abhängig mache, also einen Kompromiss eingehe. Im Zweifel bei einer etwas höheren Auflösung.

Thomas | am 14. August 2019

Hallo Thomas,

vielen Dank für diesen Bericht.
Ich besitze einen V800 Photo und habe bei eingestellten 4800 ppi etwas über 2000 ppi ‚gemessen‘.
Damit sollen unter anderem ältere Familienbilder gescannt werden. Es handelt sich dabei um Dia- und Negativfilme im Kleinbildformat welche ab den 50ern meist mit kompakten Kameras gemacht wurden, erst Ende der 80er kam eine DSLR (allersings mit Superzoom) hinzu.
Ich habe Zweifel ob hierbei tatsächlich die volle Scanner-Auflösung benötigt wird.
Gibt es grobe Richtwerte welche Auflösung solche äteren Kameras erreichten?

Vielen Dank im Voraus,
Thomas

Helmut | am 11. August 2019

Hallo Thomas,
für den Epson V800 Photo habe ich mir KB-Filmstreifenhalter für 4 Negativstreifen besorgt.
Der V800 erkennt aber nur den mitgelieferten Filmstreifenhalter für 3 Negativstreifen.
Wie kann ich den Scanrahmen manuel erstellen bzw. wie stelle ich es an, dass der V800 Filmstreifenhalter mit den 4 Negativstreifen erkennt und scannt ?

Danke für die Antwort im Voraus.

MfG

Helmut

Waldemar Boczek | am 14. Juni 2019

Hallo Thomas,
vielen Dank für die Tipps. Jetzt geht es ans testen und probieren.
Mit freundlichen Grüßen
Waldemar

Thomas (Admin) | am 14. Juni 2019

Hallo Waldemar, ich nutze zum einen ein „Sandwich“, das sind die Gläser von meinem Vergrößerer: Diese sind ca. 3 mm dick. Das untere hat Füßchen, die leicht über einen Millimeter hoch sind. Ich käme damit also auf eine Höhe von etwas über ca. 4 mm. Dies muss man aber für sein eigenes Modell ausprobieren.

Dann habe ich noch zwei Gläser, die vor einiger Zeit durch die Firma Monochrom speziell für die alten Epson-Halter angeboten wurden. Sie wurden einfach anstelle der Klapprahmen auf die Filme gelegt. Diese sind ca. 1,5 mm stark. Ich hatte einen Test gemacht: Zwei dieser Gläser übereinander, da ich störrische Negative habe, die sich nach oben wölben und eine einzige Glaslage „wegdrücken“. Erstaunlicherweise gab dies (2 x Glas oberhalb) keine Nachteile in der Bildqualität.

Aber die neuen Epson-Halter besitzen ja bereits Glas (oder eher Kunststoff?) für den oberen Bereich.

Eine Glasunterlage hat den großen Vorteil, dass der Film nicht nach unten durchhängen kann, dass er also überall im selben Fokus sitzt.

Nachteil bei Glas: Ist der Film zu glatt, kann es zu „Newtonschen Ringen“ führen. Daher nutze ich für die obere Lage bzw. für die glatte Seite des Filmes „Anti-Newton-Glas“, welches ganz leicht angeraut ist. Das eine Glas aus meinem Fotolabor ist ein solches und die erwähnten Gläser von Monochrom (gibt es leider nicht mehr) auch.

Waldemar Boczek | am 14. Juni 2019

Herr Thomas,
vielen Dank für Ihre umfassenden Informationen. Ich möchte Ihre Zeit und diese Seite nicht über Gebühr strapazieren, aber eine Frage stellt sich mir noch. Wie dick, bzw. stark sind Ihre Glasplatten. Ich habe bereits versuche mit den Schiebehaltern unternommen, kam aber zu keinem erkennbaren Unterschied,darum die Glasplatte.
Nochmals vielen Dank für die Mühe.
Werde mich dem Probieren hingeben.
Gruß Waldemar Boczek

Thomas (Admin) | am 14. Juni 2019

Hallo Waldemar, der Epson-Scanner hat zwei Schärfeebenen: Entweder direkt auf dem Grundglas oder etwas darüber. In der Scan-Software müssen Sie dies zunächst definieren. Bei der originalen Epson-Scan-Software ist hier das Bedienfeld „Vorlagenart“ zuständig. Soweit möglich, sollte man hier „Film mit Filmhalter“ einstellen. Damit ist die höhere Fokus-Position gemeint und hier kommt dann die etwas höher auflösende Optik zum Einsatz.
In diesem Zusammenhang ist es mir auch nicht verständlich, warum Ihre Filme im Halter direkt auf das Grundglas aufsitzen. Im Halter müssten diese doch ein gutes Stück höher positioniert sein. Dazu sind die Plastikhalter ja da (um ihn höher positionieren zu können).

Man kann die Filme aber auch direkt auf das Glas des Scanners legen. Dann muss aber unbedingt im Scan-Programm die andere Option unter „Vorlagenart“ eingestellt werden (der Titel fällt mir gerade nicht ein). Idealerweise beschwert man den Film dann von oben noch mit einer Glasplatte, wie Sie es ja schon getan haben. Warum ich dies nur im Notfall mache? Weil bei dieser Option eine etwas geringere Auflösung erreicht werden kann. Da müssten Sie einmal schauen, ob Ihnen das Ergebnis bereits reicht. Für das Mittelformat würde sie hier vielleicht schon ausreichen.

Für eine optimale Auflösung wähle ich daher die höhere Position (Umstellen in der Scan-Software nicht vergessen) und zwar wegen der Planlage mit einem „Glas-Sandwich“ (wie bei meinem Labor-Vergrößerer). Hier muss natürlich, sie sprechen es schon an, die genaue Höhe ermittelt werden, bei der am schärfsten gescannt werden kann. Hierfür hatte ich mir zwei Stunden Zeit genommen und einen Ausschnitt des selben Negativs mehrere Male gescannt. Jedes Mal erhöhte ich die Position um ca. einen halben Millimeter und verglich die Ausschnitte mit einem Bildbetrachter in voller 100%-Ansicht.

Das selbe Prinzip auch bei den Plastikmasken: Auch diese sollten den Film in einer bestimmten Höhe halten. Hierzu haben die neuen Masken unten verstellbare Schieber. Auch damit würde ich (bei unterschiedlichen Positionen) mehrere Test-Scans machen und die Ergebnisse prüfen.

Zum Prüfen benötigt man ein Bildbetrachter-Programm, welches das Foto auch in 100%-Ansicht darstellen kann. Man muss für die Tests auch nicht das ganze Motiv scannen. Ein Bildausschnitt reicht. Es sollte natürlich immer der selbe sein (z. B. eine Zaunstruktur oder ähnliches, an welchem man gut die Schärfe beurteilen kann).

Wie bei allen Tests / Vergleichen: Strukturiert vorgehen und sich Notizen machen.

Viel Erfolg!

Waldemar Boczek | am 13. Juni 2019

Als erstes möchte ich mich für Ihren sachlichen und mehr als informativen Artikel bedanken. Da bleibt keine Frage offen. Trotzdem habe ich ein kleines Verständnisproblem. Ich habe mir kürzlich einen Epson V 800 gekauft, um meine über dreißig Jahre alten Mittelformat Bilder zu neuem Leben zu erwecken. Beim scannen mit der vorgegebenen Maske ist mit aufgefallen, dass der in die Maske eingespannte Film sich auf der unteren Glasplatte des Scanners plattdrückt, sprich plan aufliegt.
Da das Einlegen des Filmes in die Mittelformatmaske recht fummelte ist, habe ich die nächsten Filme wie von Ihnen beschriebenen auf die untere Glasplatte gelegt, mit einem Glas aus meinem alten Vergrösserer beschwert (Planlage) und dann mit geschlossenem Oberdeckel gespannt. Jetzt habe ich bei Ihnen ein Doppelglas als Bildhalter bemerkt. Was mache ich falsch und wie findet man bei den Scannern den optimalsten Scannpunkt auf dem Scannfeld? Wieso muss man bei der Doppelglasmethode einen Abstand zur unteren Glasplatte ermitteln, wenn der Film im Filmhalter auch plan auf der Scannerplatte aufliegt.
Entschuldigen Sie die vielen Fragen, aber nach Jahrzehnten mit digitalen Medien habe ich im hohen Alter nun wieder meine Liebe vor fünfzig Jahren getroffen, Negativfilm, und möchte Sie mit schönem Korn wieder genießen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis
Waldemar Boczek

Edmund | am 1. Mai 2019

Vielen Dank für deine Antwort und die Mühe Thomas.

So werde ich es auch genau tun. Ich werde es versuchen aus dem Gerät das ich vor einer Woche erworben habe das Beste herauszuholen.

Herzlichst

Edmund

Thomas (Admin) | am 29. April 2019

Hallo Edmund, hier kann ich leider keinen konkreten Rat geben, da ich den Epson 3200 Scanner nicht kenne / genutzt habe. Alles, was das Scan-Programm („Epson Scan“) anbelangt, ist sicherlich übertragbar. Sollte etwas (spezielle Funktionen) nicht verfügbar sein, müsste es ausgegraut sein oder gar nicht sichtbar.
Doch ich weiß nicht, ob es bei dir auch den „Flaschenhals“ mit der exakt einzuhaltenden Höhe gibt. Ich vermute ja. Ich finde, dies ist das Wichtigste hier: Den exakten Fokuspunkt finden.

Beim Scannen mit hohem Anspruch ist es wie beim Vergrößern im eigenen Fotolabor (und wie beim selber Drucken bei hohem Anspruch): Man muss seine Geräte „kennen“ bzw. jedes Detail mittels systematischen A-B-Tests ausprobieren. Das kostet natürlich zunächst Zeit. Aber später hat man „seine“ Einstellungen. So hatte ich es bei meinem Epson V750 auch getan.

Viele Grüße zurück!

Edmumd | am 29. April 2019

Vielen Dank Thomas für deine Antwort.

Es gibt noch etwas daß ich ganz gerne wissen möchte und zwar ich habe es vergessen zu schreiben dass ich nicht Epson V750 besitze. Ich habe Epson Perfection 3200 Photo. Das ist ziemlich gutes aber bereits altes Gerät. Meine Frage wäre ob ich bei diesem Gerät auch die gleichen Einstellungen und Prozeduren wie du in deinem Artikel so toll beschrieben hast anwenden kann oder unterscheiden sich die beiden Geräte so sehr voneinander dass einige Methoden bei dem Epson Perfection 3200 Photo nicht funktionieren werden.

Vielen Dank

Herzlichst
Edmund

Thomas (Admin) | am 28. April 2019

Hallo Edmund, ja dies ginge. So mache ich es ja auch:
Film mittels Glasplatten scannen
Wenn Filme kleiner sind, ist dies dem Scanner / der Software ja egal. Man muss letztere nur auf manuell stellen bzw. die Begrenzung selbst (kleiner) ziehen. Kleiner geht hier immer. Nur bei größeren Negativen gibt es natürlich Grenzen.

Ich habe gute Erfahrung mit der „Sandwich-Methode“ gemacht. Wenn es zu Newtonschen Ringen kommt (wegen Druck und minimale Feuchtigkeit) muss man für die glatte Seite des Filmes ein Antinewton-Glas verwenden oder ein leicht raues (ggf. funktioniert entspiegeltes Bilderrahmenglas). Von Tetenal gibt / gab es auch „Anti-Newton Spray“. Dies aber alles nur am Rande.

Edmund | am 28. April 2019

Hallo Thomas,
gibt es irgendwelche Möglichkeit die 8mm Filmnegative mit Epson zu scannen (zum Beispiel wenn ich die Negative zwischen die zwei Glasscheiben lege?

Thomas (Admin) | am 31. Dezember 2018

Hallo Peter, dein Kommentar hatte mich dazu veranlasst, etwas genauer hinzusehen. Bisher hatte ich noch nie Planfilme über 4×5 Inch gescannt, was ja kein Problem ist. Nach meinem Test (allerdings mit dem Epson V750) sieht es nun so aus:
Die maximale Größe für den Scan „Durchlicht“ beträgt lediglich ca. 16 cm x 23 cm. Nimmt man die etwas schwächere Optik („Durchlicht ganzer Bereich“) dann hat man immerhin 20 cm x 23 cm zur Verfügung. Zur langen Seite gibt es zwar noch je ca. 2 cm mehr. Aber da ist ja oben das Messelement dazwischen, welches am Start des Scanvorganges die Helligkeit der Lampe kurz „checkt“. Und das darf keinesfalls bedeckt werden. Getestet hatte ich dies mit SilverFast. Die Epson-Software habe ich gerade nicht bei mir drauf. Ich denke, dies gibt die Hardware, also der Scanner vor, nicht das Programm.
(Die Angaben aber bitte ohne Gewähr. Vielleicht mache ich hier selbst auch einen Fehler.)

Das ist natürlich blöd, denn so wie ich das ausrechne, entsprechen 8×10 Inch ca. 20×25 cm. Du kommst damit nicht einmal im „Durchlich-Ganzer-Bereich-Modus“ hin. Ich schätze, du musst das Glas-Sandwich mind. zweimal scannen bzw. je etwas verschieben und danach in einer Bildbearbeitung zusammen setzen. Der Scanbereich sitzt in der Breite ca. mittig (also mit „Luft“ an den Seiten und etwas nach unten). Vermutlich wird sich bei solch großen Vorlagen, wie du sie verwendest, auch egal sein, ob du die etwas bessere Optik bzw. die leicht schwächere nutzt. Ich musste im Mittelformat schon genauer hinsehen, um den Unterschied erkennen zu können. Gut: Wenn man schon den Aufwand betreibt, möchte man die mit „Hausmitteln“ maximal mögliche Qualität haben.
Leider wusste ich das mit der maximalen Größe bei Durchlichtvorlagen auch nicht. Ich dachte immer, es kann der gesamte Bereich des Glases genutzt werden. Leider scheint dem nicht so zu sein.

Viele Grüße zurück!

Peter | am 30. Dezember 2018

Hallo Thomas,
erst mal danke für den ausführlichen und gut verständlichen Artikel; ich habe mich für meine 8×10 Negative entschlossen, die Sanwich Methode zu verwenden; allerdingds – wenn ich Scan mit Vorlagenhalter eingebe – dann überschreibt er mir immer die Breite uaf 149 mm, wenn ich Scan mit Vorlagenhalter eingebe, dann scant er wohl mit der schlechteren Optik auf der Glasplatte und nicht in 4 mm Abstand; ich stehe etwas auf dem Schlauch. Gibt es eine Lösung? Ich habe den V800.
VG
Peter

Thomas (Admin) | am 27. Dezember 2018

Hallo und vielen Dank für das Lob! Ich blende ja hier auch Werbung ein. So kann ich etwas damit verdienen und alle haben etwas davon.

ThomasderAnfänger | am 27. Dezember 2018

Servus,

ich möchte/muss mich jetzt endlich mal bei Ihnen bedanken. Soviel Mühe wie Sie sich machen; das ist ja schon ein Lehrbuch was Sie uns da schenken.1000 Dank!
Es ist alles sehr sehr gut und leicht verständlich ge- und beschrieben. Woanders muss man für so viel und v.a. so gut aufbereitete Infos bezahlen.
Also vielen vielen Dank, dass Sie Anfängern wie mir so helren.
Alles Gute!

Thomas (Admin) | am 26. August 2018

Hallo, eigentlich sollte beim Stapelscan alles automatisiert ablaufen, wenn vorher die vielen Rahmen (manuell / automatisch) angelegt worden sind. Es könnte tatsächlich sein, dass der Rechner in den Ruhestand geht. Dann müsste aber auch der Monitor ausgehen. Ab wann der Computer in den Ruhestand wechselt, kann man ja in dessen Energieeinstellungen festlegen. Eine entsprechende Option bei der Scan-Software ist mir jetzt nicht bekannt.

Klaus | am 25. August 2018

Vielen Dank für die ausführliche Anleitung!

Ich habe eine Frage zum Stapelscan. Bei mir läuft der Stapel nicht sauber durch. Der Rechner geht wahrscheinlich in den Ruhezustand. Ich muss dann kurz auf die Maus klicken und der Stapel scannt weiter? Muss das irgendwo noch eingestellt werden?

Gruss Klaus

Thomas (Admin) | am 4. Juni 2018

Hallo Martin, dass es bei Scannern, die auch Negative scannen können, Unterschiede im Bereich des darstellbaren Farbraumes gibt, ist durchaus möglich. Hier muss ich aber aussteigen, ich weiß dazu nichts Näheres.
Grundsätzlich orientieren sich die Preise immer an der maximal möglichen Auflösung, welche die Digitalisierungen dann haben können, nicht daran, dass ggf. nur S/W ordentlich gescannt werden kann. Da du als Vorlagen bereits Mittelformat-Negative besitzt, kommst du günstigeren Scannern schon einmal entgegen: Sie müssen bei solch relativ großen Vorlagen weniger leisten als beim Digitalisieren von Kleinbildfilmen.

Viele Fotografen nutzen den Canon CanoScan 9000F Mark II, den es für ca. 200 € neu zu kaufen gibt. Ich selbst hatte jedoch nur wenige Scanner durchprobiert bzw. bin dann beim Epson geblieben bzw. konnte aus diesem dann das Maximum „heraus kitzeln“ (der ist allerdings mehr als doppelt so teuer wie der Canon).

Ich vermute, Scanner wie der Canon werden für deine Ansprüche bzw. Mittelformatfilme genügend Leistung haben. Allerdings hatte ich ihn noch nicht vor mir und kann nur nach den Amazon-Kundenbewertungen gehen.

Da beim Digitalisieren von S/W-Negativen der gesamte Prozess der Farbkorrektur entfällt, ist das Scannen solcher viel einfacher als bei Farbnegativen. Ich glaube auch nicht, dass man dann eine weitere, kostenpflichtige Software benötigt. Ich würde jedoch auch hier (manuell) möglichst „linear“ scannen („Rohscan“) bzw. diese Datei dann an eine Bildbearbeitung (z. B. dem kostenlosen Gimp) übergeben und erst hier die Kontraste (Gradationskurve) nach fotografischem Auge anpassen.

Ansonsten gäbe es, insbesondere fürs Mittelformat, die Möglichkeit, solche Negative mit einer Digitalkamera und einem echten Makroobjektiv im Dunkeln von einem Leuchttisch abzufotografieren. Diese Technik wird auch häufig angewandt. Ich selbst habe damit jedoch (wegen fehlendem Makro-Objektiv) keine Erfahrung gesammelt. Hierzu ist dann neben einer guten, manuell bedienbaren Digitalkamera als drittes noch ein Stativ mit umkehrbarer Mittelsäule nötig. Aber vielleicht hast du all dies schon?

Viele Grüße zurück!

Martin | am 4. Juni 2018

Hallo,
vielen Dank für die ausführliche Anleitung!
Ich habe noch nie Negative gescannt und bin nicht sicher, welcher Scanner für mich richtig ist. Ich möchte vor allem schwarzweiß Negative im Mittelformat scannen. Gibt es einen Scanner, der besonders dafür geeignet ist? Meine Hoffnung ist, dass für SW die Anforderungen und damit der Preis nicht so hoch sind, stimmt das so?

Beste Grüße
Martin

Thomas (Admin) | am 29. Mai 2018

Ich kann derzeit nicht prüfen, wie hoch / breit der tatsächlich abbildbare Scan-Bereich im Durchlichtmodus ist.
Hier ist ein Vorschauscan mittels dem Programm „Vuescan“:
scnannen mit Vuescann
Eingelegt war die Mittelformat-Doppelmaske bei meinem Epson V750. Man sieht, sie wird fast gänzlich gescannt: Ca. 26 cm x 16 cm (alles was weiß ist, ist die lichtundurchlässige Plastik-Maske).
Dieser Bereich sollte für die meisten Glasnegative ausreichen.

Je nachdem, welches Scan-Programm man nutzt: Man muss dort im manuellen Modus händisch einen Rahmen ziehen können. Doch bereits beim kostenlosen „Epson Scan“ geht dies im „Professionellen Modus“. Denn dort wird nicht versucht die einzelnen Bilder auf den gängigen Rollfilme „auseinander zu schneiden“.

Man kann Glasnegative im einfachsten Fall direkt auf das Glas des Scanners legen. Dann muss man in den Einstellungen des Scanprogramms jedoch auswählen, dass eben dieser (tiefere) Fokuspunkt gewählt werden soll. Das heißt dann „ganzer Bereich“ oder ähnlich. Ein bisschen mehr Aflösung erhält man, wenn man das Negativ höher positioniert (mittels einem Träger mit einem genauen Abstand zum unteren Glas) und dies der Scansoftware auch mitteilt. Gut fotografierte Glasnegative von Plattenkameras besitzen jedoch wegen ihrer großen Maße ohnehin schon eine sehr hohe Auflösung, wodurch man auf diesen Schritt ggf. verzichten kann.

Gerd Richter | am 29. Mai 2018

Wenn ich ohne die fertigen Masken arbeiten möchte, also alte Glasnegative von Plattenkameras, wie groß ist die maximale Durchlichtfläche?
Was ist dann als Einstellung zu beachten.

Gert Wöhler | am 25. Mai 2018

Also, ich habe das alles einmal durchgespielt. Das hatte mehrere Stunden Arbeit gekostet und im Übrigen viel Fingerspitzengefühl. Aber du hast Recht! Die Scanergebnisse sind tatsächlich viel besser geworden wie vorher. Es ist ja eigentlich auch klar: Bei einer Kamera fokussiert man ja auch ganz genau (teils mit Lupe) und der Film ist darin ja auch genau plan gegenüber der Optik platziert. Ich denke jedoch, der „normale“ User wird damit immer Probleme haben. Man muss schon selbst aktiv werden.

Rolf | am 3. Mai 2018

Hallo Thomas,
sehr interessanter Artikel! Ich habe mir Ende März den Epson Perfection V750 bei Amazon bestellt. An sich finde ich, dass das Gerät eine sehr gute Scanqualität bietet. Da ich jedoch am ersten Wochenende mit mehr als 10 Scanstunden nur 140 Negative gescannt und nachbearbeitet habe, entschied ich mich den Scanner wieder zurück zu senden – da mir das doch viel zu zeitaufwändig ist. Meine restlichen knapp 2500 Negative habe ich dann bei https://www.mediadig.de/leistungen/negative-digitalisieren/ digitalisieren lassen. Qualitativ sogar noch besser als meine Scans mit dem Epson V750 und so konnte ich mir einige Wochenenden an Scannen ersparen.

Liebe Grüße,
Rolf

Robert | am 25. April 2018

Hallo Thomas,

vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Ich habe aich einen Negativscanner zuhause und wollte es mit deiner Anleitung probieren. Allerdings ließ sich das leider überhaupt nicht anwenden, vielleicht ist mein Scanner doch zu anders (hab einen Rollei DF-S) und die Bildergebnisse waren wirklich unter aller Sau. Deer Epson V750 ist mir aber viel zu teur, so viele Negative habe ich dann auch nicht als das sich das lohnen würde.
Letztlich hab ich die Bilder zu Mediafix gebracht und sie dort scannen lassen. Hat mir auf jeden Fall viel Arbeit und Geld gespart.
https://mediafix.de/negative-scannen/

Thomas (Admin) | am 10. Februar 2018

Hallo Volker,
funktioniert dies denn im „normalen“ Modus? Ich hatte einmal ein gleiches Problem: Es wurde zwar der Scanner erkannt, jedoch nur in seiner Funktionalität als normaler Aufsichtscanner. Bald bemerkte ich den Fehler bei mir: Das Kabel bzw. der Stecker hinten, der den Deckel (die Durchlichtlampe) mit dem unteren Gehäuse verbindet, hatte sich beim Transport gelöst. Das war einfach. Vielleicht ist es bei dir ebenfalls so? Ansonsten wüsste ich hier auch keinen anderen Rat.
Viele Grüße zurück.

Volker | am 10. Februar 2018

Hallo Thomas,

bei meinem V 700 tritt plötzlich und ohne Veränderung vorheriger Einstellungen folgendes Problem auf: Im professionellen Modus kann ich zwar ganz normal Aufsichtsvorlagen scannen, aber bei der Vorlagenart nicht mehr auf Film mit Filmhalter umschalten. Im Auswahlmenü erscheint „Aufsichtsvorlage“ fett (ist anwählbar und funktioniert auch, also kein USB-Fehler), „Film“ dagegen ist grau abgeschwächt und nicht anwählbar. Was tun? Ist das Gerät hier mechanisch defekt? Das Wiederaufspielen der Installations-Software-CD hat nicht geholfen, ebensowenig Neustart.

Das Gerät ist ca. 5 Jahre alt und bis jetzt extrem zuverlässig, auch im Scannen von Film mit Filmhalter.

Danke und viele Grüße,
Volker

Thomas (Admin) | am 15. August 2017

Hallo Stefan, vielen Dank für deine beiden Links bzw. für die Mühe fürs Testen! Deine Beobachten decken sich mit den meinigen. Und du hast Recht: Vielerorts werden falsche Urteile gebildet. Mit etwas Engagement bzw. Fummelei kann man hier weit mehr aus den Vorlagen heraus holen, als es Epson wahrscheinlich selbst von seinen Geräten erwartet (so könnte man meinen). Man muss halt etwas mitdenken bzw. einige Experimente wagen.

Stefan | am 15. August 2017

Hallo Thomas,

Super-Beitrag und endlich einmal eine „korrekte“ Beurteilung des V 700/750.
Drei Anmerkungen dazu (siehe auch meine Beiträge bei Drehscheibe-online
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?99,5029464 und
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?99,6348743):

– Die Füße der Epson-Negativhalter lassen sich zur genauen Justierung in der Höhe einstellen: 0 / + / weglassen.
– Man kann sehr gut mit Miniaturbildern arbeiten, muss aber zuvor in der Konfiguration den Schieberegler beim Vorschaubildschnittbereich ganz nach rechts schieben, sodass die Scanfläche größer ist, als das eigentliche Bild.
– Die Farbwiederherstellung ist (auf einem mac) als Basis gar nicht mal sooo schlecht, nur muss man das Histogram danach auf jeden Fall manuell aufziehen, damit auch der ganze Farbumfang gescannt wird.

Schöne Grüße
Stefan

Dirk | am 19. Juli 2017

Hallo Thomas,

der Vergleich Flextight zu Epson V750 hingt etwas. Das hier von Dir verwendete Negativ hat einen sehr geringen Dichteumfang. Bei Negativen mit hohem Dichteumfang gewinnt definitiv der Flextight.

Ich lasse die besseren Negative deshalb bei meinem Fotolabor vor Ort scannen Im Digital Labor ist ein Fuji Scanner verbaut, welcher zwar nur mit 2000 dpi Auflöst aber durch seinen definitiv größeren Dichteumfang von 4,6 die bessere Bildqulität bzw. Information liefert.

Grüße

Dirk

Thomas (Admin) | am 14. Mai 2017

Hi Marc, die Meldung könnte damit zusammenhängen, dass deine Festplatte im sogenannten „FAT32-Format“ formatiert ist. In diesem Format kann man nur Dateien bis zu 4GB speichern. Du müsstest die Festplatte in ein anderes Format (unter Windows heißt es „NTFS“) formatieren, wodurch allerdings sämtliche Daten verloren gehen, was natürlich dumm wäre. Vielleicht hast du noch eine andere (externe) Festplatte, die nicht FAT32 formatiert ist. Darauf müsste man dann auch größere Dateien speichern können.
Ansonsten wüsste ich jetzt auch nicht weiter.

Grüße zurück!

Marc | am 14. Mai 2017

Hallo Thomas
habe grade meinen Epson V750 nach vielen Gebrauchsjahren mit Deiner Anleitung gepimpt 😉
Bei der DPI Auflösung mußte ich bei der 4×5 Negativ auf 2000 zurückgehen. Sonst gab es die Meldung: „Dieses Bild konnte in diesem Format nicht gespeichert werden, da die Datei zu groß ist…“ Kann ich da noch etwas einstellen?
Dank & Gruß aus Berlin
Marc

Peter Frings | am 10. November 2016

Hallo Thomas ,
vielenDank für den neuen Bericht. Es ist genau das , wonach ich gesucht habe. Hierdurch kann ich meine Scans verbessern. Vielen Dank.
Mach weiter so!

Gruß Peter
und immer gutes Licht


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