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Fotografieren mit einer (über) 100 Jahre alten Kamera

ThomasKategorie: Blog 1 Kommentar

Für diesen Beitrag schnappte ich mir eine richtig schöne 9×12-Plattenkamera, welche mittlerweile schon über einhundert Jahre alt ist und belichtete damit einige Fotos. Wie man mit solch einem historischen Fotoapparat heute noch fotografieren kann, was man dazu benötigt und wie meine Fotos damit aussehen, soll dem geneigten Leser in diesem Artikel nicht vorenthalten werden.

fotografieren mit einer sehr alten Kamera Mit so einer uralten Kamera kann man freilich auch heute noch fotografieren.

Mein Kumpel Thomas hat eine recht gut sortierte Kamerasammlung, Engagement, Zeit und einen hübschen Garten zur Verfügung: Dieses Mal machten wir dort mit einer klassischen 9×12-Plattenkamera einige Aufnahmen.

Wir nutzten hierzu diese schöne Kamera:

alte Ica Platenkamera

ICA Ideal 246 für das Filmplattenformat 9 x 12; Baujahr ca. 1911

Und damit kann man heute solche Fotografien machen:

Foto mit einer alten Ica 9x12 Plattenkamera auf Orwo np20 Film

Orwo NP20 Planfilm an 9×12-Kamera Ica Ideal, selber entwickelt im S/W-Entwickler A49

Aber der Reihe nach. Ich möchte diesen Beitrag grob in zwei Teile gliedern:

  1. Zunächst werde ich so eine über einhundert Jahre alte Kamera sozusagen im »Trockendock« vorstellen und deren Bedienung Schritt für Schritt für Anfänger erklären.
  2. Und dann soll es damit direkt in den Garten gehen. Denn es ist hier gerade der Mai angebrochen und die Sonne scheint.
Glasnegative und altes FotoWir fotografierten wie vor 90 Jahren – Wer sich für Originalfotos aus dieser Zeit mit einer solchen Kamera interessiert, dem sei auch dieser Beitrag wärmstens empfohlen → Sichtung alte Familienaufnahmen des Herrn W.

Doch zunächst soll es noch in der Gegenwart bleiben: Wir belichteten S/W-Filme im heutigen „Sonderformat“ 9×12. Solche Filme kann man nicht in der Drogerie entwickeln lassen. Allerdings kann man sie im Fachhandel weiterhin als frische Ware kaufen. Es gibt zwar einige Anbieter, die auch solche Filme (sogenannte „Planfilme“) zur Entwicklung annehmen. Sinnvoller (und deutlich preiswerter) wird es jedoch sein, man entwickelt sie (S/W-Filme) selber daheim in kleinen Schälchen bei Dunkelheit. Viel benötigt man dazu nicht. Doch dazu später mehr.

Als erstes sei die alte Kamera und deren Bedienung vorgestellt:

Was ist das für eine alte Kamera?

eine alte Kamera und eine alte Kameratasche

Dies ist eine sogenannte »Plattenkamera«. Hauptsächlich hatte man damit beschichtete Glasplatten (die „Filme“) belichtet. Sie war vor ca. einhundert Jahren recht verbreitet und wurde in solch schönen Kamerataschen aus Leder, wie hier abgebildet, transportiert bzw. aufbewahrt. Diese Plattenkameras sind sehr kompakt, da man sie zusammen falten kann:

 

Laufbodenkamera zusammengefaltet und auseinander gezogen

Hinweis: Beim Zusammenfalten unbedingt darauf achten, dass sich alle Verstelloptionen („Shift“), falls vorhanden, an der vorderen Standarte wieder in der Nullstellung befinden, ansonsten kann es schnell hakelig werden und so manch alte Plattenkamera wurde entsprechend falsch behandelt.

Dieses „Laufboden-Prinzip“ mit der beweglichen Objektiv-Standarte auf klappbarem Boden und Balgen wurde viele Jahrzehnte im Kamerabau genutzt (siehe auch → Vorstellung Linhof Technika).

 

Logo der Ica Kameras

Ich nutzte für meine Aufnahmen eine alte Kamera von „ICA“ (International Camera Actiengesellschaft) aus Dresden. Auf der hier gezeigten Marke ist als Logo das ICA-Pentagramm zu sehen und die Jahreszahl 1911. Und ich denke, aus dieser Zeit müsste diese Plattenkamera auch stammen – Sie ist über einhundert Jahre alt und funktioniert immer noch! Alle dieser Laufboden-Plattenkameras aus dieser Zeit (ca. 1900 bis 1950) verschiedener Hersteller sind sehr ähnlich aufgebaut. Falls keine Marke angebracht ist, steht häufig etwas auf dem ledernen Kamerahenkel zur Identifikation. Es gab sie auch für kleinere Platten (6×9) oder größere (10×15). Die meisten nutzten sicherlich das 9×12 cm Format, da dies ein guter Kompromiss zwischen Preis der fotografischen Platten und Größe der späteren Kontaktkopien bzw. Größe der damit auf einfache Weise herstellbaren Papierbilder war.

 

Logo eines Kameraverkäufers

Mein Modell trägt sogar das Logo des Fotohändlers. Auch dies war seinerzeit nicht unüblich, bei heutigen Kameras kaum vorstellbar. Diese Kamera wurde offenbar in der Berliner Filiale des Fotohändlers „AD Fischl Jr“ aus Hamburg verkauft. So richtig wertvolle Sammlerobjekte sind die meisten dieser Fotoapparate nicht. Auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man solch eine ähnliche Kamera bereits ab ca. 40 Euro. Dabei ist aber darauf zu achten, dass einige passende Filmkassetten sowie das Mattscheibenrückteil dabei sind:

 

Rückseite der Plattenkamera mit offenem Verschluss

Dies ist die Rückseite des auseinander geklappten Apparates: Man kann von hinten durch das (derzeit geöffnete) Objektiv schauen. Links ist die besagte Mattscheibe zu sehen. Diese ist nicht ganz unwichtig, denn darauf wird später das Bild kopfüber stehen (wie weiter unten noch zu sehen ist).

ein Planfilm-Negativ auf einer Leuchtplatte

Damit es nicht zu trocken wird, gibt es zwischendurch schon einmal eines der Planfilm-Negative zu sehen, die wir mit der alten Dame belichteten.

 

alte Filmkassetten

Dies sind alte Filmkassetten, welche zum Fotografieren benötigt werden. In jeder Kassette befindet sich eine Glasplatte bzw. ein Planfilm. Zum Fotografieren wird eine der Kassetten anstatt der Mattscheibe an die Kamera gesetzt. Diese Kassetten sehen zwar alle sehr ähnlich aus, passen aber keinesfalls an alle Plattenkameras. Es gibt unterschiedliche Haltesysteme. Am besten kauft man daher eine Kamera gleich mit passenden Kassetten im Set. Für jede Aufnahme benötigt man eine Kassette. Die Fototasche wird also schnell schwer dabei.

 

ein Holzstativ

Zum Fotografieren nutzte ich ein ebenso altes Holzstativ – ebenfalls von Ica Dresden.

Die Bedienung einer solchen Plattenkamera

Fast alle Einstellungen befinden sich auf der Vorderseite des Apparates. Ich beschreibe hier die Vorgehensweise bei dieser ICA und zwar bei Verwendung eines Stativs. Das Prinzip ist immer das selbe. Aber die Bedienung unterscheidet sich manchmal je nach Modell.

Einstellungen an einer sehr alten Kamera

Ich empfehle, diese Grafik in einem separaten Fenster zu öffnen, damit man die Kennzeichnungen bei meiner kleinen Anleitung stets im Blick hat.

Damit man zunächst mittels Mattscheibe das Bild »komponieren« kann, muss erst einmal das Objektiv geöffnet werden und zwar mit dem Schalter 1. Stellung „Z“ bedeutet hier „Daueröffnen“ (häufig auch als „T“ deklariert). Danach wird mittels dem Auslöser 2 der sogenannte Verschluss geöffnet – Licht fällt durch das Objektiv hindurch.

Damit zum Einstellen auf der Mattscheibe das Maximum an Licht durch das Objektiv eintreten kann, wird die Blende 3 auf den geringsten Wert eingestellt.

 

Mattscheibe mit Lichtschacht

Der Lichtschacht des bereits angesetzten Mattscheibenrückteils wird ausgeklappt. Nun sieht man sein Motiv darauf und kann Ausschnitt und Schärfe (am besten mit einer Lupe) einstellen. Fokussieren gelingt grob mit den Griffen A. Die Feineinstellung erledigt man mit dem Rädchen B. In der Praxis sieht dies dann so aus:

 

Motiv auf einer Mattscheibe steht kopfüber

Bei diesen alten Kameras ist die Mattscheibe häufig recht dunkel, auch weil das Objektiv eher lichtschwach ist. Aber dank dem ausklappbaren Lichtschacht kann man meist auch bei Sonnenschein genügend erkennen. Ich nutze manchmal einfach ein Hemd über dem Kopf, um das Umgebungslicht weiter fern zu halten. Dass das Motiv auf dem Kopf steht, ist völlig normal und man kennt dieses Bild vielleicht noch aus dem Physikunterricht. Unser Gehirn gewöhnt sich schnell daran, wenn man häufig so fotografiert.

Nachdem das Bild „komponiert“ wurde, wird der Verschluss wieder mit dem Schalter 2 geschlossen (Es fällt kein Licht mehr hindurch) und der Schalter 1 wird auf „M“ gestellt. Die Kamera steht fest auf einem Stativ oder wenigstens auf einem Tisch. In der Praxis wechselt man jetzt das Mattscheibenrückteil mit einer Filmkassette aus. Aber diesen Schritt lasse ich zunächst aus, da ich mich den Filmkassetten gleich separat zuwenden möchte.

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Belichtung auf die Schatten messen

Licht messen mit einem Handbelichtungsmesser

Nun muss die Belichtung gemessen werden. Dies kann so eine alte Kamera natürlich nicht selber. Früher nutzte man hauptsächlich Tabellen. Gut geht es mit so einem Messschieber zum selber Bauen. Sicherlich sind Smartphone-Apps als Belichtungsmesser sinnvoll. Es gibt auch kleine Aufsteck-Belichtungsmesser zu kaufen. Man kann sich via Ebay oder Flohmarkt auch historische Rechenscheiben zur Belichtung besorgen.

Jetzt sollte man für das Motiv die richtige Belichtungszeit bei der gewünschten Blende ermittelt haben und zwar für den jeweils verwendeten Film (für die jeweilige Filmempfindlichkeit / ISO).

An Schalter 3 wird die gewünschte Blende eingestellt. Ich arbeite bei solchen uralten Objektiven am liebsten mit ganz offener Blende, da ich hier eine Hintergrundunschärfe und eine gewisse Weichheit der alten, nicht vergüteten Linsen schätze. Man kann natürlich auch weiter abblenden, wenn man deren Abbildungsqualität erhöhen möchte.

An Drehknauf 4 wird die zuvor ermittelte Belichtungszeit (z. B. 1/100 Sekunde) eingestellt.

Mit dem Schalter 5 spannt man den Verschluss.

Und mit dem Schalter 2 wird schließlich ausgelöst. Der Auslöser bei Plattenkameras hat meist ein kleines Löchlein. Gedacht war, dass man daran ein langes Band festbinden- und somit einen ganz simplen Fernauslöser erhalten kann.

Jetzt noch zu den anderen Bedienelementen bei dieser über 100 Jahre alten Kamera: Bei X kann man einen Drahtauslöser oder einen Autoknips einschrauben.  Mit dem Rädchen D kann man das Objektiv seitlich verstellen („Shift“). Mit dem Rädchen C kann man das Objektiv in der Vertikalen verstellen. Dies ist hauptsächlich für Architekturaufnahmen relevant. Man kann mit dieser Funktion das Bild auf der Mattscheibe „wandern“ lassen. Bei modernen Kameras benötigt man hierfür extra ein Shift-Objektiv. Früher war so etwas bei solchen Plattenkameras häufig integriert.

 

ein historisches Familienfoto von einer Plattenkamera

Zur Auflockerung gibt es an dieser Stelle ein historisches Familienfoto zu sehen, welches auf Glasplatte mit eben genau so einer 9×12-Plattenkamera fotografiert wurde:

 

zwei alte Kameras spiegeln sich

Wenn man genauer hinschaut, sieht man bei diesem alten Foto auch die Kamera, mit welcher es aufgenommen wurde (sowie eine weitere daneben). Beleuchtet wurde hier sicherlich mit einem simplen Blitzbeutel. In der Spiegelung sieht man auch den Schutzschieber links an der größeren Kamera. Auf u. a. diesen Schieber gehe ich nun etwas genauer ein, weil die Filmkassetten noch nicht besprochen wurden:

Welchen Film verwendet man und wie geht das mit den Filmkassetten?

Eben, im Trockendock, hatte ich die Funktionen dieser alten Kamera noch ganz ohne Film erklärt. Aber ohne Film kein analoges Foto. Zunächst einige Worte zum Prinzip:

Mattscheibe mit Lichtschacht

Nachdem man das Bild auf der Mattscheibe eingestellt hat, wird das Mattscheibenrückteil abgenommen:

 

abgenommene Mattscheibe

Hinweis: Die matte Seite der (wechselbaren) Mattscheibe zeigt immer zum Objektiv. Manchmal ist sie verkehrt herum eingelegt.

Das sorgsam zusammen gefaltete Mattscheibenrückteil legt man beiseite (und achtet darauf, dass es nicht herunter fällt). Auf dieser Abbildung ist der Verschluss noch offen: Licht fällt durch das Objektiv. Dieser muss jetzt geschlossen werden, damit der gleich eingesetzte Film nicht unabsichtlich belichtet wird.

 

eine angesetzte Plattenkassette

Nun wird eine (geladene) Plattenkassette bzw. Filmkassette anstelle der Mattscheibe von hinten angesetzt.

 

der Schutzschieber einer Planfilmkassette wurde gezogen

Jede dieser Kassetten besitzt einen Schutzschieber. Dieser gibt den kompletten Film im Innern der Kamera frei, damit er belichtet werden kann. Der Schutzschieber darf erst gezogen werden, wenn die Kassette fest an die Kamera angesetzt- und wenn der Verschluss der Kamera geschlossen ist. Es darf vor der Aufnahme also kein Licht auf den Film / auf die Platte fallen.

Nachdem der Auslöser betätigt- und somit der Film belichtet wurde, schiebt man den Schutzschieber zurück in die Kassette. Nun ist der Film erneut gegen Licht geschützt und man kann die Kassette wieder von der Kamera abnehmen.

 

eine Planfilmkassette mit Schieber

Und so schaut eine solche Kassette von der Vorderseite aus, mit welcher sie beim Fotografieren zur Hinterlinse der Kamera zeigt. Der Schieber ist hier bereits ein Stück gezogen. Der eingelegte Film ist dadurch zu diesem Teil bereits durch das Umgebungslicht belichtet – also so nicht mehr zum Fotografieren nutzbar.

Hinweis: Wenn man solche Planfilmkassetten leer lagert, sollte man den Schieber nicht eingesteckt lassen, da hierdurch ein Samtstreifen als Lichtdichtung „platt“ gedrückt wird und nicht mehr dicht ist. Bei gebrauchten Kassetten ist dies allerdings häufig (über Jahrzehnte) der Fall gewesen.

eine fotografische Platte

Üblicherweise belichtete man mit einer Plattenkamera solche fotografischen Platten aus dünnem Glas. Jemand bietet derzeit noch beschichtete Platten an. Sinnvoller ist es m. E. jedoch, man belichtet gleich auf  9×12-Planfilm:

 

Orwo NP20 S/W-Film

Wir nutzten für unsere Aufnahmen alten, längst abgelaufenen Orwo NP20. Dies ist ein „klassischer“ S/W-Film mit einer Empfindlichkeit von 80 ASA. Da er bereits mehrere Jahrzehnte abgelaufen ist, belichtete ich sicherheitshalber so, als hätte er nur eine Empfindlichkeit von 20 ASA (ISO 20). Dies hatte auch gut funktioniert. Denn lange überlagerten S/W-Film kann man häufig durchaus noch nutzen.

Den Fomapan 400 gibt es immer noch im Format 9×12 neu zu kaufen. Selbst der Ilford Delta 100 ist derzeit in diesem doch recht historischen Format verfügbar. Ich würde zunächst zum Foma 100 raten, den es beispielsweise hier zu kaufen gibt. Erstaunlicherweise gibt es heute noch eine hübsche Auswahl an passenden Filmen für die alte 9×12-Plattenkamera. Dabei gibt es jedoch ein Problem:

Planfilm in Kassetten für Glasplatten

Planfilm in Kassette von Plattenkamera verwenden

Die Kassetten sind eben für Glasplatten gedacht. Die Planfilme besitzen zwar die selben Außenmaße. Aber sie sind eben viel dünner. Es gibt (seltene) Planfilmadapter, aber die hatten wir nicht.

Also legten wir einfach eine alte Glasplatte ein (links). Darüber passt noch ein Planfilm (Mitte). Beides wird mit den Metalllaschen fest gehalten. Danach wird der Schieber eingeschoben. Bei den Ica-Kassetten hatte dies recht gut funktioniert.

Die Kassetten müssen natürlich in absoluter Dunkelheit befüllt werden. Alternativ kann man im Hellen einen Wechselsack nutzen.

Die Sache mit den Kassetten gestaltet sich besonders für Ungeübte im Dunkeln als großes Gefummel, besonders im Wechselsack. Nicht selten hat man dann Fingerabdrücke und Kratzer auf den Bildern. Aber wegen einer hoher Präzision würde ich auch nicht mit so einer uralten Kamera fotografieren, obwohl die fotografische Auflösung bei diesem Format je nach Objektiv und Film sehr hoch sein kann, denn es handelt sich hierbei ja um eine Großformatkamera.

Die Planfilme haben eine Kerbe an einer Seite. Anhand dieser Kerbe lässt sich im Dunkeln ertasten, wo die Schichtseite (lichtempfindliche Seite) und wo die Rückseite des Filmes ist. Die Schichtseite (Emulsion) muss natürlich immer hin zum Objektiv bzw. zum Schutzschieber zeigen:

Wenn Sie das Blatt in der Ausrichtung „Hochformat“ (kurze Seite nach oben) mit den Kerben oben rechts halten, zeigt die Emulsionsseite zum Fotografen.

Quelle

Das Einlegen sollte man zunächst unbedingt mit einem Probefilm üben.

Hinweis: Es gibt im Handel 9×12-Glasplatten als „Rohlinge“ zu kaufen. Es ist darauf zu achten, dass diese nicht zu dick sind! Bei meinen Kassetten passen beispielsweise Glasplatten mit einer Höhe von 2 mm nicht mehr hinein. Die alten Original-Platten haben nur eine Höhe von ca. 1 mm.

ein Filmpack für eine alte KameraAgfa Filmpack mit Schutzpapier

Der Vollständigkeit halber: Es gab damals auch sogenannte »Filmpacks«: Dies war ein Rückteil mit mehreren Einzelfilmen, welche man an einer Lasche nach der Aufnahme heraus ziehen konnte. Danach war die Kamera gleich wieder einsatzbereit. Ich habe jedoch keine Erfahrung damit.

Und jetzt soll es mit der alten Plattenkamera und einige mit S/W-Film geladene Kassetten endlich in die Sonne gehen:

Beispielfotos und Bilder aus der Praxis

Bei schönem Maiwetter stand die Sonne am Nachmittag noch recht tief. Wegen des grellen, hellen Lichtes hatte ich erst bedenken, dass die Kassetten vielleicht Lichteinfall zeigen würden. Dies hatte sich später aber nicht bestätigt.

eine Plattenkamera steht auf einem Holzstativ

Auf diesem Bild ist wieder die alte Plattenkamera auf dem Holzstativ zu sehen.

 

eine Tasche mit mehreren Filmkassetten

Praktisch ist so eine Tasche, in welcher mehrere Filmkassetten Platz finden. Man muss sich nur ein System ausdenken, wie man die bereits belichteten von den unbelichteten unterscheidet. Aber natürlich kann man einen Planfilm auch beliebig mehrmals belichten und „Geisterbilder“ erzeugen, falls gewünscht.

Man kann damit aber auch ohne Stativ fotografieren. Dann gelingt das Einstellen via Mattscheibe jedoch nicht gescheit. Dafür gibt es dann aber diesen Sucher:

Kamera mit Brillantsucher

Dies ist der sogenannte »Brillantsucher«, der an jeder dieser Laufboden-Plattenkameras zu finden war, die ich bisher gesehen habe. Man schaut von oben hinein und hat ein recht klares, wenn auch kleines Bild der Szene vor sich. Ich persönlich bevorzuge die Mattscheibe, weil man damit konkret scharf stellen kann und den tatsächlichen Bildausschnitt sieht. Gerade so noch auf diesem Foto zu sehen ist auch eine kleine Libellen-Wasserwaage direkt am Brillantsucher. Diesen Sucher kann man drehen (Hochformat oder Querformat).

 

ein Porträt mit einer alten Plattenkamera gemacht

Und hier endlich wieder ein Beispielfoto, welches mit der alten Kamera fotografiert wurde. Wir haben noch nicht so viele aufgenommen. Daher muss ich hier leider etwas sparsam sein. Ich finde charakteristisch an diesen alten Objektiven und dem S/W-Film ist, dass trotz sehr hohem Motivkontrast alles recht weich und ausgeglichen abgebildet ist, obwohl dies ja ein recht „unruhiges“ Motiv ist, zudem in diesem Licht.

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Man sieht bei dieser Abbildung auch die Kerbe unten rechts, von der etwas weiter oben die Rede war und die als Indikator zum Tasten dient, wenn man den Film im Dunkeln einlegt. Außerdem sind die Schatten der beiden Andruck-Laschen der Filmkassette abgebildet.

 

ein alter Gelbfilter

Ich nutzte bei diesem Sonnenscheinwetter und bei dem blauen Himmel einen Gelbfilter vor dem Objektiv. Dieser bewirkt, dass das Himmelsblau später auf dem S/W-Film nicht zu hell abgebildet wird (siehe auch → Filter in der analogen Fotografie). Dafür verdoppelt sich dadurch die Belichtungszeit. Dieser alte Filter hat eine runde Klammer, mittels derer er sich auf das Objektiv klemmen lässt. Dadurch ist er für verschiedene Durchmesser kompatibel.

 

die Mattscheibe einer Großformatkamera

Und jetzt geht es mit der nächsten Aufnahme weiter: Der Verschluss ist geöffnet, die Blende ist geöffnet – Licht gelangt durch das Objektiv. Ich setze die Mattscheibe an diese Großformatkamera (also an die Plattenkamera) an:

 

Motiv auf einer Mattscheibe steht kopfüber

Ich sehe nun mein Motiv auf der Mattscheibe und richte die Kamera entsprechend aus, stelle (am besten mit einer Lupe) die Schärfe punktuell mit dem Feineinstellungsrädchen am Laufboden ein.

 

Ansetzen einer Planfilmkassette

Nun entferne ich die Mattscheibe. Meinem Fotomodell habe ich gesagt, dass es still halten soll, dass es gleich soweit ist. Ich schließe nun den Verschluss, stelle die gewünschte Blende und die vorher gemessene Zeit ein (siehe → Bedienelemente Plattenkamera) und spanne den Verschluss. Dann setzte ich die Filmkassette an.

Ich entferne den Schutzschieber und betätige nun den Auslöser: Für einen Sekundenaugenblick lässt der Verschluss nun Licht durch das Objektiv gebündelt zu einem Brennpunkt auf den Planfilm passieren. So simpel funktioniert Fotografie.

 

ein Foto wie früher

Allerdings ist bei dieser Aufnahme etwas schief gelaufen: Der „Sekundenaugenblick“ wurde durch den trägen Verschluss zu einem längeren Augenblick – Der Film wurde stark überbelichtet und ich hatte Mühe, das Motiv in der Digitalisierung einigermaßen ansehnlich wieder herzustellen.

Ich möchte dieses Bild aber dennoch zeigen, weil es so schön alt ausschaut. Dabei geht es mir jedoch um etwas anderes: Vielleicht meint man, Fotografien, die vor über einhundert Jahren angefertigt wurden, schauen alle irgendwie verwaschen, unscharf, märchenhaft aus. Ich glaube eher, dass damals solche Fehler wie bei mir hier häufiger passiert sind und dass wir daher heute einen etwas falschen Eindruck von der Qualität haben, welche damals durchaus realisierbar war – auch mit solch einem Oldtimer an Kamera.

 

ein Foto mit einer 100 Jahre alten Kamera gemacht

Dieses Bild schaut hingegen wieder ganz „normal“ aus. Dieses Mal „hing“ der Verschluss nicht und die Kamera belichtet wie vorgegeben.

Den Planfilm entwickeln

Im Gegensatz zu Rollfilmen bzw. Kleinbildfilmen lassen sich Planfilme auch ohne spezieller Filmdose entwickeln nämlich je in einer »Tupperdose«:

Schalenentwicklung von Planfilm

Planfilm in der Jobo-Entwicklungsdose

3 Planfilme als „Tacos“ gebunden in einer Entwicklerdose, die eigentlich nur für Rollfilm gedacht ist.

Bei dieser Schalenentwicklung liegt das Filmblatt mit der Schichtseite nach oben in der Schale und wird bei völliger Dunkelheit während der entsprechenden Entwicklungszeit (Angaben Entwickler- oder Filmhersteller) bei leichtem Schwenken der Schale entwickelt. Idealerweise nutzt man hierzu echte, kleine Entwicklerschalen mit Rillen auf dem Boden. Denn leicht passiert es, dass das Filmblatt ansonsten an einem flachen Boden festklebt. Und natürlich muss man die Grundlagen der S/W-Filmentwicklung kennen. Ich hatte jedoch eine spezielle Filmdose für 9×12-Planfilme zur Verfügung, womit ich alle meine sechs Aufnahmen auf einmal im Hellen entwickeln konnte. Diese Dosen sind allerdings recht teuer. Man kann aber auch eine Mittelformat-Entwicklerdose nehmen und damit die sogenannte Taco-Methode mit Planfilm ausprobieren oder man findet gebraucht einen alten Entwicklungstank für Filme im Format 9×12.

 

Entwickeln von Film in der Schale

In einer genügend großen Schale kann man auch mehrere Glasplatten / Filme zugleich entwickeln – natürlich bei absoluter Dunkelheit.

Planfilme digitalisieren

Wer eine Dunkelkammer besitzt, kann von Planfilmen natürlich einfache Kontaktkopien herstellen, indem man sie bei Rotlicht auf das Fotopapier legt, kurz das Licht anknippst, es wieder löscht und dann das Papier in der Schale entwickelt. Dazu benötigt man auch keinen Vergrößerer.

Zum Digitalisieren gibt es hierzu geeignete (aber mittlerweile) ziemlich teure Scanner.

eine Produktabbildung EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber

Mit dem neuen Epson V800 kann man Negative und Dias scannen, welche eine ähnlich hohe Auflösung besitzen wie ein "Profi-Scanner", bereits mit der Standard-Software. Man muss sich hierfür jedoch auch in gewisse Scann-Techniken belesen (Suchfunktion dieser Seite). Es können bis zu 24 Negative auf einmal digitalisiert werden (unbeaufsichtigt). Das Filmformat reicht von Minox bis zum Großformat-Planfilm.

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Ich digitalisiere solche Filme, indem ich sie mittels Digitalkamera und Makroobjektiv von einer Leuchtplatte abfotografiere und dann in einer Bildbearbeitung in ein Positiv invertiere und dort Kontrast und Helligkeit entsprechend anpasse (siehe auch → Filme Digitalisieren durch digital Abfotografieren).

Fazit

Ich denke, solche alten Kameras, wie ich sie hier zum Fotografieren benutzte, sind ideal dazu geeignet, didaktisch die Fotografie begreifbar zu machen. Überhaupt ist es für manchen vielleicht erstaunlich, dass man mit solchen über 100 Jahre alten Kameras heute (ggf. mit einigen Macken) immer noch fotografieren kann!

ein Portrait auf einer alten Glasplatte

Glasnegative und altes Foto

Wer sich für alte Familienfotos aus der Weimarer-Republik interessiert: Fotografien aus einer längst vergangenen Zeit

Solche alten Portraits auf Glasplatte lassen sich theoretisch heute immer noch anfertigen, da ja diese uralten Plattenkameras heute immer noch funktionieren können. Aber die alten Glasplatten, die alten Emulsionen gibt es nicht mehr, passende Planfilme durchaus. Fotografien auf modernerem S/W-Film sehen aber eben etwas anders, irgendwie nicht so malerisch aus wie die auf den alten Platten.

Was das Abbilden selbst anbelangt, ergibt es für mich also keinen wirklichen Sinn, mit so einer alten Dame auf Planfilm zu fotografieren. Da ich allerdings sehr interessiert an dieser alten Fototechnik bin, war das Fotografieren mit einer solchen über 100 Jahre alten Kamera für mich dennoch ein spannendes und erfolgreiches Experiment.

 

Kollodium-Nassplatten

Interessant jedoch dürften die alten Kameras und die alten Blechkassetten für Fotografen sein, die Platten selber beschichten – wie beispielsweise bei diesen Kollodium-Nassplatten. Damit habe ich selbst jedoch keine Erfahrung.

Fotografieren mit einer BoxkameraIn diesem Zusammenhang auch interessant: Fotografieren mit einer alten Boxkamera aus den 1930er Jahren auf Rollfilm. Boxkameras waren damals die deutlich günstigere Alternative zu den filigranen Plattenkameras und für Menschen gedacht, die mit sehr simpler Technik und den entsprechenden Fotografien bereits zufrieden waren.

veröffentlicht: 12.05.23 | letzte Änderung: 22.01.24

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Hallo! Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit der analogen Lichtbildkunst und stehe entweder in der Dunkelkammer oder digitalisiere meine Filme am Computer. Analoge-Fotografie.net ist ein ›Ein-Mann-Betrieb‹. Daher kann es manchmal etwas dauern, bis ich Kommentare beantworte.

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Ein Kommentar

Fotografieren mit einer (über) 100 Jahre alten Kamera

  1. Frau Müller sagt:

    Zitat: „Was das Abbilden selbst anbelangt, ergibt es für mich also keinen wirklichen Sinn, mit so einer alten Dame auf Planfilm zu fotografieren.“

    Hallo Thomas,

    im Grunde genommen ergibt es auch keinen Sinn heute noch auf Film zu fotografieren – einerlei mit welchem Aufnahmeformat. Analoge Technik ist rein sachlich betrachtet heute so überflüssig wie Verhütungsmittel für katholische Pfarrer. Man braucht weder das eine noch das andere.

    Auch wenn ich niemals mit einer solchen Kamera fotografieren würde sehe ich die Sache ein wenig anders als Du. In meinen Augen ergibt sich der Sinn der alten Kamera aus ihren Möglichkeiten. Ihr Vorteil liegt zum einem in ihrem unvergüteten Objektiv und zum anderen in ihrem großen Aufnahmeformat. Gerade für Fotos von Menschen sehe ich viele Vorteile; zumal man sogar aus der Hand damit fotografieren kann.

    Weit offen hat das Objektiv wahrscheinlich einen starken Abfall zu den Rändern. Das kann man sich zu Nutze machen wenn man Menschen fotografiert.

    Die Kamera ist zudem viel leichter als moderne Konstruktionen.

    Wenn es jemand gelingen sollte darauf eine Rollfilmkassette zu montieren dann hätte man eine wunderbare Kamera für Menschenfotos. Durch das etwas kleinere Format bekäme das eingebaute Objektiv die perfekte Brennweite für den o.g. Verwendungszweck.

    Zum alten „Look“: belichte mit langen V-Zeiten bei weit offener Blende aus der Hand und die alte Bildanmutung kommt garantiert – versprochen! Wenn Du jetzt noch Ausschnittsvergrößerungen machst dann bist Du auf der sicheren Seite.

    Thomas (Admin)
    Hallo Frau Müller, das sehe ich ähnlich mit dem Objektiv bei Porträts. Ich würde dann aber eher bei 9×12 bleiben, um die „interessanten“ Randbereiche des Objektives auch zu nutzen. Bei modernem Material (feinkörnig) kann man ja auch Ausschnitte nehmen, wenn man bei Porträts nicht zu dicht heran gehen möchte. Rollfilm ist natürlich eleganter und günstiger. Ich hatte eine Zeit lang mit einer alten „Rada-Rollfilmkassette“ gearbeitet (aber bei einer anderen Geschichte). Das ging sehr gut und die gab es für die verschiedensten Plattenkamera-Typen.

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Symbol einer Glühbirne... dass ein fotografischer Film nach ausreichend langer Belichtung bereits ohne Entwicklung ein Bild zeigen kann?
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Dieses Buch sieht aus wie aus den 1970er Jahren. Dies trügt: Es ist eine Neuveröffentlichung. Hier geht es nicht darum, wie man gelungene Fotografien anfertigt. Hier geht es um Technik: Es ist sozusagen eine Universalbedienungsanleitung für die vielen älteren manuellen analogen Kameras. Es ist ein "Handbuch" zur Bedienung der mechanischen Kamera.

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