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Ein kleiner Leuchttisch mit dem Smartphone oder Tablet

Thomasletzte Änderung: Apr 20232 Kommentare

Zur Beurteilung von Negativen oder Dias kann man jene einfach gegen eine Lampe oder gegen das Fenster halten. Viel besser eignet sich zur Kontrolle eine Leuchtplatte. Wenn man eine solche nicht hat, kann man auch einfach ein Smartphone oder Tablet nutzen.

Wenn man z. B. einen S/W-Film selbst entwickelt hat, dann möchte man diesen natürlich nach dem Trocknen und nach dem Schneiden genauer betrachten. Hierzu bietet sich ein Leuchtpult an. Jenes besitzt eine Scheibe, welche von hinten flächig durchleuchtet wird. Man kann nun die analogen Negative darauf legen und hat dabei eine prima Möglichkeit, diese zu kontrollieren:

ein Leuchttisch für Negative

Dies ist ein kleines Leuchtpult, auf dessen gleichmäßig beleuchteter Oberfläche man Dias und Negative sehr gut analysieren- bzw. betrachten kann. Wer so einen kleinen Leuchttisch nicht sein Eigen nennen kann muss nicht verzweifeln: Es eignet sich bereits ein einfaches Smartphone hierzu:

ein Smartphone als Leuchttisch nutzen

Das Display eines solchen Gerätes (welches Sie sicherlich eher besitzen als einen Leuchttisch) lässt sich ausreichend hell einstellen, um darauf analoge fotografische Negative wie Dias genügend durchleuchten zu können.

eine Produktabbildung

Die sicherlich günstigste und einfachste Art, Kleinbild-Dias und -Negative zu digitalisieren: mit dem eigenen Smartphone. Hierzu gibt es einen Aufsatz, der oben das Handy hält. Unten befindet sich ein Leuchtpult zum Durchleuchten. Man benötigt noch eine App, die kostenlos zum Download bereit steht. Natürlich erhält man hierdurch nicht die Qualität eines richtigen Filmscanners. Für kleinere Drucke oder das Teilen via sozialem Netzwerk reicht die Bildqualität sicherlich aus.

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Wer ein sogenanntes „Tablet“ besitzt – also die größere Version eines Smartphones – hat sogar noch mehr Leuchtfläche zur Verfügung. Das Display eines solchen Handys reicht jedoch bereits aus, um Negative bis zum Format 6×9 genügend betrachten zu können.

Zuvor muss man sich jedoch eine entsprechende (kostenlose) „App“ installieren, welche nur eine Sache können muss: Den Bildschirm reinweiß und auf maximale Helligkeit zu schalten.

In Frage käme hier z. B. die App (also ein Programm) „Lightbox“. Wenn Sie ein Android-Smartphone besitzen, können Sie sich diese Leuchtpult-App  „Lightbox“ bei Google Play downloaden. Ob es entsprechendes für das Iphone gibt, weiß ich jedoch nicht. Als Alternative funktionieren jedoch auch Taschenlampen-Apps, welche zusätzlich das Display zur „Taschenlampe“ umfunktionieren – indem sie jenes einfach reinweiß setzen und auf volle Helligkeit. Tipp: Öffnen Sie einfach den Browser auf Ihrem Handy und tippen Sie in die Adresszeile „about:blank“ ein. Bei den meisten Browsern wird dann einfach nur ein weißer Bildschirm angezeigt. Dazu stellt man die Helligkeit des Displays auf das Maximum und kann sich so eine weitere App ersparen.

Leuchttisch mit einem Smartphone

Auch zur schnellen Übersicht der Negative kann man das Smartphone als Leuchtplatte im Fotolabor nutzen. Eine Sache geht hierbei jedoch nicht:

Obacht jedoch bei Verwendung einer Lupe: Sie werden mit einem solchen Vergrößerungsglas die einzelnen Pixel des Display sehen! Hier müsste man sich dann eine Art „Milchglasfolie“ auf das Display des Tablets legen. Dies reduziert jedoch wiederum die Leuchtstärke.

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Die Kaiser Slimlite plano ist eine Leuchtplatte mit Tageslicht-Farbtemperatur und hohem CRI-Wert (95). Es gibt hier kein Raster auf der Oberfläche. Daher wird sie insbesondere zum Abfotografieren von Dias oder Negativen empfohlen. Natürlich kann man sie (es gibt drei Größen) auch zum Betrachten mit starker Lupe einwandfrei nutzen. Sie besitzt auch einen integrierten Akku und lässt sich dimmen.

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Stativ und Digitalkamera zum Abfotografieren

Zum digital abfotografieren braucht man eine hierfür geeignete Leuchtplatte.

Zur schnellen Kontrolle von Negativen eignet sich ein solches Handy jedoch durchaus auch als Mini-Leuchttisch. Sollte man Details mit einer starken Lupe betrachten wollen, muss man sich dann allerdings ein richtiges Leuchtpult besorgen.

Und wenn die Leuchtplatte auch für das Abfotografieren mit der Digitalkamera genutzt werden soll? Dann braucht man spätestens hier ein hierfür geeignetes Leuchtpad (Kaiser Slimlite). Nur diese Geräte garantieren eine genügende Farbechtheit und eine gleichmäßige Ausleuchtung für Reproduktionen. Zum bloßen Betrachten reichen auch günstige Geräte oder eben einfach ein Tablet oder ein Smartphone.

veröffentlicht: 3.10.16 | letzte Änderung: 26.04.23

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der Autor dieser Seite

Hallo! Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit der analogen Lichtbildkunst und stehe entweder in der Dunkelkammer oder digitalisiere meine Filme am Computer. Analoge-Fotografie.net ist ein ›Ein-Mann-Betrieb‹. Daher kann es manchmal etwas dauern, bis ich Kommentare beantworte.

Damit man sich hier gut orientieren kann, besitzt meine Website übrigens ein recht durchdachtes → Inhaltsverzeichnis.

Für viele dieser Beiträge hatte ich so manchen Film belichtet. Wenn es hier tatsächlich etwas Wertvolles zum Mitnehmen gab, würde ich mich über eine kleine Filmspende via Paypal freuen:

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2 Kommentare

Ein kleiner Leuchttisch mit dem Smartphone oder Tablet

  1. Ulrike Böhme sagt:

    Lieber Thomas, ich möchte Ihnen einfach nochmal meinen großen Dank für diese Seite aussprechen. Jedesmal, wenn es bei meinen Laborarbeiten“stockt“ und ich nicht mehr weiter weiß, finde ich hier eine Lösung! Das ist einfach großartig. Das unterstütze ich gerne immer wieder!!!

    Thomas (Admin)
    Das freut mich 🙂 Herzlichen Dank!
  2. Detlef S. sagt:

    für’s iPhone gibt es z.B. die App „Leuchtpult LT“ (gratis). Für 1,09 € auch ohne Werbung.

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