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Digitalisierung von Negativfilmen und Dias: Hinter den Kulissen von NimmFilm


NimmFilm ist ein junges Unternehmen aus Leipzig, welches sich auf das Digitalisieren von analogen Film (Dias und Negative) spezialisiert hat. Zu den Arbeitsräumen gehört ein kleines Ladengeschäft und zudem natürlich eine Internetseite bzw. ein Bestellservice. Mich interessierte: Wie sieht es denn eigentlich hinter den Kulissen eines solchen Scan-Anbieters aus?

NimmFilm digitalisiert Filme in Leipzig

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Dienstag in der Frühe: Gestern war Herbstanfang und ich radele kurz nach 9 Uhr am Leipziger Elsterflutbett entlang. Unvorbereitet frisch ist es schon und ich mache mich auf den Weg ins tiefste Lindenau. Denn dort hat NimmFilm seine Geschäftsräume. Das war aber etwas zu voreilig von mir gedacht: Denn zwischen den vielen kleinen Lädchen in der Straße findet sich tatsächlich auch ein solches Schaufenster:

Schaufenster von einem Fotoladen

Du fotografierst analog?

Ein Laden für analoge Fotografie

So etwas sieht man heute nicht mehr alle Tage: Ein Laden nur für die analoge Fotografie. Ich hatte mich via E-Mail mit Andreas Thurm von NimmFilm verabredet. Ich meinte »Ich hab da so einen Blog über analoge Fotografie und würde gerne bei euch mal hinter die Kulissen eines Scan-Anbieters schauen.« Andreas scheint aber noch nicht da zu sein. Also warte ich und blättere in den kleinen „Mitnehm-Karten“, die neben der Eingangstür aushängen. Kurze Zeit später kommt ein Mädel vorbei und fragt interessiert, ob ich zu dem Geschäft gehöre. Später meint Andreas auf meine Nachfrage, dass sie eigentlich genau zum größten Teil des Kundenkreises von NimmFilm passt: Ein durchaus junges* Publikum. Obgleich: Zwischen 8 und 80 wäre alles vertreten.

* Junge Menschen entdecken die analoge Fotografie (neu) für sich; siehe auch → diesen Beitrag über die diesjährige Photokina.

analoge Fotografie in Leipzig

Das Ladengeschäft von NimmFilm in Leipzig. Der Großteil der Bestellungen erfolgt freilich über die Internetseite.

Kurzinfo: NimmFilm hat seinen Sitz in der Georg-Schwarz-Straße 34 in
04177 Leipzig. Über die Internetseite kann man rund um die Uhr seine Bestellungen aufgeben. Zeitnah muss man dann natürlich seine Filme versenden (entwickelt oder unentwickelt) oder vor Ort (nach Absprache) abgeben. Für die hochwertigen Digitalisierungen erhält man dann einen Downloadlink. Die Filme selbst werden danach wieder zurück geschickt.

Aber Andreas ist ja noch nicht da, was sich dann kurze Zeit später als Trugschluss heraus stellte: Er sitzt morgens bereits an den jüngsten Bestellungen im Arbeitsraum an den Scannern und wir hatten nicht angeklopft. Wir kommen rein:

Betrachten von Fotodrucken

Die Junge Kundin möchte wissen, inwiefern sie ihre Farbnegative digitalisiert bekommen- bzw. welche Qualität sie erwarten kann. Das ist der Vorteil eines direkten Ladens vor Ort: Andreas holt eine Mappe mit Foto-Ausbelichtungen und Fotodrucken hervor und zeigt uns, was analog möglich ist, wenn man die Filme fachgerecht scannen lässt (etwas weiter unten in diesem Artikel gibt es auch einige Beispiel-Scans zu sehen).

Digitalisieren von Dias und Negativfilmen auf hohem Niveau

Wie ja schon in meinem Artikel → Filme entwickeln lassen beschrieben, ist es zumindest bei Farbnegativfilmen (diese können [im Gegensatz zu S/W] alle gleich entwickelt werden) nicht unbedingt ein Fehler, sie einem Discounter anzuvertrauen. Das Problem hierbei ist allerdings das Digitalisieren dieser Dias bzw. Negative: Man erhält auf Wunsch eine CD mit winzigen Autoscans. Das hat dann ein Computer gemacht. Auf dem Weg hin zum fertigen Bild sind ja zwei Schritte nötig:

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  1. Das Entwickeln des Filmes selbst (das ist ein rein chemischer Prozess) sowie das
  2. Einlesen dieser analogen Bildinformationen / das Umformen dieser in ein (digitales) farbkorrektes und tonwertrichtiges Foto.

Beide Schritte kann man einer Maschine überlassen. Dies funktioniert mit Glück sogar manchmal recht gut (abgesehen von der Auflösung / Detailgenauigkeit). Bei einem Scan-Anbieter wie NimmFilm gehört solch eine „Massenabfertigung“ jedoch nicht zum Firmenkonzept:

individuelle Bildbearbeitung

Nachdem zunächst eine Vorkontrolle je Bild während des Scannens selbst stattfand, wird jede Digitalisierung einzeln noch einmal auf einem hardware-kalibrierten Monitor- bzw. Grafiksystem überprüft- und ggf. angepasst. So hatte ich bei meinem Besuch einige S/W-Negative von mir selbst mitgebracht. Wie in diesem Artikel beschrieben belichte ich meine Filme immer über Gebühr (damit ich auch in den dunkelsten Bereichen Schattenzeichnung habe). Werden diese Filme dann von einem Computer beurteilt, sind sie meist viel zu hell in den Mitteltönen. Andreas sieht so etwas natürlich und steuert entsprechend dagegen, ohne dass Schatten und Lichter beschnitten werden:

Digitalisierung eines Negativs

Junge Birken auf einem brach liegenden Industriegelände:
Genau so hatte ich mir das Bild bereits bei der Aufnahme vorgestellt.

Bevor man jedoch solch eine fertige Digitalisierung auf dem Computermonitor beurteilen kann, bedarf es freilich noch etwas Arbeit:

ein Leuchttisch

Zunächst werden die eingesandten Filme nach der Entwicklung auf einem Leuchttisch mittels einer starken Lupe beurteilt und ggf. die zuvor markierten Negative / Dias heraus gesucht. Der Kunde sollte zuvor natürlich klar kommunizieren, ob er nur bestimmte Motive gescannt haben möchte (Bildnummern / Randnummern durchgeben oder via Edding kleine Punkte am Filmrand setzen) oder ob er alle Bilder des Filmes digitalisiert haben möchte.

Staub entfernen mitels Antistatik-Bürste

Insbesondere S/W-Negativfilme müssen mittels einer speziellen Antistatik-Bürste gesäubert werden. Dies bewirkt, dass sich Staub an ihnen nicht fest setzen- bzw. entfernt werden kann. Er würde sich beim Scannen ja als kleine Punkte und Fussel auf den Bildern wieder finden. Bei Farbfilmen ist es da schon etwas einfacher: Hier leistet die Infrarot-Antikratzer-Antistaubentfernung der Fujifilm Frontier-Scanner ganze Arbeit. Dennoch ist hin und wieder eine manuelle Retusche am Monitor nötig. Natürlich ist das Tragen von Handschuhen und eine staubfreie Umgebung Pflicht beim Arbeiten in einem solchen ScanLab.

die Filmkassette des Fuji-Frontier

Als nächstes wird für den Fujifilm-Frontier Filmscanner die richtige Filmkassette eingeschoben. NimmFilm nimmt sowohl Kleinbild- wie auch Mittelformatfilme zur Digitalisierung an (siehe auch → Unterschied Kleinbild / Mittelformat). Für jedes dieser Formate muss je eine gesonderte Kassette in den Scanner eingeschoben werden.

Scannen mit einem Fujifilm-Scanner

Schon fertig? Noch nicht: Beim Scannen von Mittelformatfilmen muss – wie beim Vergrößern im Labor – zunächst noch die richtige Mischbox (je nach Filmformat) ausgewählt werden. Sie sorgt für eine möglichst helle aber gleichmäßge Ausleuchtung des gesamten Filmes während der Digitalisierung mit dem Fujifilm-Frontier-Scanner. Im Hintergrund des Bildes sieht man auch eine der kleineren Mischboxen.

Lichtzelle des Scanners

Noch ein Blick auf die Lichtzelle des Scanners: Viele kleine LEDs sorgen für die nötige Helligkeit, damit die Dias / Negative ausreichend durchleuchtet werden können.

Ausfiltern von Filmen

Die Technik hinter solch einem professionellen Filmscanner ist ganz ähnlich der, die hinter eines Vergrößerungsgerätes im Fotolabor steckt: Auch hier gibt es Filmkassetten, Mischboxen, Regler für die Helligkeit, den Kontrast bzw. für die Farbwiedergabe. Das Know-how, welches hier zur Bedienung für hochwertige Ergebnisse nötig ist, sollte nicht unterschätzt werden. Daher haben gute Digitalisierungen vom analogen Film natürlich auch ihren Preis.

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Es ist falsch anzunehmen, dass hier einfach nur auf’s Knöpfchen gedrückt wird und sofort das fertige Bild vorhanden ist. Für hochwertige Digitalisierungen kommt man um einen gewissen Arbeitsaufwand nicht umhin. Nur so lässt sich alles aus den analogen Vorlagen (für z. B. ein Fotobuch oder für größere Ausbelichtungen / Drucke) gebührend heraus holen.

ein Fuji Frontier Scanner

Jetzt wird der Film eingelegt. Dank der Perforation („Sprockets“) können Kleinbildfilme relativ schnell motorisch in die Fujifilm Frontier-Scanner eingezogen werden, sofern sie nicht geschnitten sind. Bei Mittelformatfilmen muss jedoch jedes Negativ einzeln eingelegt werden.

Über NimmFilm

Blick in den Arbeitsraum des Scandienstleisters

Bei NimmFilm scannen zwei „Frontier SP3000“ an zwei Arbeitsplätzen parallel. Insgesamt arbeiten hier vier Mitarbeiter.

Ich durfte natürlich auch einen Blick in den Arbeitsraum dieses Scan-Dienstleisters werfen. Andreas erklärte mir, dass hier die Wände neutralgrau gestrichen wurden, damit eine möglichst störungsfreie Farbkorrektur an den kalibrierten Monitoren möglich ist. Auch die Lampen im Arbeitsraum sind mit Tageslicht-Leuchtmitteln ausgestattet.

Dies scheint vielleicht eine kleine Randnotiz zu sein. Sie weist aber auf einen ganz wichtigen Punkt in der Digitalisierung von (Farb-) Film hin:

Wir scannen ohne Automatik (kann man nicht oft genug sagen!). Jede Filmrolle, jeder Filmstreifen, jedes Bild wird bei NIMMFILM einzeln geprüft und unter Berücksichtigung der Filmeigenschaften und dem Sujet gescannt. Keine Automatik kann unsere Erfahrung ersetzen.

Wie im analogen Fotolabor besteht ein wesentlicher Vorgang während der Umwandlung eines Farbnegativs in ein „logisch erscheinendes“ Positiv in der Ausfilterung von Farben, Helligkeit, Kontrast. Abgesehen von der bei einem solchen Fach-ScanLab möglichen hohen Auflösung und Schärfe der Filmdigitalisierungen ist dieses Ausfiltern nach fotografischem Auge der wesentliche Unterschied zu den „Discounter-Angeboten“, wo so etwas eine bloße Software versucht.

Vorhänge aus Fujifilm-Folien

analoge Kameras im Regal

Dass hier keine bloßen Computerfritzen sitzen, die lediglich zusätzlich etwas vom analogen Kuchen abhaben möchten, bezeugt auch die Ausstattung u. a. mit analogen Kameras: Hier sind durchaus enthusiastische „Analog-Fotografen“ am Werk.

Tatsächlich besteht NimmFilm derzeit aus vier Mitarbeitern. Die kleine Firma existiert seit dem Jahr 2016. Wie kam es dazu? Andreas erklärt mir, dass er selbst als Fotograf eine Möglichkeit suchte, relativ günstig regelmäßig seine Filme digitalisieren lassen zu können. Hier gibt es natürlich die Option, jene einfach im nächsten Drogerimarkt abzugeben. Die hier erhältlichen Scans sind allerdings von recht bescheidener Qualität. Das geht auch nicht anders, denn zu diesem Preis ist keine fachmännische, individuelle Digitalisierung zu erwarten:

Der Gründung unseres NIMMFILM-Labors ging eine lange und recht frustrierende Suche nach einem geeigneten, professionellen und preiswerten Dienstleister voraus. Eine Kombination aus einfacher, online-basierter Bestellung und erstklassigem Service war weit und breit nicht zu finden. Daher haben wir beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Wie sieht es auch Sicht der Kunden aus? Noch ist NimmFilm ein reines ScanLab. Das heißt, man kann durchaus belichtete (nicht entwickelte) Filme einsenden. Diese werden dann in Leipzig vor Ort in einem Kooperations-Fachlabor zeitnah entwickelt und dann bei den Jungs digitalisiert. Zuvor erteilt man auf der Website einen Auftrag bzw. sucht sich die jeweilige Leistung aus. Im Anschluss werden die fertigen Filme zurück gesandt bzw. ein Downloadlink für die digitalen Daten bereit gestellt.

Für die Zukunft ist jedoch geplant, auch die reine Filmentwicklung von Farbfilmen direkt im Haus vorzunehmen. Noch etwas zu S/W-Filmen: Im Gegensatz zu Farbnegativ- und Farbdiafilmen muss jeder S/W-Filmtyp individuell entwickelt werden. Dies wird bei NimmFilm (bzw. durch das Kooperationslabor) natürlich berücksichtigt. Nur so ist die hohe Qualität realisierbar (die unterschiedlichen Filme landen nicht alle im selben Entwicklerprozess). Auch eine Push- bzw. Pull-Entwicklung ist als Option freilich wählbar. Nach meinem Dafürhalten ist dies jedoch nicht unbedingt nötig, wenn die Filme im Anschluss ohnehin durch eine digitale Bildbearbeitung gehen: Auch hier können die Kontraste ja entsprechend angepasst werden. Nur bei stark überbelichteten Filmen bzw. bei Motiven mit sehr hohem Motivkontrast sollte man sich für eine „Pull-Entwicklung“ entscheiden.

mehrere leere Filmdosen

Dies bleibt dann nach einigen Arbeitstagen übrig: Die leeren Filmdosen zuvor eingesandter Kleinbildfilme.

Preise

Die erste Frage vieler Kunden ist natürlich häufig: Was kostet mich das eigentlich alles?
Das Digitalisieren eines ganzen Kleinbildfilmes in der Auflösung „Basic“ kostet derzeit (Stand September 2018) 9 Euro. Davon können dann Bilder in einer Größe gedruckt werden, wie sie Andreas auf einem der Fotos ganz oben in diesem Artikel in der Hand hält (also ca. A4-Format bei einem hohen Qualitätsanspruch von 300 DPI). Entscheidet man sich hier für die Auflösung „Maxi“ muss man für 36 Bilder (ganzer Film) bereits 17 Euro ausgeben. Dann kann man davon jedoch sehr große Ausstellungsprints ausbelichten lassen (insbesondere wenn man im Mittelformat fotografiert bzw. Rollfilme einschickt). Wer lediglich Digitalisierungen zum Betrachten auf einem Computermonitor („Web“) benötigt, für den reicht die Basic-Auflösung locker (siehe auch → Beispielscans).
Wenn die Filme zunächst noch entwickelt werden müssen (die Negative liegen noch nicht vor / der Film befindet sich noch in der Patrone), muss freilich noch etwas mehr bezahlt werden (12 Euro insgesamt für Entwicklung + hochwertigen Scan in Basic-Auflösung). Die Digitalisierung (inklusive freilich der manuellen Farbausfilterung bzw. Kontrast- und Helligkeitseinstellung) eines einzelnen Negativs kostet derzeit 3 bzw. 6 Euro.

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Hinweis: NimmFilm ist keine Druckerei – Die digitalen Daten in hoher Auflösung können dann an einen Anbieter der eigenen Wahl (lokale Druckerei, Saal Digital, Whitewall, gar DM …) für das Anfertigen von Fotobüchern, Druck auf Barytpapier, Alu-Dibond, echtes Fotopapier usw. weiter gegeben werden. Ich selbst spaziere mit meinen Digitalisierungen am liebsten in eine lokale Druckerei, da ich dort Probedrucke anfertigen- bzw. die Wirkung auf unterschiedlichen Papiersorten begutachten kann. Doch dies ist ein anderes Thema. Voraussetzung sind immer gute Scans.

Die gesamten Preise findet man übersichtlich auf dieser Unterseite. Hier gibt es für jeden Fall unterschiedliche Angebote (nur Digitalisieren, nur Scannen, nur Entwickeln, alles zusammen, nur Einzelbilder usw.). Wie oben bereits erwähnt: Digitalisierungen sind bis hin zum Format 6×9 möglich.

Übrigens: Man kann durchaus auch mit den Jungs kommunizieren – Vielleicht soll die Ausfilterung der Farbnegative eher luftig sein oder sehr gesättigt? Oder die S/W-Bilder sollen einen gewissen „Film-noir-Look“ besitzen mit tiefen Schwärzen und fast weißen Lichtern? Abgesehen vom verwendeten Licht während der eigentlichen Aufnahme wurden solche Dinge schon immer im guten Fachlabor berücksichtigt, so auch bei der Digitalisierung – voraus gesetzt natürlich, die Aufnahmen sind zuvor entsprechend korrekt in der Kamera belichtet worden. Oder man wünscht „Rohscans“ und „entwickelt“ diese später am eigenen Computer? Auch dies ist bei einem solchen Fachlabor sicher möglich, wo die Kommunikationsmöglichkeit gegeben ist und wo jedes Bild individuell (durch einen „Operator“) bearbeitet werden kann.

Blick ns Ladeninnere

Noch ein Blick ins Ladeninnere: Leider gibt es keine festen Öffnungszeiten. Wer direkt vorbei kommen möchte (um z. B. seine Filme vor Ort abzugeben), sollte vorher anrufen bzw. eine E-Mail schreiben.

Beispielscans

Andreas hatte mir einige Beispielscans zugesandt, von denen ich hier einige einbetten kann.

Alle Bilder ©Andreas Thurm

scan vom Kleinbild
Die hochformatigen Scans sind Digitalisierungen vom Kleinbild. Und so schaut ein solches bei einer 100%-Ansicht aus, wenn es zuvor in der „Maxi-Auflösung“ gescannt wurde:

ein Beispielbild vom Kleinbildfilm

Hier sieht man deutlich, dass scharf (aber nicht künstlich überschärft) bis auf das fotografische Korn gescannt wurde. Diese Digitalisierung (vom Kodak Portra mit der Contax G2 fotografiert) hat in der vollen Größe eine Auflösung von 4096 x 6144 Pixel. Rein rechnerisch entspricht dies dann eine Auflösung von ca. 25 Megapixel. Damit kann man dann schon allerhand anstellen.

Kodak Ektar im Mittelformat

Bei Scans vom Mittelformat ist natürlich das fotografische Korn weniger präsent. Hier ein Beispiel vom Kodak Ektar, fotografiert mit der Mamiya 7II im Format 6×7.

 

ein Scan vom Mittelformat

noch ein Scan vom Mittelformatfilm

 

Foto mit der Yashica Mat 124G

eine Digitalisierung vom Fuji 160N, fotografiert mit der Yashica 124G

 

ein weiteres Beispielbild ein Foto mit der Yashica T5

zwei Kleinbild-Scans

Das obere S/W-Bild wurde in der Auflösung „Basic“ gescannt. So schaut dann eine 100%-Ansicht davon aus:

eine 100%-Ansicht eines Scans

Auch die kleinere „Basic-Auflösung“ ist also weit über reine Web-Ansichten zu gebrauchen. Nutzt man einen höher empfindlichen Film, sieht man freilich auch hier das fotografische Korn. Wen so etwas stört, sollte bereits bei der Aufnahme auf einen entsprechenden feinkörnigen Film zurück greifen (siehe → Filmübersicht). Das nächste Foto in dieser kleinen Galerie wurde mit einem solch feinkörnigen Film gemacht – einem Ilford Pan F:

Foto mit dem Ilford Pan F

Bild der Mamiya 7II auf Kodak Ektar

Zum Schluss noch zwei weitere Digitalisierungen vom Mittelformat: Einmal vom Ilford Pan F (50 ISO) und dann vom Kodak Ektar. Jeder Filmtyp wird entsprechend seiner Eigenschaften in der Anfertigung zum „tatsächlichen Bild“ unterschiedlich behandelt.

Ein Scan-Dienstleister kann aber freilich auch nicht zaubern: Senden Sie möglichst korrekt belichtete Filme ein und denken Sie daran, dass das wichtigste Werkzeug beim Fotografieren umsonst- und je in völlig mannigfaltiger Art vorhanden ist: das Licht. Dessen Charakter bestimmt in den Grundzügen den Look Ihrer Bilder.

Wer diese Filme dann in bester Qualität digitalisiert haben möchte, kann sich einmal bei NimmFilm umschauen.

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Artikeldatum: 27.09.2018 / letzte Änderung: 30. Oktober 2018

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