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Galerie und Treffpunkt für Analoge Fotografie – Analog Art Photography Leipzig

ThomasKategorie: Blog 3 Kommentare

In Leipzig gibt es eine Foto-Galerie, welche ausschließlich analoge Fotografien ausstellt – die Galerie »Analog Art Photography«. Zunächst handelt es sich hierbei tatsächlich um eine klassische Galerie, in welcher man Fotokunst erwerben kann. Gleichzeitig aber werden auch Workshops veranstaltet und es wird Raum für einen gemeinsamen Austausch geboten.

Außenansicht der Galerie für analoge Fotografie Die Galerie »Analog Art Photography« befindet sich in Leipzig auf dem alten Industriegelände "Pittlerwerke". (Foto: Thomas Hankel)

Wenn sich die Gelegenheit ergibt und Wege nicht lang sind, schreibe ich auf meiner Seite gerne über Initiativen, Vereine, Firmen usw. mit Bezug zur analogen Fotografie. Heute besuchte ich die Galerie »Analog Art Photography« (AAP) in Leipzig:

Außenansicht der Analog Art Photography Galerie in Leipzig

 

Gleich fällt auf: Hier an der Mauer hängt sogar ein Zigaretten Filmautomat:

Automat um Film zu kaufen

Wer nachts um Drei Uhr einen Kleinbild-S/W-Film benötigt, muss nach Leipzig zur AAP-Galerie kommen und kann sich einen solchen dort am Automaten ziehen.

Analog Art Photography in Leipzig ist zunächst eine klassische und privat geführte Kunstgalerie der beiden Betreiber Thomas Hankel und Roman Walczyna – spezialisiert auf Fotografie und hierbei ausschließlich auf analoge Fotografien. Diese Arbeiten werden verkauft. Zu den offiziellen Öffnungszeiten kann natürlich jeder herein kommen und sich völlig ungezwungen die analogen Fotografien betrachten.

Thematisch wird sich hier eher dem Bereich »junge und internationale« Fotografie zugewandt: Anstatt Klassiker oder schnurgerade Fachkamera-Fotografien nach Lehrbuch bekommt man hier in der Galerie also eine eher unkonventionelle, modernere Fotografie zu sehen.

 

eine Ausstellung mit analogen Bildern

Ein Blick in die Ausstellungsräume: Die Galerie befindet sich in Leipzig auf dem Gelände eines ehemaligen Fabrikgeländes aus der Kaiserzeit („Pittlerwerke„). Bei den S/W-Fotografien handelt es sich allesamt um Handabzüge – also um nicht-maschinell in der Dunkelkammer vergrößerte Arbeiten. Zumeist bekommt man heute ja nur noch Drucke aus dem Computer zu sehen. Sofern man als Künstler hier ausstellen kann, kann man zum Anfertigen neuer Abzüge durchaus auch die Dunkelkammer vor Ort nutzen. Sie wird ansonsten für Workshops genutzt:

 

ein Ausstellungsraum einer Galerie in Leipzig

Analog Art Photography ist jedoch nicht nur eine reine Verkaufsgalerie: Regelmäßig finden hier Workshops zur analogen Fotografie, Veranstaltungen, sowie das „meet&talk“ statt. Wer an analoger Fotografie interessiert ist, gerne auch Anfänger ist und nach Leipzig kommen kann, kann sich hierzu einmal den Veranstaltungskalender der Galerie ansehen.

 

Workshop-Teilnehmer Film Entwickeln

(Foto: Thomas Hankel)

Einblick in einen solchen „Analog-Workshop“. Die AAP-Galerie veranstaltet in ihren Räumen in Leipzig regelmäßig solche Veranstaltungen. Das Foto zeigt Teilnehmer eines Anfänger-Workshops: Mit einer analogen Kamera einen S/W-Film belichten und diesen anschließend gleich selber zu sichtbaren Negativen entwickeln.

Neben Angeboten für absolute Neulinge auf dem Gebiet der analogen Fotografie („Analog Photo Beginner Workshop“) gibt es dann auch Workshops für Fortgeschrittene. Insbesondere hat man hier die Gelegenheit, in einer gut ausgestatteten Dunkelkammer nach Anleitung eigene S/W-Handabzüge anzufertigen:

Fotolabor bei Rotlicht

(Foto: Roman Walczyna)

Die Dunkelkammer bzw. das Fotolabor ist sehr gut ausgestattet und bietet die Möglichkeit, auch größere Fotoabzüge vom S/W-Negativ anzufertigen.

 

Menschen auf einer Veranstaltung über analoge Fotografie

(Foto: Thomas Hankel)

Ebenfalls regelmäßig (derzeit einmal im Monat) findet das »meet&talk« statt – also das ungezwungene Treffen abends in der Galerie, bei dem man beispielsweise Fragen zu seiner neu erworbenen mechanischen Kamera stellen- oder Fotos zeigen kann. Hier kann jeder kommen, es kostet keinen Eintritt (Anmeldung über die Internetseite). Ich war bisher zwei Mal dort und die Teilnehmer dort bestanden aus einer bunten Mischung an Interessierten.

Beim „Meet und Talk“ wird durch die Veranstalter der Galerie jedoch darauf Wert gelegt, dass es nicht zum Stammtisch wird, dass hier keine Profis Monologe führen oder dass es allzu technisch hergeht. Gerne sind Anfänger willkommen.

Die Analog Art Photography Galerie ist zu finden auf dem Gelände der Pittlerwerke Leipzig:

Pittlerstraße 26
04159 Leipzig

die Internetseite: Analog Art Photography

Auf der Internetseite der Galerie finden sich dann auch aktuelle Veranstaltungsdaten.

Es gibt auch Kooperationen bzw. Sponsoren – Derzeit sind dies die allseits bekannte »Lomography« („LomoWalk„) sowie »Original Wolfen« (Filmotec).

veröffentlicht: 12.10.23 | letzte Änderung: 8.02.24

Verschlagwortung dieses Artikels:
der Autor dieser Seite

Hallo! Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit der analogen Lichtbildkunst und stehe entweder in der Dunkelkammer oder digitalisiere meine Filme am Computer. Analoge-Fotografie.net ist ein ›Ein-Mann-Betrieb‹. Daher kann es manchmal etwas dauern, bis ich Kommentare beantworte.

Meine Internetseite bietet übrigens ein klassisches Inhaltsverzeichnis mit allen Artikeln – ordentlich aufgelistet.

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3 Kommentare

Galerie und Treffpunkt für Analoge Fotografie – Analog Art Photography Leipzig

  1. Hans-Peter Huser sagt:

    Hallo. Ich verstehe die Kritiken nicht ganz. Thomas hat ganz sachlich berichtet – und wer nicht will, muss nicht analog fotografieren. Ich will aber – und das Beschriebene verlockt mich, nach Leipzig zu reisen…
    Danke für den Beitrag!

  2. Anonymous sagt:

    Hallo Thomas.

    Vielen Dank für den Bericht und die Eindrücke. Ich muss Frau Müller da Recht geben. Vor einiger Zeit habe ich mir auch einmal eine ähnliche Veranstaltung angesehen und bin aber nach ca. zehn Minuten wieder gegangen. Ich kann jetzt nicht beurteilen, woher diese ständigen Diskussionen um Technik und Verfahren herkommen, die bis ins letzte Detail ausdiskutiert werden müssen.
    Oder das man – in einer interlektuellen Hochstimmung – darüber sinniert, warum ein bestimmtes Bild nicht doch besser in Rodinal als in Ilfospeed entwickelt wurde.
    An den Bildern selbst scheint kein großes Interesse zu bestehen, sie sind halt einfach da. Ich fotografiere größtenteils auch analog, würde mich deswegen aber nicht über andere stellen. Viele analogen Aufnahmen, die mir so auf Ausstellungen etc. unter die Augen kommen, hätte man auch problemlos digital fotografieren können, weil man sich Motive nicht richtig vorher ansieht. SW-Analog lebt meiner Meinung nach von Strukturen und Graustufen und das wird von den „Rookies“ der Szene oft nicht verstanden. Es gibt z.B. auch Motive, die wirken digital und in Farbe sehr gut, auf der anderen Seite würde das gleiche Motiv in SW totlangweilig aussehen.
    Und darin liegt in meinen Augen das ganze Dilemma. Es wird analog fotografiert, weil es gerade hipp ist und da ist man bei der Motivwahl nicht sehr wählerisch. Das kommt in digital gut, also muss es auch analog gut kommen. Ein Trugschluss, welcher mit dazu beiträgt, dass das Interesse bei den Betrachter/innen nach einiger Zeit nachlässt und erlischt.
    Von der „Kunstszene“ will ich jetzt mal gar nicht erst reden, dann würden wir morgen Abend noch hier sitzen und schreiben.

    Schönen Gruß
    Günter

    Thomas (Admin)
    Hallo Günter, besten Dank für Deinen Kommentar!
  3. Frau Müller sagt:

    Hallo Thomas,

    Deinen Beitrag lese ich mit einem weinenden wie auch mit einem lachendem Auge.

    Ich möchte mich kurz fassen. Irgendwie überwiegt das weinende Auge. Mehr und mehr frage ich mich was soll das? Welchen Nutzen zieht die Fotografie aus solchen Initiativen? Es werden völlig überflüssig Mauern errichtet. Für mich sind das ewig Gestrige die meinen auf einen Zug aufspringen zu können um Geld zu verdienen. Sie leisten der Fotografie einen Bärendienst. Das soll nicht heißen ich möchte klassische Verfahren einmotten oder gar vergessen lassen, aber man soll sie auch nicht überhöhen. Ich bin für ein friedliches Nebeneinander. Über kurz oder lang wird sich das inhaltlich bessere Bild durchsetzen. Völlig egal ob mit Silber oder Tinte bzw. Silber oder „Pixel“.

    Wie wäre es wenn sich Maler zusammensetzen würden und nur noch Öl auf Leinwand arbeiten? Würde das die Qualität ihrer Werke verbessern?

    Hier habe ich den Eindruck dass die Technik über alles gestellt wird. Analog ist gut und alles andere schlecht. Wenn ich mir die Bilder an der Wand auf den von Dir gezeigten Fotos anschaue dann erkenne ich Massenware welche sich durch nichts von ihren digitalen Pendants unterscheidet. Kurzum: der gleiche Mist wie anderswo. Gelebte Einfalt und Langeweile. Um Fototechnik zu erlernen brauchbar – aber als Foto fragwürdig.

    Um nicht falsch verstanden zu werden, ich habe nichts gegen analoge Fotografie. Wenn man sie aber derart auf den Schild hebt dann kommen bei mir Zweifel nach dem Sinn. Wer analog fotografieren möchte der soll es tun. Aber eine Abgrenzung finde ich nicht nur falsch, sondern kontraproduktiv und schädlich. Noch immer lebt die Fotografie von dem was man auf den Bildern sehen und bewundern kann und nicht von ihrer Machart. Auch wenn man in Museen und Ausstellung immer wieder hören darf die vermeintlichen Meisterwerke seien klassisch auf Film entstanden. Als wäre das ein Qualitätsmerkmal. Übersetzt würde das bedeuten die Mona Lisa ist Schund weil auf ein Holzbrett geschmiert. Nix Leinwand!

    Thomas (Admin)
    Hallo Frau Müller, danke für den Kommentar. Ich werte nicht, berichte nur.

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