Springblende

Herkömmliche fotografische Objektive besitzen natürlich eine Blende. Beim Fotografieren sollte diese dann auf den vorher festgelegten Blendenwert geschlossen werden. Dies sollte jedoch noch nicht vorher – beim Komponieren des Bildes – passieren. Denn hierdurch wäre das Sucherbild nicht mehr so hell wie möglich.
Bei sehr alten Kameras bzw. bei alten oder speziellen Objektiven (z. B. »Shift-Objektiv«) ist dies tatsächlich der Fall und man müsste hierbei die Blende immer kurz vor dem Auslösen manuell schließen und darf dies nicht vergessen. Dies ist aber unpraktisch.
Aus diesem Grund hatten sich die Kamerahersteller die Springblende einfallen lassen: Man kann den gewünschten Blendenwert am Objektive einstellen – es tut sich aber noch nichts: Das Sucherbild bleibt hell.
Erst beim Auslösen schließt sich die Blende auf den vorher definierten Wert. Die Blendenlamellen springen sozusagen blitzschnell in ihre zugedachte Position – Daher sicherlich der Begriff »Springblende«.
Mit dieser Technik verbandelt ist dann auch die → Offenblendemessung, bei welcher die Belichtungszeit auch ohne vorheriges Schließen der Blende bei Berücksichtigung des eingestellten Blendenwertes gemessen werden kann.
Der Terminus Springblende wird u. a. in diesen Artikeln besprochen:
- Einfache Makrofotografie mit Zwischenringen
- Besonderheit bei M42-Objektiven: Offenblendmessung & Arbeitsblendenmessung
- Abfotografieren von Filmen (Dias und Negative) mit der Digitalkamera
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