Schwarzschild-Effekt

Chemische bzw. physikalische Prozesse in der lichtempfindlichen Emulsion des Films verlaufen nicht immer linear, was bedeutet, dass bei sehr langen (→ Langzeitbelichtung) oder teilweise auch äußerst kurzen Belichtungszeiten (beim Blitzen) die tatsächliche Belichtung geringer ist, als man mittels einer regulären Belichtungsmessung erwarten würde. Ein gewisser Herr Schwarzschild hatte dies festgestellt – daher der Name.
Bei modernen Filmen spielt dieser Effekt eine eher untergeordnete Rolle. Bei „klassischen“ Emulsionen jedoch tritt er manchmal bereits ab einer Belichtungszeit von einer Sekunde zu Tage.
Tipp: Wenn man im Internet nach den Schwarzschild-Effekt-Werten eines bestimmten Films sucht, findet man auf englischsprachigen Seiten bzw. im jeweiligen Datenblatt mehr Informationen – Der englische Begriff lautet »reciprocity«.
Der Terminus Schwarzschild-Effekt wird u. a. in diesen Artikeln besprochen:
- Viele Tabellen zum Schwarzschild-Effekt (Reziprozitäts-Fehler) für gängige Filme
- 41 Tipps für die Analoge Fotografie für Anfänger und Fortgeschrittene
- Fotografieren mit einem Infrarot-Film + Infrarotfilter
- Eine Lochkamera aus einer Streichholzschachtel bauen
- Foma Fomapan 100 – kleine Vorstellung dieses S/W-Films mit einigen Beispielfotos
