Schwarzschild-Effekt

Dies ist ein Eintrag im Wörterbuch. An dieser Stelle werden spezifische Begriffe kurz und knapp erklärt:
altes Büro in einem Lost Place
Bei dieser Aufnahme musste laut Belichtungsmesser über mehrere Sekunden belichtet werden. Durch den Schwarzschild-Effekt musste die Belichtungszeit nochmals verlängert werden.

Chemische bzw. physikalische Prozesse in der lichtempfindlichen Emulsion des Films verlaufen nicht immer linear, was bedeutet, dass bei sehr langen (→ Langzeitbelichtung) oder teilweise auch äußerst kurzen Belichtungszeiten (beim Blitzen) die tatsächliche Belichtung geringer ist, als man mittels einer regulären Belichtungsmessung erwarten würde. Ein gewisser Herr Schwarzschild hatte dies festgestellt – daher der Name.

Bei modernen Filmen spielt dieser Effekt eine eher untergeordnete Rolle. Bei „klassischen“ Emulsionen jedoch tritt er manchmal bereits ab einer Belichtungszeit von einer Sekunde zu Tage.

Tipp: Wenn man im Internet nach den Schwarzschild-Effekt-Werten eines bestimmten Films sucht, findet man auf englischsprachigen Seiten bzw. im jeweiligen Datenblatt mehr Informationen – Der englische Begriff lautet »reciprocity«.

Smartphone auf dessen Display eine Übersicht mit vielen Filmen zu sehen ist.
Auf dieser Internetseite gibt es mehrere Listen zum Schwarzschild-Effekt für viele gängige Filme. Dort kann man entsprechende Verlängerungsfaktoren für besonders lange Belichtungszeiten ablesen.

Der Terminus Schwarzschild-Effekt wird u. a. in diesen Artikeln besprochen:

Alle 115 Wörterbucheinträge

Kommentar schreiben

Hier gibt es die Möglichkeit für Resonanz. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Kommentare erscheinen nicht sofort bzw. werden manuell freigegeben. Mit dem Absenden des Formulars stimmen Sie der Datenschutzerklärung zu bzw., dass Ihre eingegebenen Daten gespeichert werden. IP-Adressen werden dabei grundsätzlich nicht gespeichert.