Reziprozitätsfehler

Dies ist ein Eintrag im Wörterbuch. An dieser Stelle werden spezifische Begriffe kurz und knapp erklärt:

Belichtungsfehler bzw Ungleichmäßigkeit bei sehr langen oder extrem kurzen Verschlusszeiten. Viele fotografische Filme verhalten sich bei äußerst kurzen Belichtungszeiten (beim Blitzen im Dunkeln) und insbesondere bei sehr langen (manchmal bereits ab einer Sekunde) nicht mehr »linear« und es müssten aufgrund dieses s. g. »Reziprozitätsfehlers« Film Belichtungs-Korrekturfaktoren berücksichtigt werden.

Reziprozität (im Englischen „Reciprocity“) bedeutet zunächst Gegenseitigkeit oder Wechselseitigkeit. Bei der Fotografie ist damit gemeint, dass zum Beispiel bei einer Blende von 5.6 und 1/125 S. die selbe Schwärzung des Films erreicht wird wie bei einer Blende von 8 und 1/60 S. Bei langen Zeiten funktioniert diese Reziprozität nicht mehr (je nach Film).

Im deutschsprachigen Raum sprich man eher vom → Schwarzschild-Effekt

Smartphone auf dessen Display eine Übersicht mit vielen Filmen zu sehen ist.
Auf dieser Internetseite gibt es mehrere Listen zum Reziprozitätsfehler für viele gängige Filme. Dort kann man entsprechende Verlängerungsfaktoren für besonders lange Belichtungszeiten ablesen.

Der Terminus Reziprozitätsfehler wird u. a. in diesen Artikeln besprochen:

Alle 115 Wörterbucheinträge

Kommentar schreiben

Hier gibt es die Möglichkeit für Resonanz. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Kommentare erscheinen nicht sofort bzw. werden manuell freigegeben. Mit dem Absenden des Formulars stimmen Sie der Datenschutzerklärung zu bzw., dass Ihre eingegebenen Daten gespeichert werden. IP-Adressen werden dabei grundsätzlich nicht gespeichert.