Reziprozitätsfehler
Belichtungsfehler bzw Ungleichmäßigkeit bei sehr langen oder extrem kurzen Verschlusszeiten. Viele fotografische Filme verhalten sich bei äußerst kurzen Belichtungszeiten (beim Blitzen im Dunkeln) und insbesondere bei sehr langen (manchmal bereits ab einer Sekunde) nicht mehr »linear« und es müssten aufgrund dieses s. g. »Reziprozitätsfehlers« Film Belichtungs-Korrekturfaktoren berücksichtigt werden.
Reziprozität (im Englischen „Reciprocity“) bedeutet zunächst Gegenseitigkeit oder Wechselseitigkeit. Bei der Fotografie ist damit gemeint, dass zum Beispiel bei einer Blende von 5.6 und 1/125 S. die selbe Schwärzung des Films erreicht wird wie bei einer Blende von 8 und 1/60 S. Bei langen Zeiten funktioniert diese Reziprozität nicht mehr (je nach Film).
Im deutschsprachigen Raum sprich man eher vom → Schwarzschild-Effekt
Der Terminus Reziprozitätsfehler wird u. a. in diesen Artikeln besprochen:
