Kontaktkopie
Die Kontaktkopie ist ein simples Negativ-Positiv-Verfahren: Das fotografische Negativ wird in der Dunkelkammer (bei Rotlicht) direkt auf ein lichtempfindliches Fotopapier gelegt. Nun wird für einen kurzen Moment das Raumlicht angeschaltet und wieder ausgeschaltet. Dann wird das Fotopapier innerhalb von Schalen regulär entwickelt.
Mittels dieser Technik ist es möglich, ohne Vergrößerungsgerät vom Negativ ein positives Bild zu erlangen. Allerdings ist hierbei das Motiv stets genau so groß (bzw. eher klein) wie das Negativ. Es wurde ja nicht vergrößert.
Das Kontaktkopier-Verfahren wird manchmal auch als ›Sandwich-Verfahren‹ bezeichnet. Es ist wichtig, dass das Negativ plan auf dem Papier aufliegt. Daher wurden hierfür spezielle Kopierrahmen angeboten, welche mit einer Glasscheibe versehen sind.

Insbesondere von Großformatnegativen, oder bereits vom Mittelformat 6×9 lassen sich bereits genügend große Bildchen im Kontakt-Verfahren anfertigen, ohne dass ein Vergrößerer nötig ist.

Man nutzt das Kontaktkopie-Verfahren auch für das Anfertigen von Cyanotypien, indem Gegenstände (oder ein Negativ) auf ein vorher mit einer bestimmten Chemie behandeltem Papier gelegt werden. Mittels einer Glasscheibe wird beides zusammen gedrückt und belichtet. Dies geht ganz einfach.
Der Terminus Kontaktkopie wird u. a. in diesen Artikeln besprochen:
