Ersatz für nicht mehr erhältliche Quecksilber-Batterien / Zellen

Viele alte analoge Kameras sind für 1,35V-Knopfzellen auf Basis von Quecksilber ausgelegt. Diese werden in der EU schon lange nicht mehr verkauft. Hier sammele ich Links, die sich mit Alternativen dazu beschäftigen.

Die Sache mit den Knopfzellen (Batterien) für alte Analogkameras und auch Belichtungsmesser finde ich ziemlich verwirrend. Zunächst:

  • Viele alte analoge Kameras sind auf eine konstante Spannungsquelle (meist 1,35 Volt) angewiesen bzw. auf mehrere kombinierte Zellen mit je dieser Spannung.
  • Die meisten heutigen Zellen (Batterien) sind »Alkali-Mangan-Zellen« und liefern eine etwas zu hohe Spannung von 1,5 Volt.
  • Diese Spannung sinkt bei letzteren jedoch während längerer Benutzung.

Für die Praxis bedeutet dies dann, dass der Belichtungsmesser der Kamera zunächst falsche Werte misst, irgendwann richtige und dann (nach weiterem Entladen) wieder falsche. Oder die Kamera / der Handbelichtungsmesser funktioniert gar nicht mit einer solchen handelsüblichen Alkali-Mangan-Zelle.

zwei Alkaline Knopfzellen und ein Halter für eine analoge Kamera

Abgebildet sind zwei moderne Alkaline-Batterien. Sie besitzen durchaus die richtige Größe (PX625) für meine alte analoge Kamera. Aber ihr Inhalt ist etwas anders als er noch vor 30 Jahren sein durfte: „0% HG & PB“ steht auf der Zelle vermerkt – also 0% Quecksilber und 0% Blei. Zudem liefert sie eben eine etwas zu hohe Spannung von 1,5 Volt.

Bei den alten Quecksilber-Zellen wurde die Spannung (1,35 Volt) über den gesamten Betrieb beibehalten.

Entweder lieferten sie die richtige Strommenge oder nicht.

Es gibt nun verschiedene Ansätze, um die alten Kameras mit der ihnen zugedachten Spannung zu versorgen:

Drei Weincell Ersatzbatterien mit einer Spannung von 1,35 Volt in der Originalverpackung liegen auf weißem Hintergrund.

Diese WeinCell-KnopfzellenWerbung werden genau für diesen Zweck angeboten. Sie besitzen je die richtige Größe für die Kamera (verschiedene Typen stehen sogar auf der Verpackung) und eine konstante Spannungsquelle von 1,35V. Das Problem hierbei: Hat man einmal das Siegel entfernt, sind ihre Tage gezählt: Sie entlädt sich fortan – auch wenn die Kamera gar nicht genutzt wird. Geschätzt dauert der Entladevorgang ca. drei Monate.

Yashica Mat 124G Kamera vor weißem Hintergrund
Der integrierte Belichtungsmesser dieser alten Kamera funktioniert nur mit 1,35Volt-Zellen korrekt.

Eine äußerst günstige Alternative zu den WeinCell-Batterien sind handelsübliche Hörgeräte-Batterien, die es ja vielerorts zu kaufen gibt. Allerdings werden diese sicherlich von ihrer Form her nicht in einige Kameras passen und man müsste dann mit Gummiringen experimentieren. Auch bei den Zellen für Hörgeräte gilt die Sache mit der Selbstentladung. Sie sind praktisch das Gleiche.

Da ich derzeit keine Kamera besitze, welche auf eine konstante 1,35V-Spannung angewiesen ist, liste ich nur Links zu Seiten, auf denen die Batterie-Problematik besprochen wird bzw. wo genügend Ratschläge zu Alternativen gegeben werden. Dies tue ich auch deswegen (u. a. für mich selbst), weil in der Vergangenheit viel Wissen verloren gegangen ist, aber solche Seiten glücklicherweise noch über archive.org erhalten geblieben sind (man benötigt aber eben die Links):

Einige dieser Seiten sind leider sehr unübersichtlich und verwirrend. Ich werde diese Liste in Zukunft weiter führen, wenn ich etwas Nützliches finden sollte. Derzeit habe ich zum Glück (noch) keinen Bedarf an Batterie-Alternativen zu den alten Quecksilber-Zellen – Aber ich bereit mich schon einmal darauf vor.

2 Kommentare

Ersatz für nicht mehr erhältliche Quecksilber-Batterien / Zellen

Sebastian

Danke für den guten Artikel. Es gibt auch fertige Adapter zu kaufen:

https://www.fotohandel.de/Kanto-Camera-MR-9-Batterie-Adapter

Viele Grüße
Sebastian

Thomas (Autor des Beitrages)
Antwort auf

Ui, das ist ein stolzer Preis. Aber gut: Man erspart sich die Fummelei und das Gebastel damit. Viele Grüße zurück!

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