Pentacon

Pentacon war das zentrale und größte Kamerawerk der DDR, gegründet 1964 in Dresden durch die Zusammenführung verschiedener historischer, kleinerer Betriebe (darunter KW, Praktica, Meyer-Optik). Pentacon wurde zum Synonym für die Praktica-Kleinbild-SLR-Serie, die in Millionenauflage produziert wurde und weltweit durch das M42-Schraubgewinde eine große Verbreitung fand. Die Kameras waren robust, preisgünstig und leisteten einen wichtigen Beitrag zur SLR-Massenfotografie. Sie wurden umgelabelt auch ins westliche Ausland exportiert (z. B. als „Revueflex“ für Foto Quelle). Mit der ›Pentacon Six‹ wurde über viele Jahre auch eine professionelle Mittelformatkamera gebaut, die auch heute noch gerne genutzt wird.
Das ursprüngliche Pentacon-Unternehmen existiert nicht mehr. Nach der Wende wurde der Betrieb zerschlagen. Reste der Fertigung und die Marke Praktica wurden zeitweise weitergeführt, sind heute aber meist nur noch als Lizenznamen für Billigprodukte zu finden.
Der Terminus Pentacon wird u. a. in diesen Artikeln erwähnt:
- Das Zeiss Jena Flektogon 50mm f4 Mittelformat-Weitwinkelobjektiv für Pentacon Six & Kiev 60
- Fotografieren im analogen Mittelformat: Eine Übersicht mit Hinweisen und Tipps
- Neue Mittelformatkamera: Vorstellung der Arax 60 MLU
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- Kamera-Reparatur-Werkstatt für alte Fotoapparate: eine Übersicht