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#Das Negativ 

Zwei 120er Rollfilme auf einer Entwicklerspule

Auf eine herkömmliche Entwicklerspule für den Mittelformatfilm (Typ „120“) lassen sich auch zwei Filme hintereinander einspulen. Nur eine Sache muss beachtet werden.

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Rollfilme auf einer Filmspule

Zwei Rollfilme auf einer Spule: Das Ende des letzten wird umgeknickt.

Es gibt ziemlich große (lange) Filmentwicklungsdosen, welche für die Entwicklung von gleich mehreren Filmen übereinander vorgesehen sind. Ich selbst besitze lediglich eine alte Jobo-Dose, in welche zwei Kleinbildspulen übereinander passen. Für die Entwicklung eines Rollfilmes vom Typ 120 kann man dann eine der Spulen nutzen, indem man sie in ihrer Höhe vergrößern kann. Freilich passt dann nur noch eine dieser Spulen in die Dose.
Es ist aber ohne Weiteres möglich, gleich zwei Rollfilme hintereinander auf eine einzige Spule aufzuspulen. Das ist praktisch: Diese Methode spart zum einen Chemie, zum anderen natürlich auch Zeit. Folgendes ist hierbei zu beachten:

Zunächst wird Film Nummer 1 wie gewohnt eingespult – und zwar bis zum „Anschlag“ / bis zum Spulenende. Dann kommt Film Nummer 2 gleich hinterher. Es gibt eigentlich zu zumindest den Jobo-Dosen so einen kleinen Clip, den man nach dem ersten Film in die Spule klickt denn:

Der zweite Film darf sich freilich nicht mit dem ersten überlappen.

Sonst werden beide betroffenen Enden der Filme nicht korrekt entwickelt (Es ergeben sich seltsame Flecken). Beide Filme in der Dose haben, so ist meine Erfahrung, den Drang, sich nach innen hin zum Spulenkern zu bewegen – zumindest bei der Kippentwicklung. Hierfür dient dieser Clip, den ich aber nicht benutze / besitze. Viel einfacher geht es folgendermaßen:

Knicken Sie das Ende des zweiten Filmes um. So kann er sich nicht über den ersten schieben.
Planfilm in der Jobo-Entwicklungsdose

Wussten Sie, dass Sie auch Planfilm in der Mittelformat-Dose entwickeln können?

Hierzu muss natürlich beim Einspulen darauf geachtet werden, dass Film Nummer 2 nicht ausversehen zu weit aufgespult wird. Ein kleines Ende muss noch herausragen. Auf diese Art entwickele ich problemlos zwei Rollfilme gleichzeitig in meiner Jobo-Dose. Ich benötige weiterhin nur 600 ml an Chemie für beide Filme (Ich fülle die Dose bei Rollfilm stets auf 600 ml auf statt nur 500 ml). Nun könnte man vielleicht annehmen, dass zwei Filme mehr Chemie (bzw. „Wirkstoffe“) benötigen. Hier habe ich nie eine Änderung vorgenommen: Lösungen, die mir bisher einen Rollfilm korrekt entwickelt hatten, haben dies auch bei zweien getan.

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Artikeldatum: 23.02.2014 / letzte Änderung: 23. Dezember 2019

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der Author dieser SeiteGuten Tag. Hier schreibt Thomas. Ich beschäftige mich seit nunmehr 20 Jahren mit der analogen Fotografie und entwickele meine Bilder im eigenen Labor oder "mit" dem Computer. Gerne empfange ich übrigens Kommentare – und beantworte diese auch.

Diese Website hat inzwischen den Umfang eines ganzen Lehrbuchs erreicht: Schauen Sie sich / schau Dir auch einmal das Inhaltsverzeichnis an.

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Schmittchen | am 24. Dezember 2019

Hallo! Ich mache das auch hin und wieder so wie du. Bei mir wirklich wichtigen Filmen bin ich lieber weniger ungeduldig und entwickele nacheinander. Aber bisher hatte die „2-Film-Methode“ sehr gut funktioniert.

Thomas / Admin | am 25. Mai 2018

Guter Vergleich, danke für den Kommentar!

Egon Jensen | am 25. Mai 2018

Gute Idee. Werde ich in den nächsten Tagen ausprobieren! Denn obwohl ich den Clip verwende, treten manchmal doch Überlappungen auf. Die hässlichen Flecken entstehen übrigens wohl beim (mangelhaften) Fixieren. Ich hab sie nämlich durch Nachfixieren weitgehend weggekriegt – trotzdem ziemlich ärgerlich.

Dass du nicht mehr Entwickler für zwei Filme brauchst, ist keineswegs verwunderlich: Stell dir vor, du trinkst ne halbe Flasche Schnaps. Mehr dürftest du kaum vertragen und bist dann wohl gut „abgefüllt“. Wenn jetzt dein Kumpel mittrinkt, so dass ihr beide je eine halbe Flasche trinkt, dann gilt das eben für euch beide. – Nur einen Film zu entwickeln ist so, als würde man eine halbe Flasche Schnaps wegschütten, die man nicht getrunken hat: Reine Verschwendung (jedenfalls bei Einmalentwicklern).

PS: 500 ml reichen aus. 600 ml sind nicht nötig.

Martin Heller | am 24. November 2016

Zum Thema: „Zwei Rollfilme auf einer Entwicklerspule“
Da sehe ich kein Problem, das mache ich seit Jahren so. Den ersten Film einschieben bis zum Anschlag,dann den Sperrklip eindrücken und den zweiten einschieben.
Ich verwende das Jobosystem 2500 da sind die Spiralwindungen weiter auseinander, das hat Vorteile bei allen Bädern. Und wenn ich mal in der Verdünnung 1:100 Arbeite so habe ich immer noch genügend Entwicklerkonzentrat 12ccm auf 1,2lt. Gebrauchslösung.
So hat jeder seine eigenen Vorgehensweisen, wichtig ist dass man von den eigenen Resultaten
überzeugt ist.

Gruss Martin


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