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Bücher zum Thema Analoge Fotografie


In diesem Beitrag sollen mehrere Bücher zum Thema Analoge Fotografie vorgestellt werden. Tatsächlich gab es in den letzten Jahren einige Neuveröffentlichungen, die sich speziell an Fotografen richten, die bewusst „nichtdigital“ fotografieren.

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Schaut man sich den Büchermarkt an – und zwar die Sparte mit den Fachbüchern für Fotografen – dann wird man schnell feststellen: Hier muss niemand lange Weile haben und lange Leseabende können garantiert sein. Allein: Im Bereich Analoge Fotografie ist das aktuelle Angebot hier freilich viel dünner gesät.

mehrere Bücher zur analogen Fotografie

*Feiningers Grosse Fotolehre ist eines der bekanntesten Lehrbücher für die Fotografie und erscheint nun in der Neuausgabe. Die Fotolehre kann als das Standardwerk der analogen Fotografie angesehen werden. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Buch werfen.

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Alte Bücher bis ca. zum Jahr 2000

Es ist empfehlenswert, sich durchaus einmal in der Stadtbibliothek um zuschauen. Diese wird gewiss so manches Buch im Regal haben, welches etwas älter ist. Und gerade die Fotografie-Bücher, welche vor dem Jahr 2000 erschienen sind, sollten reine Informationsbrunnen für die Analoge Fotografie sein – weil diese in dieser Zeit noch absolut dominierend war! Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Große Fotolehre von Andreas Feininger. Dieses Buch gibt es als Neuveröffentlichung oder in älteren Auflagen gebraucht und damit sollte man ein wirklich  fundiertes Werk besitzen.
Ein weiteres, älteres Buch, welches im deutschsprachigen Raum fast so bekannt ist wie das von Andreas Feininger, ist das Fotopraktikum von Ernst A. Weber. Dies sind beides qualitativ hochwertige Bücher, welche eindeutig keine „Spielereien“ bereit halten und auch keine Werbung für irgendeine Kameramarken sind. Sie sind durchaus ernste Bücher mit vielen anschaulichen Grafiken, mit denen man den soliden Umgang mit der analogen Kamera lernt. Etwas Fleiß und Durchhaltevermögen sollen jedoch vorausgesetzt sein.

Modernere Bücher (siehe unten) sind jedoch etwas hübscher Aufgemacht. Sie wirken nicht so „altbacken“ und sind wohl zumindest für den Anfänger besser geeignet, da sie mit schönem Bildmaterial nicht geizen. Insbesondere zu empfehlen sind Bücher aus den 1990er Jahren, weniger jedoch ganz alte um 1960.

Es gibt jedoch auch Neuerscheinungen.

Manche Autoren haben gemerkt, dass in der letzten Zeit offenbar immer mehr Menschen ihren Weg (zurück) zur analogen Fotografie gefunden haben. Hier nun eine Auswahl an Büchern, welche prinzipiell die filmbasierte Fotografie zum Thema haben:

Absolut analog

Jahr: 2015; Autoren: Monika Andrae & Chris Marquardt

*Absolut Analog ist ein modernes Fachbuch, welches den Leser an die Hand nimmt und ihn durch den kompletten "Workflow" der analogen Fotografie begleitet: Von der korrekten Aufnahme über die Negativentwicklung bis hin zum individuellen Scan und Ausdruck. Das Thema Positivlabor wird hier jedoch nur angerissen. Dafür wird der digitalen Weiterverarbeitung ("hybrid") mehr Raum gewidmet. Auf Amazon kann man auch in dieses Buch einen Blick werfen.

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Dass ein solches Buch im Jahr 2015 auf den Markt kommen sollte, hätte wohl einige Jahre früher kaum jemand gedacht. Doch hier beginnt es gleich mit der Frage: „Gibt es überhaupt noch Film?“ und diese wird sogleich lauthals beantwortet: „Aber Ja!“. Und genau jene, für viele vielleicht überraschende, Antwort wird der Anstoß für die beiden Autoren gewesen sein, ein neues Buch über die analoge Fotografie heraus zu bringen, obwohl diese nunmehr zur Nische geworden ist – aber eben zu einer durchaus lebendigen.

Dieses Buch über die analoge Fotografie führt den interessierten Leser zunächst in die Materie ein – und zwar tatsächlich, indem erst einmal erläutert wird, aus was denn so ein fotografischer Film überhaupt besteht. Danach geht es zum Thema Kamera über und es werden die wichtigsten Modelle erklärt. Als nächstes wird sich der analogen Technik selbst gewidmet, denn die meisten Kameras dieser Gattung werden rein manuelle sein. Und wer bisher nur mit digitalen Fotoautomaten aus Plastik fotografiert hat, benötigt hier zwingend eine Anleitung.

Was nur solch ein modernes Buch über analoge Fotografie kann: Es gibt eine Übersicht über die wichtigsten der derzeit erhältlichen Filme und es werden deren Eigenschaften erklärt. Denn gerade die Wahl des Films wird die erste Herausforderung sein, welche sich ein Anfänger stellen muss. Auch hier gibt „Absolut analog“ Hinweise.

Dieses Buch ist ein von zwei Fans der analogen Fotografie mit viel Einsatz gestalteter Ratgeber und vielleicht „Impulsgeber“ für Anfänger und Neugierige. Es ist kein trockenes Fachbuch.

Weiter geht es mit Filtern, Belichtungsmessung, Selber entwickeln im eigenen Labor, Scannen der Filme und Bearbeitung am Computer, Drucken der Scans, Anfertigen von Passepartouts und Rahmen bis hin zur Archivierung der Negative.

Kurzum: Für Menschen, die bereits viele Jahre aktiv in der analogen Fotografie „unterwegs“ sind, ist dieses Buch nichts neues – Sie haben ihr „Know How“ oftmals über lange Zeit aus vielen Quellen mühsam zusammen getragen. Für Anfänger in der analogen Fotografie stellt das Buch jedoch ein wunderbare Sammlung an Wissen zusammen.

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Think Analog

Jahr: 2015; Autor: Antonio Zambito

*Think Analog ist ein modernes deutschsprachiges Fachbuch, welches sich der analogen Fotografie heute widmet. Dieses Buch richtig sich speziell an Neueinsteiger, die gar nicht wissen, welches Potential die analoge Fotografie birgt und wie man sich mit ihr gekonnt von der Masse an digitalen Bildern anhebt. Auch in Think Analog kann man auf Amazon hinein schnuppern. Das Buch eignet sich ebenfalls sehr gut als Geschenk für Leute, die man neugierig auf die "analoge Welt" machen möchte.

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Ein weiteres, aktuelles Buch, welches sich ganz der analogen Fotografie widmet, trägt den lakonischen Titel „Think Analog“ und den Untertitel „Die faszinierende Welt der analogen Fotografie“.

Auch dies ist ein recht fundierte „Schmöker“, innerhalb welchem zunächst aber sehr viel Wert auf Fotogeschichte gelegt wird. Wie bei solchen Büchern üblich, wird hier nicht mit anschaulichem (und interessantem) Bildmaterial gespart. Im Gegensatz zu den Schwarten über Fotohistorie, betrachtet dieses Buch die analoge Fotografie von heutiger Warte aus, also oftmals auch im direkten Vergleich zur digitalen Fotografie.

„Think Analog“ zeigt auf, was es alles an analoger Technik (Kameras, Filme, Zubehör) gibt und wofür sie gut ist. Das Buch ist kein tatsächliches und striktes Lehrbuch. „Think Analog“ könnte man vielleicht als die ideale Ergänzung zu „Absolut Analog“ bezeichnen:
Ist ersteres ein fundiertes Lehrbuch, welches durchaus zur Konzentration aufruft, kann man sich mit „Think Analog“ eine Pause gönnen und sich zur Abwechslung an den Fotos und Beschreibungen der schönen analogen Kameras à la Rolleiflex oder Leica erquicken. So wäre es auch durchaus als Geschenk für Liebhaber interessant, da es kein reines Lehrbuch sein- sondern dem Leser vielmehr Geschmack machen möchte.

Analoge Fotografie: Fotografieren und Entwickeln

Jahr: 2017; Autor: Ludwig Schuster

*Die Analoge Fotografie für Anfänger wird in diesem Buch von Null an erklärt. Im Der Autor pflegt einen lockeren Schreibstil bzw. verzichtet auf Fachsprache. Los geht es mit Tipps zum Gebrauchtkauf einer alten Kamera, deren Bedienung, Film einlegen bis hin zum Selbstentwickeln der Filme mit Kaffe und Soda. Auf Amazon kann man einen Blick in das Buch werfen.

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Dieses Buch richtet sich insbesondere an Anfänger. Der Autor scheint kein abkommandierter Fotoexperte zu sein, der nun auch einmal etwas zum Thema Analog schreiben soll. Vielmehr merkt man, dass Ludwig Schuster selbst viel Freude an alten, mechanischen Kameras und dem analogen Prozess – bis hin zum Selbstentwickeln der Filme mit Haushaltsmitteln (Kaffee) – hat. Es wird hier weniger Wert auf möglichst hohe fotografische Abbildungsqualität gelegt: Die analoge Fotografie soll Spaß machen, die Freude am Selbermachen, am analogen Unikat steht hier im Vordergrund. Für Alteingesessene wird dieses Lehrbuch nichts sein. Neulinge in puncto Analoge Fotografie finden damit (insbesondere durch den lockeren Stil) jedoch schnell Zugang zur Thematik.

Analog Fotografieren und Entwickeln – Die Eigene Dunkelkammer

Jahr: 2017 (zweite Auflage); Autor: Marc Stache

Auch dass ein solches Buch kürzlich als völlige Neuerscheinung auf dem Buchmarkt das Licht der Welt erblickte, hätte wohl vor einigen Jahren kaum jemand gedacht. Denn schließlich werden Fotos heute fast nur noch maschinell gedruckt oder verlassen nie den Bildschirm. In „Analog Fotografieren und Entwickeln“ führt der Autor Marc Stache alle an der analogen Fotografie Interessierten in die „Königsdisziplin“ ein: Die eigene Dunkelkammer.

die eigene Dunkelkammer als Buch

Dieses Buch aus dem mitp-Verlag bzw. der „Edition ProfiFoto“ ist 2017 bereits ganz frisch in der zweiten Auflage erschienen, die hier vorliegt. Das Besondere an diesem Buch ist seine Aktualität bzw. dass hier ganz konkret auf heute tatsächlich erhältliches Verbrauchsmaterial eingegangen wird (welche Filme gibt es heute, welche Fotochemie und welche Fotopapiere?). Das Buch besteht aus einem Teil für Anfänger und geht nach und nach in erweiterte Techniken über, die man teils nicht in zumindest deutschsprachigen Büchern zum Thema lesen konnte.

eine Anleitung für die analoge Fotografie

Bevor es jedoch ins eigene Fotolabor gehen soll, erfährt der Anfänger in „Analog Fotografieren und Entwickeln“ anhand sehr opulentem Bildmaterial die Basics der analogen Fotografie: Filmformate, Kameratypen, Filmeinlegen, Belichten usw. Das Buch ist kein alter Schmöker sondern besitzt eine gewisse „Frische“, wenn man diesem einmal ältere, antiquarisch beziehbare Bücher mit dem selben Themengebiet gegenüber stellt. Hier sei dann auch noch einmal auf die hohe Bildqualität hingewiesen, die wichtig ist, wenn es um den visuellen Vergleich verschiedener Fotopapiere und Toner geht.

ein Buch über analoge Fotografie

Vorstellung tatsächlich aktueller Produkte auf dem Markt

Der Kern des Lehrbuches ist aber natürlich das eigene S/W-Fotolabor bzw. die eigene, kleine Dunkelkammer. Die Farbfotografie wird hier jedoch nicht angesprochen. Vielleicht wäre dies noch ein Punkt für eine dritte Auflage. Denn zumindest das Entwickeln von Farbfilm ist ja heute nicht mehr mit soviel Aufwand verbunden wie früher bzw. auch ohne spezielle Maschinen realisierbar. Ziel des Buches ist aber der hochwertige S/W-Handabzug. Color-Abzüge würden hier sicherlich den Rahmen sprengen.

ein Buch für das Fotolabor

Es werden mit diesem Lehrbuch zunächst Anfänger und bereits Fortgeschrittene in der eigenen Dunkelkammer angesprochen. Letztere werden auf ca. 270 Seiten gewiss noch so manchen Trick oder so manche Technik genauer kennen lernen.
Erstaunlich ist der eher hintere Teil des Buches: Techniken wie die „Nassklebebandmethode“, das Beachten des „Drydown-Effektes“ oder das Entwickeln in Kaffee („Caffenol“) hat der Autor (dieser Internetseite) noch nie in anderen deutschsprachigen Lehrbüchern gesehen.

*Das Buch Analog Fotografieren und Entwickeln - die Eigene Dunkelkammer ist eines der wenigen modernen Fachbücher, die sich noch der analogen Bildverarbeitung widmen. Demzufolge werden hier auch die heute erhältlichen Filme, Papiere und aktuelle Chemie besprochen. Wer sich nicht durch die vielen einzelnen und verstreuten Artikel im Internet durchwühlen möchte, findet hier das gesamte Standard-Wissen für einen gut gemachten Handabzug vor, und zwar aus zeitgenössischer Sicht. Auch dieses Buch kann man auf Amazon virtuell durchblättern.

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selbst entwickeln von Fotos

Weiterhin wird auch obligatorisches Wissen vermittelt wie das Tonen, Ausflecken, Abwedeln / Nachbelichten und die Technik der Geräte vorgestellt.

Kurzum: Tatsächlich ist „Analog Fotografieren und Entwickeln“ von Marc Stache eine sehr interessante Neuerscheinung, die zunächst durch das Besprechen aktuell erhältlicher Fotoprodukte im Bereich S/W-Dunkelkammer und Film auffällt. Anhand vieler hochwertiger Abbildungen wird das reguläre Know How auf diesem Gebiet sehr gut veranschaulicht. Dadurch, dass speziellere Themen wie z. B. „Bildspurzeit“ oder „Negativverstärkung“ nicht ausgelassen werden, kann hier nicht von einem reinen Anfängerbuch gesprochen werden, obwohl es für solche ebenfalls geeignet ist.

Gute Fotos – simple Technik: Fotografieren ohne Hightech

Jahr: 2012; Autor: Bernd Daub

* Fotografieren mit analogen Plastikkameras, Einwegkameras und "Lomokameras", dies ist das Thema dieses Buches. Der Autor zeigt, was für kleine Kunstwerke mit solchen einfachen Fotoapparaten und Lochkameras möglich sind und wie dies gemacht wird. Auf Amazon kann man durchaus einen Blick in dieses Buch werfen.

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In diesem Lehrbuch wird ein ganz besonderes Fass aufgemacht: Hier geht es darum, mit tatsächlich simpelster fotografischer Technik Fotografien anzufertigen – Bilder, denen dadurch eine gewisse Präzision gänzlich abhanden kommt und welche somit wiederum einen ganz eigenen Reiz des Unperfekten erlangen.

Dieses Buch bildet sozusagen die Opposition zu den Katalogtexten über moderne Digitalkameras: Mit Gut im Buchtitel ist nicht das gestochen scharfe Abbild der Realität gemeint sondern vielmehr das malerische Verfremden, indem z. B. simple Plastiklinsen zum Fotografieren verwendet werden, analoge Spielzeugkameras oder selbst gefertigte Lochkameras. Wie dies geht, zeigt Bernd Daub in seiner Arbeit „Gute Fotos – simple Technik“.

Fotografie mit einer Lomokamera

Ein Foto mit einer sogenannten „Lomokamera“ gemacht

Dieses Buch ist etwas speziell. Es ist gut geeignet für Freunde der sogenannten „Lomografie“ und weniger für Fotografen, die einen eher konservativen Geschmack besitzen. Im Gegensatz zu den beiden zuvor vorgestellten Büchern über analoge Fotografie wirkt dieses auch weniger professionell aufgemacht.

Digilog

Jahr: 2008; Autor: Andreas Weidner

Der Autor Andreas Weidner ist kein Unbekannter auf dem Gebiet der analogen Fotografie. Insbesondere durch mehrere Fachbücher hatte er sich in puncto qualitativ hochwertige Handabzüge im eigenen Fotolabor einen Namen gemacht.

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Weidner ging nun mit der Zeit und veröffentlichte einen weiteren Band, welches ein Kunstwort als Titel trägt „Digilog“. Dieser Begriff ist also eine Zusammensetzung aus „Digital“ und „Analog“ und in dem Buch geht es um nichts anderes als um das Scannen von Filmen und um das Aufbereiten dieser am Computer zu qualitativ hochwertigen Drucken bzw. Positiven. Obacht: Das Buch ist nun schon etwas älter. Offenbar ist es nicht mehr lange neu erhältlich.

*Das Lehrbuch Digilog möchte eine feste Brücke zwischen der analogen S/W-Aufnahme und der hochwertigen digitalen Bildbearbeitung am Computer sein. Die Fotografien werden nach ganz ähnlichen Maßstäben am Computer "entwickelt" wie in der Dunkelkammer: Die Parallelen sind oft erstaunlich. Bei Amazon.

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Digilog Buch
Wenn man die anderen Bücher von Weidner kennt, dann wird man schnell inhaltliche Parallelen erkennen.

Für alle also, die bereits im eigenen S/W-Labor ihre Bilder bearbeitet haben, ist die erste Hürde bereits genommen. Denn in „Digilog“ wird ganz ähnlich in der Bildbearbeitung verfahren wie im Labor.

In dem Buch werden die Techniken der S/W-Dunkelkammer einfach weiter angewendet – mit der digitalen Bildbearbeitung

Buch über die hybride Fotografie

Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass Weidner nur mit der bekannten Bildbearbeitung „Adobe Photoshop“ arbeitet. Dieses Programm muss man besitzen. Ansonsten bringt einem das Buch nicht viel.

*Analog fotografieren und die Negtive im Anschluss einscannen und mittels Bildbearbeitung bearbeiten: Das ist die Hybride Fotografie. Und genau um dieses Thema geht es sehr ausführlich in diesem Buch. Hier schreibt kein Computerfritze sondern ein erfahrener Fotograf, welcher weiterhin seine analogen Kameras nutzt und die Negative digitalisiert. Sie lernen die unterschiedlichen Scanner kennen und die Vorgehensweisen zur (für analoge Bilder nötigen) Bildbearbeitung am heimischen Computer. Was alles in diesem Fachbuch auf Sie wartet, können Sie durch einen Blick hinein auf Amazon erkunden.

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Buch zur analogen Fotografie

Was jedoch bei diesem Buch über die analoge Fotografie fehlt: Das Korrigieren von Farben. Denn Farbbilder werden hier nicht behandelt. Digilog widmet sich ausschließlich der qualitativ hochwertigen Ausarbeitung von Scans von S/W-Negativen – dies aber gründlich und ohne hübsche Spielereien. Man merkt: Der Autor kommt definitiv aus dem Fotolabor und kennt die analogen Grundlagen genau.

Dieses Buch bei Amazon ansehen.

Fotografie – Ein Handbuch der analogen Kreativtechniken

Jahr: 2015; Autoren: Marco Antonini, Sergio Minniti, Francisco Gómez, Gabriele Lungarella, Luca Bendandi

*Im Buch "Handbuch der Analogen Kreativtechniken" geht es um analoge Bildbearbeitung! Sie meinen, der Begriff "Bildbearbeitung" bezieht sich nur auf den Computer? Dieses Buch möchte dem etwas entgegen setzen: Themen wie die Positivbearbeitung via Bleicher und Toner werden ebenso erläutert wie das Anfertigen von eigenen Emulsionen und die sogenannten "Edeldruckverfahren". Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Buch werfen.

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War der Arbeitsplatz bei dem vorigen vorgestellten Buch „Digilog“ noch der Computer, so soll es nun wieder in die analoge Dunkelkammer gehen. Wie man weiß, kann man in dieser natürlich eine 1:1-Kopie des Negativs (als Positivbild) erstellen. Man kann in der Dunkelkammer jedoch noch viel weiter gehen und aus einer Vielzahl an analoger Bildbearbeitung schöpfen.
Und genau darum geht es in dem Buch „Fotografie – Ein Handbuch der analogen Kreativtechniken“: um die analoge Bildbearbeitung mittels Chemie, Pinseln, Masken, Belichtungen usw.

ein Buch über die analoge Bildbearbeitung

Und wer keine eigene Dunkelkammer besitzt? Für den hält das Buch „Analoge Kreativtechniken“ ebenfalls Tipps und Bauanleitungen bereit:

Slitscan Kamera selber bauen

So wird z. B. beschrieben, wie man eine analoge Kamera zu einer sogenannten „Slitscan-Kamera“ umbauen kann. Auch das Thema Lochkamera kommt nicht zu kurz.

*Das Authentische Porträt: In diesem Buch geht es um die Kunst, tatsächlich ausdrucksstarke Portraits von Menschen anzufertigen anstatt steif wirkende "Schablonen" abzulichten. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Buch werfen.

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ein Buch über Langzeitbelichtungen

Weiterhin geht es um extreme Langzeitbelichtungen oder (um wieder auf die Arbeit im Labor zurück zu kommen) um Techniken wie der Edeldruck oder das Kollodium-Verfahren.

Eine Besonderheit macht dieses Buch über die analoge Fotografie aus – und dies betrifft seine Struktur: Es stellt viele Fotokünstler vor, welche ihre analogen Fotografien mit gewissen Effekten versehen. Diese Fotografen erklären diese Techniken bereitwillig und steuern sehr viel überzeugendes Bildmaterial bei. Insgesamt werden hier mehr als 40 analoge Verfahren zur Bildverfremdung und Bearbeitung beschrieben. Viele davon bilden klar einen visuellen Effekt. Andere Themen behandeln jedoch auch eher dezent eingesetzte Techniken.

Bei Amazon einen Blick in dieses Buch werfen.

Das Kollodium

Jahr: 2015; Autor: Peter Michels

*Das Kollodium: Handbuch der modernen Nassplattenfotografie Dieses Fachbuch ist eines der wenigen deutschsprachigen, welches sich der "Kollodium-Nassplatten-Fotografie" widmet (Fotos wie im 19. Jhd.) und zwar mit vielen Formeln, Rezepten und Bildbeispielen. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Fachbuch werfen.

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Nun soll es noch tiefer in die analoge Dunkelkammer gehen. Das Fachbuch „Das Kollodium“ von Peter Michels ist eigentlich ein kleines Phänomen: Sicherlich hätte man vor vielleicht zehn Jahren nie daran geglaubt, dass so ein Fachbuch je erscheinen würde – Denn zu klein schien der Kreis der Interessierten, zu verstreut waren die Informationen in historischer Lektüre.

Doch schaut man sich heute einmal auf entsprechenden Internetseiten um, dann stellt man fest: das Thema „Kollodium-Nassplatten-Fotografie“ polarisiert!

Kollodium Nassplatten Fotografie

Denn mit dieser archaischen (und aufwendigen) Technik sind analoge S/W-Fotografien möglich, die den Betrachter immer wieder von Neuem zu faszinieren vermögen. Dummerweise ist der Prozess eben zunächst recht kompliziert und genau hier springt das Buch „Das Kollodium“ in die Bresche.

Buch über die Kollodium Nassplatte

Der Leser erfährt alles zur Technik des nassen Kollodium-Verfahren und: Er erfährt, wie man solche Fotografien selber machen kann.

ein Buch über analoge Fotografie

Angefangen von der benötigten Technik, über die Art des Lichtes bis hin natürlich (und nun wird es interessant) zur Chemie, die man sich selbst herstellen muss, behandelt dieses Buch alles, was man wissen muss, wenn man diese alte fotografische Technik einmal selbst probieren möchte. Der junge Autor Peter Michels ist also kein Geheimniskrämer sondern vermittelt ganz spezielle Techniken und Rezepte, damit auch andere Fotografen eigene Nass-Kollodium-Platten anfertigen können.

Dieses Buch über die Kollodium-Nassplattentechnick ist keine Broschüre! Es ist ein ca. 250 Seiten starkes Fachbuch mit zahlreichen Abbildungen. Bevor dieses also (wie z. B. das bekannte Buch von Tim Rudman über das Lith-Verfahren) nur noch antiquarisch zu sehr hohen Preisen erhältlich ist, sollte es sich jeder Interessierte kaufen.

Hinweis: Vielleicht irritiert Sie das in der Rezension mehrmals auftauchende Adjektiv „nass“. Früher, also ganz früher, war „Filmmaterial“ nass bzw. musste kurz vor der Aufnahme beschichtet werden. Genau so verhält es sich auch in dem in diesem Buch beschriebenen Verfahren. Die späteren fotografischen Platten nannte man „Trockenplatten“.

Bei Amazon einen Blick in dieses Buch werfen.

Die Kunst der Fotografie: Der Weg zum eigenen fotografischen Ausdruck

Jahr: 2012; Autor: Bruce Barnbaum

*Bruce Barnbaums "Die Kunst der Fotografie" ist ein fotografisches Lehrbuch, bei dem das Motiv selbst im Vordergrund steht bzw. dessen Herangehensweise besprochen wird. Weniger wird auf fotografische Aufnahmetechnik eingegangen. Technisch interessant wird es jedoch in puncto Nachbearbeitung im Fotolabor. Hier zeigt Barnbaum u.a. die Tricks der Dunkelkammer, die man in Anfängerbüchern vergeblich suchen wird: Dieses Buch hilft dem Leser dabei, mit der Fotografie etwas neues zu Schaffen, schöpferisch zu werden. Auf Amazon kann man auch in dieses Buch hinein schnuppern.

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Bruce Barnbaum ist einer der bekanntesten „analogen“ Fotokünstler und hat bereits mehrere Bücher heraus gebracht. Sein Buch „Die Kunst der Fotografie: Der Weg zum eigenen fotografischen Ausdruck“ ist relativ neu und dennoch: Ca. ein Viertel des Schmökers macht die analoge Fotografie aus. Diejenigen, die genau hier zu hause sind, werden sich sofort wohl fühlen. Für alle anderen sind sicherlich andere Fachbücher interessanter.

Lehrbuch über Fotografie als Kunst

Dies ist kein Buch, welches lediglich spielerisch (wird schon irgendwie werden) zum Ziel der eindrucksvollen und individuell bearbeiteten Fotografie führen möchte: Barnbaum ist von alter Schule. Und hier wird gerne auch einmal philosophiert. Hier muss auch über das Licht geredet werden, bevor man überhaupt erst auf den Auslöser drückt und über Wälder und Täler.

Bruce Barnbaum: Die Kunst der Fotografie

Barnbaums Buch hat nun nicht primär die analoge Fotografie auf’s Korn genommen. Doch man merkt schnell, wo er herkommt – spätestens, wenn man die ersten der eindrucksvollen Handabzüge (bzw. deren Drucke) begutachtet. In diesem Buch geht es nicht um „Action-Fotografie“ sondern um das konservative und visuell-qualitativ hochwertige Ablichten von Landschaften.

*Die Essenz der Fotografie: Sehen lernen und bewusster gestalten. Auch in diesem Lehrbuch von Bruce Barnbaum wird kaum auf technische Details der Kamera selbst eingegangen: Viel mehr gilt es, sich mit der eigenen Kreativität auseinander zu setzen, um das zu trainieren, welches das Wichtigste für eine gute Abbildung ist: Das Sehen und Beobachten. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Buch werfen.

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Bich über die Kunst der Fotografie

Die „Kunst der Fotografie“ ist kein Buch für Anfänger. Die technischen Grundlagen werden voraus gesetzt.

Der Kern dieses Buches besteht im intuitiven Zugang zur Kreativität und deren Umsetzung in seinem eigenen fotografischen Kunstwerk. Einen guten Teil macht das Anfertigen eigener Handabzüge im Fotolabor aus – und zwar auf einem höheren Niveau als es Bücher für Einsteiger erklären.

Bei Amazon einen Blick in dieses Buch werfen.

PhotoKlassik

ein vier Mal im Jahr erscheinendes, deutschsprachiges Magazin

*Die PhotoKlassik ist ein Magazin für die Analoge Fotografie. Es erscheint vier Mal pro Jahr und richtet sich insbesondere an Einsteiger, die noch gar nichts von der Vielfalt der Fotografie auf Film wissen, sowie an interessierte Fortgeschrittene. Bei Amazon ansehen.

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Zum Schluss soll ein Fotomagazin vorgestellt werden: Die PhotoKlassik ist ein solches. Nichts besonderes, gibt es doch sehr viele Magazine im Zeitschriftenhandel, die Themen rund um die Fotografie besprechen. Allerdings geht es bei der PhotoKlassik ausschließlich um analoge Fotografie! Und im Gegensatz zur „PhotoDeal“ (einem weiteren Magazin) richtet sich das Magazin an den Praktiker und nicht an den Sammler. Gleichwohl werden hier natürlich analoge Kameras vorgestellt – und zwar von den Klassikern bis hin zu speziellen Bauformen (Panorama, analoge Stereokameras, Sonderformate usw.). Es wird jedoch weiterhin darauf eingegangen, wie man diese Geräte überhaupt nutzt und was man beim Gebrauchtkauf beachten sollte. Weitere, sehr zu begrüßende Themen sind das analoge Fotolabor und gewisse „Kreativtechniken“. Natürlich fehlen auch die Neuigkeiten aus der Szene und Vorstellungen neuer Produkte nicht. Das Heft richtet sich eher an Anfänger und Neu- bzw. Wiedereinsteiger in die analoge Fotografie.

Kostenlose Bücher

Wenn ein Verlag / Autor keinen Absatz mehr mit gewissen Büchern machen kann, dann kommt es durchaus auch vor, dass jene irgendwann ganz offiziell kostenlos zum Download angeboten werden. Manche hingegen werden auch gleich von Beginn an für eine kostenlose Nutzung konzipiert.

Folgende Bücher über die analoge Fotografie können Sie derzeit im Format „PDF“ frei im Internet herunter laden (es empfiehlt sich ein Speichern via Rechtsklick):

Praxisbuch Schwarzweiss-Labor

Jahr: 2004; Autor: Reinhard Merz

Dieses Buch behandelt, wie es der Titel bereits ausdrückt, das Entwickeln von Filmen und das Vergößern von S/W-Fotos im eigenen Fotolabor. Es ist ein Buch für Anfänger und beinhaltet jegliche Prozesse zum Thema. Man kann es kostenlos hier downloaden.

Wege zum perfekten Negativ & Wege zum perfekten Positiv

Jahr: 2008; Autor: Terry Shaeven

Auch diese beiden Bücher behandeln die Arbeit im eigenen Labor. Sie sind jedoch weniger für Anfänger geeignet sondern informieren den Freund der analogen Fotografie viel fundierter in puncto S/W-Labor bzw. Anfertigen von qualitativ hochwertigen S/W-Fotografien auf analogem Wege. Downloaden kann man sich Teil 1 (Filmentwicklung) sowie Teil 2 (Anfertigen von Handabzügen). Auch diese Bücher liegen im Format „PDF“ vor.
Die beiden Bücher bestehen jedoch nur aus Text bzw. haben einen recht trockenen Duktus. Für diese beiden Themen ist ein solcher jedoch nicht zu umgehen.

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Artikeldatum: 1.10.2016 / letzte Änderung: 5. Juli 2017

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eine Anmerkung bisher

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.