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Vorstellung von SilverFast Ai Studio 8.8: So digitalisiere ich Dias und Filme


Jeder, der sich bereits etwas ausführlicher mit dem Thema Digitalisieren von analogem Film beschäftigt hat, wird sicherlich früh über das Programm „SilverFast“ der Firma LaserSoft Imaging „gestolpert“ sein. In diesem Artikel stelle ich die aktuelle Version „Ai Studio 8.8“ vor und erkläre meinen persönlichen Ablauf beim Scannen. Außerdem wird auf die Funktion des „RAW-Scans“ bzw. auf die anschließende Interpretation im eigenen RAW-Konverter eingegangen.

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Seit vielen Jahren schon arbeite ich am Computer mit dem Programm „SilverFast“, wenn es darum geht, meine analogen Fotografien für den Druck oder für die Präsentation im Internet in ein digitales Format zu transferieren. Fertige ich von meinen S/W-Handabzügen – ganz klassisch – im eigenen Fotolabor Handabzüge an, so ist mir bei Farbnegativfilm oder bei Diafilm eine durchdachte Software wie eben jene von LaserSoft Imaging ein wichtiges Werkzeug geworden, um die Fotografien später in hoher Qualität drucken lassen zu können. Ich lernte dieses Programm seinerzeit in meinem Fotografiestudium kennen (dort an der Uni gab es mehrere Arbeitsplätze, wo es standardmäßig installiert war / ist) und nutze es nunmehr weiterhin privat für meinen analog-digitalen Workflow.

das Logo von Lasersoft Silverfast

Das Logo des Programms. Dass es diese Software bereits seit vielen Jahren gibt, merkt man dem Design (hier vergrößert) leider auch in der aktuellen 8er Version an. Dass sich jedoch inhaltlich so einiges getan hat, soll in diesem Blogbeitrag nicht unerwähnt bleiben.

Im Gegensatz zu der „Standard-Software“, welche den (Film-) Scannern kostenlos beigelegt ist, beherrscht SilverFast (insbesondere die „Ai- bzw. Studio-Versionen“) eine Vielzahl an teils tiefgreifende Konfigurations- und Optimierungseinstellungen. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch auch: Es gibt hier – salopp ausgedrückt – eine Menge Knöpfe bzw. Einstellungen. Wie beim rein analogen Workflow (im Labor) ist die Umwandlung eines Negativs in ein farbrichtiges und von den Tonwerten ideales Positiv (ob digital oder eben analog) ein Prozess, den man zwar automatisch ablaufen lassen kann. Idealerweise greift man als Fotograf auch in diesen Schritt händisch ein.

ein Farbmischkopf am Vergrößerer

Um ein Farbnegativ in ein logisch erscheinendes Bild zu verwandeln, müssen im analogen Fotolabor gewisse Einstellungen vorgenommen- bzw. ausgetestet werden (was recht viel Zeit in Anspruch nimmt). Dies übernimmt eine Software wie SilverFast in Windeseile automatisch für Sie. Dennoch sollten Sie sich weiterhin mit geübtem Auge und Verstand für die Digitalisierung einer feinen Fotografie Zeit nehmen. Bei Diafilmen und erst recht bei S/W-Vorlagen gelingt das Digitalisieren freilich einfacher.

In diesem Artikel arbeite ich mit der Version „Ai Studio 8.8“. Es gibt auch zwei abgespeckte Version („SE Plus“ bzw. „SE“), die natürlich günstiger sind, jedoch auch weniger Funktionen bieten. Außerdem werde ich das Programm „SilverFast HDR Studio“ vorstellen. Dies ist ein RAW-Konverter, welcher in der Lage ist, die speziellen Dateien der zuvor als RAW gescannten Negative / Dias zu interpretieren bzw. erst im Anschluss an das eigentliche Digitalisieren zu verarbeiten. Beide Programme werden unter dem Namen „SilverFast Archive Suite“ zusammen vertrieben.

der Epson V850 Pro Negativscanner

 

Auch wenn das Digitalisieren von analogem Film mittels einem Filmscanner viel einfacher von der Hand geht, gibt es immer noch deutliche Parallelen zum Vergrößern im Labor: Da jedes Bild in der Regel bei einem anderen Licht (Helligkeit und Farbe) aufgenommen wurde, sollte man bestenfalls individuell in den digitalen Umwandlungsprozess manuell eingreifen (z. B. mit der „Pipetten-Funktion“ von SilverFast Studio). Im Bild der beliebte Negativscanner „Epson Perfection V850 Pro“, für den es freilich auch eine zugeschnittene SilverFast-Version gibt.

Zwar stehen dem Benutzer auch unter SilverFast Ai Studio 8 (sowie bei den einfacheren „SE-Versionen“) die von vielen bevorzugten Auto-Funktionen zur Verfügung, so dass das eigene Auge und das eigene Gefühl für Farben und Tonwerte kaum zu Rate gezogen werden muss. Doch für eine „feine“ Fotografie sollte der manuelle Weg gewählt werden: Jedes Bild sollte individuell ausgefiltert werden – und hier hat man unter SilverFast Ai Studio eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung, welche eine anschließende Bildbearbeitung in einem Programm wie z. B. Adobe Photoshop nicht mehr zwingend notwendig machen.

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Das Wichtigste soll nicht verschwiegen werden:
Unter SilverFast (Ai und SE Plus) ist es möglich, einen „RAW-Scan“ der Negativfilme bzw. Dias anzufertigen. Dies bedeutet, dass jegliche analogen Bildinformationen, welche die Hardware (der Scanner) überhaupt lesen kann, zunächst „roh“ in je eine Datei geschrieben werden. Das eigentliche Filtern, die eigentliche Farb- und/oder Kontrastanpassung geschieht jedoch im Anschluss in einem zweiten Schritt: im SilverFast-RAW-Konverter (dieses, zweites Programm heißt „HDR Studio“).
Auf diese Weise bleiben jegliche Bildinformationen der Originale erhalten und man kann die beiden Schritte Digitalisierung + Aufbereitung zeitlich strikt voneinander trennen. Ja, selbst die Anti-Staub und -Kratzer-Informationen des Infrarotkanals (falls vom Scanner unterstützt) lassen sich später (bei Scans vom Farbnegativ und Dia) individuell anpassen bzw. deaktivieren – auch an Rechnern ohne angeschlossenen Scanner bzw. ohne Zugriff auf die originalen Filme.

Auf die Funktionalität dieses Roh-Datenformat und seine Vorteile gehe ich etwas weiter unten genauer ein. Zunächst soll es um den normalen Scan-Prozess gehen, also darum, dass man einen Film in die Formatmasken des Scanners einlegt, einen Vorschauscan vornimmt, die entsprechenden Parameter einstellt und durch den finalen Scan sofort fertige Digitalisierungen heraus rechnen kann:

Die Fenster von SilverFast Ai Studio anordnen

Ich bin doch ein recht ordentlicher Zeitgenosse. Würde ich in einer Werkstatt arbeiten, bei mir hätte jedes Werkzeug einen ganz bestimmten Platz, an dem ich es schnell finden kann. Es ist also nur effizient für ein solides Ergebnis, wenn die vielen Werkzeuge bei einem Programm wie SilverFast zunächst aufgeräumt und ordentlich auf dem Monitor platziert werden:

Anordnung der Silverfast-Bedienelemente

Ich arbeite stets mit zwei Monitoren. Auf einem großen Computermonitor klappe ich die für mich relevanten Werkzeuge aus und platziere sie da, wo ich sie bequem erreichen- bzw. deren Parameter einsehen kann. Denn die Software unterstützt freilich auch die Funktion der schwebenden Fenster, wodurch man sich seinen Arbeitsplatz zunächst individuell einrichten sollte. Standardmäßig sind alle Bedienfelder in einer „Dropdown-Liste“ neben dem Hauptfenster untergebracht, was ich (als Besitzer eines großen Monitors) als weniger intuitiv finde. Für kleinere Monitore ist ein solch komprimiertes Menü natürlich relevanter.

Hinweis: Zum Start des Programms muss der Scanner installiert, angeschlossen- bzw. eingeschaltet sein. Bei meinem Windows-Computer startet die Software manchmal etwas verzögert. Nach einigen Sekunden bzw. nach etwas Geduld erscheint dann aber der Startbildschirm.

buch-scannenEin Fachbuch, in dem es nur um das Scannen bzw. Digitalisieren von Negativen geht. Der Autor vermittelt Techniken, durch die man zu aussagekräftigen, scharfen und hoch aufgelösten Bildern vom analogen Negativ gelangt. Gesehen auf Amazon.

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Jene Bedienfelder aktiviert man über die Symbole im Hauptfenster (roter Punkt bedeutet, sie sind geöffnet bzw. aktiviert). Diese Symbole befinden sich links sowie oben im Hauptfenster von SilverFast.
Nützliche Werkzeuge (Bedienfelder) sind z. B.:

Es gibt jedoch, wie man auf dem obigen Bild sieht, noch eine Menge mehr Bedienfelder, die SilverFast Ai (bzw. in geringerem Umfang die Version „SE“ / „SE Plus“ zu bieten hat).

Die optionalen Bedienfelder lassen sich global deaktivieren / aktivieren und zwar durch ein kleines Häkchen-Symbol in der obigen Leiste.
Sie wollen zum Beispiel Ihre Filmdigitalisierung im Anschluss des Scans lieber in einer anderen Bildbearbeitung schärfen? Deaktivieren Sie dieses Modul also zunächst einfach durch Klick auf jenes Häkchen bzw. blenden Sie dieses Werkzeug einfach aus. Ihre Farbnegativfilme bzw. Dias sind völlig sauber und ohne Kratzer bzw. bar jeglichen Staubes? Dann benötigen Sie die Infrarotfunktion („iSRD“) nicht und deaktivieren dieses Modul einfach.

Hinweis: Im RAW-Modus (HDR RAW bzw. HDRi RAW) sind viele dieser Felder ohnehin nicht zugänglich bzw. ausgegraut, da jene erst später im SilverFast-RAW-Konverter relevant sein werden (Prinzip: Erst [schnell] alles scannen, was vorhanden ist, dann [später] erst einstellen und optimieren).

Weiterhin bieten viele dieser Werkzeuge, die Sie ja nun idealerweise „schwebend“ auf ihrem Desktop angeordnet haben, eine „Experten-Funktion“, welche sich durch Klick auf den „Button“ mit dem Bachelorhut ausklappen lässt. Hier erweitern Sie das jeweilige Menü mit zusätzlichen Funktionen. Und: Sie können alle Einstellungen in den Modulen von SilverFast 8.8 wieder auf die Standard-Einstellungen zurück setzen, wenn Sie den Knopf mit den beiden Pfeilen (Refresh-Symbol) anklicken. Weiterhin können Sie sich die jeweiligen Fenster bzw. deren Positionen in einem individuellen Ansichts-Profil („Presets“) speichern: über die Einstellungen > Auto > Werkzeug Preset.

Checkliste: den WorkflowPiloten nutzen

Für alle, denen die vielen Funktionen und Einstellmöglichkeiten dieses Scan-Programms zunächst noch ein Gefühl von Unsicherheit bescheren, bietet SilverFast bereits seit vielen Versionen seinen Piloten an: Aktiviert man also diesen „WorkFlowPilot“, verschwinden alle bisher aufgeklappte Werkzeugfenster (oder werden ausgegraut) und man wird Schritt für Schritt durch alle relevanten Einstellungen geführt – und zwar je mit einer Beschreibung bzw. Tipps zu dem, was man da eigentlich gerade tut. Denn nicht selten sind gerade die Fotografen, die ausschließlich analog fotografieren, in der digitalen Bildbearbeitung wenig bis gar nicht geübt.

Um SilverFast kennen zu lernen, ist es insbesondere für Anfänger im Bereich der digitalen Aufbereitung von Fotografien sinnvoll, zunächst den internen WorkflowPiloten zu nutzen. Später kann man darauf verzichten bzw. positioniert seine relevanten Werkzeuge (bzw. deren Bedienfelder) individuell auf dem Desktop bzw. konfiguriert deren Einstellungen manuell.

Übrigens: Das Programm ist sehr gut dokumentiert. Selbst während der Bedienung erfahren Sie viele Hinweise zu den einzelnen Schaltern und Reglern, wenn Sie mit der Maus darüber fahren bzw. den Mauszeiger einen Moment über der jeweiligen Einstellung halten. Weiterhin stellt der Hersteller diverse Videos und Handbücher bereit (auch in deutscher Sprache). Zudem stellt ein Software-Unternehmen wie LaserSoft Imaging einen vernünftigen Support für SilverFast bereit.

Da Sie, wenn Sie Anfänger sind, nun Zugriff auf den „WorkflowPiloten“ haben, wäre es nur redundant, an dieser Stelle eine komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung zu schreiben, wie die Bedienung von SilverFast vonstatten gehen sollte. Stattdessen konzentriere ich mich in diesem Artikel auf tatsächliche Besonderheiten des Programms und gebe einige Tipps aus meiner persönlichen Praxis:

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Festlegen der Rahmen je Frame

Nachdem man einen Vorschau-Scan des gesamten Filmhalters vorgenommen hat, muss das Programm freilich wissen, welche Bereiche es auf dem (z. B.) Rollfilm digitalisieren soll bzw. was davon eigentlich die tatsächlichen Bilder (Frames) und was die Filmränder sind. Hierzu bietet SilverFast die Funktion „Rahmen finden“ an, welche sich hinter dem Rahmen-Symbol ganz oben in der Seitenleiste befindet. Hier können verschiedene Bildformate bzw. Maskentypen ausgewählt werden. Weiterhin kann man die Größe der einzelnen Rahmen natürlich auch mit der Maus mittels Ziehen verändern und man kann manuell Rahmen aufziehen.

Jegliche Werkzeugeinstellungen (Auflösung, Farbe, Gradation, …) dienen individuell je für einen einzigen Rahmen.

Ich selbst ziehe mir immer einen einzigen Rahmen manuell auf, lege über die Werkzeugfenster dessen Parameter fest und kopiere diesen Rahmen (mit seinen Parametern) auf die anderen Frames (also Bilder) meines gerade im Filmhalter eingelegten Films. Unter Windows funktioniert das Kopieren der Rahmen, indem man diesen anklickt, die Strg-Taste gedrückt hält und verschiebt. Schon habe ich zwei Rahmen mit je identischen Werkzeugeinstellungen.

Das Werkzeug Negafix

Wie gesagt, werde ich in diesem Artikel nicht auf alle Werkzeuge, die SilverFast Ai Studio zur Verfügung stellt, eingehen. Das Modul „Negafix“ betrachte ich jedoch als eines der wichtigsten Konfigurationselemente und hierzu möchte ich durchaus einige Worte verlieren. In diesem Modul wird die Gradationskurve, also die „Tonwertanpassung“ für die Schatten, Mitten und Lichtern anhand von Filmtypen bzw. bestimmter „Presets“ ausgewählt. Es ist nur bei der Verwendung von Negativen (dies muss man der Software freilich mitteilen) freigeschaltet bzw. sinnvoll.

Negafix von Silverfast

Im Negafix klappe ich zunächst immer den „Expertenmodus“ über das kleine Hütlein am unteren Rand des Werkzeugfensters aus. Den dortigen oberen Reiter stelle ich auf „Ausdehnung“ (und nicht auf „Kurven“). Wählt man hier den richtigen Hersteller und den richtigen Filmtyp aus, so erhält man durchaus eine harmonische Anpassung (sichtbar im Vorschauscan). Für meinen persönlichen „Workflow“ hat sich jedoch heraus gestellt, dass ich die besten Ergebnisse erhalte, wenn ich auf die eingebauten Presets verzichte. Daher setze ich immer folgende Einstellungen:

Hierbei findet keine Veränderung der „natürlichen“ Gradationskurve bzw. „Charakter“ des tatsächlichen digitalisierten Filmes statt. Bildet jener jedoch naturgemäß z. B. die Mitteltöne zu dunkel ab, kann man diese über das Werkzeug → Gradation manuell und sehr präzise anpassen (genau solche Einstellungen sind in den Filmvorlagen [Presets] je fest vorgegeben).

Außerdem platziere ich die waagerechten Striche im Fenster „Ausdehnung“ manuell für jeden der drei Kanäle (Rot Grün Blau) ungefähr im gleichen Abstand ein Stückchen vor bzw. hinter der jeweiligen Kurve. Hierdurch gehe ich sicher, dass keinerlei Tonwerte abgeschnitten werden. Insbesondere bei Farbfotos mag ich persönlich kein tiefes, tatsächliches Schwarz in den Schatten. Die Bilder wirken mir dann zu schwer. Ich bevorzuge hier den Pastell-Look. Doch Obacht: Hiermit verändert man die Farben bei Farbnegativfilmen.

Mit den Schiebereglern links (Schatten) und rechts (Glanzlichter) kann man die waagerechten Marken bequem und einheitlich verschieben. Allerdings gibt es hier in der Software offenbar einen kleinen Bug, der mir bereits in einer älteren Version aufgefallen ist: Manchmal werden die drei Marken dann eben nicht einheitlich verschoben, sondern ungleichmäßig. Stellt man den Schieberegler zurück und versucht es (mit ruhiger Hand) erneut, funktioniert dann alles wieder, wie es soll.

Hinweis: Scannt man Negativfilme im HDR-RAW-Modus, ist Negafix logischerweise nicht verfügbar, da genau diese Einstellungen erst später im RAW-Konverter vorgenommen werden. Auch für Diafilm bzw. Positive ist dieses Werkzeug nicht relevant bzw. nicht verfügbar.

Die Kratzer- und Staubentfernung via Infrarotscan

*Analog fotografieren und die Negtive im Anschluss einscannen und mittels Bildbearbeitung bearbeiten: Das ist die Hybride Fotografie. Und genau um dieses Thema geht es sehr ausführlich in diesem Buch. Hier schreibt kein Computerfritze sondern ein erfahrener Fotograf, welcher weiterhin seine analogen Kameras nutzt und die Negative digitalisiert. Sie lernen die unterschiedlichen Scanner kennen und die Vorgehensweisen zur (für analoge Bilder nötigen) Bildbearbeitung am heimischen Computer. Was alles in diesem Fachbuch auf Sie wartet, können Sie durch einen Blick hinein auf Amazon erkunden.

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Viele Fotofreunde digitalisieren ihre Filme heute mittels einem Leuchttisch, einem Makroobjektiv und einer hochauflösenden Digitalkamera auf einem Stativ mit umdrehbarer Mittelsäule. Sie verzichten dabei auf den nicht gerade billigen Filmscanner. Hat man sich eine entsprechende Konstruktion gebaut, funktioniert dies auch gut. Man muss dann eben im Dunkeln fotografieren und man muss ein gutes Grafikprogramm wie z. B. Photoshop, Lightroom oder Gimp beherrschen. Der große Nachteil bei der Methode der Filmdigitalisierung via Digitalkamera ist, dass die Kamera Staub und Kratzer auf den Filmen nicht von den tatsächlichen Bildinformationen unterscheiden kann. Jedes einzelne Foto muss dann per Hand im Nachhinein retuschiert werden, was insbesondere bei einem hohen Durchsatz zu einer durchaus frustrierenden Angelegenheit werden kann.

Gute Filmscanner wie mein Epson V750 Pro besitzen hierfür eine sehr spezielle Funktion, welche – je nach Hersteller – anders heißt. Epson nennt sie „Digital ICE Technologie“ und dies funktioniert so: Nach dem eigentlichen Scan des Filmes fährt das Objektiv im Scanner zurück, es macht „Klack“ und ein erneuter Scan wird initialisiert: Diesmal mit (für den Menschen unsichtbarem) Infrarotlicht. Dieses Licht nimmt jegliche Kratzer, jeglichen Schmutz und Staub auf dem Film auf. Diese Daten werden dann an eine Scan-Software wie SilverFast übermittelt und das Programm ist dann in der Lage, diese Informationen von den eigentlichen Bildinformationen (aus dem Scan davor) sauber zu trennen.

SilverFast hat hierzu ein Werkzeug namens „iSRD„. Die Staub- und Kratzerentfernung funktioniert jedoch nur bei Farbnegativfilmen sowie Diafilmen und bedingt bei den alten Kodachrome-Filmen. Für S/W-Filme bietet das Programm das Werkzeug „SRDx“ an, welches jedoch ohne dem Infrarotkanal auskommen muss.

Staub auf einem Negativ

Auf diesem Foto sehen Sie, wie sich Staub bei einem digitalisierten Farbnegativfilm bemerkbar macht. Im Werkzeug „iSRD“ wurde der Modus „Defekte im Original“ eingestellt, damit man eben jene zunächst erkennen kann.

ein Infrarotscan

Als nächstes wurde der Modus „Defekte markiert“ aktiviert. Nun wird genau dies markiert, was der vorige Infrarotscan als Defekte bzw. Staub „wahrgenommen“ hatte. Diese Erkennung arbeitet äußerst genau: Plötzlich fallen einem winzige Kratzer und Störungen auf, die man vorher gar nicht gesehen hat. Und nun folgt die automatische Entfernung dieser vielen Defekte:

Entfernen von Staub via iSRD

Nun wurde im iSRD-Werkzeug unter Modus „Automatikmodus“ eingestellt. Nach etwas Rechnen (je nach Auflösung und Grad der Verschmutzung) werden alle Störungen in einer Präzision entfernt, wie man sie händisch nur mit sehr viel Freizeit erreichen würde.

Manueller Eingriff und Radiergummi

In SilverFast Ai Studio 8.8 hat man zudem noch die Möglichkeit, manuell in den iSRD-Reparaturvorgang einzugreifen. Mit dem „Radiergummi“ kann man bestimmte Bildbereiche von der Reparatur ausschließen und man kann den Grad der Staubentfernung mittels Schiebereglern steuern. Dies ist insbesondere beim Scannen von Kodachrome-Filmen relevant. Denn hier kann es – technisch bedingt – zu kleinen Artefakten bei der Kratzerentfernung via Infrarotkanal kommen. Sollten diese Irritationen auftreten, kann man entsprechende Bereiche mittels „Radiergummi“ von der Korrektur ausnehmen. Bei S/W-Filmen – dies sollte bekannt sein – funktioniert die Infrarotreinigung grundsätzlich nicht, da hier die Bilder aus Silberhalogenid zusammen gesetzt werden, welches das Infrarotlicht reflektiert. Dieser Modus ist jedoch umso idealer bei gewöhnlichen Farbnegativfilmen bzw. normalen Dias.

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Farbkorrektur mit der Pipette

Das Ausfiltern von Farbfilmen war bereits in den Zeiten, in denen Farbfotografien im Labor angefertigt (vergrößert) wurden, der Vorgang, welcher vom Laboranten am meisten Zeit, Erfahrung und Geduld voraussetzte – und nicht selten für Verzweiflung sorgte. Die digitale Bildbearbeitung nimmt dem Fotografen an dieser Stelle viel Arbeit ab: Ein weiteres, wichtiges Werkzeug unter SilverFast ist für mich das Modul „Neutral-Pipette“:

die Neutralpunkt-Pipette

Man klickt hierzu mit der Pipette in einen Bildbereich, welcher möglichst keine Eigenfarbe besitzt. Vielleicht kennen Sie die Funktion des manuellen Weißabgleiches bei besseren Digitalkameras. Die Neutral-Pipette ist das Äquivalent dazu. Bei meinem Beispielfoto wählte ich diese Steine als Pipettenpunkt aus, denn ich weiß, dass jene Felsen in natura nahezu grau sind. Andere relevante Punkte wären z. B. der Stamm einer Birke, ein Treppenabsatz aus Beton oder ein Autoreifen. Idealerweise fotografiert man gleich eine Graukarte mit, welche man entweder später heraus retuschiert oder, sofern man sie am Bildrand positionierte, wegschneidet.

Scrollen Sie noch einmal etwas hoch und vergleichen Sie das Beispielfoto mit den oberen Versionen ohne Farbkorrektur via Neutral-Pipette. Bei der Aufnahme des Motivs herrschte ein warmes Herbstlicht vor. Genau diese Stimmung wird nun wieder hergestellt – mit nur einen einzigen Klick! Sollte Ihr Motiv jedoch keine Stelle besitzen, welche in natura keinerlei Farbinformationen besitzt (z. B. ein roter Luftballon vor blauem Grund), müssen Sie auf die Pipettenfunktion verzichten und die Farben z. B. mit dem Werkzeug Negafix nach Sicht korrigieren, falls nötig.

Es können übrigens mehrere neutrale Stellen im Motiv markiert werden. Im dazugehörigen Werkzeugfenster können jene dann auch wieder gelöscht werden (Papierkorb-Symbol).

Hinweis: Auch diese Funktion ist bei einem RAW-Scan freilich nicht relevant sondern wird später im Konverter ausgeführt.

ME – Multi-Exposure bzw. Mehrfachscan

*Mit dem neuen Epson V800 kann man Negative und Dias scannen, welche fast so eine hohe Auflösung besitzen wie ein "Profi-Scanner", bereits mit der Standard-Software. Man muss sich hierfür jedoch auch in gewisse Scann-Techniken belesen (Suchfunktion dieser Seite). Auf Amazon gibt es die Epson-Perfection-Serie zum günstigen Preis.

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Ein weiteres, interessantes Werkzeug ist „ME“ (Multi-Exposure): Die Funktion zum Mehrfachscan. Ist die Mehrfachbelichtung aktiviert (roter Punkt über dem „ME-Symbol“ in der Seitenleiste des Hauptfensters) findet für jedes Motiv ein zweiter, längerer Scan statt.
Wozu ein zweiter Durchgang? Durch das ME-Werkzeug bzw. durch einen Mehrfachscan besitzt die digitale Datei mehr Farbabstufungen / Grauabstufungen. Das menschliche Auge kann jene (in dieser Menge) gar nicht wahrnehmen. Doch bearbeitet man Bilder, kann ein solcher Zweitscan dafür sorgen, dass es weniger oder gar nicht zu den berüchtigten „Farbabrissen“ kommt.
Bei einem Filmscanner ist der sichtbare Vorteil jedoch um so geringer, je besser der Scanner ist bzw. je höher die Qualität bereits bei einem „normalen“ Durchlauf ist. Bei meinem Epson 750 Pro sehe ich keinen Unterschied zwischen einem einzelnen und einem Mehrfachscan. Inwiefern hier ein Vorteil in puncto „Farbabrisse“ oder „Ausfressen“ in der Bildbearbeitung erlangt werden kann, muss ich noch testen. Im Moment verzichte ich noch auf diese Funktion.

Die Ansicht des Vorschauscans vergrößern

Nun habe ich bereits einige mir wichtige oder interessante Funktionen von SilverFast Ai Studio 8 demonstriert. Viele Werkzeuge lassen sich jedoch nur gescheit bedienen, wenn das Vorschaubild (bzw. ein Ausschnitt davon) genügend groß zur Ansicht bereit steht. Hierfür gibt es bei einigen Werkzeugen drei Schaltflächen:

Die Wahl zwischen der HQ-Ansicht und der 1:1-Ansicht hängt von der Leistung des Computers ab und von der Auflösung, in welcher digitalisiert werden soll. Grundsätzlich stelle ich insbesondere an dieser Stelle eine merkliche Verbesserung der Software gegenüber meiner alten 6er-Version fest. Mit meinem doch recht leistungsstarken Computer kann ich mich mittels dem Navigator quer durch das Bild in hoher Auflösung „bewegen“ und sehe jegliche eingestellten Korrekturen in Echtzeit. Bei leistungsschwächeren Rechnern und bei einer hohen Scan-Auflösung sollte man eher zur 1:1-Ansicht greifen.

Übrigens: Unter Windows kann zwischen der Ansicht „ganzer Scan-Halter“ und Vollansicht des jeweiligen markierten Rahmens mit der Tastenkombination „Strg-“ bzw. „Strg+“ gewechselt werden.

Scannen unter SilverFast im RAW-Modus

Mehrfach hatte ich das Thema bereits angeschnitten: Sie können mit der SilverFast Archive Suite 8 die beiden Vorgänge, welche beim Scannen von analogem Filmmaterial notwendig sind – das eigentliche Digitalisieren sowie die individuelle Bildanpassung – zeitlich voneinander trennen! Dies funktioniert grob nach folgendem Schema:

  1. Sie legen nacheinander Ihre Filme in die Filmhalter des Scanners und nehmen mit SilverFast SE Plus oder SilverFast Ai je eine reine Digitalisierung im Rohformat (RAW) vor, also ohne dass Sie sich hier Gedanken über Helligkeits-, Kontrast- und Farbanpassungen machen müssen. Diese Punkte sind im RAW-Modus von SilverFast ausgegraut. Die Rohdaten speichern Sie zunächst einfach ab und können den Scanner wieder wegstellen.

    Hinweis: Die günstigste SilverFast-Version „SE“ (ohne Plus) besitzt den RAW-Modus bzw. HDR- / HDRi-Modus nicht.

  2. Später öffnen Sie diese Dateien im Programm SilverFast HDR Studio. Erst hier erfolgt die jeweilige, individuelle Bildeinstellung mit den selben Werkzeugen, wie sie auch das Scan-Programm bietet.

Das Einlesen der Filme im RAW-Format bietet also zwei Vorteile gegenüber eines abschließenden Workflows:

SilverFast bietet zwei RAW-Modi an:

Wie erstelle ich unter SilverFast jene RAW-Daten?

Diese Funktion ist etwas „unspektakulär“ versteckt: Man klickt oben in der Seitenleiste auf das Symbol mit der Palme. Hier wählt man dann entweder den Punkt HDR 64 Bit oder eben HDRi 64 Bit, wenn man Farbnegative oder Kodachrome-Filme scannen möchte. Danach werden viele Werkzeuge automatisch deaktiviert bzw. sind nicht mehr bedienbar, da diese ja für das Rohformat nicht relevant sind sondern erst wieder später im RAW-Konverter relevant sein werden.

Die Rohscans können Sie im Format „Tif“ oder „DNG“ abspeichern. Je nach Auflösung beanspruchen diese Grafikformate relativ viel Platz auf Ihrer Festplatte. Apropos Auflösung: Im Gegensatz zu fast allen anderen Einstellungen müssen Sie die Scan-Auflösung für den HDR- bzw. HDRi-Modus durchaus definieren! Ich wähle hier immer eine sehr hohe (z. B. 3200 DPI), da ich genügend Platz auf der Festplatte habe. Bei einer geringeren Auflösung kann jedoch schneller gescannt werden. Bei vielen Bildern / Filmen nutzen Sie einfach die Stapelscan-Funktion und lassen den Scanner in Ruhe vor sich hin arbeiten. Er legt ihnen so nach und nach unbearbeitete und verlustfreie RAW-Dateien an.

Der RAW-Konverter HDR Studio

Ist der erste Schritt, die reine Digitalisierung aller Filme, abgeschlossen, können die einzelnen Bilddateien im HDR- oder HDRi-Modus mit dem passenden RAW-Konverter geöffnet- bzw. bearbeitet werden. Dieses Programm heißt „SilverFast HDR Studio“:

RAW-Konverter von Silverfast

Die Programmoberfläche ähnelt natürlich sehr der vom eigentlichen Scannprogramm. Nur der Knopf „Scannen“ fehlt und wird hier ersetzt mit dem Button „Verarbeiten“: Da ja bereits digitalisiert wurde, müssen diese Roh-Daten im RAW-Konverter bearbeitet- und als letzten Schritt verarbeitet- bzw. „heraus gerechnet“ werden.

Wie durch den Screenshot ersichtlich, beinhaltet HDR Studio jegliche Werkzeuge, die man bereits von SilverFast SE bzw. Ai kennt. Die RAW-Datei kann also genau so verarbeitet werden wie ein tatsächlicher Scan. Im Bild habe ich das Werkzeug „iSRD“ geöffnet bzw. lasse mir alle Infrarotkanal-Markierungen gewisser Kratzer oder Staubkörner anzeigen. Diese können bequem entfernt werden oder aber ich entschließe mich, dies nicht zu machen. Ich kann diesen Schritt – dank HDRi – ja auch später noch tun.
Auch das oben bereits erwähnte Werkzeug „Negafix“ taucht hier wieder auf. Hier kann ich – ganz nach Gusto – verschiedene Filmprofile ausprobieren und muss mir keine Gedanken machen, dass hiervon die original RAW-Datei verändert wird. Auch das Scharfzeichnen und jegliche Farbkorrekturen werden nun erst in HDR Studio vorgenommen. Die Roh-Datei bleibt davon unberührt. Das Ergebnis wird immer in eine zweite Datei „heraus gerechnet“, zum Beispiel in eine gering aufgelöste JPG-Datei für das Internet. Die Änderungen (also die Informationen) können jedoch in „Jobs“ gespeichert werden, damit man nicht jedes Mal von vorne beginnen muss, wenn man die Original-Dateien im Konverter erneut öffnet.

Ich hatte auch einmal versucht, die RAW-Tifs (bzw. DNGs) im RAW-Konverter von Photoshop zu öffnen. Hie besteht jedoch keine Kompatibilität: Man bekommt ein reines Negativ zu sehen. Die eingebetteten Informationen des Infrarotscanns sind im Photoshop-RAW-Konverter natürlich ohnehin nicht auslesbar bzw. verwertbar.

Noch ein Hinweis: Wer die „Datei-Öffnen-Funktion“ sucht, diese befindet sich hinter der „Glühbirne“. Man kann auch doppelt ins Bild klicken und der interne „Dateiexplorer“ öffnet sich.

Übrigens: HDR Studio bringt noch eine weitere, nicht ganz unwichtige Funktion mit: Das „Clone-Tool“. Dieses Werkzeug kennen Sie vielleicht als „Stempel“ von Photoshop. Hiermit lassen sich meist sehr effektiv Störungen oder „unerwünschte“ Elemente aus den Fotos retuschieren (denken Sie an die Graukarte, die Sie vielleicht beim nächsten Mal zwecks Farbkorrektur via Neutral-Pipette mitfotografieren).

Zur IT8-Kalibrierung

Da die Funktion „IT8“ für die Meisten wahrscheinlich eher für Stirnrunzeln und Schulterzucken sorgen wird, soll deswegen hier noch kurz darauf eingegangen werden: Silverfast bringt ja bereits einige „Presets“ für bestimmte Filmtypen mit. Hier werden Tonwerte und Farben grob an je einen Filmtyp (z. B. Kodak Ektar) angepasst. Für Diafilme und Aufsichtvorlagen (z. B. Fotopapier) kann man noch einen Schritt weiter gehen und für den Scanner und SilverFast ein individuelles Farbprofil erstellen und zwar mittels einem sogenannten „IT8-Target“.

zwei IT8-Targets

Sie wollen mehr über das Kalibrieren der Scanner-Hardware mittels „Testbildern“ erfahren? Lesen Sie hierzu meinen Artikel Mit SilverFast und IT8-Targets den eigenen Scanner profilieren.

Dies ist ein Dia (oder ein Papier) auf dem eine ganz bestimmte Farbtafel einbelichtet ist (siehe die Abbildung). Dieses „Target“ ist der Ist-Wert. Sie scannen es einfach mit der IT8-Kalibrierungsfunktion von Silverfast ein. Nun gehört zu einem solchen Ist-Wert ein ganz genauer Soll-Wert: Dies sind einfach Informationen, die dem Programm anhand einer Datenbank vorliegen. So eine Information kann sein: „ein reines Rot hat genau den Wert XYZ“. Da Sie bereits das Target gescannt haben, kann SilverFast beides vergleichen: Den Ist- mit dem Soll-Wert. Es wird freilich geringe Unterschiede bzw. Abweichungen feststellen. Aus diesen Unterschieden errechnet das Programm dann ein individuelles Farbprofil, welches nur für den jeweiligen Scanner gilt und sozusagen einen Korrekturwert darstellt. Dieses Farbprofil kann dann geladen werden und man hat dann je die optimale Farbdarstellung des jeweiligen Filmes / der jeweiligen Aufsichtsvorlage.

Der Vorteil eines solchen IT8-Targets bzw. einer exakten Profilierung des Systems ist eine rein „mathematische“ Kalibrierung: Man muss dies (Farb- und Helligkeitsanpassung) nicht mehr nach Auge tun oder die Farbanpassung einer Automatik überlassen (die, je nach Motiv, auch einmal daneben liegen kann). Jedoch kosten solche Targets durchaus Geld und man benötigt eines für Diafilm, eines für Aufsichtvorlagen, eines für Kodachrome (falls man denn alle drei Typen scannen möchte). Für Farbnegativfilm bzw. S/W-Film gibt es jedoch keine IT8-Targets bzw. funktioniert diese Technik hierbei nicht. Hier kann unter SilverFast weiterhin mit dem Werkzeug „NegaFix“ gearbeitet werden.

Auch Monitore werden auf ähnliche Weise profiliert, wie auch Drucker und Digitalkameras. Ich selbst komme mit einem guten, profilierten („kalibrierten“) Monitor auch zum Ziel. Jedoch passe ich Farben stets im Halbdunkeln an und achte darauf, dass ich dabei nicht müde bin: Das eigene Gehirn, die Augen schwanken nämlich manchmal, was das Farbempfinden anbelangt. Ein Target bzw. die IT8-Funktion des Scann-Programms nicht.

Verbesserungen

*Das Lehrbuch Digilog möchte eine feste Brücke zwischen der analogen S/W-Aufnahme und der hochwertigen digitalen Bildbearbeitung am Computer sein. Die Fotografien werden nach ganz ähnlichen Maßstäben am Computer "entwickelt" wie in der Dunkelkammer: Die Parallelen sind oft erstaunlich. Bei Amazon.

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Wie man sieht, beschäftige ich mich schon seit längerem mit SilverFast und ich nutze es primär zum Scannen von Dias, Filmen oder auch Aufsichtvorlagen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Programm, habe als Nutzer jedoch auch ein paar Verbesserungswünsche. Als erstes fällt natürlich das Design der Benutzeroberfläche auf. Dieser Punkt hat zwar nichts mit der Funktionalität an sich zu tun. Ein modernes, klares „Flatdesign“ wäre mir persönlich jedoch lieber.
Deutlichere Symbole wären sicher nicht verkehrt, die darauf hinweisen, dass bestimmte Werkzeuge nun aktiv oder inaktiv eingestellt sind. Die Mini-Häkchen und Mini-Punkte übersehe ich manchmal. Und dann wäre da natürlich noch der Bug im Negafix-Modul“, dass sich beim Verschieben der beiden Regler für Schatten und Glanzlichter die beiden Grenzen je Farbkanal manchmal nicht parallel ändern. Ansonsten sind SilverFast Ai Studio, welches ich benutze bzw. der dazugehörige RAW-Konverter „HDR Studio“ (bzw. die gesamte „Archive Suite“) hochwertige Programme, welche auch professionellen Ansprüchen genügen.

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Artikeldatum: 7.11.2017 / letzte Änderung: 21. November 2017

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leider noch keine Anmerkungen

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.




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