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Konzertfotografie mit Blitz: Einstellungen an der analogen Kamera


Jüngst war ich wieder einmal auf einem kleinen Konzert zugegen und nahm diesmal meine analoge Kleinbildkamera mit. Zum Fotografieren nutzte ich einen Blitz sowie den Kodak T-Max-400 Film, den ich später in Rodinal entwickelte. Hier beschreibe ich einmal die Einstellungen an meiner Kamera.

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Das frontal angeblitzte S/W-Foto besitzt meiner Meinung nach – trotz der geteilten Meinung bezüglich der Verwendung von Blitzgeräten – einen ganz besonderen „Charme“. Damit meine ich aber weniger ein glattes Digitalfoto, sondern so eine richtig schöne körnige analoge Fotografie.

Insbesondere in der Konzertfotografie ist dieser harte und kühle „Look“ oftmals sehr passend, sind wir doch auch durch so manch bekannte Fotografie vergangener Zeiten (und von vergangenen Bands) gewissermaßen entsprechend visuell geprägt. Man denke hierbei z. B. an die berühmten Live-Fotografien von Charles Peterson aus der Zeit Anfang der 1990er Jahre (Stichwort Nirvana). Der frontale Blitz und das klassische Schwarzweiß eignet sich meiner Meinung nah insbesondere bei etwas ruppigeren Bands bzw. bei einem solchen Publikum.

Konzertfotografie mit Blitzgerät

eine analoge Konzertfotografie mit Blitz auf Kodak 400-ISO-Film, entwickelt in Rodinal-Negativentwickler

Viele Fotografen verzichten bei Konzerten bewusst auf den Blitz. Dies liegt zunächst natürlich einem gewissen Geschmack zugrunde, was das Licht angeht: Bei der Verwendung von Blitzlicht kommt das Licht immer von vorne und betont den Vordergrund, während der Hintergrund dunkler abgebildet wird. Nutzt man hingegen die reine Bühnenbeleuchtung, kann man viel mehr mit Schatten und Licht „spielen“. Voraussetzung ist natürlich, dass die Bühnentechniker ein solches Licht eingerichtet haben. Das Problem bei der Verwendung dieses Available Light: Es muss mit sehr hohen ISO-Werten fotografiert werden, der Film muss nicht selten beim Entwickeln gepusht werden (verlängerte Entwicklung, um Kontrastverlust bei Unterbelichtung auszugleichen). Den Ansatz „schöne Grauwerte“ kann man dann schon einmal vergessen. Denn das Bühnenlicht ist freilich stets relativ dunkel. Dem möchte man entgegen wirken, indem man ein lichtstarkes Objektiv verwendet bzw. auf dem Konzert bei offener Blende fotografiert.

*Der Kodak Tri-X ist der Filmklassiker schlechthin: ein höher empfindlicher S/W-Film (400 ISO), welcher den klassischen analogen Look liefert und in mehreren Filmformaten erhältlich ist. Er ist als DER Reportagefilm in die Geschichte eingegangen und ihn gibt es heute immer noch. Bei Amazon am besten die günstigeren Händlerpreise beachten.

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Dies wiederum bedeutet, dass man punktuell genau scharf stellen muss. In einem dunklen Raum mitten in einem Publikum, welches sich benimmt wie das oben abgebildete, ist so etwas aber weniger mit Freude verbunden und es ist hierbei schwierig, den richtigen Moment mit dem Foto zu treffen: Man ist zu sehr mit dem Einstellen des Fokus beschäftigt. Hier sind natürlich Kameras mit Autofokus im Vorteil. Doch ob ein solcher bei der Dunkelheit schnell- bzw. präzise genug funktioniert?
Und natürlich: Man riskiert beim Einsatz von Blitzlicht, dass die Musiker plötzlich genervt aufhören zu spielen, auf dich zeigen, alle rüberglotzen und du dem Saal verwiesen wirst. So schlimm wird es freilich nicht sein. Dennoch halten manche sich bei der Konzertfotografie vielleicht lieber zurück bzw. möchten ohne aufzufallen (ohne Blitz) die Band fotografieren.

Mag man jedoch den klassischen Blitzlook, vielleicht sogar analog auf S/W-Film, welchen man anschließend in einem Entwickler entwickelt, der das Filmkorn betont, dann ist man bei der Konzertfotogfrafie durchaus im Vorteil. Tatsächlich kann es dann ganz leicht sein und man muss sich während des Fotografierens nicht ständig mit gewissen Kameraeinstellungen ablenken, sondern kann sich ganz auf die Szenerie selbst konzentrieren. Idealerweise kann man hier den Fotoapparat wie eine „Point-und-Shoot-Kamera“ nutzen, wie ich es bei der Konzertfotografie am liebsten tue.
Nun sollen also einige Tipps folgen, wie ich mit analoger Kamera und mit dem Blitzgerät am liebsten solche Livebands (und manchmal auch das Publikum) fotografiere.

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Die Band studieren, Live-Videos ansehen

Der erste Tipp bezüglich der gelungenen Konzertfotografie bezieht sich zunächst gar nicht auf Technik. Viele Musiker haben bestimmte Marotten oder einfach nur gewisse Showeinlagen, die sie immer wieder bringen, z. B. bei ganz bestimmten Songs. So etwas sollte man natürlich wissen. Denn dann kann man gezielt darauf warten und im richtigen Moment auslösen. Wenn man die Band kaum kennt, dann kann man sich einmal im Internet Livevideos ansehen und sozusagen das Verhalten der Musiker schon vorher studieren und sich entsprechend darauf einrichten.

Bandfoto

Der Sänger Jens dieser Band wedelt beispielsweise irgendwann gerne so seltsam mit den Händen in der Luft herum, was ich schon von einem vorherigen Konzert kannte und was mir gefiel. Mit der Kamera am Auge hatte ich dann darauf gewartet und in einem der entsprechenden Momente abgedrückt.

Bei diesem Konzert konnte ich auch auf die Setlist schielen, die da auf der Bühne lag (ich kannte die meisten Songs). So wusste ich, wann die beliebtesten Stücke dieser Gruppe kommen und verstaute meine Kamera zunächst wieder in der Schultertasche (man möchte ja auch ein Bier trinken). Vor den entsprechenden Stücken (wenn es richtig rund geht), holte ich die Kamera wieder heraus. Es ist immer gut, bei der Konzertfotografie gewisse Höhepunkte vorher einschätzen zu können. Ganz am Anfang der Auftritte fotografiere ich nie. Das ist wie bei der griechischen Tragödie: Frühestens ab Akt 2 fängt es an, interessant zu werden.

Nah ran gehen

Bei diesem Auftritt in der Kaschemme konnte ich richtig nah an die Bühne heran gehen bzw. mich teils mit meiner alten Nikon sogar neben die Monitorlautsprecher setzen. Das störte niemanden. Sicherlich ist dies nicht immer möglich. Doch Aufnahmen eines Konzertes von ganz hinten mit einem Teleobjektiv werden viel flacher aussehen, als würde man – so wie ich – mit einem Weitwinkel nahe an die Musiker heran treten. So bekommt man eine gewisse „Dynamik“ in die Fotografien. Dieser Punkt ist nicht unwichtig. Gehe möglichst nah heran.

Leider kam ich bei meinem Konzert ungefähr 20 Jahre zu spät: Zumindest den älteren Musikern ist der Punk offenbar längst abhanden gekommen und vielleicht spielen sie nur noch, um in der Künstlersozialkasse bleiben zu können. Man weiß es nicht. Aber weiter im Programm:

ISO-Wert: Einen 400-ASA-Film nutzen

Für mich war vornherein schon klar: Ich werde für diese Bilder einen S/W-Film nutzen, welcher eine Empfindlichkeit von 400 ASA (ISO) aufweist.

Kodak T-Max-Film in Rodinal entwickelt

Ich nutzte einen S/W-Film mit einer höheren Empfindlichkeit von 400 ISO. Anschließend entwickelte ich diesen (Kodak Tmax 400) im „berühmten“ Negativentwickler „Rodinal“. So erhält man den klassischen analogen Look.

*Der Kodak T-MAX 400 ist ein S/W-Film höherer Empfindlichkeit. Im Gegensatz zum TriX oder zum Ilford HP5 ist das Filmkorn noch relativ fein. Der ideale Kompromiss zwischen hoher Auflösung und hoher Empfindlichkeit. Bei Amazon zum günstigen Preis.

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Filme mit dieser höheren Empfindlichkeit (siehe → Filmtypen) haben ja nur einen einzigen Nachteil: Sie bilden etwas körniger ab (als ein 100-ASA-Film) bzw. besitzen eine geringere Auflösung. Dieses Korn jedoch ist mir bei solchen Fotografien nicht unwichtig: Ich wollte es durchaus sichtbar haben (auch bei kleineren Abzügen). Puristen wählen hierzu einen klassischen S/W-Film wie den Ilford HP5 oder den Kodak Tri-X. Doch in Kombination mit meinem hierzu bevorzugten Negativentwickler „Rodinal“ (bzw. dem Nachbau „APH 09“) wären mir die Ergebnisse dann wieder zu körnig gewesen. Der T-Max 400 stellt da einen guten Kompromiss dar. Gerne wird ein solcher 400er Film auch gepusht (siehe → Film pushen), um eine noch höhere (Pseudo-) Empfindlichkeit zu erlangen. Dies musste ich freilich – dank Blitzlicht – nicht tun: Ich habe zumeist die gesamte Schattenzeichnung abbilden können.

Doch der grundlegende Vorteil eines 400-ISO-Filmes wie beim Tmax ist in der Praxis natürlich, dass ich die Blende des Objektives etwas weiter schließen kann. Dies wiederum bedeutet eine höhere Schärfentiefe: Ich musste mich bei den Aufnahmen dieser Konzertfotografien weniger um eine exakte Fokussierung kümmern. Ich konnte mich mehr dem eigentlichen Geschehen widmen bzw. auf die „richtigen“ Momente warten. Ich hatte am Objektiv einfach eine geschätzte Entfernung eingestellt. Dies reichte bei jeder Aufnahme aus und somit hatte ich einen Faktor weniger zu beachten, welcher vom eigentlichen Fotografieren ablenkt – Wo es doch hier so hektisch zuging.

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Ein Weitwinkelobjektiv verwenden

Eben noch hatte ich es bereits angeschnitten: Nah heran gehen. Dies geht natürlich nur mit einem Weitwinkelobjektiv, wenn man bei einer solchen Nähe genügend viel abbilden möchte. Ich nutze hierzu bei Konzertfotografien wie die abgebildeten ausschließlich das 28-mm-Objektiv. Für jede analoge Kamera, bei der man Wechselobjektive nutzen kann, wird der Hersteller ein Objektiv mit einer Brennweite von 28 mm im Programm (gehabt) haben. Für meine Nikon nutze ich das Nikkor 28 mm 1:3.5. Im Gegensatz zu noch stärkeren Weitwinkelobjektiven sind die 28er noch günstig genug zu erstehen und: sie verzerren nicht an den Rändern. Für Landschaften und Engtanz ist hier das 28er ideal.

das Nikkor 28 mm Objektiv

Mittendrin mit dem 28mm Nikkor. Zwei Merkmale des frontalen Blitzlichtes werden hier besonders gut sichtbar: Der hohe Mikrokontrast durch winzigste Schatten bzw. die hohe Schärfeabbildung und: Die Eigenschaft, dass der Vordergrund stets heller abgebildet wird als der Hintergrund.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei der Verwendung eines Weitwinkels: Auch hier muss man nicht so genau fokussieren! Dadurch, dass der Abbildungsmaßstab bei Objektiven dieser Bauart relativ gering ist (alles ist kleiner, aber dafür ist mehr drauf auf dem Bild), ist die Schärfentiefe deutlich höher als bei einem z. B. 50-mm-Objektiv. Insbesondere bei der Konzertfotografie, wo es schnell gehen muss, oder bei der „Street-Fotografie“ ist dies ein sehr angenehmer Vorteil in der Praxis. Man muss sich einfach weniger um das exakte Scharfstellen kümmern.

*Nur ein einziger Blitz - dies ist die Prämisse bei diesem Buch. Der Autor vermittelt Techniken, mittels derer man mit möglichst minimalistischem Setting dennoch zu aussagekräftigen Fotografien gelangt, eben nur mit einem einzigen Blitzgerät. Bei Amazon kann man einen Blick in dieses Buch werfen.

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Ein Beispiel zu den Einstellungen: Stelle ich das Nikkor für meine Nikon fest auf 2 Meter ein und blende auf Blende 8 ab, dann reicht die Schärfentiefe von ca. 1,5 Meter bis 5 Meter! Schaut man sich meine Konzertfoto-Beispielbilder an, dann sieht man, dass ich mit genau dieser einen Einstellung über den gesamten Abend kam. Voraussetzung ist hierbei natürlich das Blitzlicht, welches genügend helles Licht lieferte, damit ich auf Blende 8 bei einem 400-ASA-Film abblenden konnte:

Einen kompatiblen Blitz nutzen

Einige Leser werden hier vielleicht aussteigen: Blitzlicht ist bei einigen Fotofreunden nicht gerade beliebt. Das ist Geschmackssache. Ich persönlich mag den direkt eingesetzten Blitz in Kombination mit einem körnigen S/W-Film bzw. bei der analogen Fotografie. Digital würden die Bilder in diesem Sinne wohl weniger vorteilhaft aussehen. Und: Eine Jazzsängerin würde sicherlich mit einem Streiflicht vom Bühnenscheinwerfer vorteilhafter abgebildet. So einer rüden Punkrockgruppe steht das derbe frontale Blitzlicht aber nicht schlecht, finde ich.

Blitzlicht in der Konzertfotografie

Der Vorteil hierbei auch: Man hält tatsächlich einen Sekundenbruchteil fest. Das Blitzlicht leuchtet ja tatsächlich nur für einen solchen Sekundenbruchteil (z. B. 1/2000 Sekunde). Dies ist insbesondere bei ziemlich zackigen Bewegungen auf der Bühne oder im Publikum von Vorteil (bei „Available-Light“ [reines Bühnenlicht] wären die Menschen verschwommen wiedergegeben). Doch wie bereits angemerkt: Dieses (Blitz-) Licht eignet sich nicht für jede Art der Konzertfotografie.

Zwar gibt es einige Techniken, damit ein auf der Kamera installiertes Blitzlicht bzw. die damit gemachten Fotos nicht genau nach diesem aussehen (indirekter Blitz). Hierzu sind aber weiße Wände vonnöten, welche sich als Reflektor anbieten. In diesem Schuppen gab es so etwas nicht. Alles war schwarz angepinselt. Man hätte den Blitz per Funk entfesseln können, aber als Konzertbesucher kann man hier schlecht seine eigene Technik installieren. Blieb also nur noch der simple, direkte Aufsteckblitz auf meiner Nikon:

eine Nikon FE2 mit einem Blitz von Metz

Während der Aufnahmen war der drehbare Blitzkopf natürlich nach vorne gerichtet. Meine Nikon FE2 besitzt bereits eine Eigenschaft, die viele ältere mechanische analoge Kameras noch nicht haben: Einen Aufsteckblitz mittels „TTL-Signale“ automatisch steuern zu können (das Blitzgerät muss hierzu kompatibel sein). Man erkennt diese Funktionalität daran, wenn der Blitzschuh mehr als nur einen einzigen Mittenpin aufweist. Bei einer solchen Kamera kann man also einstellen, was man will (ISO, Blende, Belichtungszeit) und der Blitz passt dessen Leistung ganz automatisch darauf an. Dies (TTL-Blitzautomatik) ist insbesondere bei der Konzertfotografie ungemein nützlich. Denn hier möchte man sich ja am liebsten nur auf das Motiv, auf den Moment selbst konzentrieren. Der alte Metz-Blitz ist freilich auch mit dieser „TTL-Funktionalität“ kompatibel (bzw. mit dem [analogen] Nikon-Blitz-System). Er lief gänzlich im Autopiloten und alle Fotos wurden korrekt belichtet, egal was an der Kamera eingestellt wurde.

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TTL-Blitz

Ob eine Kamera bzw. ein Blitzgerät TTL-fähig ist, erkennt man daran, dass der Blitzschuh bzw. der Blitzfuß mind. drei Pins (Kontakte) aufweist. Die zusätzlichen Pins dienen zur Datenübertragung (normalerweise reicht ein [Mitten-] Pin).

Die meisten analogen Kameras (zumindest die mechanischen) besitzen besagte Funktion jedoch nicht. Doch Halt! Hierfür besitzen viele ältere Blitzgeräte eine Funktion namens „Computerblitz“. Hier müssen dem Blitzgerät jedoch zuvor zwei Informationen händisch mitgeteilt- bzw. müssen am Blitz eingestellt werden: Welchen ISO-Wert besitzt der (in der Kamera eingelegte) Film und bei welcher Blende arbeite ich? Sind diese Variablen einmal am Blitz eingestellt, kann man nun auch mit einfacheren Kameras und einfacheren Blitzgeräten völlig automatisch blitzen (siehe → der Computerblitz).

Belichtungszeit beim Blitzen

Grundsätzlich ist in dunklen Räumen (Clubs bei Konzerten) die Wahl der Belichtungszeit beim Blitzen egal, solange sie länger als die für die jeweilige Kamera zulässige „Synchronzeit“ ist. Bei vielen Kameras ist eben diese Synchronzeit durch ein Symbol beim Zeitenrad oder durch eine farbige Markierung hervorgehoben. Eine schnellere (kürzere) Zeit sollte hier nicht eingestellt sein, wird ein Blitzgerät verwendet (Balken im Bild). Aber es kann durchaus eine längere Zeit (z. B. die 1/4 Sekunde) verwendet werden! Ich verwende in der Konzertfotografie immer die 1/30 Sekunde. Denn die Wahl der Belichtungszeit steuert die Intensität des Umgebungslichtes. Durch eine etwas längere Belichtungszeit addiert sich (zusätzlich zum Blitz) noch etwas Bühenbeleuchtung hinzu auf meine Fotos. Dies kann man – für Effekte – auch übertreiben: Das Blitzlicht bildet ein scharfes Kernbild ab. Bei einer langen Belichtungszeit (z. B. 1/2 Sekunde) wird dieses Kernbild noch zusätzlich durch ein unscharfes und verschwommenes, schwächeres Bild umlagert. Ich selbst verzichte auf diesen Effekt. Einige Fotografen setzen ihn bewusst ein.

Zusammenfassung

Bei solchen Konzertfotografien, bei denen man richtig nah ran gehen kann und bei denen die Band und das Publikum durchaus etwas ruppiger auftritt, nutze ich gerne zum Fotografieren folgende Kombination:

*Die bewährten manuellen Blitzgeräte der Reihe "YN560" von Yongnuo passen auf alle analoge Kameras mit dem Standard-Blitzschuh. Mittels Tipptasten kann man Leistung und Ausleuchtwinkel in feinen Schritten steuern. Diese manuellen Blitze gibt es bei Amazon zum gewohnt günstigen Preis. Ab dem "IIIer" ist ein Funkempfänger eingebaut. Eine "Slavezelle" ist bei allen dabei.

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Durch das (starke) Blitzlicht und durch den höher empfindlichen Film kann ich das Weitwinkelobjektiv stark abblenden (Blende 8 oder gar 11). Den Fokus stelle ich manuell ein und schätze einfach grob den Abstand zur Band / zum Publikum. Ich werde eine hohe Schärfentiefe zur Verfügung haben. Dies ermöglicht mir, dass ich meine Kamera wie eine „Point-and-Shoot-Kamera“ nutzen kann: Ich kann mich einfach nur auf das Geschehen selbst konzentrieren. Hier wäre ein Motor nicht übel. Aber das manuelle Spannen der analogen Kamera ist schon ok. So viele Bilder mache ich auf Konzerten auch nicht. Stattdessen warte ich mit dem Fotoapparat am Auge auf bestimmte Gesten oder Aktionen der Band / des Publikums.
Auch, wenn ich am liebsten Mittelformatkameras nutze: In puncto Konzertfotografie ist mir die analoge Kleinbildkamera am liebsten. Noch ein Hinweis: Auf Konzerten ist es oft dunkel. Wer hier öfters mit analogen bzw. manuellen Kameras fotografieren sollte, sollte sich ggf. deutliche Markierungen auf dem Objektiv / an den Knöpfen der Kamera anbringen. Oftmals kann man die Werte im schummrigen Licht schlecht ablesen.

Hast Du / haben Sie vielleicht noch einen Schwank zu berichten, was die Konzertfotografie anbelangt? Gibt es noch weitere Tipps?
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Artikeldatum: 11.07.2017 / letzte Änderung: 13. August 2017

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eine Anmerkung bisher

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Du und freut sich über Kommentare.