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Alte und neue Blitzgeräte auf der analogen Kamera nutzen


Insbesondere bei der Porträtfotografie sind (entfesselte) Blitzgeräte äußerst sinnvoll. Doch auch zum Aufhellen von Schatten oder zum Betonen von Oberflächen kann eine „Taschensonne“ sehr nützlich sein. In diesem Artikel soll sich dem Blitzgerät auf der analogen Kamera etwas näher gewidmet werden.

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Die meisten Fotografen haben sicherlich noch nie einen Aufsteckblitz eingesetzt. Dann gibt es wiederum Praktiker, die gar nicht mehr auf Kunstlicht innerhalb ihrer Arbeiten verzichten können. Doch was bei einer Digitalkamera leicht anhand des Displays kontrollierbar ist, ist bei analogen Kameras eine Sache der Erfahrung und des Wissens: Die korrekte Belichtung des Fotos durch ein Blitzgerät.

Welche Künstler arbeiten analog viel mit dem Blitzgerät?

Dem Einsatz von „echtem“ S/W-Film in Kombination mit einem Blitzgerät können sich manche Fotokünstler offenbar nicht entziehen. Diese Kombination ergibt einen sehr speziellen Charakter, der manchmal etwas an Polizeifotos vergangener Zeiten erinnert. Der „Look“ ist hierbei recht hart (wenn man keinen „Diffusor“ nutzt oder indirekt blitzt). Schauen Sie sich doch einmal die Fotografien von Anders Persen oder Roger Ballen an. Insbesondere in der „neuen“ Modefotografie wird seit einiger Zeit wieder auf den harten Blitz gesetzt. Und natürlich gibt es viele Fotografen, die analog klassische Porträts fotografieren: Hier verschwindet die „Taschensonne“ einfach entfesselt hinter einem Blitzschirm (und das Licht wird weich).

Weiter gehen soll es hier jedoch primär mit der Technik, welche man für das Blitzen beherrschen sollte:

TTL Belichtungsautomatik

eine analoge Kamera mit Blitzgerät von Metz

Sehen Sie den Autor dieser Seite als Spiegelung im Objektiv? Solche Produktfotografien kann man einfach nur mit einem Aufsteckblitz anfertigen, dessen Kopf man zur Zimmerdecke dreht. Wenn Sie einmal mit der Technik des Blitzens richtig warm geworden sind, wollen Sie diese in Zukunft sicherlich selten missen.

*Ein kleines Blitzgerät mit manuellem Betriebsmodus und Automatik für den Preis wie eine Flasche Wein von Unomat bei Amazon.

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Modernere analoge Kameras, wie diese „Nikon FE2“, besitzen bereits eine TTL-Blitzautomatik: D. h. kompatible Blitzgeräte, wie das abgebildete „Metz 32 CT3“, werden dadurch automatisch mit Steuerimpulsen versorgt – ausgehend davon, welche ISO, Belichtungszeit oder Blende an der Kamera eingestellt ist. Der Fotograf muss sich also bei TTL-Blitzgeräten um nichts mehr selbst kümmern. Alles wird automatisch berücksichtigt.
Die meisten analogen Blitzgeräte und Kameras sind jedoch nicht mit dieser TTL-Funktion ausgestattet bzw. kompatibel. Das macht aber nichts – hier blitzt man entweder manuell oder mittels der sogenannten „Computerblitz-Automatik„. Diesen beiden Punkten wird sich etwas weiter unten in dieser Anleitung gewidmet. Zunächst solle es noch einen Überblick darüber geben, was durchaus auch mit analogen Kameras und Blitzgeräten realisierbar ist:

Den Blitz entfesseln

Foto mit einem entfesselten Blitz

Bei diesem Foto wurde das Blitzgerät entfesselt: Das Licht kommt bei dem Porträt nicht von vorn – sondern eben von der Seite – und nur daher rührt dieser von prägnanten Schatten dominierende „Look“. Ein seitlich positioniertes Blitzgerät bewirkt zudem (durch das harte Licht) einen sichtbar gesteigerten Schärfe-Eindruck.

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Belichtet wurde hier ein Agfa APX 100 mit einer Kleinbild-Messsucherkamera. Die Negative wurden im Entwickler „Kodak Xtol“ selbst entwickelt. Angestrebt werden sollte ein wirklich „harter Look“. Daher wurde vor dem Blitzgerät kein Diffusor verwendet und neben der Person auch kein „Aufheller“ platziert – Der Blitz wurde in diesem Abbruchhaus einfach rechts von der Person auf ein Fensterbrett gelegt und mittels einem Funkauslöser entfesselt ausgelöst:

Funkauslöser

Funkauslöser für ein Blitzgerät

Hier sehen Sie einen solchen Funkauslöser. Die Firma „Yongnuo“ vertreibt solche relativ günstig und die meisten sind auch mit alten, analogen Kameras kompatibel (z. B. die rein manuelle Serie „Yongnuo RF 602“ [egal ob für Canon oder Nikon deklariert]).
Mit diesem Auslöser ist es jedoch nicht möglich, die oben benannten „TTL-Automatiken“ auf einen alten „Analog-Blitz“ zu übertragen. Dies geht nur bei modernen Systemen und man kann dann bei analogen Kameras nur manuell blitzen (dazu unten etwas mehr). Der Autor verwendet das abgebildete Funk-System „Yongnuo RF602“ an vielen analogen Kameras.

Blitzkabel

ein Blitzkabel zum Entfesseln des Blitzes

Durch ein „Blitzkabel“ können TTL-Informationen zwar übertragen werden. Diese Kabeltypen sind aber relativ kurz (und daher meist unbrauchbar). Die mehrere Meter langen (viel dünneren) Kabel verfügen wohl alle nur die Möglichkeit, manuell blitzen zu können. Mit diesen Blitzkabeln gibt es irgendwann immer Probleme mit Wackelkontakten. Oder jemand stolpert darüber.

Blitz-Funkauslöser sind heute so günstig geworden, dass man auf Blitzkabel verzichten kann.

Kodak Trix mit Blitzgerät belichtet

der Glotzgutachter

*Selbst solche simplen Blitz-Funkauslöser für den Preis eines Kinobesuches das Set (bei Amazon) sind bereits ausreichend, den Blitz zu entfesseln, sofern man nicht gerade durch dicke Wände oder über sehr weite Entfernungen auslösen muss. Auf eine TTL-Funktion muss man verzichten - aber diese wird beim manuellen Blitzen ja ohnehin deaktiviert.

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Hier wurde ein Kodak TriX-S/W-Film seitlich belichtet. Das Blitzlicht kam von links. Erst durch eine solch entfesselte Lichtquelle ist es richtig möglich, Strukturen und Schattierungen abzubilden. Sicherlich stimmen Sie ein, wenn behauptet wird, der Kodak TriX ist für solche analogen S/W-Porträts ein wunderbarer Film. Doch bei dieser Fotografie ist es klar die Art des eingesetzten Lichtes, durch welches es erst zu dieser prägnanten Wirkung kommt!

Auch hier wurde das Blitzgerät (welches gerade so nicht mehr im Bild ist) mit einem Funkauslöser entfesselt. Das Foto entstand mit einer „Pentacon Six“ Mittelformatkamera mit dem bekannten „Zeiss Jena Flektogon 50 mm 1:4„. Bei solchen Sujets ist das quadratische Abbildungsformat solcher 6×6-Mittelformatkameras sehr geeignet.

Das Blitzgerät wurde einfach mit einem Funkauslöser an der Kamera ausgelöst, indem ein dazugehöriger Funkempfänger am Blitz selbst saß. Viele dieser Funkempfänger besitzen zudem ein Stativgewinde: So lässt sich die entfesselte „Taschensonne“ gut auf ein solches Stativ schrauben bzw. gut im Raum positionieren und ausrichten.

ein Blitzgerät für mehr Dramatik

*Gekonnte Lichtführung bei Porträts. In diesem Buch wird ein wesentlicher aber leider zu oft vernachlässigter Bestandteil der Porträtfotografie behandelt: Das Licht. Doch mit der Art des Lichts verändert man den Charakter einer porträtierten Person radikal: von Schlafzimmermime bis dämonisch. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Lehrbuch werfen.

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Bei dieser inszenierten Fotografie sorgten zwei Blitzgeräte für eine gewisse Dramatik: Die silhouettenhafte Darstellung der dunklen Personen kann nur aufrecht erhalten werden, wenn die hintere linke Wand hell abgebildet wird (durch den Blitz wird der nötige Kontrast geschaffen). Hier wurde also einfach ein entfesseltes Blitzgerät unter einem Lampion unten auf den Boden gestellt. Um den Ofen im Vordergrund nicht gänzlich schwarz abzubilden, wurde ein weiterer schwacher Blitz schräg davor positioniert. Zusätzlich wurde das Fensterlicht und das Licht der hängenden Lampe mit ins Bild genommen. Die Intensität letzterer steuert man über die Belichtungszeit (sie musste ca. eine Sekunde lang sein).

mehrere Blitzbirnen von Narva

Bevor der Elektronenblitz Einzug in die Fotografie fand, nutzte man sogenannte Blitzbirnen. Auf diesem Foto sehen Sie einige dieser Einwegbirnen. Sie wurden in einen Adapter gesteckt (rechts im Bild) und danach gezündet. Danach konnte man sie wegwerfen. Der Einsatz solcher Blitzbirnen ergibt heute kaum noch Sinn, wenn man einen vernünftigen, modernen Elektronenblitz sein Eigen nennt, welcher sich zudem noch manuell in der Leistung steuern lässt und / oder einen Automatik-Modus besitzt.

Einen Diffusor nutzen

ein Diffusor-Schirm für ein Blitzgerät

Eine Pentacon Six vor einem Diffusor-Schirm, hinter dem – zugegeben zur Show – just auch noch ein Blitz zündet.

*Ein solch einfaches Set aus Blitzschirm, Stativ und Blitzhalterung bekommt man mittlerweile bereits für den Preis eines Restaurantbesuches zum Beispiel bei Amazon. Fehlt nur noch ein einfacher Aufsteckblitz und ein Kabel.

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Bei dem Porträt in der „Videothek“ wurde das Blitzlicht nicht nackt eingesetzt. Der Kontrast / das Licht wäre dann viel zu hart gewesen! Stattdessen musste ein sogenannter Diffusor vor den Blitzgeräten platziert werden! Man kann hier durchaus einfach ein weißes Bettlaken benutzen (um es zwischen Blitz und Motiv zu „hängen“). Wenn man jedoch vor hat, seine analogen Kameras in Zukunft öfter mit Blitzlicht zusammen arbeiten zu lassen, was durchaus zu empfehlen ist, dann wäre es empfehlenswert, wenn man sich entweder einen „Blitzschirm“ oder ein 5-in-1-Reflektorset kauft, bei dem eben auch ein schöner großer Diffusor dabei ist. Sollte man häufig Porträts mit Kunstlicht fotografieren, dann lohnt sich das Investieren in ein Lampenstativ, einen Blitzschirm und eine entsprechende Halterung für einen Aufsteckblitz. Zum Auslösen kann man ein langes Blitzkabel nehmen oder ein Funkempfänger-Set.

ein Diffusor aus einem Bettlaken

Eine handwerkliche fotografische Kunst ist es, Kunstlicht so einzusetzen, dass man dieses als solches zunächst gar nicht wahrnimmt, dass es also sehr natürlich aussieht. Hier half ein simples Bettlaken:

durch ein Bettlaken blitzen

*Mit einem solchen "Servo-Auslöser" lässt sich ein zweites Blitzgerät als "Slave" nutzen: Sobald der Servo-Blitzschuh den "Master-Blitz" registriert, wird umgehend der zweite Blitz mit ausgelöst. Auf Amazon. So können Sie auch ohne Funk komplexe Lichtsets realisieren. Praktisch: Man kann das Blitzgerät mittels vieler dieser Würfel direkt auf ein Stativ schrauben, da oftmals ein entsprechendes Gewinde integriert ist.

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Nicht schön aber so sehen Hinterhöfe nun einmal aus – und das Werkstattfenster des kleinen Fahrradladens ist zu einem solchen ausgerichtet. Als Diffusor wurde ein simples Bettlaken gespannt. Zwei starke Blitzgeräte der Marke „Metz“ sind auf das Bettlaken gerichtet. Deren hartes Licht wird so wesentlich weicher – ganz so wie das natürliche diffuse Fensterlicht, nur dass das Blitzlicht eben wesentlich heller ist und somit ohne lange Belichtungszeiten (aus der Hand) fotografiert werden kann. Ausgelöst wurden ein Blitzgerät durch die Wände aus dem Innern des Hauses per Funk: Die analoge Kamera (eine Kiev Mittelformatkamera) bekam einen Funksender angestöpselt, der Blitz einen passenden Empfänger. Diese modernen Geräte funktionieren freilich auch mit den alten analogen Kameras! Der andere Blitz hat eine sogenannte „Servozelle“ angestöpselt. Sie reagiert auf andere Blitzgeräte und zündet sofort.

Zugegeben: Eine Digitalkamera (bzw. deren Monitor) hilft beim Aufbau und Einrichten eines solchen doch schon komplexeren Lichtarrangements ungemein! Hernach wird die richtige Kamera an die kleine Blitzanlage mit den gleichen Einstellungen (Blende, ISO, Verschlusszeit) angestöpselt. Eine Digitalkamera (bzw. ihr Histogramm) ersetzt auch den Blitzbelichtungsmesser. Nutzt man die Taschensonne jedoch direkt und ohne Diffusor bzw. Softbox, kann man sehr leicht auf eine Blitztabelle bzw. auf eine Blitzformel zurück greifen (siehe etwas weiter unten in dieser Anleitung).

Indirekt blitzen mit einem drehbaren Kopf

Es ist durchaus empfehlenswert, sich ein Blitzgerät mit drehbaren Kopf zuzulegen!

drehbarer Kopf von einem Blitzgerät

Eine analoge Kamera „Fuji GW690“ für das Mittelformat 6×9 mit einem manuellen Blitz „Yongnuo YN560 III“

*Die bewährten manuellen Blitzgeräte der Reihe "YN560" von Yongnuo passen auf alle analoge Kameras mit dem Standard-Blitzschuh. Mittels Tipptasten kann man Leistung und Ausleuchtwinkel in feinen Schritten steuern. Diese manuellen Blitze gibt es bei Amazon zum gewohnt günstigen Preis. Ab dem "IIIer" ist ein Funkempfänger eingebaut. Eine "Slavezelle" ist bei allen dabei.

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Denn durch diese Funktion kann man das Blitzlicht gegen Wände und Decken schicken! Wozu das gut sein soll? Die winzige, punktuelle – und dadurch sehr harte – Lichtquelle verwandelt sich in eine voluminöse Lichtwanne! Sie können dadurch z. B. Personen fotografieren und die Bilder werden fast so wirken, als hätten Sie einen echten Studioblitz mit „Softbox“ verwendet. Dieser Effekt ist jedoch sehr von den Räumlichkeiten abhängig. So bringen in dieser Hinsicht recht kleine Räume den Nachteil mit sich, dass das so über einen drehbaren Kopf gestreute Blitzlicht eine klare Lichtrichtung fast zunichte macht (Schatten werden zu sehr aufgehellt). Jedoch ist ein so indirekt beleuchtetes Foto fast immer einem direkt (und somit grässlich hart) beleuchteten Foto vorzuziehen (es sei denn freilich, man mag diesen „Look“).

Das obige Foto der Fuji GW690 II wurde z. B. mit einem modernen Aufsteckblitz der Marke „Yongnuo“ gemacht, dessen Reflektor einfach gegen die Zimmerdecke gerichtet ist: Sie erkennen vage den Autor dieser Seiten als Spiegelung im Objektiv. Sie können darin auch den (sich vergrößernden) „Lichtstrahl“ des Aufsteckblitzes sehen. Wenn Sie meinten, dass diese Produktfotografie aufwendig in einem „Studio“ angefertigt wurde, liegen Sie falsch. Mit Kunstlicht gelangt man recht einfach zu „sauber“ ausgeleuchteten Ergebnissen.

ein indirekt eingesetzter Blitz

Hier wurde ebenfalls eine analoge Mittelformatkamera eingesetzt. Eine solche kann man, auf einem Stuhl stehend, gut verkehrt herum über den Kopf halten und von unten durch den Lichtschacht sehen. Dies aber nur am Rande. Denn hier soll es ja um das (Kunst-) Licht gehen. Bei diesem Foto wurde einfach das Licht eines an der Kamera befestigten Blitzgerätes indirekt gegen die weiße Zimmerdecke geschickt!
Dies ist die einfachste Variante. Mehr Charakter (Schattierungen) hätte diese Szene bekommen, wenn man das Blitzlicht links gegen die (hier nicht sichtbare) weiße Wand „geschickt“ hätte. Aber auch so ist die Aufnahme ok, wenn auch etwas flach beleuchtet.

Eine Regel für die Einstellungen an der Kamera: Wenn Sie mit einem der stärkeren Blitzgeräte wie den oben abgebildeten „Yongnuo“ (Leistung bzw. „Leitzahl“ = 40) in einem mittleren, weißen Raum mit mittlerer Raumhöhe indirekt über die Decke blitzen möchten, müssen Sie dies bei einem 100-ASA-Film einfach nur bei Blende 4 bis 5.6 tun, bei einem 400-ASA-Film können Sie Blende 8 bis 11 einstellen. Somit gelangen Sie zu mit dem Blitzgerät korrekt belichteten Bildern. Als Belichtungszeit stellen Sie an der Kamera einfach 1/60 bzw. die je zulässige „Blitzsynchronzeit“ ein.

Den Blitz bei Tag nutzen

ein Blitzgerät am Tag zum Aufhellen nutzen

Sie können manchen Ihrer analogen Fotografien einen tüchtigen Pfiff mitgeben, indem Sie die Belichtungszeit Ihrer Kamera korrekt an das Tageslicht am helllichten Tag anpassen, eine Person im Vordergrund aber zusätzlich mit einem einfachen Aufsteckblitz anblitzen. Hierbei muss man jedoch Vorsicht walten lassen: Ist das Blitzlicht zu hell, wird es aussehen, als ob eine porträtierte Person vor einer „Fototapete“ steht. Solche Porträts sind insbesondere für eher plakative Zwecke („Bandfotografie“ oder dergleichen) sinnvoll. Das oben abgebildete analoge S/W-Foto entstand mit einer Kleinbildkamera mit dem Tmax 400 Film, entwickelt in dem Negativentwickler „Kodak Xtol“. In diesem Blogartikel wird genauer auf die Vorgehensweise zu diesem Foto eingegangen.

eine Fotografie von Jena Lobeda

Auch bei dieser analogen Fotografie wurde zur Aufnahme ein Blitz eingesetzt. Beachten Sie die Art des Lichtes des Hintergrundes: Dieses besitzt einen weichen Charakter. Es ist ein diffuses Licht, da sich eine Wolkendecke vor der Sonne befand. Das Licht des Vordergrundes jedoch besitzt Pfiff: Es ist härter.

*Nur ein einziger Blitz - dies ist die Prämisse bei diesem Buch. Der Autor vermittelt Techniken, mittels derer man mit möglichst minimalistischem Setting dennoch zu aussagekräftigen Fotografien gelangt, eben nur mit einem einzigen Blitzgerät. Bei Amazon kann man einen Blick in dieses Buch werfen.

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Und ein solch härteres Blitzlicht, welches von der Seite kommt, ist ideal, um die Struktur der Baumrinde und die des Waldbodens zu betonen. Ein entfesseltes Blitzlicht schafft Schärfe bzw. einen hohen „Mikrokontrast“. So eine Darstellung ist ohne Kunstlicht kaum möglich. Auch bei Tageslicht ergibt ein gekonnter Einsatz von Blitzlicht durchaus Sinn – selbst beim Anfertigen analoger Landschaftsaufnahmen.

Bei dem Beispielbild wurde die Blende und die Belichtungszeit der analogen Kamera zunächst auf das Umgebungslicht abgestimmt. Zusätzlich wurde mittels dem oben besprochenen Yongnuo-Funkauslöser ein Blitzgerät (diesmal ein starker, älterer „Metz-Stabblitz“) angesteuert, welches ca. fünf Meter weiter recht auf deinem kleinen Stativ positioniert wurde. Dieses Blitzlicht streift die Baumrinde und den Waldbogen und erzeugt dadurch eine dezente Aufhellung, winzige Schattierungen und somit eben jenen Pfiff, welcher diese Fotografie visuell bestimmt.
Dieses analoge Foto wurde mit einer alten 6×6-Balgenkamera mit dem bekannten Zeiss-Tessar-Objektiv aufgenommen. Der Film war ein Ilford FP4, entwickelt in Kodak Xtol.

ein entfesselt eingesetzter Blitz

(Kodak T-Max 400 Kleinbild in D76 entwickelt; Scan vom Handabzug)

Bei diesem S/W-Foto wurde die Belichtungszeit der Kamera so eingestellt, dass das Umgebungslicht um ca. eine Blende (eine Stufe) unterbelichtet wurde (man sieht dies an den nicht korrekt durchgezeichneten Schatten in den hinteren Bäumen). Das entfesselte Blitzlicht hingegen wurde so weit weg platziert (bzw. manuell eingestellt), dass es den Protagonisten mit einer zu 100% richtigen Lichtmenge beleuchtet. Daraus (und durch das seitlich entfesselte, harte Kunsticht) ergibt sich eine sehr plakative Lichtsituation, die sich insbesondere für Inszenierungen (z. B. Band-Fotografie [Porträs von Musikern, Schauspielern]) eignet und etwas an den Look alter Ingmar-Bergman-Filme erinnert. Durch das Einstellen der sogenannten Hyperfokalen Entfernung am Objektiv wird sowohl der Vordergrund als auch der Hintergrund scharf abgebildet. Dies alles bewirkt eine sehr künstliche fotografische Darstellung. Stellt man die Belichtung für das natürliche Umgebungslicht an der Kamera noch kürzer ein, wird der Effekt noch mehr dramatisiert*.

* Dies ist bei Tageslicht jedoch nur mit analogen Kameras realisierbar, die auch bei kurzen Belichtungszeiten den Blitz korrekt synchronisieren können, z. B. die Nikon FM2 mit 1/250 oder Mittelformatkameras mit Zentralverschluss bis 1/500 Sekunde.

Blitzen bei Nacht

Durch Kunstlicht (also Blitzlicht) lassen sich jedoch auch bei Nacht (also bei nicht vorhandenem Umgebungslicht) sehr interessante Aufnahmen mit der analogen Kamera anfertigen. Sie erhalten somit einen ganz eigenen Look.

Blitz bei Nacht eingesetzt

Diese Aufnahmen sind Scans von S/W-Handabzügen. Durch Blitzlicht lässt sich ein Motiv bei Nacht freistellen. Denn die Reichweite des auf die analoge Kamera aufgesetzten Blitzgerätes hört ja etwas weiter hinter dem eigentlichen Motiv auf. Gleichzeitig ist der Vordergrund immer überbelichtet bzw. zu hell. So etwas kann man jedoch später im eigenen Fotolabor leicht ausgleichen, indem man hier die Technik des sogenannten „Nachbelichtens“ anwendet und jenen wieder entsprechend dunkler gestaltet. Insbesondere S/W-Negative der Klasse 400 ASA lassen sich nun reichlich überbelichten und behalten dennoch – tief verwurzelt in der Filmschicht – jegliche Zeichnung. Man muss diese eben nur im Positivprozess wieder hervorbringen zu wissen. Bei den Beispielfotos wurde jener (durch den Blitz überbelichtete) Vordergrund im S/W-Labor durch das Nachbelichten mit einer „Gradation-00-Belichtung“ spielend wieder auf einen moderaten Grauton gebracht.

Einen Blitz-Belichtungsmesser nutzen

ein Blitzbelichtungsmesser

Der „Digiflash“ der renommierten Firma „Gossen“. Er ist der hierzulande günstigste Blitzbelichtungsmesser auf dem Markt. Natürlich lässt sich mit ihm auch Dauerlicht messen.

Wer digital fotografiert, benötigt eigentlich keinen Blitzbelichtungsmesser (es sei denn, es soll schnell gehen): Das Display bzw. das Histogramm der Digitalkamera ist ideal dazu geeignet, die Intensität des Blitzlichtes visuell darzustellen und ferner auch noch, jenes in Bezug zum evtl vorhandenen Umgebungslicht abzubilden.

*Leider sind Blitzbelichtungsmesser relativ teuer. Der günstigste dürfte der Gossen Digiflash sein, welcher bereits in Version 2 vorliegt. Er kann sowohl das Blitzlicht messen als auch freilich das "normale" Umgebungslicht bzw. beides zusammen (Mischlicht). Auf Amazon zum günstigen Preis.

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Wer jedoch auch mit analogen Kameras Blitzen möchte, dem sei ein solcher Belichtungsmesser für Blitzlicht anzuraten. Ein (relativ) günstiges Produkt ist der „Gossen Digiflash“. Dieses Messgerät kann weiterhin auch das „normale“ Umgebungslicht messen.
Auf dieser Infoseite über analoge Fotografie gibt es freilich auch ein „Kapitel“ über externe Handbelichtungsmesser.

Es ist jedoch auch möglich, völlig manuell und ohne Messgerät zu blitzen! Das ist die alte Schule. Man blitzt manuell und bedient sich einer kleinen Tabelle, welche man für sein Blitzgerät mittels einer Formel einfach selbst anlegt. Diese manuelle Methode funktioniert jedoch nicht mit dem Indirekten Blitzen:

Manuelles Blitzen mit einer Leitzahl-Tabelle

Scrollen Sie noch einmal kurz nach oben: Bei den vier Fotografien von den ummantelten Bäumen wurde kein Blitzbelichtungsmesser eingesetzt. Hier half eine simple „Blitz-Tabelle„, um die richtigen Einstellungen vorzunehmen. In diesem Fall war dieses manuelle Blitzen sogar einfacher und präziser.

eine Tabelle zum Blitzen aufgeklebt auf das Blitzgerät

Auf den Kopf des manuellen Blitzes „Yongnuo YN560 III“ wurde eine Tabelle aufgeklebt, welche sagt, bei welchem Abstand zum Motiv und bei welcher ISO welche Blende am Objektiv einzustellen ist.

Folgende zwei Größen sind für das manuelle Blitzen relevant:

Aus diesen beiden Größen kann nun einfach der Wert der Blende errechnet werden, welche nun am Objektiv einzustellen ist. Und somit kann eine Tabelle angefertigt werden.
Bei der Verwendung eines Blitzes kann dessen Lichtabgabe an der Kamera nur über die Blende und über den Abstand zum Motiv angepasst werden. Die Belichtungszeit ist zunächst nicht relevant.

Das heißt: Die an der analogen Kamera eingestellte Belichtungszeit (die Sie ja bei Dauerlicht sicherlich bevorzugt ändern) ist für das Blitzen kaum relevant. Denn das Blitzlicht ist ein äußerst kurzer Lichtimpuls. Stattdessen wählen Sie zum Blitzen einfach die sogenannte Blitz-Synchronzeit Ihrer Kamera! Diese ist am Einstellrad meist farblich hervor gehoben und beträgt bei Spiegelreflexkameras im Kleinbild meist 1/60 Sekunde. Mit der Belichtungszeit können Sie jedoch die Stärke des Umgebungslichtes steuern, falls dieses etwa für den Bildhintergrund wichtig ist.

Blitzsynchronzeit an einer Kamera

Auf diesem Bild sehen Sie die besagte, rot markierte Blitz-Synchronzeit deutlich am Zeiten-Wahlschalter. Als Anfänger stellen Sie diese Zeit entsprechend Ihres Fotoapparates ein.
Alle Zeiten, die länger sind als die Synchronzeit (z. B. 1/15 Sekunde) eignen sich ebenfalls zum Blitzen. Mit diesen steuert man dann die Intensität des evtl. vorhandenen Umgebungslichtes. Alle Zeiten schneller als die Synchronzeit (z. B. 1/500 Sekunde) sind bei den meisten analogen Kleinbild-Spiegelreflexkameras zum Blitzen unbrauchbar. Nur bei Kameras mit einem sogenannten „Zentralverschluss“ kann man den Blitz bei jeder Belichtungszeit störungsfrei auslösen.

Nun soll es aber endlich losgehen: Wir fertigen uns eine Blitz-Tabelle für das manuelle Blitzen mit analogen Kameras an. Diese Formel wird dazu benötigt:

eine Formel zum Errechnen der Blitz-Reichweite

Wie oben erwähnt, geht es beim manuellen Blitzen immer darum, die richtige Blende für das Blitzlicht an der Kamera zu errechnen. Relevant hierfür ist die Entfernung zum Motiv sowie die Leistung des Blitzgerätes. Letztere wird auch als „Leitzahl“ bezeichnet.

der Film Kodak TMax 400

(Kodak T-Max 400 Kleinbild in D76 entwickelt; Scan vom Handabzug)
Bei diesem Foto wurde die Kamera so eingestellt, dass sie mit dem Umgebungslicht zu 100% richtig belichtet. Zusätzlich wurde seitlich eine Taschensonne auf ein Stativ geschraubt und per Yongnuo-Funkauslöser entfesselt. Mittels der Formel konnte berechnet werden, wie weit der Blitz bei der gewünschten Arbeitsblende entfernt stehen muss (grobe Schätzung). Das Blitzlicht ist hier somit zum Akzentlicht geworden, welches der Person einen deutlichen Pfiff gibt. Insbesondere bei der inszenierten „People-Fotografie“ empfiehlt sich der Einsatz eines solchen Effektlichtes. Anhand der Schatten sieht man, wo es bei der Aufnahme stand (schräg links).

Wie erfahre ich nun die Leitzahl meines Blitzgerätes? Diese steht zum einen natürlich in der Bedienungsanleitung. Andererseits tragen insbesondere viele ältere Blitzgeräte diese Leitzahl im Namen: „Metz CT 45“ oder „Revuetron 35“ sind die Bezeichnungen bekannter, alter Blitze. Der Metz hat also eine Leitzahl von 45 und der der Revue-Blitz eine von immerhin 35.

eine analoge Kamera mit Blitzgerät von Metz

Auch dieses Blitzgerät „Metz 32 CT 3“ gibt uns mit seinem Namen gleich einen Hinweis auf dessen maximale Leistung bzw. Leitzahl: 32. Diese Leitzahl bezieht sich normalerweise immer auf einen 100-ASA-Film.

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Nun wird einfach gerechnet. Für ein Motiv (z. B. eine Person), welches in 4 Metern Abstand steht muss einfach folgende Blende eingestellt werden:

Blende = 32:4 = 8

Das war einfach. Man fertigt sich nun einfach eine Tabelle an, indem man in den Rechnungen jegliche Blendenwerte für die verschiedensten Abstände zum Motiv errechnet.

Und was, wenn kein 100-ASA-Film verwendet wird, sondern ein 200-ASA-Film?

Dann gilt eine andere (höhere) Leitzahl! Und diese errechnet man, indem man die reguläre Leitzahl (für 100 ASA) einfach mit dem Faktor 1,4 multipliziert:

Der obige Metz-Blitz hat dann bei 200 ASA eine Leitzahl von 32*1,4 = 45. Bei 400 ASA hat er dann schon eine Leitzahl von 45*1,4 = 63.

Rechnen wir nun die richtige Blende bei der Verwendung eines 400-ASA-Filmes aus, wenn es wieder gilt, eine Person in einem Abstand von 4 Metern mit dem Blitz abzulichten:

Blende = 63:4 = ca. 16

Dadurch, dass sich ja nun ein viel empfindlicherer Film (400 ASA) in der Kamera befindet, muss die Blende um ganze zwei Stufen mehr geschlossen werden. Das leuchtet ein.

Auch für die höhere Leitzahl für 400 ASA sollte man sich dann eine kleine Tabelle anfertigen, um vor Ort genau ablesen zu können, welche Blende bei welchem Motivabstand einzustellen ist.

Ein Tipp zum Ermitteln dieses Abstandes: Sie können freilich auch Ihre Schritte zählen. Einfacher geht es, indem Sie einfach Ihr Motiv anfokussieren und dann am Objektiv die Entfernung in Metern ablesen.

Foto mit einer Lochkamera

Hier wurde eine Lochkamera mit einem seitlich positionierten Blitz synchronisiert. Der hierdurch künstlich aufgehellte Vordergrund lässt diese Fotografie regelrecht surreal wirken. Dieser Eindruck wurde dann später im Fotolabor noch verstärkt, indem beim Handabzug die Straße etwas aufgehellt (gebleicht) wurde.

Automatisch blitzen mit dem Computerblitz

Viele ältere Blitzgeräte besitzen eine Automatik, welche man im deutschsprachigen Raum „Computer-Blitz“ nannte. Tatsächlich besaßen viele Blitzgeräte der 1980er und 1990er Jahre eine solche Funktion, mit welcher man ganz automatisch mit Kunstlicht einigermaßen präzise belichtete Fotografien erhielt.
Mit einem „Computer“ hat diese Automatik nun nicht viel zu tun: Eher geht es um einen in das Blitzgerät eingebauten Belichtungsmesser, welcher sozusagen on the fly die Leuchtdauer (und damit die Stärke) des Blitzlichtes regeln konnte – innerhalb eines Millisekundenbruchteils.

ein Stabblitz der Firma Metz

 

Dies ist ein sogenannter Stabblitz, Modell „Metz 45 CT-4“. Mittels einer Schiene wird jener seitlich an der Kamera angebracht. Stabblitze sind in der Regel besonders stark in der Leistung (man kann entweder sehr weit blitzen oder aber bei einem etwas weiter abgeblendetem Objektiv). Insbesondere beim Indirekten Blitzen über Decken oder Wände spielt dies eine Rolle, da hierbei ein gewisser Lichtverlust nicht zu umgehen ist.

Betrachten Sie bei diesem Blitzgerät das kleine „Löchlein“ unter dem Schriftzug „Metz“. Hier befindet sich ein „Sensor“ – die Lichtzelle des eingebauten Belichtungsmessers. Jenem muss man nun noch folgendes mitteilen:

Einstellungen für den ComputerblitzSeitlich sehen Sie die Oberseite des Blitzkopfes mit den Einstellungen. Diese Grafik können Sie per Mausklick noch vergrößern. Es wurde eingestellt: Der Film besitzt einen Empfindlichkeit von 100 ASA und die zu verwendende Blende ist die Blende 8.

Nun muss nichts weiter mehr getan werden als mit diesen Parametern zu blitzen! Die Lichtintensität wird sich immer automatisch an die Umgebungsverhältnisse anpassen.

Welche Umgebungsverhältnisse können dies sein? Zum einen natürlich der Abstand des angeblitzten Objektes. Oder aber Sie nutzen eine Streuscheibe auf dem Blitz (welche Licht schluckt). Oder aber Sie blitzen indirekt über die Zimmerdecke, um das (zunächst harte) Blitzlicht wesentlich weicher zu gestalten. All dies kann die Computer-Automatik berücksichtigen!

Insbesondere innerhalb von Räumen ist sie sehr präzise. Und: Sie funktioniert mit jedem Fotoapparat, auch mit Digitalkameras! Denn es findet keinerlei Kommunikation zwischen Blitz und Kamera statt: Die Werte Blende und ISO müssen Sie ja zunächst selbst eingeben. Bei der (oben besprochenen) TTL-Automatik entfällt dies, da diese Parameter dort automatisch übertragen werden.

Hinweis: Sollten Sie Filter vor dem Objektiv Ihrer analogen Kamera nutzen, kann deren Lichtverlust nicht durch die Computer-Automatik berücksichtigt werden (im Gegensatz zur TTL-Automatik): Stattdessen muss man dies am ASA-Wahlrad am Blitzgerät korrigieren. Z. B. soll ein Gelbfilter verwendet werden, welcher bekanntlich eine Blende Licht schluckt. Dann müsste man (um beim obigen Beispiel zu bleiben) einfach „50 ASA“ am Blitzgerät einstellen.

Fotografie im Studio

*"Das Blitz-Kochbuch" ist ein moderner und reich bebilderter Leitfaden für den Fotografen, welcher sich kreativ mit Blitzlicht auseinander setzen möchte - und dies mit einfachen und kompakten manuell bedienbaren Aufsteckblitzen. Auf Amazon kann man einen Blick ins Buch werfen.

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Bei solchen Fotografien im Studio ist es klar: Hier wird Kunstlicht benötigt. Ausnahmsweise wurde dieses mit Studiolicht geschaffen – ansonsten bevorzugt der Autor mehrere der kleinen, günstigen und entfesselt eingesetzten Aufsteckblitze (Fotografie mit einer alten Plattenkamera im Format 9×12 auf Adox CHS 100 Film).

Fazit

Die meisten Fotografen, die analog fotografieren, werden sicherlich eine gewisse Scheu vor dem Blitzgerät haben: Zu schlecht lässt sich dessen Effekt vorhersagen. Mit Übung (etwa mittels einer Digitalkamera) oder einem Blitzbelichtungsmesser oder aber durch simple Tabellen, bzw. der oben eingestellten Formel, lässt sich das Blitzen jedoch durchaus auch mit analogen Kameras beherrschen. Ist man in der Lage, ein solches Blitzgerät gekonnt – d. h. in den meisten Fällen dezent – einzusetzen, dann können diese Techniken einen hohen Mehrwert für die eigenen Bilder bedeuten. Anders herum kann ein „hartes“ Blitzgerät auch etwas „provokant“ eingesetzt werden, um z. B. bei der analogen S/W-Fotografie einen gewissen „kantigen Look“ zu erzeugen (siehe: Reportagelook analog) mit bei Porträts fast weißer Haut und tiefschwarzen Schatten.

Denken Sie beim Fotografieren nicht so viel an die Art des Filmes, an Entwickler, an Objektive oder Kameras – Denken Sie an die Art und Qualität von Licht. Dieses ist hier ihr wichtigster Freund, auch in der analogen Fotografie.
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Artikeldatum: 30.09.2016 / letzte Änderung: 13. Mai 2017

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2 Anmerkungen

Hinweis: Auch, wenn in den Texten alles sehr förmlich gehalten ist: Der Autor (Thomas) ist durchaus auch ein Freund des Dus und freut sich über Kommentare.